Schlagwort: Zukunft

  • POLITIK TO GO – EUROPEAN YOUTH EVENT 2023

    POLITIK TO GO – EUROPEAN YOUTH EVENT 2023

    Das European Youth Event (kurz „EYE“) ist ein europaweites jugendpolitisches Event, welches alle zwei Jahre im Europäischen Parlament in Straßburg stattfindet. Bei diesem wird den Beteiligten, welche sich zwischen 16 und 30 Jahren befinden und alle europäische Staatsbürger sind, die Institution des Parlaments näher gebracht. In diversen Workshops, Seminaren und Diskussionen bekommen alle Beteiligten die Möglichkeit, aktiv die Zukunft Europas mitzugestalten und ihre Meinung mit einzubringen. Besonders aber soll das Event einen klaren Standpunkt für die Wichtigkeit der Jugend und dessen Einfluss auf die Politik setzen und den Einfluss ihrer Stimme betonen. Auch ich war in den letzten Tagen in Frankreich vor Ort und werde im Folgenden meine Erfahrungen für euch schildern.

    Das European Youth Event (kurz „EYE“) ist ein europaweites jugendpolitisches Event, welches alle zwei Jahre im Europäischen Parlament in Straßburg stattfindet.

    Ein Beitrag von Paulina Heid, 10. Jahrgang

    Auch wenn die Anreise ins verhältnismäßig schwer zu erreichende Elsass sich als herausfordernd beschreiben lässt, haben die tollen Erfahrungen und Bekanntschaften die Beschwerlichkeiten fast vergessen lassen. Wie zuvor erwartet, bildet das Betreten des Parlaments mit Abstand eine der imposantesten Erfahrungen der Reise und besonders die moderne Gestaltung mit Verwendung von Ranken innerhalb des Raumes, hohen Fensterfronten und pompösen goldenen Statuen übertrafen meine Erwartungen. Auffällig im Gegensatz zu beispielsweise Gebäuden wie dem Landtag oder Bundestag ist, dass die Organisation des Hauses, aufgrund von Teilung in Fraktionen und keinen Parteien, eine ganz andere ist. Durch die 27 Mitgliedsstaaten und den 24 zugehörigen Amtssprachen der verschiedenen Länder, weißt das Europäische Parlament einen wahnsinnig facettenreichen Eindruck auf. Die Wände sind geprägt von Schriften in allen Sprachen, die Menschen verständigen sich alle in einer anderen Sprache und die politischen Ansichten könnten internationaler wohl nicht sein – so etwas gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. Genau aus diesem Grund ist die Stimmung, die in diesem Gebäude herrscht, auch so besonders.

    Die europäische Integrität, die wir bisher erreicht haben und sich in beispielsweise der wahnsinnig offenen und ehrlichen Zusammenarbeit der Länder untereinander zeigt, hat mich extrem positiv überrascht. Die Ankündigung des EYE, einen uneingeschränkten und sicheren Platz für jede Meinungsvertretung bilden zu wollen, hat mich in der funktionalen Umsetzung ebenfalls überrascht. Trotz vieler verschiedener Nationen und damit oft verbundener anderer politischer Werte, herrschte durchgehend eine sehr angenehme Atmosphäre. Gerade der Fakt von teils unterschiedlichen Auffassungen, hat für mich gerade den Reiz ausgemacht den anderen Standpunkt besser verstehen und nachvollziehen zu wollen. Durch die große Toleranz und Offenheit aller Teilnehmer, konnten die ersten Kontakte schon zu Beginn der Veranstaltung geknüpft werden und in meinem Fall zu unzähligen tollen neuen Freundschaften von Finnland bis in die Slowakei oder nach Griechenland führen.

    Abschließend kann ich das EYE vom ganzen Herzen jedem ans Herz legen, der sich für europäische Politik interessiert und internationale Kontakte begrüßt. Ich bin wahnsinnig dankbar, die gesammelten Erfahrungen wieder mit nach Deutschland nehmen zu können und die beschriebene Toleranz im Bezug auf LGBT, die politische Einstellung und eigene Lebenseinstellung auch hier weiter vertiefen zu können! Erneut ist mir die Wichtigkeit der EU klar geworden und für eine noch bessere kooperative Zusammenarbeit wünsche ich mir ein größeres Interesse der Jugend gegenüber diesem politischen Instrument und eine größere Wahlbeteiligung, denn EUROPE MATTERS!

  • Rückblick: Die Baupiloten zu Gast in der KGS

    Rückblick: Die Baupiloten zu Gast in der KGS

    Am 30. November 2021 gab es ein Treffen mit dem Berliner Architekten-Büro „Die Baupiloten“. Sie entwickeln Raumkonzepte, unter anderem auch für Schulen wie unsere. In der Visionenwerkstatt wurde mit Schülern und Lehrkräften das Visionenspiel, bei dem die Anordnung verschiedener Bereiche überlegt wird, gespielt. Währenddessen wurden auch viele Collagen gebastelt, die die Atmosphäre bei uns in der KGS beschreiben. Am 08. Februar 2022 gab es dann online ein weiteres Treffen mit dem Architekten-Büro. Die Ergebnisse aus diesen beiden Werkstätten werteten die Baupiloten schließlich ausführlich aus und präsentierten sie am 28. März 2022 der Arbeitsgruppe. Der erste Schritt auf dem langen Weg zur Schule der Zukunft ist nun getan. In der Gesamtkonferenz am 14. Juni 2022 wurden die Ergebnisse der gesamten Schulgemeinschaft vorgestellt. Unter anderem soll es ein neues Gebäude für die Sekundarstufe 2 geben.

    von Florian Streufert, 6. Jahrgang

  • Steht Algebra über meiner Zukunft?

    Steht Algebra über meiner Zukunft?

    Ein Kommentar von Lenya W., 10. Jahrgang

    Wenn man mich vor 10 Jahren gefragt hätte, was ich später werden will, hätte ich vermutlich „Prinzessin“ oder „Ballerina“ geantwortet. Doch jetzt ist das anders. Schüler*innen, die in die 10. oder aber auch 11. Klasse gehen, machen sich immer öfter Gedanken darüber, wie es in ihrer Zukunft weitergeht. Was mache ich nach der Schule? Muss ich studieren? Brauche ich ein Abitur? Diese Fragen gehen den Jugendlichen nicht aus dem Kopf. Aber woran liegt das? Warum wissen Jugendliche immer seltener, welchen Weg sie in der Zukunft hinsichtlich ihrer Berufswahl gehen wollen?

    Nur etwa die Hälfte aller Schüler*innen in Deutschland fühlt sich angemessen und genügend über ihre beruflichen Möglichkeiten in der Zukunft informiert. Das liegt vermutlich vor allem an der großen Auswahl, die das Individuum heutzutage genießt. Allerdings sorgt gerade diese auch für Verwirrung. Nie zuvor gab es so viele Richtungen in die Schüler*innen gehen können, wodurch die Gefahr entsteht, dass es beinahe unmöglich wird, sich fest zu einem konkreten Beruf zu entschließen. Sowohl die Unwissenheit als auch die Orientierungslosigkeit führt zu Unzufriedenheit und Frust bei den Jugendlichen. Irgendwann erscheint einem die Suche nach dem „perfekten“ Job aussichtslos. Und genau dann wird es ernst und die Schule sollte etwas tun. Denn gerade diese wirbt doch dafür, dass sie die Jugendlichen auf den richtigen Pfad in ihre Zukunft leitet, nicht wahr?

    Aber einigen Schüler*innen erscheint es, als würde sich die Schule, die uns all die Jahre auf unsere Zukunft vorbereiten sollte, jeglicher Verantwortung entziehen, sobald man sie verlässt. Damit ist nicht zu bestreiten, dass etwa die Berufemesse oder das Fach „Berufsorientierung“ durchaus sinnvoll und ein lobenswertes Konzept sind, allerdings wurde auch schon oft von den Schüler*innen kritisiert, dass sich die Berufemesse schon lange eher auf Ausbildungsberufe konzentriert, was für viele Jugendliche mit dem Wunsch zu studieren ein erhebliches Problem darstellt. Auch ist zu hinterfragen, weshalb das Fach „Berufsorientierung“ lediglich im 9. und 11. Jahrgang unterrichtet wird, der 10. Jahrgang, der immerhin für einige Schüler*innen das Ende ihrer ausschließlich schulischen Laufbahn bedeutet, allerdings außen vor gelassen wird. Wäre es nicht sinnvoller gerade diesen Jahrgang über ihre Möglichkeiten zu informieren?

    Schlussendlich liegt es in der Eigenverantwortung, sich über seine Möglichkeiten in der Zukunft zu informieren und einen Plan für seine Zukunft zu gestalten. Aber gerade Jugendliche, die in einer Zeit leben, in der es noch nie mehr Möglichkeiten für sie gab, brauchen eine gewisse Unterstützung. Denn es ist die Schule, die den Schüler*innen die gesellschaftlichen Werte und Normen, Algebra oder Gedichtinterpretationen lehrt, aber sie sollte es auch sein, die ihnen den Weg zum Erwachsenwerden erleichtert.

     

    Quellen:

    • https://www.badische-zeitung.de/schule-sollte-auf-die-zukunftvorbereiten [15.06.22]
    • https://www.beltz.de/fachmedien/paedagogik/zeitschriften/paedagogik/themenschwerpunkte/lernen_fuer_die_welt_von_morgen.html [15.06.22]
    • https://www.vodafone-stiftung.de/schule-und-dann/ [15.06.22]