Die Videokonferenz – Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Mit Beginn der Schulschließungen wurden Sie immer beliebter: Videokonferenzen. Viele Lehrer nutzten die Möglichkeiten von Zoom, Teams und BigBlueButtom um Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern zu halten oder auch Teambesprechungen mit den Kolleginnen und Kollegen durchzuführen. Manche trauten sich sogar an Videounterricht heran. Besonderen Schub gab es, als mit der NBC und IServ datenschutzkonforme Videokonferenzen im Schulzusammenhang möglich wurden. Aber können wir diese Möglichkeiten der NBC und im IServ nicht irgendwie in den Unterrichtsalltag integrieren? Ja klar, es werden auch weiterhin Schülerinnen und Schüler Zuhause bleiben und es ist nicht ausgeschlossen, dass nachgewiesene Infektionen dazu führen, dass Klassen zuhause bleiben müssen oder Schulen eine zeitlang geschlossen werden. Aber werden die Videokonferenzen überflüssig, wenn es einen Schutz vor Corona gibt? Was wäre, wenn wir tatsächlich wieder gewohnten Unterricht erleben?
Nun ja, eine Schule muss heute gezielte Medienbildung betreiben. Der Einsatz von PCs zum Programmieren und Einüben von Fähigkeiten und Fertigkeiten, der mögliche Einsatz von (schuleigenen oder elternfinanzierten) Endgeräten für die konsequente Vermittlung vom Kompetenzen und Wissen über den Schutz z.B. im Internet und zur kreativen Gestaltung von Arbeitsergebnissen gehören heute zwingend in den Schulalltag. Und genau diese mobilen Endgeräte können sehr gut mit den Videokonferenzmodulen der NBC und von IServ zusammenarbeiten. Immer wieder werde ich nach Lösungen zum Spiegeln der Schülergeräte gefragt. Warum müssen wir unbedingt Lösungen wie Apple-TV oder Airtame, Miracast u.a. anschaffen und dann die Grenzen dieser Technologien leidgeprüft erfahren? Wenn wir nun die Klasse in Videokonferenzen einladen, dann könnte man doch folgendermaßen vorgehen:


Die Lehrkraft ist Moderator des Raumes und sorgt für den sensiblen Umgang miteinander. Wenn wir jetzt immer nur eine/n Schülerin/Schüler den Raum betreten lassen, dann kann dieser seinen Bildschirm freigeben und diese kann vom Lehrergerät am Panel/Board/Beamer präsentiert werden.

Spiegeln aus der NBC heraus. So können auch in der NBC eingebettete Mediendateien dargestellt werden.

Natürlich kann die Lehrkraft aber auch einen Raum erstellen, in dem nur sie Zutritt hat. Dann kann sie sich an dem Privatgerät und am Lehrergerät anmelden und den Desktop des Privatgerätes anzeigen lassen. Und wenn er unbeobachtet von den Schülerinnen und Schülern neue Dateien öffnen oder Präsentationen vorbereiten will, dann schaltet er einfach die Bildschirmpräsentation ab. Videos würde sie weiterhin nur vom Lehrer-PC starten, so dass ein störungsfreies Streamen möglich ist.

Schüler spiegelt seinen Bildschirm auf dem Lehrergerät


Aber wir müssen auch an eine andere Gruppe von Schülerinnen und Schülern denken. Was ist mit denen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen den Bildschirm des Lehrergerätes gespiegelt haben müssen? Oder mit denen, die nach Hause oder in einen anderen Klassenraum müssen wenn in der Klasse jemand krank ist, weil das gefährlich sein könnte? Dann kann auch hier die Videokonferenz genutzt werden. Der Schüler kann von Zuhause oder aus dem Nebenraum per Mikrofon am Unterricht teilnehmen und alles vom Lehrerbildschirm sehen. Er könnte seine Ergebnisse auf dem Server hochladen und die Lehrkraft zeigt diese am Lehrergerät z.B. mit einem pdf-Viewer und korrigiert dort.

Korrektur in einem hochgeladenen pdf mit Hilfe der Werkzeuge aus einem pdf-Reader.