{"id":306,"date":"2019-03-08T10:09:12","date_gmt":"2019-03-08T09:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/rsgebhardshagen\/?page_id=306"},"modified":"2019-03-13T11:15:17","modified_gmt":"2019-03-13T10:15:17","slug":"besuch-in-der-gedenk-und-dokumentationsstaette-druette-2105","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/rsgebhardshagen\/besuch-in-der-gedenk-und-dokumentationsstaette-druette-2105\/","title":{"rendered":"Besuche in der Gedenk- und Dokumentationsst\u00e4tte Dr\u00fctte"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 10.03.15 besuchte die Klasse 9a im Rahmen des Geschichtsunterrichts die <strong>Gedenk- und Dokumentationsst\u00e4tte Dr\u00fctte<\/strong>. Das ehemalige Au\u00dfenlager des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg befindet sich unter der Hochstra\u00dfe und auf dem Gel\u00e4nde der heutigen Salzgitter AG.<\/p>\n<p>Es diente zur Unterbringung von ungef\u00e4hr 3000 Zwangsarbeitern und H\u00e4ftlingen aus Holland, Frankreich, Polen Sowjetunion und anderen L\u00e4ndern. Die meist politischen Gefangenen, unter ihnen Sinti, Roma, Juden, Homosexuelle und europ\u00e4ische Widerstandsk\u00e4mpfer, mussten in den R\u00fcstungsbetrieben der Hermann G\u00f6ring Werke Granaten und Bomben f\u00fcr den Krieg produzieren. Erst nach dem 40 j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Stadt wagte man sich an das Leid dieser Menschen und ihr Leben im Lager bewusst und \u00f6ffentlich zu erinnern. So entstand 1983 mit Hilfe von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern der<strong> Arbeitskreis Stadtgeschichte e. V<\/strong>.<\/p>\n<p><br \/>P\u00e4dagogin Frau R\u00f6hl-Schiemann, Mitglied des Arbeitskreises, empfing unseren Lehrer und die Klasse 9a, stellte zun\u00e4chst die Geschichte der Gedenkst\u00e4tte vor und hatte ein paar einleitende Fragen an die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Das Wissen \u00fcber die NS Zeit und die Konzentrationslager wurde abgefragt, ehe es mit der F\u00fchrung weiter ging.<\/p>\n<p>Als erstes ging man in eine mit Requisiten, Sachtexten, Fotos und Dokumenten ausgestattete R\u00e4umlichkeit, die auf der Hochstra\u00dfe des Werksgel\u00e4ndes gelegen ist. Frau R\u00f6hl-Schiemann bot der Klasse mehr Wissen zur Geschichte und aktivierte sie, indem sie beispielsweise Aussagen ehemaliger H\u00e4ftlinge vorlesen lie\u00df. Dabei sollten die Jugendlichen ihre Eindr\u00fccke benennen und Vermutungen zu der einen oder anderen Gegebenheit des Lagers schildern. Zum Beispiel formt die Hochstra\u00dfe absichtlich eine Kurve, damit man die H\u00e4ftlinge stets im Blick hatte. Den morgendlichen Appel den man von oben gut h\u00e4tte beobachten k\u00f6nnen, veranschaulichte die P\u00e4dagogin mit ein paar Exempeln lebhaft, damit die Jugendlichen ein St\u00fcck weit erahnen sollten, wie <strong>grausam<\/strong> die Bedingungen und das Leben der Zwangsarbeiter gewesen sein muss.<\/p>\n<p><br \/>Anschlie\u00dfend ging es runter in die Unterk\u00fcnfte der Gedenkst\u00e4tte, wo die Sch\u00fcler die nachgestellten Wohnbedingungen der H\u00e4ftlinge sehen konnten. Sogenannte \u201eKuben\u201c aus Stahl aus den Salzgitter Werken stellen die sehr kleine Fl\u00e4che nach, in der die Menschen damals schlafen mussten. Hunderte M\u00e4nner mussten gleichzeitig auf diesem extrem engen Raum verharren. Das bedeutete zudem unaufh\u00f6rliche Unruhe und schlechte Luft. Die <strong>katastrophalen hygienischen Bedingungen<\/strong> und vor allem die nahezu mittelalterlichen Toiletten f\u00fchrten zu gro\u00dfem Gestank und einer schnellen Verbreitung von Krankheiten. Die Klasse stellte sich komplett in eine dieser Kuben. Es war beengend, \u00e4u\u00dferten einige der Kinder und trotzdem kann man sich nat\u00fcrlich nicht hundert prozentig vorstellen, wie schlimm das f\u00fcr die Menschen damals gewesen sein muss.<br \/>Damit es eine didaktisch noch wertvollere F\u00fchrung wird, teilte Frau R\u00f6hl-Schiemann die Sch\u00fcler in Gruppen und lie\u00df sie zu mehreren Aspekten des Lagers Informationen (Kleidung, Bestrafungen, einzelne Schicksale etc.) erarbeiten. Dazu konnten sie die \u201eKuben\u201c besichtigen, in denen viel originales Material und Dokumentiertes zu finden war. Aus diesen Quellen und weiteren Texten sammelten sie ihr Wissen und pr\u00e4sentierten es anschlie\u00dfend im Plenum ihren Klassenmitgliedern.<\/p>\n<p>Unsere Begleiterin hat es gut verstanden, uns in Gespr\u00e4che \u00fcber das gerade Erlernte zu verwickeln, wodurch die NS Zeit und speziell die Bedingungen in den Lagern, ein St\u00fcck weit <strong>begreifbarer<\/strong> wurden. Vor allem wurde das Thema <strong>emotional<\/strong> erlebt. Das Feedback der Sch\u00fcler best\u00e4tigte dies und deshalb ist ein Ausflug zur Gedenkst\u00e4tte Dr\u00fctte sehr <strong>empfehlenswert<\/strong>.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Auch im Januar 2019 machte sich eine Sch\u00fclergruppe unserer Schule auf den Weg in die Gedenkst\u00e4tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10.03.15 besuchte die Klasse 9a im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenk- und Dokumentationsst\u00e4tte Dr\u00fctte. 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