Ein Leben wie in amerikanischen Filmen

Lea beim Neujahrsempfang in der KGS Pattensen
Lea beim Neujahrsempfang in der KGS Pattensen

Es ist früh am Morgen, als die damals 15 jährige Lea sich am Flughafen von ihren Eltern verabschiedet. Die Trennung fällt ihr schwer, doch sie ist zugleich neugierig und gespannt auf die nächsten zehn Monate in La Habra, einer Vorstadt von Los Angeles. Der Flug geht fast 12 Stunden und wird jedoch sehr entspannend werden, da sie in der Business Class sitzt. Angekommen in Amerika wird sie freundlich von ihrer Gastfamilie empfangen.

Lea Reinhart ist 17 Jahre alt, ging auf unsere Schule und agierte als Schülersprecherin in der Schülervertretung. Ein Beispiel für ihr Engagement zeigte sich in ihrer Aufforderung während des Neujahrsempfangs an der KGS-Pattensen, bei dem sie vor Kommunal- und Regionalpolitikern äußerte, dass Jugendliche mehr Freizeitangebote in Pattensen bräuchten. Außerdem hat sie an einem Auslandsjahr teilgenommen und ist eine sehr aufgeschlossene Person. In ihrer Freizeit verbringt sie viel Zeit mit ihrer Familie, Freunden und ihrem Freund. Außerdem treibt sie gerne Sport, malt, fotografiert und guckt Serien auf Netflix.

In den folgenden Monaten hat sie in einem eigenen Zimmer in dem Haus ihrer Gastfamilie gewohnt und hat Kontakt mit ihrer Gastschwester geknüpft, welche ein großer Animefan ist. Mit ihr hat sie oft asiatische Supermärkte und ein Cosplay- Event besucht, bei dem sich Menschen in beliebige Figuren aus Animes, Mangas, Comics, Filmen und Computerspielen verkleiden. Diese Erfahrung war für sie sehr interessant, da sie sich nie vorher damit beschäftigt hatte. Außerdem hat sie viel neues Essen ausprobiert und andere Traditionen kennengelernt, wie zum Beispiel das amerikanische Weihnachten oder Thanksgiving. Man feiert meistens mit der Familie und Freunden ein wie in Deutschland bekanntes Erntedankfest. Wenn Lea etwas mit ihren amerikanischen Freunden unternehmen wollte, musste sie diese erst den Gasteltern vorstellen und deren Namen nennen. Hinzu kommt, dass sie nie alleine rausgehen durfte, da es auf den amerikanischen Straßen nicht immer ohne Gewalt zugeht.

Lea mit ihren amerikanischen Freundinnen
Lea mit ihren amerikanischen Freundinnen

Der Kontakt zu anderen hat sich fast von alleine ergeben, da angekündigt wurde, dass Lea einen Austausch macht. Eine deutsche Austauschschülerin ist für die meisten Amerikaner sehr spannend. Sie wurde viel zum Thema Unterricht in deutschen Schulen befragt oder auch über das Leben in Deutschland. Es fühlte sich für sie gut an, sich mit anderen über die verschiedensten Themen auszutauschen. Hauptsächlich hat sie Kontakt durch die Schule, aber auch durch die Theatergruppe aufgenommen. „Die meisten waren sehr nett und haben mich gut behandelt“, sagte Lea. „Es gab ein paar, die sehr oberflächlich waren und man wusste nicht genau, mit wem man wirklich befreundet war. Trotzdem waren alle sehr höflich.“

Allerdings war der Unterricht an ihrer amerikanischen Schule sehr eintönig, da es meistens nur Aufgaben zum Ankreuzen gab, welche oft sehr einfach bewertet wurden. Diese sind hauptsächlich in Mathe, Geschichte, Englisch etc. Obwohl Lea gedacht hat, dass der Unterricht Spaß macht, war es für sie am Ende dann doch relativ langweilig. Sie hat jeden Tag dieselben Unterrichtsfächer gehabt, jedoch mit anderen AGs. Mit Vorfreude hat sich Lea für die Theatergruppe beworben, doch der Lehrer der Theatergruppe empfiehl ihr das Schulmusical. Der Lehrer hat sie anschließend beim Schulmusical angemeldet. Ganz stolz erzählte sie: „Wir haben in einem großen Theater vor insgesamt 10.000 Leuten gespielt und die Show hat 150.000 Dollar eingebracht, das war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Sehr bemerkenswert war, dass alles so war wie in amerikanischen Filmen.“

Ihr größtes Highlight war die Woche auf Hawaii, denn dort trafen sich viele  Austauschschüler aus unterschiedlichen Ländern, mit denen sie sehr viel Spaß hatte, da sie zum Beispiel zusammen Surfen gegangen sind.

Lea hat viele tolle Eindrücke, Erinnerungen sowie Erfahrungen von der amerikanischen Kultur behalten. Sie ist beeindruckt von dem Leben dort und kann jedem, der Lust auf eine solche Reise hat, empfehlen. Ihrer Meinung nach haben sich die 8.000-10.000€ auf jeden Fall gelohnt. „Ich möchte gerne jeden Kontinent mindestens einmal bereisen.“ Dies ist Leas Plan für die Zukunft.

Text: F.Mkr, Y.Zie;  Bild: Lea Reinhart, Leine-Nachrichten (https://www.leine-on.de/nachricht/10807-neujahrsempfang-jung-in-pattensen.html)

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