{"id":66,"date":"2024-10-08T12:31:09","date_gmt":"2024-10-08T10:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/?p=66"},"modified":"2025-02-07T16:53:20","modified_gmt":"2025-02-07T15:53:20","slug":"5-tipps-fuer-mehr-nachhaltigkeit-im-umgang-mit-kleidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/2024\/10\/08\/5-tipps-fuer-mehr-nachhaltigkeit-im-umgang-mit-kleidung\/","title":{"rendered":"5 Tipps f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Kleidung"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:26px\"><strong>Was bedeutet Fast Fashion?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahrzehnten beherrscht die Fast Fashion die Modebranche. Das Prinzip ist simpel: Fast-Fashion-Unternehmen wie etwa H&amp;M oder Zara richten immer sich danach, was gerade in ist. Sobald ein Kleidungsst\u00fcck entworfen wird, werden Massen davon g\u00fcnstig hergestellt. Bereits nach wenigen Wochen h\u00e4ngen die Kleidungsst\u00fccke in jeder Filiale f\u00fcr wenig Geld zum Verkauf. Da w\u00e4hrenddessen schon wieder neue Trends aufkommen, werden die n\u00e4chsten Teile designt, produziert und angeboten. So m\u00fcssen die Restbest\u00e4nde der vorherigen Designs im Laden bald den neusten Teilen weichen. Dieser Prozess wiederholt sich immer und immer wieder. Ziel der Anbieter ist, m\u00f6glichst viele St\u00fccke zu verkaufen und dabei die Produktionskosten so gering wie m\u00f6glich zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Kundinnen und Kunden kommt dies so gut an, weil die geringen Preise es erm\u00f6glichen, st\u00e4ndig neue Kleidung zu kaufen. Zudem suggeriert das immerzu wechselnde Angebot, dass man auch selbst immer genau das tragen sollte, was aktuell in ist.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:26px\"><strong>Was macht das mit unserer Umwelt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass Fast Fashion sozial eine Katastrophe darstellt, ist seit langem bekannt. Hergestellt wird die Kleidung in L\u00e4ndern mit m\u00f6glichst geringen Produktionskosten. Die teilweise minderj\u00e4hrigen Arbeiterinnen und Arbeiter bekommen nicht nur einen viel zu geringen Lohn, sondern sind oftmals auch Gefahren ausgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch Umwelt und Klima werden massiv gesch\u00e4digt. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle; darunter die zur Herstellung verwendeten Chemikalien, die langen Lieferketten und das schnelle Wegwerfen der Kleidung. Laut der UN Alliance for Sustainable Fashion sei die Fashion Industrie immerhin nicht nur etwa 215 Trillionen Liter Wasser j\u00e4hrlich, sondern verursache auch zwei bis acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:26px\"><strong>Was k\u00f6nnen wir dagegen tun?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"has-medium-font-size wp-block-list\"><li><strong>Bewusst kaufen: Weniger ist mehr<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Vielleicht kennst du das ja auch: Beim Anprobieren in der Umkleidekabine gefallen einem viele verschiedene Sachen und dann ist die Kleidung eventuell noch reduziert. Da passiert es ganz schneil, dass man viel mehr kauft als eigentlich gewollt &#8211; oder als n\u00f6tig. Aber klar ist, dass \u00dcberkonsum das zentrale Problem der Modeindustrie ist. Ein nachhaltiger Umgang mit Kleidung beginnt demnach bereits im Gesch\u00e4ft oder im Online-Shop.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese drei Fragen k\u00f6nnen dir dabei helfen, nur noch zu kaufen, was du wirklich brauchst:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"is-style-tw-arrow wp-block-list\"><li><em>Gef\u00e4llt es mir wirklich (oder ist es nur ein Trend)?<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wir neigen dazu, nicht genau zu \u00fcberlegen, ob wir ein Kleidungsst\u00fcck tats\u00e4chlich m\u00f6gen, bevor wir es kaufen. Blind zu kaufen, was gerade in ist, endet aber oft damit, dass man es sp\u00e4testens nach ein paar Monaten am liebsten aus seiner Garderobe verbannen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen ist es wichtig, dass du dich fragst, ob ein Teil tats\u00e4chlich deinem Geschmack entspricht und dich im Zweifel f\u00fcr eine zeitlosere Alternative entscheidest.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"is-style-tw-arrow wp-block-list\"><li><em>Besitze ich schon etwas \u00c4hnliches?<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Hin und wieder passiert es, dass wir Dinge kaufen, obwohl wir schon etwas Gleichwertiges haben. Deswegen ist es besonders wichtig, einen \u00dcberblick dar\u00fcber zu bewahren, welche Klamotten man besitzt. \u00dcberlege vor dem n\u00e4chsten Kauf, ob eines der Kleidungsst\u00fccke, die bereits in deinem Schrank liegen, den Zweck auch erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"is-style-tw-arrow wp-block-list\"><li><em>Wie oft w\u00fcrde ich es tragen?<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Ist es dir schonmal passiert, dass du nichts anzuziehen findest, obwohl dein Kleiderschrank eigentlich voll ist? Das kann daran liegen, dass deine Kleidung nicht alltagstauglich ist. Im besten Fall sollte ein Kleidungsst\u00fcck praktisch und mit den bereits vorhandenen Klamotten kombinierbar sein. F\u00fcr Kleidung f\u00fcr besondere Anl\u00e4sse gilt das nat\u00fcrlich nur bedingt, aber auch dort kannst du Optionen w\u00e4hlen, die man sp\u00e4ter noch im Alltag anziehen kann. Falls du ein bestimmtes Kleidungsst\u00fcck nur einmal ben\u00f6tigst, kannst du alternativ zuerst versuchen, es dir bei jemandem auszuleihen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>2 &#8211; Thrifting: Kleidung aus zweiter Hand<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Weg, um bereits w\u00e4hrend des Kaufs nachhaltig zu handeln, sind Secondhandl\u00e4den. Seit einiger Zeit ist thrifting, wie es auf Social Media genannt wird, gemeinsam mit verschiedenen Vintage-Styles zu einem gro\u00dfen Trend geworden. \u00dcbersetzt bedeutet der Begriff \u201ethrift&#8220; Sparsamkeit &#8211; ziemlich treffend, oder? Beim St\u00f6bern durch Gebrauchtwarenl\u00e4den oder Flohm\u00e4rkten kannst du einzigartige, hochwertige Artikel f\u00fcr einen geringeren Preis finden und ganz nebenbei die Umwelt sch\u00fctzen. Das bietet sich besonders an, wenn du gerne mit unterschiedlichen Styles experimentierst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>3 &#8211; Schonender Umgang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4schst du deine Kleidung vielleicht zu oft? In dem Artikel &#8222;So oft solltest du BH, Schlafanzug und Co. Waschen!&#8220; von bunte.de wird beispielsweise empfohlen, dass du Jeans, sonstige Hosen, R\u00f6cke und Sweatshirts bis zu siebenmal tr\u00e4gst, bevor du sie w\u00e4schst. Warme Jacken, Wollm\u00e4ntel und Westen m\u00fcssen sogar nur zwei bis dreimal pro Saison in die Waschmaschine. Auf diese Weise kannst du nicht nur Wasser sparen, sondern deine Lieblingsteile auch vor Abnutzung oder Ausbleichung sch\u00fctzen und ihnen so ein l\u00e4ngeres Leben schenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>4 &#8211; Reparieren und ausbessern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleines Loch oder eine gel\u00f6ste Masche sind noch kein Grund, ein Kleidungsst\u00fcck wegzuwerfen. Wenn du das n\u00e4chste Mal ein Makel in deiner Kleidung entdeckst, sieh dir einfach ein YouTube-Tutorial an und nimm die Reparatur selbst in die Hand. Wenn du einen Schritt weiter gehen m\u00f6chtest, findest du im Internet auch zahlreiche Anleitungen, wie du alte Kleidung wieder h\u00fcbsch machen, zu gro\u00dfe Klamotten anpassen, alte Stoffe zu etwas neuem verarbeiten oder sogar etwas selbst n\u00e4hen, stricken oder h\u00e4keln kannst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>5 &#8211; Nachhaltig entsorgen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sind deine aussortierten Klamotten noch intakt, kannst du sie in eine Altkleidersammlungen oder -container verschiedener Organisationen geben. Falls du noch etwas Geld f\u00fcr deine Kleidung bekommen m\u00f6chtest, sind Flohm\u00e4rkte und Secondhandl\u00e4den eine Alternative. Aus den Stoffen kaputter Kleidung k\u00f6nntest du, wie bereits erw\u00e4hnt, etwas Neues n\u00e4hen. Wenn gar nichts mehr zu retten ist, ist der Restm\u00fcll die letzte Option.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztendlich geht es beim nachhaltigen Umgang mit Kleidung darum, bewusste Entscheidungen zu treffen und so wenig wie m\u00f6glich zu verschwenden &#8211; wie du gesehen hast ben\u00f6tigst du daf\u00fcr auch gar nicht viel Geld oder Zeit. Wenn du versuchst, diese f\u00fcnf Tipps in dein Leben zu integrieren und Freunde und Familie darauf aufmerksam machst, wie sie ebenfalls ihr Kaufverhalten anpassen und umweltschonender mit ihren Klamotten umgehen k\u00f6nnen, ist schon viel getan. Schlie\u00dflich sind es kleine Schritte, mit Hilfe derer wir gemeinsam unsere Gesellschaft in eine nachhaltigere Zukunft f\u00fchren k\u00f6nnen.<a href=\"https:\/\/kgsschwarmstedt.de\/iserv\/mail\/show\/source?path=INBOX&amp;msg=1425\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Quelltext<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahrzehnten beherrscht die Fast Fashion die Modebranche. Die Unternehmen entwerfen Kleidungsst\u00fccke, die gerade im Trend sind, produzieren diese massenweise g\u00fcnstig &#8211; und kurze Zeit sp\u00e4ter h\u00e4ngen sie in den L\u00e4den. Das hat zieht jedoch erhebliche soziale und \u00f6kologische Sch\u00e4den mit sich. Hier erf\u00e4hrst du, wie du nachhaltiger mit dem Thema Kleidung umgehen kannst.<\/p>\n","protected":false},"author":9194476,"featured_media":68,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,4],"tags":[],"class_list":["post-66","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-nachhaltigkeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9194476"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66\/revisions\/69"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/roepke-journal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}