Wir sind digitale Schule

Unsere Schule wurde im September 2020 in einer Onlineveranstaltung von den MINT Vorständen Harald Fisch, Prof. Dr. Hannes Federrath und unseren Partnern als „Digitale Schule“ ausgezeichnet.

Unsere Schule ist stolz, dass das hohe Engagement der letzten sechs Jahre im digitalen Bereich auch von außen gewürdigt und bestätigt wurde. Zusammen mit der Aufnahme in das Exzellenz-Netzwerk von 18 MINT-Schulen in Niedersachen im März dieses Jahres rundet die Auszeichnung unser MINT-Profil weiter ab. Es wird systemoffen gearbeitet, das heißt wir stellen den Schülerinnen und Schülern Endgeräte mit verschiedenen Betriebssystemen zur Verfügung. Ebenso wird in den elternfinanzierten Computerklassen die digitale Kompetenz weiter ausgebaut und findet somit den Weg in den schulischen Alltag und die Kinder lernen die digitalen Medien als Arbeitsgeräte kennen und nicht nur als Freizeitbeschäftigung. Der Digitalpakt der Bundesregierung wird die letzten Lücken in der Schulinfrastruktur beseitigen, so dass wir positiv in die Zukunft schauen.

Stolz über die Auszeichnung: Herr Bergmann, Herr Lückert und Herr Christoph

Wir setzen nachhaltige digitale Maßstäbe: In diesem Jahr wurden wir bereits in das Exzellenznetzwerk MINT-Schulen Niedersachsen aufgenommen. Jetzt ist eine weitere Auszeichnung hinzugekommen: Wir dürfen uns offiziell Digitale Schule nennen. „Uns hat diese Auszeichnung gezeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Und dieser Weg orientiert sich ganz eindeutig an einer sukzessiven Umstellung des Unterrichtes in digitale Richtung. Bücher sind zwar noch nicht – und werden auch nicht – aus dem Unterricht verschwunden, aber die Unterrichtskultur wird immer digitaler. „Wir haben festgestellt: Der Computerraum allein ist nicht das Wahre“, sagt Markus Christoph, der gemeinsam mit unseren ambitionierten Kolleginnen und Kollegen die Digitalisierung in Langen forcierte. Mit Erfolg: Wir waren im Kreis Cuxhaven vor sechs Jahren mit eine der ersten Schulen, die elternfinanzierte Computerklassen ins Leben riefen und führten einen Unterricht ein, der auf der Benutzung von Computern basiert.

Der Abschied vom Buch ist nicht in jedem Fall möglich oder gewollt. Unser Digitalisierungsteam hat aber das Ziel, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen auf diesem Weg mitzunehmen. „Es hat schon viele Schulungen gegeben und das wird sich fortsetzen. Nur ein Beispiel: Das herkömmliche Klassenbuch gibt es nur noch digital.“ Und auch die Zeugnisse werden in dieser Form erstellt. Jan Lückert ist überzeugt davon, dass dieser Weg der richtige ist. In dieser Auffassung bestärkt habe ihn und sein Team auch die jetzt erfolgte Auszeichnung als „Digitale Schule“.

Jede Bewerbung wurde von zwei Gutachtern, durchaus streng, bewertet. Dass es sich dabei nicht um eine interne Bewertung der Arbeit handelt, erfreut das Team der Oberschule Langen ganz besonders: „Das ist eine Bewertung und Evaluation von Externen. Das hat natürlich einen besonderen Stellenwert für unsere Arbeit.“

Hier ein Auszug der Pressemitteilung:

Die Ehrung der „Digitalen Schulen“ steht unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär. 

Das Jahr 2020 hat uns allen nochmals verdeutlicht, was für eine wichtige Rolle Digitalität in unserem Bildungssystem spielt. In der Covid-19-Pandemie erleben wir, dass Schulen sich stärker für die Chancen der digitalen Bildung öffnen. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil weiter zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, hat die Initiative »MINT Zukunft schaffen« die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet soll das Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte gewürdigt und bestärkt werden, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.

Das Zusammenspiel zwischen Digitalisierung und Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hat sich ebenfalls für die Schulentwicklung in der Covid-19-Krise als entscheidend herausgestellt.

Es wurden zehn Schulen als „Digitale Schule“ geehrt. Diesen Schulen wurde es durch einen Kriterienkatalog ermöglicht, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Profilbildung kann von einer digitalen Schule gesprochen werden. Der Kriterienkatalog „Digitale Schule“ umfasst fünf Module, die alle von den Schulen nachgewiesen werden:

1. Pädagogik & Lernkulturen
2. Qualifizierung der Lehrkräfte
3. Regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung. 

Die Module sind orientiert an der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ und wurden von Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der o.g. Verbände entworfen. Die Ehrung als „Digitale Schule“ ist dabei wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig. Das Signet „Digitale Schule“ wird in Niedersachsen vergeben von folgenden Partnern:

„Die Corona-Krise hat im deutschen Bildungssystem für viel Sorge, aber auch für viel Bewegung gesorgt. Es gibt zahlreiche Lehrkräfte in Deutschland, die die Krise genutzt haben, um sich und die eigene Schule weiterzuentwickeln und zu digitalisieren. Nach dem Motto „Turning Desaster into Triumph“ haben die Digitalen Schulen – seit Jahren durch klare Arbeit vorbereitet – gezeigt, wie gute digitale Schule geht und wie wichtig das Zusammenspiel von MINT und Digitalisierung ist, um erfolgreich zu sein. Ich bin stolz, dass wir in Niedersachsen zehn Schulen

 als „Digitale Schule“ ehren können. Herzlichen Glückwunsch!“, so der Vorstandsvorsitzende der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“, Thomas Sattelberger.Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Eine von Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung geprägte Welt bedarf eines umfassenden Bildungsverständnisses, das technische, gesellschaftliche und anwendungsbezogene Perspektiven gleichermaßen miteinbezieht. Die Auszeichnung ‚Digitale Schule‘ reflektiert diesen Ansatz. Wir danken den vielen Bildungsexpertinnen und -experten für die Begutachtung der zahlreichen Bewerbungen. Es ist erfreulich zu sehen, wie viele Lehrkräfte und Schulleitungen mit ihrem Engagement dazu beitragen, das von uns ausgezeichnete Bildungsverständnis zu etablieren.“

Einen Überblick über die Standorte unserer ausgezeichneten Schulen finden Sie auf unserer Website in einer neu gestalteten virtuellen Landkarte. Diese wird von unserem Partner ESRI Inc. bereitgestellt, der bereits das Robert-Koch-Institut und die Johns Hopkins Universität bei der Kartenerstellung im Zuge der COVID-19-Forschung unterstützt. Ein besonderer Dank gilt hier unserem breiten Netzwerk an ehrenamtlichen MINT-Botschafterinnen und Botschaftern, die die Erstellung der Landkarte aktiv unterstützen.