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  • Reihe „Medien in der Krise“: Es ist Zeit aufzuwachen: Sonst verschläft der klassische Journalismus, während die digitalen Medien schon längst wach sind.

    Reihe „Medien in der Krise“: Es ist Zeit aufzuwachen: Sonst verschläft der klassische Journalismus, während die digitalen Medien schon längst wach sind.

    Sinkende Verkaufspreise, steigende Produktionskosten. Für den klassischen Journalismus wird es immer schwieriger, sich über Wasser zu halten, denn die digitalen Angebote sind enorm und wachsen stätig. Doch bedeutet die Digitalisierung wirklich das Ende für den klassischen Journalismus? Nein, nicht unbedingt, denn wir brauchen den Journalismus, vielleicht in veränderter Form und anders vermarktet, aber wir brauchen ihn!

    Ein Essay von LETICIA NAJDA, 13. Jahrgang

    Die Zeitung. Früher hat sie jeder gelesen und aus ihr bekam man die Informationen. Aber was ist heute? Durch die digitalen Angebote bekommt man Informationen von überall. Da fragt man sich natürlich: Wieso sollte ich noch die Zeitung kaufen? Aber genau darin liegt das Problem: Jeder kann verbreiten, teilen und lesen, was er möchte. Im Internet gibt es keine Kontrolle und auch keine Transparenz. Für eine neutrale Berichterstattung ist guter Journalismus essenziell und wichtig. Es erfordert ein Umdenken in der Gesellschaft und eine Umstrukturierung in der Medienbranche, damit klassischer Journalismus weiter existieren kann.

    Bild 1: Pörksen schlägt „Medienwissenschaft“ als Schulfach vor.

    Durch das Internet wird jeder zum Sender und zum Empfänger. Dies stellt auch der Medienwissenschaftler Pörksen fest. Also kann jeder teilen, was er möchte, ohne dass diese Informationen in irgendeiner Hinsicht kontrolliert werden. Diese Möglichkeit macht es fast unmöglich die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden. Außerdem gibt es wenig Regelungen und Vorschriften, wodurch teilweise auch unangebrachte Informationen oder Bilder geteilt werden. Und genau das stellt ein riesiges Problem dar: Menschen nehmen Informationen auf, ohne zu wissen, ob diese der Wahrheit entsprechen oder nicht. Zusätzlich werden immer mehr „Fake News“ verbreitet, allein für die Klicks. Der Fokus steht nicht mehr auf qualitativer und neutraler Berichterstattung, sondern viel mehr darauf, möglichst viel Aufmerksamkeit durch die Informationen, die man teilt, zu bekommen. Aber was dagegen tun? Nur „das“ glauben, was man für die Wahrheit und richtig hält? Wohl nicht! Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen guten Journalismus erkennen und so von schlechtem abgrenzen können. Die Menschen sollten die Prinzipien von gutem Journalismus kennen und sie sollten die Grundsätze des Journalismus verstehen, anwenden und umsetzten können. Die Vorstellung einer „redaktionellen Gesellschaft“ hat der Medienwissenschaftler Pörksen in seinem Kommentar „Alle müssen Journalisten sein“ bereits aufgegriffen. Dieser schlägt „Medienwissenschaft“ als Schulfach vor, damit die Grundsätze und Prinzipien des Journalismus ein Teil der Allgemeinbildung werden. Dadurch würde man es schaffen, dass die Menschen bewusster mit den digitalen Medienangeboten umgehen und dadurch auch neutrale und gute Berichterstattung erkennen können. Wenn „Medienwissenschaft“ ein Teil der Allgemeinbildung wäre, dann hätten „Fake News“ viel weniger Macht als jetzt und generell würden sie weniger Aufmerksamkeit bekommen.

    Natürlich wird es schwer diese Vorstellung umzusetzen, da auch die älteren Generationen, die nicht mehr zur Schule gehen, Initiative zeigen und sich eigenständig mit dem Thema befassen müssten. Allerdings wäre es eine Möglichkeit Workshops und Weiterbildungskurse anzubieten, wie wir es beispielsweise von Erste-Hilfe-Kursen oder Sprachkursen kennen. Dennoch sollte jeder Bürger daran interessiert sein, gut informiert zu werden, da dies dazu beiträgt, dass unsere Demokratie funktioniert. Denn nur, wenn man informiert ist, kann man Vorgänge verstehen, mitreden und sich eine eigene Meinung bilden, die dann vielleicht sogar Lösungsvorschläge hervorbringt.

    Bild 2: Verschlafen die etablierten Medien?

    Dass die Mediennutzung in den letzten Jahren stark zugenommen hat, ist kaum zu leugnen und wird deutlich am Beispiel eines jeden selbst. Denn z. B. nutzen wir das Handy heute viel mehr als früher. Das liegt daran, dass vielen Branchen eine Digitalisierung vorangetrieben haben und es weiterhin tun. Früher kaufte man CDs, heute hört man Spotify. Früher kaufte man DVDs, heute schaut man Netflix. Früher las man Zeitung, heute liest man auf Soical Media. Aber ist die Digitalisierung schlecht? Nein! Viele Branchen haben sich auf diesen Umbruch eingestellt und begannen ihre Produkte anders zu verkaufen. Das beste Beispiel dafür sind die Musik- und die Filmbranche. Anstatt zuzuschauen, wie die Verkaufszahlen immer weiter sinken, haben diese Branchen digitale Alternativen entwickelt. Dieses stellt auch der Medien- und Literaturwissenschaftler Hörisch in seinem Kommentar „Heute sind Journalisten als Barkeeper gefragt“ fest. Und warum passiert das Gleiche nicht mit dem Journalismus? Journalismus ist ebenfalls eine Branche, die alle Altersgruppen nutzen und auch auf die alle angewiesen sind. Denn auch Jugendliche informieren sich und vertrauen dabei meist nur den öffentlich-rechtlichen und traditionellen Medien. Dies stellt die JIM-Studie fest, die sich mit der Mediennutzung von Jugendlichen beschäftigt hat. Außerdem zeigt sie, dass auch die Mediennutzung allgemein bei den Jugendlichen steigt. All diese Argumente sprechen für eine Digitalisierung der Medienbranche. Aber wo liegt das Problem? Digitalisierung bedeutet ja nicht das Ende des traditionellen Journalismus, ganz im Gegenteil. Dadurch öffnen sich viele neue Möglichkeiten. Aber die traditionelle Medienbranche ist dabei zu verschlafen. Die Digitalisierung passierte nicht über Nacht. Aber es ist ein Umbruch, der schon seit langem bekannt ist. Viele Studien zeigen, dass der Trend immer weiter steigt. Diese Entwicklung stellt auch der Medienwissenschaftler Dengler fest.  Es ist also höchste Zeit für Veränderungen. Um dieses umzusetzen sollte nicht allzu schwer sein, denn schließlich gibt es, wie bereits genannt, Vorreiter und Beispiele aus anderen Branchen. Es ist für die traditionellen Medien einfach wichtig, ihre Produkte in „veränderter Form anderes zu vermarkten“, so Hörisch, also digitale Angebote zu schaffen, sich auf den Umbruch einzustellen. Dann kann auch der traditionelle Journalismus weiter existieren. Denn trotz der Digitalisierung sollten die Grundsätze des traditionellen Journalismus weiterhin beachtet und angewandt werden, denn nur so wäre eine Umgestaltung der Branche auch effektiv und nützlich. Schließlich sollte die gute Arbeit erhalten bleiben und nur das Produkt sollte man verändern. Denn egal ob digital oder traditionell, Journalismus sollte qualitativ gut sein, um die Funktionen der Medien zu erfüllen und die Leser/-innen zufrieden stellen und neutral zu informieren.

    Die Qualität sollte gleichbleiben. Also sollten auch die Grundsätze der traditionellen Arbeit erhalten werden. Doch das ganze 1:1 umzusetzen wird schwer. Denn die Digitalisierung fordert in gewisser Weise auch einer Veränderung der Arbeit. Dieser Aspekt betrifft aber nicht nur den Journalismus, sondern auch viele andere Berufe. Denn durch die Digitalisierung verändern sich viele Arbeitsplätze. Aber damit muss man lernen umzugehen, sich z. B. weiterbilden oder umschulen. Die Veränderung der Arbeit bedeutet aber nicht, dass man das einmal gelernte „Alte“ nicht mehr braucht. Nein, im Gegenteil. Die Kombination macht es. Schaut man sich beispielsweise die Fließbandarbeiter an: Ihre Arbeit wird immer mehr von Robotern übernommen. Um diese aber zu programmieren und zu konstruieren, nutzte man die Erfahrungen der Arbeiter, um den Vorgang zu optimieren. Die Roboter ersetzten zwar Arbeiter, aber durch sie entstehen auch neue Arbeitsplätze. Um diese auszuüben, muss man allerdings bereit sein sich umzuschulen und weiterzuentwickeln. Ein Prozess, vor dem viele Angst haben, verständlicherweise. Aber er ist unausweichlich.

    Fast genauso kann man diese Entwicklung auch auf die Medienbranche beziehen. Damit traditioneller Journalismus weiter existieren kann, muss die Arbeitsweise verändert werden. Der Medienwissenschaftler Hörisch beschreibt dieses in seinem Kommentar „Heute sind Journalisten als Barkeeper gefragt“. Er macht deutlich, dass früher die Journalisten die „Gatekeeper“ waren. Also darüber bestimmten, welche Informationen wann und wie verwendet und veröffentlicht werden. Heute übernehmen wir alle diese Funktion durch das Internet. Die Veränderung des Berufes liegt darin, aus den bereits bestehenden Informationen einen gut recherchierten und neutralen Bericht zu erfassen, der es dem Leser ermöglicht, sich eine eigene Meinung zu bilden. Hörisch beschreibt die neue Funktion der Journalisten als „Barkeeper“.  Also aus den vorhandenen Mitteln etwas Gutes und qualitativ Hochwertiges zu mischen.

    Die Digitalisierung zwingt also zu neuen Arbeitsweisen. Aber nicht nur das. Denn der Journalismus wurde durch die Digitalisierung immer mehr kritisiert. In einem Geschwirr von „Fake News“ und Social Media verliert man schnell den Überblick. Man weiß nicht mehr, was man glauben soll, und wird immer skeptischer und kritischer. Viele Menschen verlieren dadurch das Vertrauen. Ein Fall, wie der von Relotius, untermauert das Misstrauen gegenüber den traditionellen Medien zusätzlich.  Deshalb ist es sehr wichtig für Journalisten zu zeigen, dass die Leser ihnen vertrauen können. Dies gelingt vor allem durch mehr Transparenz. Auch der Journalist und Medienwissenschaftler Haller appelliert, den Fokus mehr auf die Funktionen von Medien zu setzten und sich an Richtlinien wie den Pressekodex zu halten. Er schlägt vor, dass die Medienbranche unabhängiger und differenzierter werden sollte. Zusätzlich kritisiert er die Konfliktangst mancher Journalisten. Eine Erkenntnis, die wichtig ist und zeigt, wie es Journalisten gelingt das Vertrauen der Leser zurück zu gewinnen. Denn es steht außer Frage, dass die Medienbranche das Vertrauen der Leser braucht, um weiterhin zu überleben. Die Qualität sollte wieder in den Vordergrund gestellt werden. Ein positives Beispiel dafür ist die „New York Times“. Dies macht auch Bundespräsident Steinmeier in seiner Rede für die Verleihung des Marion Dönhoff Preises, deutlich. Über die Jahre hinweg war sie eine Zeitung, der die Leser vertrauten. Die sich durch Qualität und besonders gute Recherche auszeichnete und die heute von ihrer Arbeit profitiert. Ohne das Vertrauen der Leser nutzen alle anderen Bemühungen nichts. Denn wenn man keine treuen Leser hat, braucht man auch keine Umstrukturierung oder Ähnliches. Denn schließlich lebt der Journalismus davon, gelesen zu werden.

    Die Digitalisierung erweitert die Möglichkeiten von uns allen. Uns wird in einer immer schnelllebigen Zeit, mit einer immer größeren Auswahl, mehr geboten. Allgemein kann man sagen, dass die Digitalisierung eine Bereicherung für unsere Leben ist. Aber trotzdem sollte man ihr nicht blind vertrauen. Das beste Beispiel ist, wie durch den Text klargeworden, der Journalismus. Es erfordert eine klare Differenzierung von „echtem“ Journalismus zu dem „Möchtegern“-Journalismus im Internet. Dass die Digitalisierung der Medienbranche noch nicht so umgesetzt wurde wie in anderen Branchen, ist ein Problem, welches uns alle betrifft. Denn wenn dieses nicht in Zukunft geschieht und der traditionelle Journalismus verschwindet, weil die Konkurrenz im Internet überwiegt, dann müssen wir selbst die Aufgabe der Journalisten übernehmen. Vielleicht erkennt man die Wichtigkeit erst, wenn der Journalismus verschwindet, aber so weit darf es nicht kommen. Es gilt also für jeden von uns den traditionellen Journalismus zu unterstützen, aber gleichzeitig auch darauf aufmerksam zu machen, wie dringend eine Umstrukturierung ist. Es wäre wünschenswert z. B. über die Medien diese Forderungen zu verbreiten, damit allen bewusst wird, wie wichtig der Erhalt und die Digitalisierung dieser Branche ist. Denn sonst können wir uns in Zukunft nicht darauf verlassen, dass die Informationen, die wir lesen, die Aufgaben der Medien erfüllen, Richtlinien einhalten oder überhaupt stimmen. Es wird eine Herausforderung für die Journalismus-Branche. Aber dieser Prozess ist unausweichlich und essentiell. Für uns und die Journalisten.

  • Was wir von der Corona-Krise lernen können

    Was wir von der Corona-Krise lernen können

    Die Welt steht still: Flugzeuge bleiben am Boden, Schiffe befinden sich im Hafen, Werke werden geschlossen und die Industrieproduktion wird insgesamt gedrosselt – eine Entwicklung, die sich Greta Thunberg und ihre Anhänger sicher gewünscht hätten. Sichtbar werden nun glasklare Hafenbecken, Himmel ohne Kondensstreifen, Städte ohne Dunstglocken – durch „Homeoffice“ und Ladenschließungen sind schließlich viele Menschen zu Hause geblieben und haben ihr Auto stehen gelassen. Das Klimaziel der Bundesregierung für 2020 könnte vielleicht erreicht werden. Vielleicht.

    Durch den „Corona-Stillstand“ der vergangenen Monate erhält unsere Atmosphäre eine Erholungspause. Der CO2-Ausstoß könnte sogar ca. 11 Prozent niedriger ausfallen. Doch im Gegenzug bedeutet dieser „Lockdown“ einen Absturz der deutschen Wirtschaft, tausende Firmen kämpfen um das Überleben, Millionen Menschen haben Angst um ihre Arbeit. Erinnerungen an Crashs, wie die weltweite Finanzkrise ab 2008, die eine schwere Eurokrise zur Folge hatte, oder an das Jahr 1929, als die „Große Depression“ Millionen Menschen ins Elend gestürzt hat, tauchen plötzlich wieder auf. Schnell vergessen sind da die zu warmen Winter, die neuen Temperaturrekorde, die Insektenplagen oder das Insektensterben oder gar die Pole, die ebenso zu schwitzen haben wie so mancher Unternehmensboss.

    Doch der Wachstumsmotor unserer Wirtschaft soll nach Corona so schnell wie möglich wieder zum Laufen gebracht werden. Die Messlatte dafür ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die einfache Summe aller produzierten Dienstleistungen und Waren, egal wie und unter welchen Bedingungen diese hergestellt werden. Das BIP ist neutral – auch gegenüber dem Klimaschutz! Es gibt keine Folgekosten für Fabrikschlote, Plastiktüten oder durch Überdüngung kontaminiertes Grundwasser! Wir dürfen nicht einfach wieder in die „alte“ Normalität zurück, da Corona ein Beweis dafür ist, wie anfällig Volkswirtschaften sind. Wir sollten weg vom Wachstum, das die Folgekosten von Klimawandel einfach ausblendet!

    Bestes Beispiel ist China, nachdem der „Motor“ hier wieder angesprungen ist, steigt die CO2-Kurve erneut an. Kommt es bei uns, aufgrund des Nachholbedarfes, eventuell auch zu erhöhten Emissionen, wenn wir wieder zu Normalität zurückkehren? Unsere Bundesregierung entscheidet darüber, welche Kriterien angelegt werden, wenn sie Milliardenhilfen und Kredite verteilt. Sie entscheidet darüber, ob die Wirtschaft nach Corona etwas grüner oder noch CO2-intensiver sein wird.

    Klar ist, dass der von Menschen Hand gemachte Klimawandel nicht zu leugnen ist. Auch wenn das andere gern behaupten. Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig: Im Jahr 2019 konnte kein einziger Winzer den sogenannten Eiswein in Deutschland herstellen, die Mindesttemperatur von -7 Grad Celsius wurde nicht erreicht. Gemüse hingegen, wie beispielsweise Spargel, kann aufgrund des milden Winterwetters früher als sonst gestochen werden. Der gefährlichste Schädling des Waldes, der Borkenkäfer, kann sich aufgrund des milden Wetters ungehindert vermehren und richtet an den durch Dürre und Hitze geschwächten Wald erhebliche Schäden an. Blutroter Schnee in der Antarktis, ausgelöst durch eine auf Schnee wachsende Alge, ist ein durch den Klimawandel ausgelöstes Phänomen. Hitzewellen in der Antarktis bringen zudem große Schneemassen zum Schmelzen. Die schützende Ozonschicht über dem Nordpol schrumpft aufgrund des Klimawandels. Regenwälder speichern weniger CO2, da die Regenwälder seit dem Klimawandel häufiger Dürren ausgesetzt sind. Aufgrund von Starkregen und Überschwemmungen profitieren bestimmte Insekten von günstigen Brutbedingungen. Die Folge: Ein Heuschreckenschwarm von mittlerer Größe vertilgte erst kürzlich die gleiche Menge an Lebensmitteln wie die ganze Bevölkerung Kenias.

    Aber: Die Hoffnung besteht, dass wir nach dieser Krise eine Veränderung für uns mitnehmen, denn wir konnten sehen, was passiert, wenn nichts passiert. Die Welt wurde sauberer. Doch werden wir nach der Krise auf ungebremsten Konsum verzichten und plötzlich alle zum Klimaschützer werden? Ein Vorstoß in die richtige Richtung ist zumindest der „Green Deal“. Der European Green Deal ist ein von der Europäischen Kommission erarbeitetes Konzept mit dem Ziel, bis 2050 in der Europäischen Union die Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren. Wichtig ist aber auch eine Hilfe für ärmere Länder, schließlich machen die Folgen des Klimawandels nicht vor Ländergrenzen halt. Es ist wichtig, dass jeder und jedes Land seinen Beitrag leistet, damit wir weiterhin auf unserer Welt glücklich und zufrieden leben können. In diesem Zusammenhang wünsche ich mir, dass die Energie der Zukunft CO2-frei, sicher und bezahlbar wird, dass Fliegen mittels alternativer Antriebsstoffe möglich sein wird, dass ein Verzicht auf Plastik endlich realisierbar ist, dass es keine Verschwendung von wertvollen Lebensmitteln gibt und dass die Massentierhaltung ein Ende hat – dass wir nun noch das produzieren, was wir wirklich benötigen. All das muss natürlich im Einklang mit den Menschen, der Politik und der Wirtschaft erfolgen. Schließlich verursachen diese Visionen neue Entwicklungen und Kosten, welche von allen getragen werden müssen, um ein gesundes Klima und eine funktionierende Wirtschaft zu erzielen.

    Ich hoffe, dass diese Krise vielen Menschen endlich deutlich gemacht hat, dass nur ein bewusster Umgang mit unserer Welt den Klimawandel und seine Folgen abmildern kann. Die Zeit ist reif, denn ansonsten ist die Gefahr groß, dass eine Krise durch eine weitere massive Krise, die Klimakrise, abgelöst wird!

    von Alissa Josupeit, Jahrgang 8