{"id":200,"date":"2021-09-25T08:18:49","date_gmt":"2021-09-25T06:18:49","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hsvorsfelde\/?page_id=200"},"modified":"2021-09-25T08:18:49","modified_gmt":"2021-09-25T06:18:49","slug":"ueber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hsvorsfelde\/ueber-uns\/","title":{"rendered":"\u00dcber uns"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0 P\u00e4dagogisches Konzept der<\/strong> <strong>Schulwerkstatt Wolfsburg<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Die Schulwerkstatt betreut Jugendliche, die sich aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden Wolfsburger Hauptschulen entzogen haben. Ziel ist es, diese Sch\u00fcler durch verst\u00e4rkte individuelle Zuwendung, besondere Lernbedingungen in Kleingruppen und durch einen ausgepr\u00e4gten Praxisanteil nach dem Vorbild der d\u00e4nischen Produktionsschulen in den Bereichen Holzwerkstatt und Lehrk\u00fcche wieder zum Schulbesuch zu motivieren. Um dieses Konzept umzusetzen, wurde durch die \u201eSchulwerkstatt Wolfsburg\u201c eine geeignete Au\u00dfenstelle der Hauptschule Vorsfelde geschaffen.<\/p>\n<p>Zum Thema Schulverweigerung gibt es viele Ans\u00e4tze und theoretische \u00dcberlegungen. Entscheidend f\u00fcr unsere Arbeit ist jedoch die in den letzten Jahren gemachte Erfahrung, die durch intensive Reflexion zu einem st\u00e4ndigen Entwicklungsprozess f\u00fchrt.<\/p>\n<pre><\/pre>\n<p><strong><u>Der p\u00e4dagogische Grundansatz<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00dcberschaubarkeit<\/strong><\/p>\n<p>Der organisatorische Rahmen sollte nicht zu gro\u00df werden, weil wir ein sehr pers\u00f6nliches, fast famili\u00e4res Beziehungsgeflecht f\u00fcr die Grundlage halten, um Zugang zu den Jugendlichen zu finden. Dies ist Vorraussetzung, um bei den Sch\u00fclern eine Verhaltens\u00e4nderung und damit einen schulischen Lernfortschritt zu erreichen. Unsere r\u00e4umliche Situation und unsere Arbeitsweise lassen keine gro\u00dfen Gruppen zu.<\/p>\n<pre><\/pre>\n<p><strong>Freiwilligkeit und Verantwortung<\/strong><\/p>\n<p>In einer Probezeit haben die Jugendlichen die M\u00f6glichkeit, die Schulwerkstatt kennen zu lernen. Danach entscheiden sich sowohl die Sch\u00fcler als auch das Lehrerteam, ob sie zusammen arbeiten wollen oder nicht. In den meisten F\u00e4llen bleiben die Jugendlichen nach der Probezeit und signalisieren durch die Unterzeichnung einer Vereinbarung, dass sie die Regeln der Schulwerkstatt einhalten werden und somit Verantwortung f\u00fcr ihre zuk\u00fcnftige Schulzeit \u00fcbernehmen.<\/p>\n<pre><\/pre>\n<p><strong>Praxis<\/strong><\/p>\n<p>Das durch Fachpersonal angeleitete Arbeiten der Sch\u00fcler in der Holzwerkstatt und in der K\u00fcche wird gleichwertig in Stundenzahl und Benotung mit den theoretischen F\u00e4chern unterrichtet.<\/p>\n<p>Dadurch wird das kognitive Lernen durch handelndes Lernen erweitert, wobei Schl\u00fcsselqualifikationen wie z.B. Teamf\u00e4higkeit, Verantwortungs\u00fcbernahme, Sorgf\u00e4ltigkeit und Selbstst\u00e4ndigkeit vermittelt werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem k\u00f6nnen so theoretische Lerninhalte f\u00fcr die Sch\u00fcler besser erschlossen und vertieft werden.<\/p>\n<p>Durch die in Holzwerkstatt und K\u00fcche selbst hergestellten Produkte und deren Verkauf, erfahren die Sch\u00fcler eine gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung ihrer T\u00e4tigkeit und werden gleichzeitig auf Inhalte einer Ausbildung vorbereitet.<\/p>\n<p>Das Ausliefern der Produkte an die Kunden schult au\u00dferdem Umgangsformen.<\/p>\n<pre><\/pre>\n<p><strong>Theorie<\/strong><\/p>\n<p>Aus verschiedenen Gr\u00fcnden verweigern sich immer mehr Sch\u00fcler gegen\u00fcber dem herk\u00f6mmlichen Unterricht und verlieren zunehmend die Bereitschaft zum Lernen. Deshalb l\u00f6st die Schulwerkstatt den Klassenverband auf. Sch\u00fcler aller Altersstufen werden mittels innerer Differenzierung unterrichtet. Dabei spielen individueller Wissensstand, pers\u00f6nliches Leistungsverm\u00f6gen, gruppendynamische Prozesse u.a. eine Rolle.<\/p>\n<p>Ziel ist es, in Kleingruppen eine Lernatmosph\u00e4re zu schaffen, die den Sch\u00fcler wieder zum Arbeiten\/ Lernen motiviert, um sich nach M\u00f6glichkeit einen Hauptschulabschluss zu erarbeiten.<\/p>\n<pre><\/pre>\n<p><strong>Individualit\u00e4t und Inklusion<\/strong><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde, die zum Besuch der Schulwerkstatt f\u00fchren, sind von Sch\u00fcler zu Sch\u00fcler sehr unterschiedlich: Verhaltensauff\u00e4lligkeiten, Lernschwierigkeiten, Probleme beim Zurechtfinden in sozialen Gef\u00fcgen und beim Einhalten von Regeln, gesundheitlich begr\u00fcndete Defizite \u2026 um nur einige zu nennen.<\/p>\n<p>In Bezug auf o.g. Unterschiedlichkeiten, ist es das Ziel der Schulwerkstatt, die Individualit\u00e4t jedes Einzelnen anzuerkennen, diesbez\u00fcglich Toleranz und gegenseitige Akzeptanz zu schaffen und Verhaltensmuster so aufzubrechen und zu ver\u00e4ndern, dass ein konstruktives Miteinander, ein gemeinsames Lernen und ein Lernzuwachs m\u00f6glich werden.<\/p>\n<p>Nach Stabilisierung des Sozialverhaltens und dem Aufarbeiten schulischer Defizite ist nach Absprache mit Eltern, Sch\u00fcler und der aufnehmenden Schule eine R\u00fcckf\u00fchrung in einen Klassenverband m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Januar 2016<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 P\u00e4dagogisches Konzept der Schulwerkstatt Wolfsburg \u00a0Die Schulwerkstatt betreut Jugendliche, die sich aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden Wolfsburger Hauptschulen entzogen haben. 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