Das (perfekte) erste Bild

Ein Mann mit einem Handy und eine verzweifelte Frau

Das erste Date steht bevor. Jede Frau kennt es, man liegt am Abend zuvor in seinem Bett und realisiert erst ab diesem Moment, dass man morgen seinen “Traumprinzen” kennen lernen wird – vielleicht. Besonders bei uns Frauen drehen sich die Gedanken nur noch um das eine: Was ziehe ich an? Wie komme ich bei ihm gut an? Oder sieht er wirklich so aus, wie ich ihn mir vorstelle?

Oft wird stundenlang mit der besten Freundin telefoniert, um sich zu vergewissern, dass man am Tag des Dates nichts falsch macht.  Wir gehen sogar soweit, dass wir uns im Vorhinein Fragen überlegen und einen Plan B entwickeln, falls alles schieflaufen sollte. Naja – oder die Depressionsphase tritt ein, weil hier und da ein Röllchen zu viel ist. Nach trauriger Musik gibt es dann auf einmal einen Wechsel zu rockiger Musik, zu der abgetanzt und Klamotten anprobiert werden. Bald schon ist der Kleiderschrank fast leer und die Klamotten liegen alle auf dem Boden. Männer hingegen gehen am Tag zuvor meistens duschen und direkt schlafen. Die haben es so einfach. 

Dann kommt auch schon der Tag, an dem man ihn wirklich kennenlernt. Den einen, mit dem man sein restliches Leben verbringen möchte. Wir träumen von einer Familiengründung und wollen mit ihm alt werden. Wir fragen uns, ob er der eine ist, der mein Herz ein Leben lang mit Freude erfüllen wird? Ob er für mich da sein wird, wenn ich ihn brauche? Oder ob er sich im Laufe der Zeit verändern wird? Man ist dazu bereit mit dem Menschen auch durch schwere Zeiten zu gehen. So denken wir jedenfalls vor dem Date. Häufig hat das Date nicht mal angefangen und schon läuft alles schief. Man verschläft, das Make-up sitzt nicht oder aber das Auto möchte nicht anspringen. Zu Fuß gehen heißt es nun. Bei dem Stress muss es natürlich auch noch regnen. Von den gelockten Haaren ist nun nichts mehr zu sehen. Dort angekommen, sucht man nach dem langersehnten “Traumprinzen”, doch dann erscheint ein Mann, welcher dem Profil nicht mal ähnlich sieht. Eine männliche Person also, die wir uns so in unseren Träumen nicht vorgestellt hatten. Das Gesicht von uns Frauen in diesem Moment müsste man mal fotografieren. So wissen wir zumindest für die Zukunft, dass wir an das nächste Treffen lockerer gehen werden – hoffentlich.

Text: J.Bnk ; Bild: Pixabay