2020 startet der Unterricht im Mobilbau

Es geht voran an der Oberschule Süd. Bald werden alle Schüler an einem Standort unterrichtet. Zunächst in speziellen Containern, anschließend in einem Neubau. Das Delmenhorster Kreisblatt berichtet…

… über den Stand der Vereinigung der beiden Standorte der OBS Süd.

Delmenhorster Kreisblatt vom 9. November 2019:

Nach den Weihnachtsferien soll der Unterricht im Container starten
Oberschule Süd bald nur noch an einem Standort

Von Stefanie Jürgensen

DELMENHORST Der quietschorangene Kran fällt auf dem Gelände der Oberschule Süd am Brendelweg ins Auge: Seit den Herbstferien werden dort die Container für die zusätzlichen Unterrichtsräume aufgestellt. Der Rat hatte im Februar beschlossen, die Schule an einem Ort zu bündeln. Das Erdgeschoss des neuen Gebäudes steht bereits, auch die ersten Container im Obergeschoss sind schon an Ort und Stelle.

„Die Arbeiten verlaufen bisher nach Plan und wir gehen davon aus, dass wir nach den Weihnachtsferien einziehen können“, sagt Marco Vernisi, Zweiter Oberschulkonrektor. Dann sollen rund 200 Neunt- und Zehntklässler und die Schüler der Sprachlernklasse von der Außenstelle an der Königsberger Straße an den Brendelweg umziehen.[…]

Knapp 1500 Quadratmeter wird der Container-Bau groß sein. Die Rohre wurden bereits in den Herbstferien von der Sporthalle zum Standort – zwischen Halle und Schulgebäude direkt am Sportplatz – verlegt. Im Dezember sollen die Räume eingerichtet werden. „Dann kommen Beamer, Tafeln, Tische und Stühle. Wir werden komplett neu eingerichtet und darauf freuen wir uns schon“, sagt Vernisi. Die Einrichtung soll später in den neuen Anbau kommen. Denn die Container sind nur eine Übergangslösung. „Die Planungen laufen. Wie lange es dauert, hängt auch vom Haushalt ab und ob sich Handwerker finden“, sagt Vernisi. In etwa fünf Jahren wird der Neubau stehen, vermutet er.

Die Lehrer sehen den Umzug in die neuen Räume am Hauptstandort positiv, weiß Vernisi: Bisher mussten sie in den Pausen zwischen den Standorten pendeln. „Für Klassenlehrer war es auch nicht leicht, alle Schüler im Blick zu behalten.“ Bei den Schülern war die Stimmung dagegen getrübter. „Sie hatten das Gefühl, sie werden in Container gesteckt. Man denkt da ja erst einmal an Schiffscontainer“, sagt Vernisi. Aber genau das seien sie eben nicht. „Die Container sind, wenn sie fertig sind, ein ganz normales Gebäude. Es sind ganz normale Räume“, so der zweite Konrektor. Auch die Aussicht auf die neue Einrichtung habe die Stimmung unter den Schülern gebessert.

Zwölf Klassenräume, zwei Multifunktionsräume und drei Differenzierungsräume finden in dem neuen Gebäude auf zwei Ebenen Platz. Im zudem Toiletten. Die Multifunktionsräume werden genutzt, wenn die Fachräume im Hauptgebäude belegt sind. „Wir hatten in der Königsberger Klasse natürlich auch Fachräume, für Naturwissenschaften zum Beispiel“, sagt Vernisi. Die Klassen- und Multifunktionsräume sind drei bis vier Container groß, die Differenzierungsräume je zwei. Sie sind zum Beispiel für Gruppenarbeiten gedacht.

Vom Aufbau der Container kommt in Schulalltag nicht viel an: Sie werden über den Blücherweg angeliefert. In diesem Jahr hat die Stadt für die Mobillösung 400000 Euro bereitgestellt. Es wird von Gesamtkosten von etwa 1,5 Millionen Euro ausgegangen, hieß es bei einer Ratssitzung im April hinter verschlossenen Türen. Dort hieß es auch, dass der Übergang auf fünf Jahre befristet ist! „Wir freuen uns auf jeden Fall. Es ist etwas Positives, es geht voran“, betont Vernisi.