Vorsicht an der Bahnsteigkante!

Rouven Hennig und Matthias Lange, Fachreferenten Prävention der Deutschen Bahn Sicherheit des Regionalbereichs Nord, nahmen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5. und 6. am 22. und 25. April mit auf eine spannende Bahnreise.

Nicht, wie man denken würde, per Bahn, sondern direkt in der Oberschule waren die Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrgangs mitten drin im Bahnhofsgeschehen.

Unterstützt durch den Animationsfilm „Olis Chance“, einer anschließenden Präsentation mit Hintergrunderklärungen und Fotos, veranschaulichenden Experimenten sowie einer Urkundenverleihung, wurden Impulse für das sichere Verhalten im Bahnverkehr vermittelt.

Susanne Petsch, Dipl. Sozialpädagogin: „Viele Schüler kommen mit dem Fahrrad, dem Schulbus oder auch der Bahn zur Schule. Sie werden mobiler und präventive Angebote leisten einen Beitrag zur Unterstützung der Selbständigkeit.“

Der animierte Film, in dem Oli, ein ca. 12 jähriger Junge, an den Bahngleisen spielt, gibt einen altersangemessenen, aber auch realistisch dramatischen Einblick in die Gefahrenpunkte des Bahnverkehrs. Oli macht Bekanntschaft mit drei Kindern, die von ihren Erlebnissen berichten. Oli hört von Starkstrom, Sogwirkung und Unfällen an Bahnübergängen. Für ihn nimmt, Gott sei Dank, alles ein gutes Ende.

In der darauffolgenden Präsentation erkannten viele schnell ihre eigenen Bahnhöfe und Bahnübergänge. Die sonst so unrealen Gefahren waren plötzlich begreifbar und die Kinder in der Eigenverantwortung, sich sicher zu bewegen.

Auf einem Foto stapelt ein Kind Steine auf den Gleisen. Ein ICE ist im Hintergrund zu sehen. Selbstverständlich ein bearbeitetes Bild und dennoch so real, dass Kevin bemerkte: „Das ist so gefährlich! Mutproben und Späße an den Bahnsteigen und Gleisen sollte man lieber nicht machen.“

Steine gestapelt, können Züge eingleisen lassen oder zu Geschossen werden, die andere verletzen können. Unachtsames Spielen am Handy kann verhindern, dass der herannahende Zug wahrgenommen werden kann.

Isabella (Jg. 5): „Man muss jederzeit aufpassen. Der Bahnsteig ist ein sehr gefährlicher Bereich. Eltern sollten mal lieber an der Bahnsteigseite gehen und Kinder innen.“

Schilder, an denen so mancher oft achtlos vorbeigeht, wurden besprochen und bekamen Sinn. Alexander (Jahrgang/ Jg. 6): „Ich wollte schon immer mal wissen, was das alles sein soll.“

Die weiße Bahnsteigmarkierung gibt nicht nur blinden Menschen Orientierung, sondern ist für alle das Abstandszeichen, das erst beim Stehen der Züge übertreten werden darf, ansonsten ist die mitreißende Sogwirkung zu stark. Jolina (Jg. 5): „Die weiße Linie an den Bahnhöfen ist eine Art Abstand, damit nichts passiert.“

Verena Brinkop, Dipl. Sozialpädagogin an der Oberschule: “Das Programm war eine gute Mischung, anschaulich und sensibilisierend. Durch das Einbeziehen der Fotos aus Bad Bodenteich wurde der Themenbereich für die Kinder realitätsnah. “

Die Urkunden und gesammelten Informationen konnten alle abschließend mit nach Hause nehmen. Die kleinen Mitbringsel werden im 5. Jahrgang die Geburtstagsbox gut füllen und im 6. Jahrgang eine Tombola erweitern.

Susanne Petsch: „Die Kinder waren aufmerksam bei der Sache und stellten interessiert Fragen. Wir freuen uns auf weitere Aktionen mit den beiden Fachreferenten der Deutschen Bahn Sicherheit.“

Bis 2020 wurde ein Teil der Bahnprävention von der Bundespolizei übernommen. Weiterentwickelt wird es nun von den Fachreferenten der Deutschen Bahn, an die sich interessierte Schulen wenden können.

(Geschrieben von Susanne Petsch)

Foto 1:           Herr Hennig/ Jg. 5

Foto 2:           Herr Hennig/ Herr Lange / Jg. 5

Foto 3:           Klasse 6b, von li nach re – Herr Hennig, Frau Andreessen und Frau

                        Bernhardt (Klassenlehrerinnen), Herr Lange