Welt der Vielfalt

Zu Beginn des Schuljahres nehmen die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs an dem interkulturellen Projekt „Eine Welt der Vielfalt“ teil.

Das Projekt „Eine Welt der Vielfalt“ ist ein interkulturelles Trainingsprogramm, das von der Anti-Defamation-League, einer der ältesten Menschenrechtsorganisationen, in den USA entwickelt wurde. Zu den Grundannahmen des Programms gehört, dass jeder Mensch Vorurteile hat, die auch wieder abgebaut werden können. Die Veränderung von Einstellungen und Handlungen ist möglich.

Die Zielsetzungen von „Eine Welt der Vielfalt“ sind unter anderem:
– kultureller Vielfalt offen zu begegnen,
– Unterschiede als Bereicherung zu erfahren,
– eigene Wertestandpunkte zu überprüfen,
– eigene Vorurteile zu erkennen und sie zu überwinden,
– respektvoll miteinander umgehen,
– Mobbing und Ausgrenzung vermeiden.

Durch die Übungen des Programms können die Teilnehmer erfahren, dass auch sie in unterschiedlichen Situationen zur Minderheit gehören oder „Outsider“ sind. Sie spüren, was Diskriminierung und Ausschluss aus der Gesellschaft bedeuten. Dadurch wird die Empathie für benachteiligte Gruppen gefördert. Die Inhalte des Programms werden durch zertifizierte Trainer vermittelt.

Angelegt im 5. Jahrgang erleichtert das Projekt den Klassenlehrern und den Schülern den Einstieg in eine neue Klassengemeinschaft, schafft ein Gemeinschaftsgefühl und lässt den Schülern die Vorzüge der Verschiedenartigkeit spüren und interessant werden. Auch gibt das Projekt eine gute Möglichkeit der notwendigen  Einbindung der neuen Eltern in ihrer Verschiedenheit in das Schulleben. So unterstützen sie ihre Kinder den Vorbereitungen und zeigen immer großes Interesse, wenn die  Ergebnisse der Projektwoche präsentiert werden.

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Durchführung:

Erster Tag:
Die Unterrichtseinheit „Meine Herkunft – mein Zuhause“. Die Schüler bringen Fotos, kleine Geschichten und Interviews aus dem Familienkreis mit, erstellen daraus Plakate, die sie der Klassengemeinschaft vorstellen. Hier wird den Lehrern und Schülern deutlich, wie bunt die in der Klasse versammelten Lebenshintergründe sind. Die Plakate stellen oft ein Stück Migrationsgeschichte dar.

Zweiter Tag:
Die Schüler informieren sich bei Besuchen in der Moschee, der katholischen und der evangelischen Kirche des Stadtteils über die verschiedenen Religionen.

Dritter Tag:
Die Schüler im lernen im interkulturellen Training die Verschiedenartigkeit der Menschen zu respektieren. Vorurteile und unbegründete Ängste vor Fremden sollen zerstreut, Fehleinschätzungen überprüft und revidiert werden. Man muss in einer Gesellschaft der Vielfalt lernen, Unterschiede wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen. Das ist eine Kompetenz, die in Zukunft immer wichtiger wird.

Vierter Tag:
Es findet ein Aktionstag mit einheimischen und zugewanderten Künstlern statt. Sie führen die Schüler an musisch-kulturelle Traditionen, an Kunstfertigkeiten und Sportdisziplinen ihrer Länder heran. Dieser Tag endet mit einer Präsentation, in der die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten der Schulöffentlichkeit vorgestellt werden.

Fünfter Tag:
Auswertung.