Impulsiv, gestresst, aber immer sympathisch – das ist Waldi

Waldemar Krause während des Einzuges in den Neubau

Jeder an der Ernst-Reuter Schule Pattensen kennt ihn – Waldi. Befragte Schüler beschrieben ihn als amüsant, gut gelaunt und lautstark. Er ist meist gestresst und hat immer was zu tun. Man sieht ihn in der Regel durch das Schulgebäude hetzen und schimpfen, trotzdem wirkt er sympathisch.

Waldemar Krause ist Hausmeister an der KGS Pattensen seit fast 28 Jahren. Diesen Job machte er seit Jahren sehr gut, vor allem dadurch das er Räume aufschließt aufgrund von vergessenen Turnbeuteln oder Helmen. Außerdem hat er in seinem Schulkiosk immer einen lockeren Spruch drauf. In anderthalb Jahren wird er die Schule verlassen, weshalb wir die Gelegenheit genutzt haben, mit ihm ein Gespräch zu führen. Waldemar selber beschreibt sich als „diszipliniert, zuverlässig und ehrgeizig, dennoch manchmal zu ehrgeizig“.

Auf die Frage wie es dazu gekommen sei, dass er jetzt an dieser Schule arbeitet, erzählt uns der locker wirkende Hausmeister: „Nach meinem Abi in Berlin wollte ich unbedingt etwas mit Sport machen und wollte Lehrer werden. Als dies nicht funktioniert hat, bin ich dann Hausmeister geworden“, gibt er stolz wieder. „Ich hatte viel im Bereich Sport zu tun, ich war Sportler, Trainer, aber seit 2 Jahren bin ich nun intensiv als Opa eingespannt von meinen drei Enkelkindern. Dennoch, habe ich auch einen anderen Sport als Hobby, Angeln“, erwähnt der Hausmeister. Er beschreibt sich selbst als „sehr kommunikativ und organisiert“ was auch zu Ende des Interviews deutlich wurde. Als das Thema seines Ruhestands und des Verlassens der Schule wieder aufkommt meint er gekränkt, dass er nicht nur seine Arbeit verlassen würde, sondern auch seine Wohnung an der Sporthalle in der er eine lange Zeit gelebt hat. „Das wird eine intensive Zeit.“, wiederholte der Hausmeister mehrmals. „Außerdem muss ich eine neue Wohnung finden, die in der Nähe ist. Schließlich leben meine Enkelkinder auch hier im Umkreis!“ Auf eine rein aus Interesse gestellte Frage, ob er eher ein Zeitungsleser oder Onlineleser sei, antwortet er deutlich mit „Zeitungsleser“. 27 Jahre sind eine sehr lange Zeit, aus welchem Anlass wir hinterfragen, ob sich viel verändert hat. Waldemar verdeutlichte uns, dass sich nicht nur die Schüler, sondern auch die Schule verändert hat. „Die Schüler sind mutiger geworden, aber das grenzt auch an Fahrlässigkeit. Die heutige Jugend schreckt nicht vor den eventuellen Folgen zurück, sie machen einfach.“, betont er mit entsetzter Stimme. Als Abschluss für das Interview kommt die Frage auf wie alt er werden wolle, worauf er ausgelassen lacht. „Also wenn ich die Pensionierung erreiche, dann will ich auch ein paar Jahre was davon haben“, fügt er hinzu.

Im Großen und Ganzen war das Gespräch sehr lehrreich für uns, da wir etwas Neues über unseren langjährigen Hausmeister erfahren haben. Es war ein sehr lustiges und offenes Interview und wir wünschen ihm alles Gute für seine Pensionierung und viel Spaß mit seinen Enkelkindern.

 

(T.Hel, A.Hei)

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