{"id":1654,"date":"2024-03-15T11:27:23","date_gmt":"2024-03-15T10:27:23","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/klartext\/?p=1654"},"modified":"2025-10-11T15:13:48","modified_gmt":"2025-10-11T13:13:48","slug":"abi-und-dann-unterschiedliche-junge-menschen-unterschiedliche-wege-nach-dem-abitur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/klartext\/2024\/03\/15\/abi-und-dann-unterschiedliche-junge-menschen-unterschiedliche-wege-nach-dem-abitur\/","title":{"rendered":"Abi \u2013 und dann? Unterschiedliche junge Menschen, unterschiedliche Wege nach dem Abitur.\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><em>KGS Schwarmstedt; Autorin: Julia<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jeder, der Abitur macht, fragt sich zu einem gewissen Zeitpunkt, was eigentlich danach kommt. Manche fragen sich das fr\u00fcher, andere sp\u00e4ter. Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil es sehr viele individuelle M\u00f6glichkeiten und auch Interessen gibt, die einen dabei leiten. Die Hauptrichtungen, von denen man oft h\u00f6rt, sind ein Studium, ein Auslandsjahr und ein freiwilliges soziales Jahr. Aber was hei\u00dft das eigentlich? Wie kommt man im Ausland zurecht? Wie finanziert man sich ein Studium? Wie sieht der Alltag in einem freiwilligen sozialen Jahr aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese drei M\u00f6glichkeiten sind nat\u00fcrlich nur Wegweiser, die nach einigen Wegkreuzungen in ganz verschiedene Richtungen f\u00fchren k\u00f6nnen. Um dir einen Einblick in ein paar dieser Richtungen zu bieten, habe ich ein Interview mit drei Freunden von mir gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ab ins Ausland!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Wer bist du?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hei\u00dfe Malin und bin 20 Jahre alt.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Was f\u00fcr ein Abitur hast du gemacht?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe die allgemeine Hochschulreife in einem musisch-k\u00fcnstlerischen Profil gemacht. Meine Leistungskurse waren Kunst, Deutsch und Biologie. Ich hatte einen Schnitt von 2,5.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Was machst du nach dem Abitur?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mich nach dem Abi dazu entschieden, f\u00fcr ein Jahr ins Ausland zu gehen und bin jetzt ein halbes Jahr in Australien und danach noch ein halbes Jahr in Neuseeland.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Wie sieht dein Alltag aus? Was kommt auf einen zu?<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Alltag sieht immer unterschiedlich aus, weil man immer Phasen hat, in denen man nur am Reisen ist und welche, in denen man nur am Arbeiten ist. Hier kommt sehr viel Spontanit\u00e4t auf einen zu, weil viele Vorstellungen meistens nicht so aufgehen wie erwartet und man seine Pl\u00e4ne immer anpassen muss. Au\u00dferdem kommt sehr viel Selbstst\u00e4ndigkeit und Unabh\u00e4ngigkeit auf einen zu, weil man ein ganz neues Leben f\u00fchrt, das man organisieren und strukturieren muss, wie zum Beispiel eine Unterkunft, Lebensmittel, eine Arbeit, aber auch das Reisen muss man planen. Zudem muss man in jeder Lebenssituation die meisten Entscheidungen alleine treffen, weil man letzten Endes voll und ganz auf sich alleine gestellt ist, was aber eine wirklich gute Erfahrung ist.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Wie bist du dazu gekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hab viele Videos dar\u00fcber auf TikTok und Instagram gesehen und wollte nach meinem Abitur nicht direkt vom Lernen ins Lernen \u00fcbergehen, sondern erstmal was von der Welt sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Wie finanzierst du das?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe w\u00e4hrend der Oberstufe einen Minijob gemacht und nach dem Abitur nochmal 2 Monate gearbeitet. Da habe ich dann ein bisschen Geld angespart, um mir den Flug und die ersten Unterk\u00fcnfte zu finanzieren. Wenn man dann in Australien ist, kann man theoretisch direkt anfangen, selber Geld zu verdienen.<\/p>\n\n\n\n<p>7. Was gibt es f\u00fcr Alternativen?<\/p>\n\n\n\n<p>Alternativ zu dem Auslandsjahr kann man auch gut f\u00fcr einen k\u00fcrzeren Zeitraum Reisen und das Arbeiten weglassen. Dabei sieht man wahrscheinlich genauso viel, wie in einem ganzen Jahr. Aber in einem ganzen Jahr sammelt man viel mehr Eindr\u00fccke der Gesellschaft und des Lebensstils und hat einen Arbeitsalltag.<\/p>\n\n\n\n<p>8. Was m\u00f6chtest du danach machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach meinem Auslandsjahr m\u00f6chte ich erstmal ein bisschen Teilzeit-Arbeiten und danach nochmal f\u00fcr ein paar Monate reisen. Danach w\u00fcrde ich dann gerne ein Studium anfangen, wei\u00df aber noch nicht welches. Ich finde aber, dass was das angeht auch viel zu viel Druck gemacht wird. Man hat mit 20 Jahren noch so viel vom Leben vor sich. Ich nutze lieber meine jungen Jahre, um zu reisen und die Welt zu entdecken, als direkt ins Studium oder Arbeit zu starten, daf\u00fcr habe ich nachher noch genug Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>9. Wie gef\u00e4llt es dir bisher?<\/p>\n\n\n\n<p>Es gef\u00e4llt mir wirklich extrem und ich kann es nur weiterempfehlen. Man entwickelt sich in seiner Pers\u00f6nlichkeit weiter und lernt sich selbst viel mehr kennen. Man lernt, mit den verschiedensten Situationen umzugehen, f\u00fcr sich selbst zu sorgen und das Leben und die Natur viel mehr wertzusch\u00e4tzen. Au\u00dferdem lernt man die tollsten Menschen kennen, mit denen man wundersch\u00f6ne Orte sieht. Man reist zusammen, arbeitet zusammen und erlebt das Gef\u00fchl von Unabh\u00e4ngigkeit und Freiheit.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Freiwilliges soziales Jahr beim Radio<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Wer bist du?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin Jakob und 20 Jahre alt.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Was f\u00fcr ein Abitur hast du gemacht?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe ein sprachliches Profil gew\u00e4hlt, mit Spanisch, Deutsch und Geschichte als Leistungskurse. Am Ende habe ich einen Schnitt von 1,2 erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Was machst du nach dem Abitur?<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Zeit der Abiturpr\u00fcfungen und auch danach habe ich gearbeitet, um mir etwas dazuzuverdienen. Das war ganz gut, um die freie Zeit zu nutzen und auf andere Gedanken zu kommen. Nach dem Abi habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei einem B\u00fcrgerradio angefangen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Wie sieht dein Alltag aus? Was kommt auf einen zu?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alltag ist schon anders als noch zur Schulzeit. Als ich zur Schule gegangen bin, war jeder Tag ein St\u00fcck weit vom Unterricht und danach von Hausaufgaben, lernen und vorbereiten auf die n\u00e4chsten Stunden vorherbestimmt. Jetzt arbeite ich in einer 40-Stunden-Woche, also im Schnitt acht Stunden am Tag. Dadurch bin ich manchmal zwar l\u00e4nger weg als zu Schulzeiten, aber ich habe die Zeit danach frei. Das ist gerade gut, wenn ich nach einem Tag mit Terminen, Interviews und Arbeit im B\u00fcro nachhause komme. Aber nat\u00fcrlich ist das nicht nur freie Zeit, nach der Schule kommt, denke ich auch mehr Verantwortung auf einen zu, man muss sich um mehr Sachen k\u00fcmmern und verschiedene Dinge im Blick behalten. So ist es bei mir gerade die berufliche Zukunft, das hei\u00dft ich bewerbe mich demn\u00e4chst auf einen Studienplatz und muss das vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Wie bist du dazu gekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe in meiner Schulzeit schon immer gerne Texte geschrieben, recherchiert und mich mit Themen auseinandergesetzt. In der 9. Klasse habe ich dann ein Praktikum bei einer Lokalzeitung gemacht und dort anschlie\u00dfend f\u00fcr ein Jahr als freier Mitarbeiter gearbeitet. 2021 in den Osterferien habe ich dann ein freiwilliges Praktikum in der Medienabteilung von Borussia M\u00f6nchengladbach gemacht. Das war f\u00fcr mich eine Win-win-Situation, neue Erfahrungen im Bereich Medien bei meinem Lieblingsverein zu sammeln. \u00dcber die Zeit wurde ich also best\u00e4tigt, dass mir der Bereich Medien gut gef\u00e4llt und so entstand nach und nach der Gedanke, dass ich gerne Journalismus studieren w\u00fcrde. Ich habe mich dann also bei einem Hochschulinformationstag \u00fcber den Studiengang informiert, um in meiner Entscheidung weiter sicher zu sein und zu sehen, was es daf\u00fcr braucht. Das FSJ beim Radio hat nun aber mehrere Nutzen: Einerseits kann ich damit vor dem Studium nochmal einen neuen Bereich in den Medien kennenlernen, mich in dem Studiengang best\u00e4tigen und sollte ich in dem Bereich arbeiten weitere praktische Erfahrungen sammeln. Andererseits ist es gut, dass ich so nach dem ganzen Lernen und den Pr\u00fcfungen ein Jahr Abstand habe, mich nebenbei orientieren kann und Zeit f\u00fcr mich und andere Dinge habe.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Wie finanzierst du das?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe davor bereits immer wieder in Minijobs gearbeitet und ein bisschen Geld gespart und bekomme beim FSJ immerhin auch eine Aufwandsentsch\u00e4digung im Monat. Allerdings habe ich neben dem F\u00fchrerschein gerade auch keine festen Ausgaben und wohne noch zuhause, dadurch l\u00e4sst sich das alles so finanzieren. Wenn ich studiere, will ich dann aber auch wieder nebenbei arbeiten, um mir Studiengeb\u00fchren und evtl. Miete f\u00fcr eine Wohnung leisten zu k\u00f6nnen. Da bem\u00fche ich mich aber such noch um ein Stipendium.<\/p>\n\n\n\n<p>7. Was gibt es f\u00fcr Alternativen?<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich w\u00e4re die Alternative wohl der direkte Einstieg in das Studium gewesen. Aber da ich in meiner Wahl noch nicht ganz sicher war und erstmal etwas Abstand vom Lernen haben wollte, fiel die Wahl auf das FSJ. Ein Jahr im Ausland fand ich zwar interessant, gerade weil ich mich f\u00fcr Sprachen interessiere, aber der Gedanke, ein Jahr von Freunden und Familie weg zu sein, sprach einfach dagegen.<\/p>\n\n\n\n<p>8. Was m\u00f6chtest du danach machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach meinem FSJ gibt es im Bereich Medien auch die M\u00f6glichkeit ein Volontariat zu machen, also eine Art journalistische Ausbildung, und dar\u00fcber in das Arbeitsfeld zu gelangen. Aber ich denke, mit einem Studium habe ich sp\u00e4ter nochmal eine andere Qualifikation und kann mehrere Grundlagen erlernen. Also werde ich danach wohl studieren und so wie es aussieht in die Richtung Journalismus. Nat\u00fcrlich lerne ich beim Radio und durch Recherche nebenbei oder im Gespr\u00e4ch mit anderen Menschen viele weitere Wege und M\u00f6glichkeiten kennen, weshalb ich die finale Entscheidung noch treffen muss \u2013 aber bisher bin ich erstmal zufrieden eine Perspektive zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>9. Wie gef\u00e4llt es dir bisher?<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzum gesagt \u2013 es macht mir sehr viel Spa\u00df. Die Arbeit beim Radio ist interessant und ich finde den Kontakt mit den verschiedensten Leuten zu ganz unterschiedlichen Themen sehr gut. Ich glaube, ich kann in meiner FSJ Zeit viel lernen und daraus mitnehmen. Ein Punkt ist allerdings auch die Arbeitszeit. Manchmal geht es \u00fcber die 8 Stunden am Tag hinaus und damit auch \u00fcber die eigentliche Arbeitszeit in der Woche. Doch auch das ist eine Erfahrung f\u00fcr mich und ich schaue, wie ich das verhindern bzw. ausgleichen kann, um nebenbei immer noch genug Zeit f\u00fcr mich und anderes zu haben. Denn das ist wie gesagt das, was ich am FSJ und der Zeit gerade am meisten sch\u00e4tze: Dass ich endlich wieder Zeit f\u00fcr Dinge habe, die vorher zu kurz kamen oder die gar nicht so richtig in den Alltag gepasst haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Direkt ins Studium<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Wer bist du?<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Name ist Luca, ich bin 20 Jahre alt.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Was f\u00fcr ein Abitur hast du gemacht?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe ein gesellschaftswissenschaftliches Abitur gemacht. Meine Leistungskurse waren Geschichte, Deutsch und Erdkunde. Mein schriftliches Pr\u00fcfungsfach Mathematik und als P5 (m\u00fcndlich) hatte ich Englisch. Mein Notendurchschnitt war 3,1. Im Nachhinein kann ich sagen, dass das sprachliche Profil f\u00fcr mich besser gewesen w\u00e4re, da ich in Franz\u00f6sisch eigentlich ziemlich gut war. Erdkunde war nicht so meins. Also achtet bei der Wahl nicht nur auf eure Noten, sondern vor allem darauf, was euch Spa\u00df macht, ich denke, das macht das Lernen sehr viel einfacher!<\/p>\n\n\n\n<p>3. Was machst du nach dem Abitur?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Abitur habe ich direkt im Wintersemester mein Studium angefangen. Ich hatte immer Interesse am wirtschaftlichen, kaufm\u00e4nnischen Bereich und Mathematik macht mir extrem viel Spa\u00df. Trotz der G\u00e4ngeleien meiner Familie studiere ich jetzt BWL.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Wie sieht dein Alltag aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Alltag ist soweit ziemlich entspannt. Das hei\u00dft, bis jetzt habe ich noch keine Zeitprobleme. Einen Job und Sport bekommt man unter einen Hut. In der Regel geht ein Semester 15 Wochen, bei mir hat man durchschnittlich 3 Stunden pro Tag Vorlesung und \u00dcbung. Der Workload in den 15 Wochen sind 900 Stunden ausgeschrieben, was rund 9 Stunden pro Tag sind, also 6 Stunden zus\u00e4tzliches lernen. Peter Drucker hatte einmal stark paraphrasiert gesagt: \u201eEffizienz bedeutet die richtigen Sachen zu machen, Effektivit\u00e4t bedeutet die Sachen richtigzumachen.\u201c. Was ich damit sagen m\u00f6chte ist: Wenn man effektiv arbeitet, braucht man nicht unbedingt 6 Stunden. Wenn die richtige Motivation dahintersteckt, lernt es sich zum einen einfacher und zum anderen auch schneller. W\u00e4hrend des Studiums stehen einem alle T\u00fcren offen, es ist nur wichtig etwas zu tun. Man kann sein Studium auch in 1 1\/2 Jahren, statt in 3 Jahren abschlie\u00dfen. Dann muss man nur deutlich mehr lernen und sich f\u00fcr mehr Pr\u00fcfungen anmelden, aber wenn dein Herz daf\u00fcr schl\u00e4gt, sollte das m\u00f6glich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Wie bist du dazu gekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie gesagt, an Wirtschaft hatte ich immer Interesse. Ich sehe mein Studium als Grundlage f\u00fcr weitere Spezialisierung. Besonders gut gef\u00e4llt mir zu der Mathematik zum Beispiel auch Wirtschaftsprivatrecht. \u00dcber die Semester wird das Studium ja immer individueller und man w\u00e4hlt bestimmte F\u00e4cher. Deswegen ist BWL auch nicht gleich BWL, sondern jedes Studium kann individuell sein. Das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr andere Studieng\u00e4nge. Ich bin wahrscheinlich nicht der beste Studienberater, aber ich w\u00fcnsche mir f\u00fcr jeden, der ein Studium anf\u00e4ngt, dass die Person es aus eigener \u00dcberzeugung macht und nicht weil sie zuhause daf\u00fcr dreimal in die Luft geworfen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Wie finanzierst du das?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wohne in einer Studentenwohnung (27qm, alle Nebenkosten inkl. 440 \u20ac). Ich finanziere es durch Unterhalt, Kindergeld, Baf\u00f6g und meinen Job auf dem Wochenmarkt.<\/p>\n\n\n\n<p>7. Was gibt es f\u00fcr Alternativen?<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Alternative f\u00fcr mich w\u00e4re eine Ausbildung im kaufm\u00e4nnischen Bereich gewesen. In Ausbildungsberufen verdient man teilweise mehr Geld. Normal zu arbeiten kann einem Erfahrung geben, welche einen zu einem Gr\u00fcnder machen kann. Ein eigenes Unternehmen gr\u00fcnden oder als Freelancer zu agieren, k\u00f6nnen auch ein sehr gutes Mittel sein, jedoch sollte man einen Notfallplan haben. F\u00fcr ein Studium habe ich mich aber entschieden, weil ich nicht spezialisiert mit einer Ausbildung starten wollte, sondern Semester f\u00fcr Semester herausfinden wollte, was mir am meisten Spa\u00df macht.<\/p>\n\n\n\n<p>8. Was m\u00f6chtest du danach machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mein Studium vielleicht sogar im Ausland weitermache. Ich m\u00f6chte unbedingt nach Ungarn. Ich finde die Wirtschaft dort sehr interessant und w\u00fcrde gerne in einem ungarischen Unternehmen arbeiten. Ich kann zwar noch kein Ungarisch, aber in Ungarn gibt es auch Universit\u00e4ten, die auf Deutsch lehren. Bis jetzt sieht es aber so aus, dass ich mein Studium erstmal in Deutschland beende und dann nach Ungarn ziehe.<\/p>\n\n\n\n<p>9. Wie gef\u00e4llt es dir bisher?<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sch\u00f6n, in ein neues Umfeld zu kommen. Ich habe sehr viele interessante Menschen kennengelernt und mich sehr weiterentwickelt. Alle meine neuen Bekannten sind \u201elike-minded-people\u201c, welche keine Drogen nehmen oder jeden Tag zu Studentenpartys gehen. Damit will ich nicht sagen, dass Studentenpartys schlecht sind, man muss nur darauf achten auf welche man geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das sind drei tolle Wege, oder? Malin hat recht damit, dass es stressig sein kann sich zu entscheiden. Als junger Mensch f\u00fchlt man sich unter Druck gesetzt, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich denke, wenn man mal eine Entscheidung trifft, die einen nicht zufriedenstellt, ist das aber gar nicht schlimm, denn beim n\u00e4chsten Wegweiser kann man mit dieser Erfahrung ja einfach einen anderen Weg w\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist mir, dass du gemerkt hast, was meine ausgew\u00e4hlten Experten f\u00fcr eine Leidenschaft in ihrem Bereich haben. Es mag schwierig sein seine pers\u00f6nliche Leidenschaft herauszufinden, aber ich denke, dass man sich daf\u00fcr einfach Zeit nehmen muss. Wenn man einen Tag dar\u00fcber nachdenkt, was man wirklich mag und was man der Welt beitragen m\u00f6chte, bekommt man wahrscheinlich eine Idee. Und wenn es eine Woche dauert, in der man jeden Tag dar\u00fcber nachdenkt oder einen Monat, ist es die Zeit meiner Meinung nach auf jeden Fall wert.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie gesagt, es gibt immer noch Wegweiser, also hab keine Angst etwas auszuprobieren. Die Hauptsache ist, dass du findest, was dir Spa\u00df macht. Deine Leidenschaft ist eine Bereicherung f\u00fcr die Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KGS Schwarmstedt; Autorin: Julia Jeder, der Abitur macht, fragt sich zu einem gewissen Zeitpunkt, was eigentlich danach kommt. Manche fragen sich das fr\u00fcher, andere sp\u00e4ter. Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil es sehr viele individuelle M\u00f6glichkeiten und auch Interessen gibt, die einen dabei leiten. 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