{"id":368,"date":"2012-06-14T10:30:35","date_gmt":"2012-06-14T08:30:35","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.nibis.de\/stsgymh\/?p=368"},"modified":"2013-06-14T10:29:36","modified_gmt":"2013-06-14T08:29:36","slug":"deutsch-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/stsgymh\/2012\/06\/14\/deutsch-i\/","title":{"rendered":"Deutsch I"},"content":{"rendered":"<p><b>Deutschausbildung \u00a0am Studienseminar Hannover I <\/b><\/p>\n<p>Das Unterrichtsfach Deutsch leistet einen wesentlichen Beitrag zur literarischen, sprachlichen und medialen Bildung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern. Deutschunterricht bietet Lernenden in einem umfassenden Lern- und Bildungsprozess die M\u00f6glichkeit, Literatur, Sprache und mediale Produkte als gestaltete und gestaltbare Mittel der Selbst- und Welterfassung, der Interaktion und der Reflexion zu erfahren und sich verf\u00fcgbar zu machen.<\/p>\n<p>Ein kommunikations- und kompetenzorientierter Deutschunterricht erm\u00f6glicht pragmatische und \u00e4sthetische Lernprozesse im Umgang mit Texten und\u00a0 Sprache. Vor\u00a0 diesem Hintergrund kann im rezeptiven,kognitiv &#8211; analytischen und kreativ &#8211; produktiven Umgang mit <b>Literatur, Sprache und Medien<\/b> eine identit\u00e4tsf\u00f6rdernde Aneignung z.B. durch Fremdverstehen und Perspektivenwechsel stattfinden.<\/p>\n<p><i>\u201eDer Deutschunterricht fordert die Rezeption und Wertsch\u00e4tzung k\u00fcnstlerischer Produktion und erweitert die \u00e4sthetische Urteilsbildung, Genuss und Gestaltungsf\u00e4higkeit der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler\u201c<\/i>, so hei\u00dft es in den Bildungsstandards f\u00fcr das Abitur (2012). Dieses Ziel mit ihrer Person ausf\u00fcllend, nehmen aus unserer Sicht k\u00fcnftige Deutschlehrerinnen und \u2013 lehrer selbst eine interessierte, begeisterte Haltung f\u00fcr Kultur im umfassenden Sinne ein und sind bereit, sich den kulturellen Herausforderungen der Gegenwart, in Kenntnis ihres Gewordenseins, in einem lebenslangen Bildungsprozess zu stellen.<\/p>\n<p>Zu einem sprachkompetenzf\u00f6rdernden Deutschunterricht geh\u00f6rt es, selbst sprachliche (Stil-)Sicherheit im Umgang mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zu zeigen, sensibilisiert die Deutschlehrerin oder der Deutschlehrer doch f\u00fcr Sprache und Sprachgebrauch in Wort und Schrift und f\u00f6rdert einen analytischen wie kreativen, sprachterminologisch zunehmend bewussteren Ausdruck: Sprache ist also Medium wie Reflexionsgegenstand des Deutschunterrichtes.<\/p>\n<p>Schreib- und Sprechprozesse gilt es, motivierend zu initiieren, sie didaktisch sinnvoll zu begleiten und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu adressaten- und situationsorientiertem Schreiben und Sprechen zu bef\u00e4higen.<\/p>\n<p>Wir als Ausbilderinnen im Fach Deutsch verstehen uns als Lernbegleiterinnen, beratende Expertinnen, Moderatorinnen, Regisseurinnen, stellen didaktisches und methodisches\u00a0 Wissen und Erfahrung, einen Pool von Anregungen und Arrangements\u00a0 zur Verf\u00fcgung. Der Erfolg des Ausbildungsprozesses ist jedoch ganz wesentlich durch das eigenverantwortliche Planen und Handeln der Referendarinnen und Referendare bestimmt. Nach dem abgeschlossenen Hochschulstudium, das Fachwissen vermittelt hat, stellt die eher praxisorientierte Phase der Ausbildung v\u00f6llig neue Anforderungen. Einen neuen Blick auf altbekannte Stoffe zu werfen, das breite Spektrum curricularer Vorgaben auf die jeweilige Lerngruppe zu reduzieren und lebendig werden zu lassen, dies ist eine Kunst f\u00fcr sich.\u00a0 Sie ben\u00f6tigt Zeit zum Werden. Sie ben\u00f6tigt neben Raum zur Erprobung auch Raum f\u00fcr Irrt\u00fcmer und f\u00fcr Revision.\u00a0 In Teilen m\u00fcssen Referendarinnen und Referendare wahrscheinlich weiterhin fachlich &#8211; inhaltliche, aber auch didaktisch-methodische L\u00fccken schlie\u00dfen. So er\u00f6ffnet sich z.B. ein neues Feld von unbekannten Schultexten und didaktischer Perspektivierung. Dieser Prozess verwandelt nicht selten das anf\u00e4ngliche Gef\u00fchl der bewussten Kompetenz in ein schmerzhaftes Gef\u00fchl der bewussten und verunsichernden Inkompetenz. Eine solche Wahrnehmung ist oft pr\u00e4gend f\u00fcr die erste Zeit des Referendariats, in der wir beginnen, die individuellen Potentiale der Referendarinnen und Referendare im gemeinsamen Dialog zu entfalten. Wir sehen uns als Begleiterinnen auf dem Weg zu einer neuen bewussten Kompetenzwahrnehmung, der \u00fcber die kritische Analyse von Geplantem und Beobachteten hin zu gelungener Unterrichtsplanung und \u2013durchf\u00fchrung f\u00fchrt.\u00a0 In den Beratungen zu den Unterrichtsbesuchen, im Fachseminar, in gemeinsamer Unterrichtsplanung\u00a0 und in gelegentlichen Workshops, auch in Kooperation mit Theaterp\u00e4dagogik und Multimediazentrum, wird das breite Spektrum des Deutschunterrichtes, vom integrativen\u00a0 Grammatikunterricht,\u00a0 Textanalyse und Interpretation\u00a0 bis zum Szenischen Spiel und den \u00e4sthetischen Zug\u00e4ngen zum Filmtext,\u00a0 entfaltet und verf\u00fcgbar gemacht.<\/p>\n<p>Dr. Sabine Georg \u2013 Finkeldey\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Christine Eichenberg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschausbildung \u00a0am Studienseminar Hannover I Das Unterrichtsfach Deutsch leistet einen wesentlichen Beitrag zur literarischen, sprachlichen und medialen Bildung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern. 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