{"id":1359,"date":"2022-02-17T22:34:57","date_gmt":"2022-02-17T21:34:57","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/leine85\/?p=1359"},"modified":"2022-02-17T22:34:57","modified_gmt":"2022-02-17T21:34:57","slug":"gendern-an-der-kgs-trotz-ausbaufaehigkeit-eine-richtige-massnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/leine85\/gendern-an-der-kgs-trotz-ausbaufaehigkeit-eine-richtige-massnahme\/","title":{"rendered":"Gendern an der KGS: Trotz Ausbauf\u00e4higkeit eine richtige Ma\u00dfnahme?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Frage, ob an der KGS gegendert werden sollte oder nicht, wirft schnell eine gro\u00dfe Diskussion auf. Es gibt geteilte Meinungen, ob es die Sprache nur unn\u00f6tig komplizierter mache oder dringend umgesetzt werden m\u00fcsse. Und auch wenn man definitiv noch Kritik an der gendergerechten Sprache, wie sie jetzt verbreitet ist, aus\u00fcben kann, w\u00e4re Gendern in der Schule ein Anfang, um inkludierender gegen\u00fcber anderen Geschlechtern, abgesehen von M\u00e4nnern, zu sein.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Kommentar von Nele Kilian<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bevor man sich eine Meinung dar\u00fcber bilden kann, ob gegendert werden sollte, muss man erstmal klarstellen, was &#8222;gendern&#8220; \u00fcberhaupt bedeutet und erreichen m\u00f6chte. Als &#8222;gendern&#8220; oder &#8222;gendergerechte Sprache&#8220; bezeichnet man die Anpassung einiger W\u00f6rter, um alle Geschlechter einzubeziehen und sichtbar zu machen, da das vorherrschende Maskulinum bei W\u00f6rtern wie zum Beispiel \u201eSch\u00fcler\u201c oder \u201eProfessor\u201c eben nur den m\u00e4nnlichen Part der Gesellschaft repr\u00e4sentiert und viele Menschen anderer Geschlechter, vor allem Frauen, sich von diesen Formen nicht angesprochen und sogar eher benachteiligt f\u00fchlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Um dieses Problem zu l\u00f6sen, gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten. Die aktuell verbreitetste ist das \u201eGendersternchen\u201c, hier wird ein Stern zwischen die maskuline und feminine Form gesetzt, also Sch\u00fcler*innen. Der Stern soll die anderen Geschlechtsidentit\u00e4ten, abgesehen von m\u00e4nnlich und weiblich, symbolisieren, er wird, so wie alle anderen gender-Sonderzeichen, als eine kurze Sprechpause gelesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Abgesehen vom Stern gibt es noch die Gender-Gap (Sch\u00fcler_innen), das Binnen-I (Sch\u00fclerInnen), substantivierende Partizipien (Studierende) oder den Doppelpunkt (Sch\u00fcler:innen), dieser hat den Vorteil, dass er das einzige Sonderzeichen ist, bei welchem Computer beim Vorlesen von Texten die vorgesehene Sprechpause machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Letztendlich versuchen diese verschiedenen Formen des Genderns aber alle dasselbe, und zwar die Sprache gerechter zu machen und jede Geschlechtsidentit\u00e4t zu repr\u00e4sentieren. Da es allerdings so viele verschiedene M\u00f6glichkeiten der gendergerechten Sprache gibt, m\u00fcsste man sich zuerst auf eine einheitliche Form einigen, bevor man das Gendern komplett einf\u00fchren kann. Abgesehen davon, dass es noch keine kontinuierliche Form gibt, die verwendet wird, ist Gendern allerdings ein Versuch, um einen gro\u00dfen Teil der Gesellschaft besser und eingeschlossener f\u00fchlen zu lassen, denn nicht nur weibliche, sondern auch Menschen anderer Geschlechtsidentit\u00e4ten, wie zum Beispiel nicht-bin\u00e4re Personen, f\u00fchlen sich durch das vorherrschende Maskulinum nicht angesprochen. Und das ist eigentlich das gr\u00f6\u00dfte Argument f\u00fcr das Gendern in der Schule, da sich viele Sch\u00fcler*innen angesprochener f\u00fchlen, wenn sie E-Mails oder Elternbriefe lesen, in denen eine Form verwendet wird, die alle Geschlechtsidentit\u00e4ten ansprechen m\u00f6chte und dadurch merken, dass zumindest versucht wird, ALLE gleich zu behandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zusammenfassend kann man sagen, dass Gendern noch weiter ausgebaut und zumindest eine einheitliche Form festgelegt werden m\u00fcsste, bevor man es auf die Schule \u00fcbertragen kann, aber dass es letztendlich eine gute Ma\u00dfnahme w\u00e4re, um einigen Leuten ein besseres Gef\u00fchl zu geben. Nat\u00fcrlich kann man niemanden zwingen zu gendern, aber so lange es sich nur auf Schriftverkehr und offizielle Veranstaltungen bezieht, gibt es mehr positive als negative Faktoren f\u00fcr Sch\u00fcler*innen der KGS und sollte deswegen ohne Probleme umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Frage, ob an der KGS gegendert werden sollte oder nicht, wirft schnell eine gro\u00dfe Diskussion auf. Es gibt geteilte Meinungen, ob es die Sprache nur unn\u00f6tig komplizierter mache oder dringend umgesetzt werden m\u00fcsse. 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