Workshops 2016

rieckenErziehung in digitalen Zeiten
Maik Riecken

Maik Riecken ist Vater von fünf Kindern, Lehrer und medienpädagogischer Berater für digitale Medien am NLQ.

Ihr Kind hat schon mit drei Jahren ein iPad mit kindgerechten Apps? Auf Autofahrten schauen die Sprößlinge Videos auf dem Tablet? Das Handy muss in der ersten Klasse mit dabeisein? In der Schule erleichtern digitale Schulbücher die Tasche – oder etwa noch nicht? Das digitale Klassenbuch informiert Sie über Fehltage und vergessene Hausaufgaben per WhatsApp?

Wie halten Sie es mit dem Zutrauen und Begleiten in Digitalien? Sind wir ehrlich zu sich uns in Erziehungsprozessen? Besitzt mein Kind z.B. digitale Geräte, weil das für seine seine Entwicklung vorteilhahft ist oder besitzt es sie, damit ich auch einmal meine Ruhe haben? Wo gestalten wir Zukunft und wo entziehen wir uns unserer Verantwortung?

Was bedeutet Erziehung in digitalen Zeiten?

Nach einem Impulsreferat geht es im diesen Workshop um einen organisierten Austausch zwischen den Teilgebenden. Welche Erfahrungen gibt es mit den digitalen Geräten zu Hause oder in der Schule? Wie löst mein Gegenüber bestimmte Fragen? Wo lässt sich noch keine Antwort finden? Wo lohnt es sich genauer hinzuschauen?


steinemannDatenschutz in der Schule
Jörg Steinemann

Jörg Steinemann ist medienpädagogischer Berater und Lehrer für die Fächer Biologie und Chemie an der Geestlandschule in Fredenbeck mit den Arbeitsschwerpunkten Unterrichtsentwicklung mit Medien, IT-Ausstattung in Schulen, schülerorientierte Medienarbeit, Medienkonzeptentwicklung und Datenschutz. Er leitet das Medienpädagogische Zentrum des Landkreis Stade und ist Mitglied im Merlin-Administratorenteam.

Dieser Workshop vermittelt Kenntnisse über die allgemeinen Bestimmungen des Datenschutzrechts, über das Niedersächsische Datenschutzgesetz sowie über die besonderen Datenschutzbestmmungen an Schulen.

Je nach Interessenlage werden folgende Themen besprochen und die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Ablauf integriert.

  • Rechtliche und technisch-organisatorische Grundlagen
  • Aufgaben eines schulischen Datenschutzbeauftragten
  • Daten auf der Schulhomepage
  • Vorstellung des Portals datenschutz.nibis.de
  • Fälle aus der Praxis
  • Dienstliche Daten auf privaten Medien
  • Dienstliche Daten in der Schule
  • Schulnetz
  • Probleme mit Web 2.0 / facebook / Dropbox / Clouds etc.
  • Tablet-PCs /Smartphones (private Endgeräte)
  • Lernplattformen

Es besteht die Möglichkeit, vielfältige Hilfen für die Arbeit im Alltag kennen zu lernen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können entscheiden, ob die Veranstaltung eher als Workshop oder Vortrag gestaltet werden soll.


mertenMedienkritk – von technischen Helfern und digitalen Sklaventreibern
Philipp Johannes Merten

Dieser Workshop muss leider entfallen.

Philipp Johannes Merten ist Realschullehrer, Leiter des Medienzentrums und medienpädagogischer Berater im Landkreis Friesland. Neben einer Leidenschaft für interdisziplinäres Arbeiten und den kontextorienterten Unterricht sind seine Schwerpunkte Technikethik und Lernpsychologie. Zudem beschäftigt er sich mit Medienkritik und dem unterrichtlichen Einsatz von Lernvideos und Animationsfilmen.

Ziel des Workshops ist es, einen Überblick über die aktuelle schulrelevante Medienkritik zu gewinnen und für ausgewählten Kritikbeispiele einer differenzierten Sichtweise zu erarbeiten.

Für viel alltägliche Fragen nutzen wir heute digitale Helferlein, die uns helfen, den Tag zu organisieren und uns in der Welt zurechtzufinden. Für die Schule und das Bildungssystem entsteht die Aufgabe, Kinder und Jugendliche auf die digitalisierte Welt vorzubereiten und sie im Umgang mit digitalen Werkzeugen zu schulen? Mit der Kritik an dieser Haltung erzielt Manfred Spitzer mit seinem Bestseller „Digitale Demenz“ einen millionenfachen Verkaufserfolg. Welche Kritik gibt es genau? Ist die Kritik begründet? Wie berücksichtigen wir die Nachteile der digitaler Werkzeuge im Unterricht?


septinusDer Kick mit dem Trick – Aktive Medienarbeit mit (kleinen und großen) Kindern
Nicol Natascha Septinus

Nicol Natascha Septinus ist Mutter einer Tochter, arbeitet als medienpädagogische Beraterin am Kreismedienzentrum Peine und unterrichtet Englisch und AWT.

Noch nie war das Filmemachen so einfach – und doch so vielseitig. Der Trickfilm ist der ideale Einstieg in die aktive Medienarbeit. Die benötigten Materialien sind fast immer bereits verfügbar.
Was früher das Daumenkino war, ist heute die Trickbox oder der Tablet-Computer. Mit einer Trickbox kann man einfach und schnell kurze Trickfilme erstellen; Von dem unkomplizierten Abfotografieren eines Objektes bis zum anspruchsvollen Film mit szenerischer Gestaltung, selbst erstelltem Hintergrund und eingefügtem Audiokommentar oder Musik ist alles möglich.

In diesem Workshop wird zum Einen ein theoretischer Abriss, zum Anderen die aktive Arbeit mit 2 mobilen Trickboxen angeboten, es kann und soll gedacht, gebastelt, ausprobiert, arrangiert und digitalisiert werden. Der Spaß an der Arbeit, ideenreiche Gespräche, nützliche Tipps im Umgang mit Hardware und Software stellen sich ganz nebenbei ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen einen Einblick in die unterschiedlichsten Tricktechniken, Gelegenheit sich zu erproben und das erlebte im Fachgespräch zu evaluieren.

Ziel des Workshops ist, eine konkrete Idee zur eigenen Medienarbeit zu entwickeln, die auch tatsächlich im realen KiTa-/Schulalltag durchführbar ist. Neben theoretischen Hintergrundinformationen zu Film und Kamera steht die Referentin mit Beispielen und Erfahrungen aus der Praxis für die Beantwortung ihrer Fragen zur Seite. Ein Schritt-für-Schritt Hand out rundet das Angebot ab.

PC Kenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, aber sehr hilfreich. Die grundsätzliche Bereitschaft zur Teamarbeit wird vorausgesetzt. Wenn möglich soll eine eigene Fotokamera(+Übertragungskabel/Karte), Laptop, CD/DVD-Rohlinge oder USB-Stick mitgebracht werden, um die Arbeitsergebnisse zu sichern.


Bouwer, Oliver Landesinstitut fuer Schule, Mitarbeiterportrait

Foto Brammer.JPG.41760

Mit Netz und ohne doppelten Boden – Soziale Netzwerke, Selfies, Cybermobbing & Co
Uta Brammer, Referentin für Medien, Schwerpunkt Curriculumentwicklung und Schulqualität
Oliver Bouwer, Referent für Medien, Schwerpunkt Fortbildung
beide LIS Bremen / Zentrum für Medien

Kinder und Jugendliche nutzen in ihrer Freizeit ausgiebig und völlig selbstverständlich Medien jedweder Art. Sie kommunizieren, spielen, recherchieren, präsentieren, konsumieren …
… Klicken, Bloggen, Chatten – was machen die da eigentlich die ganze Zeit?
… welche neuen Chancen und Möglichkeiten tun sich auf?
… und auf welche Risiken muss Schule vorbereitet sein?
… in welchen Formen tauchen Cybermobbing und Sexting auch in schulischen Kontexten auf?
… wie sind die rechtlichen Grundlagen?
… welche Handlungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote gibt es für die Betroffenen (Schüler, Eltern, Lehrer)?
… was ändert sich im Unterricht, wenn es plötzlich heißt BYOD! anstelle von „Handys sofort aus!“ ?

Wir möchten mit Ihnen die vielfältigen Aspekte beleuchten und diskutieren, die in den Fokus geraten, wenn wir uns auf die Medienwelten von Kindern und Jugendlichen einlassen und ihnen vielfältige Handlungs- und Unterstützungsangebote vorstellen: komplett ausgearbeitete Unterrichtseinheiten für die Sekundarstufe 1, schulinterne Fortbildungsangebote, Qualifizierungsangebote und vieles mehr.


tongersbrüggemannPrivatheit im Rahmen der Digitalisierung – oder: Des Kaisers neue Kleider
über digitale Autonomie, digitale Selbstverteidigung und Klamotten zum Anziehen
Ekkehard Brüggemann, Hauke Tongers

Kann ich heute im Rahmen der Digitalisierung noch ausreichend eigene Entscheidungen über die Abgabe von personenbezogene Daten treffen oder ist dieses nicht mehr möglich? Was geschieht eigentlich mit meinen Daten und welche davon werden konkret von wem gesammelt?

Für uns ist Medienkompetenz auch eine Entscheidungskompetenz selbst bestimmen zu können, welche Daten im Netz hinterlassen werden und welche vor dem Zugriff durch Dritte geschützt werden sollten.

Ekkehard Brüggemann (Leiter des Medienzentrums Landkreis Harburg) und Hauke Tongers (Heidekreis), beide Lehrer und medienpädagogische Berater des Niedersächsischen Landesinstitut für Qualitätsentwicklung, geben einen Einblick in die aktuelle Lage von „Privatheit“ im Rahmen der Digitalisierung und zeigen, wie man sich ein eigenes Bild der eigenen Datenspuren im Netz machen kann.

Für die Übungsphase ist es sinnvoll, ein Notebook mitzubringen.


meyer„Schüler sicher im Netz“ – Ein Unterrichtsbeispiel für die 4. und 5. Klassen
Sabine Meyer

Sabine Meyer ist medienpädagogische Beraterin im Landkreis Wesermarsch. Sie unterrichtet an der Grundschule Jaderberg und hat die Schwerpunkte Mobiles Lernen sowie Medienkompetenz and der Grundschule.

In diesem Workshop wird ein Unterrichtsbeispiel vorgestellt, in dem die Schüler erfahren:

  • wie die Internetseiten auf ihren Rechner kommen.
  • wie sie Internetseiten beurteilen können.
  • welche Suchmaschinen und Seiten für Kinder geeignet sind
  • welche Daten sie im Internet nie verraten.
  • was in einem Chat gesagt werden darf.
  • was Datenschutz mit ihnen zu tun hat.

Nach Beendigung dieser Einheit sollten die Schüler sensibilisiert sein für die Gefahren im Internet und auch konkrete Handlungsanweisungen für den Umgang mit dem WorldWideWeb erhalten haben. Ziel des Workshops ist es, Ihnen mit konkreten Unterrichtsideen und Materialien einen Einstieg in das Thema Mediensozialisation und Schule zu ermöglichen.


neumannhanclTraceCraft – Planspiel Datenschutz mit Minecraft
Mirek Hancl, Dirk Neumann

Mirek Hancl ist medienpädagogische Berater für Lernen mit digitalen Medien und unterrichtet Chemie sowie Informatik am Lessing Gymnasium in Uelzen.

Minecraft ist ein nicht nur unter Schülerinnen und Schülern weltweit beliebtes Computerspiel. In einer mehrspielerfähigen 3D-Welt, die aus Blöcken besteht, können diese abgebaut und zu neuen Materialien rekombiniert werden. Es gibt kein primäres Spielziel, daher ist Minecraft dem Genre der sandbox games zuzuordnen. TraceCraft ist ein Planspiel zum Thema Datenschutz, das mit Hilfe von Minecraft gespielt wird. Es ist speziell für den Einsatz in Schulen konzipiert worden. Die Spieler hinterlassen dabei in verschiedenen, vorgegebenen Rollen digitale Spuren in der virtuellen Welt. Anschließend müssen mit Hilfe der Spuren mehrere Fälle gelöst werden.

TraceCraft vermittelt Schülerinnen und Schülern auf motivierende und spielerische Weise die Tatsache, dass sie jederzeit persönliche Daten in der virtuellen Welt hinterlassen, und regt damit zum Nachdenken über Datenschutz und Datensparsamkeit an.


Umgang mit Schülerhandys, Datenschutz konkret, Cybermobbing
Dr. jur. G. Hoegg

Während es im morgendlichen Vortrag ganz allgemein um die Grundlagen des Urheberrechts und des Datenschutzes geht, steht im Workshop der Phase III die Vertiefung anhand vieler konkreter Beispiele aus dem Schulalltag im Vordergrund.
Vorsicht! Dieser „Workshop“ ist kein Workshop im herkömmlichen Sinne. Es gibt keine Gruppenarbeit, es werden keine Moderationskärtchen ausgefüllt und besprochen, sondern es sind 1,5 Stunden „Frontalunterricht“ mit hoher Informationsdichte. Allerdings besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen, die im Regelfall gleich in der Veranstaltung beantwortet werden.

Zwei Schwerpunkte des Workshops sind der Umgang mit Schülerhandys und das Cybermobbing gegen Lehrkräfte bzw. Mitschüler. Bei den Handys geht es um zulässige (und unzulässige) Beschränkungen der Schule, aber ebenfalls um die Frage, welche rechtlichen Möglichkeiten Lehrkräfte bei Verstößen gegen „Handyregeln“ besitzen (Blick in den Speicher?) und welche Vorgaben z.B. bei der Aufbewahrung eingezogener Handys beachtet werden müssen.

Das Thema Cybermobbing behandelt zunächst die strafrechtliche Einordnung möglicher Verstöße, dann aber richtet sich der Fokus auf die möglichen straf- bzw. zivilrechtlichen Gegenreaktionen, die Lehrkräfte ergreifen können, um sich gegen solche Attacken zu wehren oder präventiv tätig zu werden. Da diese Informationen sich durchaus auf Schüler übertragen lassen, sind sie zudem hilfreich, um von Cybermobbing betroffene Mitschüler rechtlich zu beraten.

Neben den beiden Schwerpunkten werden die rechtlichen Bedingungen dargestellt, unter denen Schüler fotografiert bzw. gefilmt werden dürfen, es geht um die Notenbesprechung unter vier Augen, das Anschreiben des sog. „Klassenspiegels“, die Zulässigkeit einer Adressenliste (social screening) von Schülern und Eltern oder um die Frage, wen die Schule eigentlich bei Patchwork-Familien informieren muss.


Franz Josef Röll 2009-1Lernbausteine für die Web 2.0 Lernkultur
Prof. Dr. Franz Joseph Röll

Franz Josef Röll ist emeritierter Professor der Hochschule Darmstadt. Er
lehrte bis 2014 im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale
Arbeit die Schwerpunkte Neue Medien und Medienpädagogik. Bereits 2003 zeigte
er mit der Veröffentlichung der „Pädagogik der Navigation“ konzeptionelle
und handlungsorientierte Wege auf, wie mit Neuen Medien selbstgesteuertes
Lernen begünstigt wird.

In diesem Workshop werden Tools, Methoden und didaktische Konzepte gezeigt und erörtert, die helfen die neuen Medien für selbstgesteuerte Lernprozesse zu nutzen.

Da in der Schule Makromodelle (Veränderung unseres Bildungssystems zu einer vernetzten Bildungslandschaft) in Anbetracht des im Moment vorherrschenden Bildungs-Technokratismus eher schwierig umzusetzen sind, scheint es bedeutsamer Mikromodelle in den pädagogischen Alltag zu integrieren. Wenn Lernen in kleinen Lerneinheiten und kurzen Schritten vollzogen wird und sich der Focus des Lernprozesses auf Mikroaspekte bezieht spricht man vom Mikrolernen. Der Begriff wird auch verwendet, wenn Web 2.0 Techniken Verwendung finden. Mit diesem veränderten Verständnis von Lernen soll an die Lernaktivitäten bei den Netzbenutzern angeknüpft werden. Die kognitive Last beim Lernen wird reduziert. Die positive Integration von Mikromodellen könnte dann dazu beitragen, dass Stück für Stück der pädagogische Alltag reformiert wird.

Zugleich fördert das Mikrolernen das selbstgesteuerte Lernen. Mit Hilfe digitaler Medien eröffnen sich eine enorme Vielfalt an Lernmöglichkeiten. Lernumgebungen generiert werden, die vielfältige Lernprozesse zulassen. Gezeigt wird auch, dass die digitalen Medien nicht nur für Schüler und Jugendliche neue Erfahrungsfelder bieten. Auch PädagogInnen können diese neuen Technologien zur Wissensgenerierung und zur Unterrichtsvorbereitung nutzen.


foto_juergen_ertelt_pass_scaledMehr Partizipation mit Medien wagen
Jürgen Ertelt

Kinder-und Jugendbeteiligung muss sich angesichts neu entwickelter Software-Tools nicht auf klassische Formate und Methoden begrenzen. Vielmehr ist es mit geeigneten Online-Werkzeugen möglich, Angebote zur Partizipation nah am Medienalltag der Schüler und Schülerinnen zu realisieren. Dabei gilt weiterhin, dass Konzeption und Prozess vor der Softwareanwendung steht, – nicht das Tool macht die Beteiligung. Im Workshop diskutieren wir Stufen und Qualitäten von Partizipation und markieren gemeinsam Gelingensbedingungen erfolgreicher Beteiligung. Ausgewählte Werkzeuge für Partizipation und Kollaboration werden von den Teilnehmenden – hands on – ausprobiert. Abschließend werden Empfehlungen zu konkreten Projekten ausgesprochen: Was ist möglich, wo liegen Grenzen. Welche rechtlichen Aspekte sind zu berücksichtigen. Wie kombiniert man sinnvoll Online mit Offline. Wen müssen wir mitnehmen und ggf. auch vorbereitend schulen. Welche Öffentlichkeit und Transparenz braucht ein Ergebnis reicher Partizipationsprozess.

Die Teilnehmenden erhalten Links zu weiterführenden Materialien.


hossaDie Bildung und der Datenschutz
Sabine Feustel, Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen

Dieser Workshop muss leider entfallen.

Im Workshop von Frau Feustel, die bei den Netztagen Springe die Landesbeauftragte für den Datenschutz in Niedersachsen vertritt, geht es um allgemeine Grundlagen des Datenschutzes. Es werden datenschutzrechtliche Aspekte beim Einsatz von Lernplattformen am Beispiel der Orientierungshilfe für Online-Lernplattformen im Schulunterricht aufgezeigt. Zusätzlich werden aktuelle Fragen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops geklärt.


weickardtDer vermessene Mensch
oder wie die digitale Selbstvermessung unser Leben verändern wird
Jan Weickardt

Jan Weickardt ist medienpädagogischer Berater und Lehrer für die Fächer Politik und Wirtschaft, Erdkunde und Geschichte am Otto-Hahn-Gymnasium in Springe.

Gehören Sie auch zu den 61 Prozent, die laut einer aktuellen GfK Studie nichts mit dem Begriff Selbstoptimierung anfangen können? Die Begriffe Lifelogging und Quantified Self sagen Ihnen auch nichts? Wenn ja, dann könnte es daran liegen, dass es sich um einen vergleichsweise neuen Trend handelt. Immer mehr Menschen gehen dazu über Technik zur Selbstvermessung am Körper zu tragen. Der Verkauf dieser Produkte (Wearables) explodiert förmlich. Das erweckt das Interesse von einer ganzen Reihe von Firmen, die mit Hilfe dieser Daten ihre Profite erhöhen wollen. Als die Versicherung Generali ihr neues Tarifsystem für die Krankenversicherung vorstellte, entfachte das Unternehmen einen Sturm der Entrüstung. Man sehe „erhebliches Überwachungspotenzial“, kritisierten Verbraucherzentralen. Das Rabattprinzip könne sich zu einem Malus entwickeln – für alle, die an den „Gesundheitsprogrammen“ nicht teilnehmen wollten oder könnten.

Wir wollen uns im Workshop am Ende mit der Frage beschäftigen, ob es sich bei dieser Entwicklung eher um einen Fluch, oder um einen Segen für die Gesellschaft handelt.


Cornelia-Schneider-PungsDigital Deutsch Lernen – Differenzierte Sprachförderung mit Tablets
Cornelia Schneider Pungs

Apps und interaktive Unterrichtsmaterialien zum Deutschlernen gibt es viele – aber welche sind eigentlich wirklich für Schulen geeignet? Und wie steht es dabei um den Datenschutz? Einige Beispiele werden in diesem Workshop erprobt und gezeigt. Außerdem werden wir testen, wie schon mit den Bordwerkzeugen eines Tablets Hör- und Leseverstehen sowie das Schreiben trainiert werden können. Kurze Videos und eigene Bildwörterbücher werden als kreativer Weg zum Spracherwerb vorgestellt.