{"id":1009,"date":"2020-06-20T19:09:31","date_gmt":"2020-06-20T17:09:31","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/leine85\/?p=1009"},"modified":"2023-03-07T21:33:16","modified_gmt":"2023-03-07T20:33:16","slug":"was-wir-von-der-corona-krise-lernen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/leine85\/was-wir-von-der-corona-krise-lernen-koennen\/","title":{"rendered":"Was wir von der Corona-Krise lernen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Welt steht still: Flugzeuge bleiben am Boden, Schiffe befinden sich im Hafen, Werke werden geschlossen und die Industrieproduktion wird insgesamt gedrosselt \u2013 eine Entwicklung, die sich Greta Thunberg und ihre Anh\u00e4nger sicher gew\u00fcnscht h\u00e4tten. Sichtbar werden nun glasklare Hafenbecken, Himmel ohne Kondensstreifen, St\u00e4dte ohne Dunstglocken \u2013 durch \u201eHomeoffice\u201c und Ladenschlie\u00dfungen sind schlie\u00dflich viele Menschen zu Hause geblieben und haben ihr Auto stehen gelassen. Das Klimaziel der Bundesregierung f\u00fcr 2020 k\u00f6nnte vielleicht erreicht werden. Vielleicht. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Durch den \u201eCorona-Stillstand\u201c der vergangenen Monate erh\u00e4lt unsere Atmosph\u00e4re eine Erholungspause. Der CO2-Aussto\u00df k\u00f6nnte sogar ca. 11 Prozent niedriger ausfallen. Doch im Gegenzug bedeutet dieser \u201eLockdown\u201c einen Absturz der deutschen Wirtschaft, tausende Firmen k\u00e4mpfen um das \u00dcberleben, Millionen Menschen haben Angst um ihre Arbeit. Erinnerungen an Crashs, wie die weltweite Finanzkrise ab 2008, die eine schwere Eurokrise zur Folge hatte, oder an das Jahr 1929, als die \u201eGro\u00dfe Depression\u201c Millionen Menschen ins Elend gest\u00fcrzt hat, tauchen pl\u00f6tzlich wieder auf. Schnell vergessen sind da die zu warmen Winter, die neuen Temperaturrekorde, die Insektenplagen oder das Insektensterben oder gar die Pole, die ebenso zu schwitzen haben wie so mancher Unternehmensboss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch der Wachstumsmotor unserer Wirtschaft soll nach Corona so schnell wie m\u00f6glich wieder zum Laufen gebracht werden. Die Messlatte daf\u00fcr ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die einfache Summe aller produzierten Dienstleistungen und Waren, egal wie und unter welchen Bedingungen diese hergestellt werden. Das BIP ist neutral \u2013 auch gegen\u00fcber dem Klimaschutz! Es gibt keine Folgekosten f\u00fcr Fabrikschlote, Plastikt\u00fcten oder durch \u00dcberd\u00fcngung kontaminiertes Grundwasser! Wir d\u00fcrfen nicht einfach wieder in die \u201ealte\u201c Normalit\u00e4t zur\u00fcck, da Corona ein Beweis daf\u00fcr ist, wie anf\u00e4llig Volkswirtschaften sind. Wir sollten weg vom Wachstum, das die Folgekosten von Klimawandel einfach ausblendet!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bestes Beispiel ist China, nachdem der \u201eMotor\u201c hier wieder angesprungen ist, steigt die CO2-Kurve erneut an. Kommt es bei uns, aufgrund des Nachholbedarfes, eventuell auch zu erh\u00f6hten Emissionen, wenn wir wieder zu Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehren? Unsere Bundesregierung entscheidet dar\u00fcber, welche Kriterien angelegt werden, wenn sie Milliardenhilfen und Kredite verteilt. Sie entscheidet dar\u00fcber, ob die Wirtschaft nach Corona etwas gr\u00fcner oder noch CO2-intensiver sein wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Klar ist, dass der von Menschen Hand gemachte Klimawandel nicht zu leugnen ist. Auch wenn das andere gern behaupten. Die Folgen des Klimawandels sind allgegenw\u00e4rtig: Im Jahr 2019 konnte kein einziger Winzer den sogenannten Eiswein in Deutschland herstellen, die Mindesttemperatur von -7 Grad Celsius wurde nicht erreicht. Gem\u00fcse hingegen, wie beispielsweise Spargel, kann aufgrund des milden Winterwetters fr\u00fcher als sonst gestochen werden. Der gef\u00e4hrlichste Sch\u00e4dling des Waldes, der Borkenk\u00e4fer, kann sich aufgrund des milden Wetters ungehindert vermehren und richtet an den durch D\u00fcrre und Hitze geschw\u00e4chten Wald erhebliche Sch\u00e4den an. Blutroter Schnee in der Antarktis, ausgel\u00f6st durch eine auf Schnee wachsende Alge, ist ein durch den Klimawandel ausgel\u00f6stes Ph\u00e4nomen. Hitzewellen in der Antarktis bringen zudem gro\u00dfe Schneemassen zum Schmelzen. Die sch\u00fctzende Ozonschicht \u00fcber dem Nordpol schrumpft aufgrund des Klimawandels. Regenw\u00e4lder speichern weniger CO2, da die Regenw\u00e4lder seit dem Klimawandel h\u00e4ufiger D\u00fcrren ausgesetzt sind. Aufgrund von Starkregen und \u00dcberschwemmungen profitieren bestimmte Insekten von g\u00fcnstigen Brutbedingungen. Die Folge: Ein Heuschreckenschwarm von mittlerer Gr\u00f6\u00dfe vertilgte erst k\u00fcrzlich die gleiche Menge an Lebensmitteln wie die ganze Bev\u00f6lkerung Kenias.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber: Die Hoffnung besteht, dass wir nach dieser Krise eine Ver\u00e4nderung f\u00fcr uns mitnehmen, denn wir konnten sehen, was passiert, wenn nichts passiert. Die Welt wurde sauberer. Doch werden wir nach der Krise auf ungebremsten Konsum verzichten und pl\u00f6tzlich alle zum Klimasch\u00fctzer werden? Ein Vorsto\u00df in die richtige Richtung ist zumindest der \u201eGreen Deal\u201c. Der European Green Deal ist ein von der Europ\u00e4ischen Kommission erarbeitetes Konzept mit dem Ziel, bis 2050 in der Europ\u00e4ischen Union die Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren. Wichtig ist aber auch eine Hilfe f\u00fcr \u00e4rmere L\u00e4nder, schlie\u00dflich machen die Folgen des Klimawandels nicht vor L\u00e4ndergrenzen halt. Es ist wichtig, dass jeder und jedes Land seinen Beitrag leistet, damit wir weiterhin auf unserer Welt gl\u00fccklich und zufrieden leben k\u00f6nnen. In diesem Zusammenhang w\u00fcnsche ich mir, dass die Energie der Zukunft CO2-frei, sicher und bezahlbar wird, dass Fliegen mittels alternativer Antriebsstoffe m\u00f6glich sein wird, dass ein Verzicht auf Plastik endlich realisierbar ist, dass es keine Verschwendung von wertvollen Lebensmitteln gibt und dass die Massentierhaltung ein Ende hat \u2013 dass wir nun noch das produzieren, was wir wirklich ben\u00f6tigen. All das muss nat\u00fcrlich im Einklang mit den Menschen, der Politik und der Wirtschaft erfolgen. Schlie\u00dflich verursachen diese Visionen neue Entwicklungen und Kosten, welche von allen getragen werden m\u00fcssen, um ein gesundes Klima und eine funktionierende Wirtschaft zu erzielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich hoffe, dass diese Krise vielen Menschen endlich deutlich gemacht hat, dass nur ein bewusster Umgang mit unserer Welt den Klimawandel und seine Folgen abmildern kann. Die Zeit ist reif, denn ansonsten ist die Gefahr gro\u00df, dass eine Krise durch eine weitere massive Krise, die Klimakrise, abgel\u00f6st wird!<\/p>\n<p>von Alissa Josupeit, Jahrgang 8<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Welt steht still: Flugzeuge bleiben am Boden, Schiffe befinden sich im Hafen, Werke werden geschlossen und die Industrieproduktion wird insgesamt gedrosselt \u2013 eine Entwicklung, die sich Greta Thunberg und ihre Anh\u00e4nger sicher gew\u00fcnscht h\u00e4tten. 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