Projekt Nachhaltigkeit

Jugend gestaltet

eigene Region

Jugend gestaltet Zukunft in Niedersachsen. Dies gilt auch für die OBS Bad Bodenteich, an der vom 19. bis 23. April eine Projektwoche im Rahmen des gleichnamigen und aus LEADER-Mitteln (Mitteln der Europäischen Union) geförderten Projektes stattfand. Die OBS Bad Bodenteich ist eine von drei Schulen in der LEADER-Heideregion Uelzen und von 15 Schulen insgesamt, an der ein Projektteam im Auftrag der Leibniz Universität Hannover eine Woche lang gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern an Nachhaltigkeitsthemen arbeitete.

Die Vielfalt der Arbeitsthemen erstreckte sich von nachhaltiger Ernährung, Lebensmittelverschwendung, Energie- und Wassereinsparung, grüner Informationstechnologie bis zur Elektromobilität.

Aufgrund der durch die Pandemie vorgegebenen Rahmenbedingungen fand die Projektwoche vollständig digital und per Videokonferenz im sogenannten Distanzmodell statt. Für die Zusammenarbeit der Jugendlichen wurde eigens ein Webportal bereitgestellt, das auch den Rahmen für die Arbeit an den Nachhaltigkeitsthemen bildete. Die zuvor in einem ähnlichen Projekt in Schleswig-Holstein entwickelte Methodik ermöglichte die Einbeziehung schulexterner Gäste für ein Experten-Interview zur Diskussion der Zwischenergebnisse und eine gemeinsame virtuelle Abschlusspräsentation, die von den Jugendlichen gestaltet wurde.

Das fünfköpfige Projektteam, bestehend aus zwei erfahrenen Betreuern und drei Lehramtsstudierenden, betreute die Jugendlichen während der Arbeit an den Nachhaltigkeitsthemen, gab bei Bedarf unterstützende Impulse und moderierte die Experten-Interviews sowie die Abschlusspräsentation. Einen wichtigen Bestandteil der Projektarbeit bildet nun die Nachverfolgung der von den Jugendlichen entwickelten Ideen nach Abschluss der Projektwoche.

Im Verlauf der Projektwoche konnte also eine Vielzahl von Ideen erarbeitet werden, deren Umsetzung natürlich noch abzustimmen ist: Gründung einer Nachhaltigkeits-AG, Veranstalten einer Veggie-Messe sowie eines Festivals zur Elektromobilität, Bau eines Ladeparks für Elektroautos, Initiieren eines regionalen Schulwettbewerbes zum Energiesparen, Beauftragen eines Energieberaters und Erarbeiten eines Maßnahmenkatalogs zur grünen Informationstechnologie. Die Vorschläge unterscheiden sich natürlich in ihrem Fokus und in ihrem Ressourcenbedarf. Einige Ideen können an der Schule entwickelt werden, andere benötigen schulexternen Support oder erfordern gar die Zusammenarbeit mehrerer regionaler Partner. Selbst wenn einzelne Ideen zunächst nicht umgesetzt werden können, weil die Pandemie es gerade erschwert, oder weil ein erheblicher Planungs- und Investitionsbedarf erforderlich ist, so zeigen sie doch, welche Kreativität, Veränderungsbereitschaft und Selbstverantwortung Jugendliche entfalten können, wenn man ihnen dafür einen entsprechenden Rahmen gibt.

                                                                                             (Dr. Oliver Winzer,  Projektleiter)