Aus dem Tagebuch eines/einer DurchschnittsanwärterIn

01abschlussredeDas erste Ausbildungshalbjahr:
August, 2012:03abschlussrede
Die Vereidigung. Gleich die ersten Fragen: Wie läuft so eine Vereidigung ab? Wie formell wird’s? Gibt’s einen Dresscode oder reicht die Jeans? 18 Monate… ganz schön lang. Aber erst einmal gibt’s bezahlte Ferien. Echt klasse!

September, 2012:04abschlussrede
Einführungstage in Barendorf: Zwischen Organisationsschwierigkeiten (Übernachtungen in Barendorf, Veranstaltungen im Seminar) wird man von Informationen erschlagen. Reisekostenabrechnung, Beihilfe usw. Wenigstens sind die Mitanwärter und Seminarleiter nett! Tja, jetzt beginnt wohl ein neuer Lebensabschnitt!

Oktober, 2012:05abschlussrede
Kaum Zeit zum Schreiben… nur so viel: Das Ankommen in der Schule war mehr oder weniger leicht. MentorIn wurde zwar manchmal überrumpelt, aber man durfte auch endlich mal eigenverantwortlich unterrichten! Und schon gleich neue Fragen: Muss ich wirklich zu allen DVs aller Schulen?!

November, 2012:06abschlussrede
Die ersten Unterrichtsbesuche: Zwischen Aufregung und Welpenschutz – Tränen blieben aus, Köpfe blieben dran! Die Stimmung in den Besuchen war eigentlich immer positiv. Aber wieder neue Fragen: Wer hat sich das mit dem Catering ausgedacht?

Januar, 2013:07abschlussrede
Termine, Termine: Ein neues Jahr und der Kalender platzt aus allen Nähten! Und die Neuen wollen zuschauen. Aber immerhin: Das erste Drittel ist fast geschafft, wenn da nicht der 1. Große Besuch anstünde…

Das zweite Ausbildungshalbjahr:

Februar, 2013:08abschlussrede
Der 1. Große Unterrichtsbesuch: 30 Stunden (oder Tage…) Planung für 45 Minuten Unterricht? Und wieder mal lauter Fragen: Sachstruktur im Trichterprinzip? Was, wie, warum…? Zum Glück gibt’s in der Bibliothek bei Frau Schlicht genug Literatur! Aber immerhin war es ja erst der erste Große! Eigentlich war es auch nicht viel anders, von dem Entwurf und der Anwesenheit der Schulleitung mal abgesehen…
April, 2013:09abschlussrede
Zwei Wochen Schule reichen auch schon wieder, ab zum alljährlichen Segeltörn! Gelebte Inklusion mit künftigen KollegInnen aus anderen Schulformen, das klingt doch gut! Und ein wenig Entspannung war auch noch möglich! Aber der 2. Große kommt ja auch schon wieder… na, man hat ja noch einen 3. – obwohl man ja auch schon was bieten sollte…

Mai, 2013:10abschlussrede
Das GüA: Notizen machen? 6 Noten in vier Kategorien? Oder ist das gar nicht so gemeint? Also ich glaube, ich hatte eine 2… Aber letzten Endes war die Aufregung groß und dann war es doch nur halb so wild. Immerhin: Ich kann ja doch schon was. Und gefühlt ist ein Teil der Note schon gesichert – wenn’s jetzt nicht total schiefgeht!

Juni, 2013:11abschlussrede
Der letzte Große Unterrichtsbesuch: Die letzten Anmerkungen vor der Prüfung – gut hinhören und mitschreiben war angesagt! Und zugleich die letzte Chance für einen guten Eindruck vor versammelter Mannschaft!

Juli, 2013:12abschlussrede
Sommerferien, die kaum welche waren: Die Hausarbeit „wollte“ fertiggeschrieben werden! Erst schreiben und dann Urlaub? Oder lieber umgekehrt? Und von den wenigen Tagen waren dann auch noch einige Präsenztage in der Schule! Unfair, andere hatten eine Dienstversammlung mit Frühstück! Und dann bricht auch schon das letzte Drittel an…

Das dritte Ausbildungshalbjahr:

September, 2013:13abschlussrede
Prüfungsvorahnungen: So viele Formulare! Zum Glück hat Frau Grunwald Licht ins Dunkel gebracht! Aber Fragen über Fragen: Wieso Einladung, wenn ich doch eh zur Prüfung muss? Reicht als Thema „Sport“? Oder soll’s doch genauer sein? Hm, „Malen und Rechnen mit dem Igel im Winter im Zahlenraum bis 1000“ klingt doch gut… Und für die Herbstferien: Kreativität unter Druck!

Oktober, 2013:14abschlussrede
Die Vornote: Irritationen gab’s ja schon vorher… Welche Kriterien gelten eigentlich bei der Schulleiterbeurteilung? Und warum werden bei einigen diejenigen der GHRS-Lehrkräfte genutzt?! Aber nun gab es sie: die ominöse rote Mappe! Erfreulich ausführliche Beurteilungen und personenbezogene Ausführungen inklusive! Aber wirkt sich die Personalratstätigkeit doch gar nicht positiv auf die Note aus?

November, 2013:15abschlussrede
Prüfungsvorbereitungen: Viel Zeit ging für die Themenfindung drauf, nun muss der Rest eben fixer gehen. Bloß die Entwürfe weg! Gott sei Dank gibt’s Briefkästen mit Sonntagsleerung, einige haben die Entwürfe sogar hingefahren. Da kann man wenigstens sicher sein, dass sie unbeschadet ankommen! Und die mündliche gibt’s ja auch noch! Reicht’s wenn ich einen gut sortierten Ordner habe? Und ist der Raum vorbereitet? Weiß die Schulleitung, wann die Prüfung losgeht? Kommen die Seminarleiter pünktlich? Sind auch alle Schüler da?

Dezember, 2013:15abschlussrede
Der Prüfungstag: Rien ne va plus! Aber am Morgen dann die Erkenntnis: Eigentlich kennt man die Leute ja und sie wollen einem doch nichts… hoffentlich! Die 1. Stunde geschafft, so schlimm lief‘s ja gar nicht! Und dank der hospitierenden AnwärterInnen gab’s beruhigende Wort und Erinnerung ans Essen und Trinken. 2. Stunde geschafft, schon komisch, dass in der3. Person über einen gesprochen wird – und eigentlich würde man das eine oder andere gerne noch diskutieren. Aber dann kam schon die Mündliche: In der Pause nochmal den Notizzettel konsultieren oder lieber frische Luft schnappen? Am Ende konnte man aber eh kaum noch vollständige Sätze bilden – aber erstaunlich: Man konnte zu jedem Thema irgendwas sagen oder zumindest mit Erfahrung und Haltung punkten. Und schon war’s geschafft! Die Erleichterung und Freude kamen dann mit etwas Verzögerung nach dem Erschöpfungszustand.

Januar, 2014:16abschlussrede
Das Leben nach der Prüfung: Die Wochen in der Schule konnte man sehr genießen, aber da gab’s ja die Zukunftsplanung. Weiter um Wunschstelle pokern oder auf Nummer sicher gehen? Was soll man nur bei den Vorstellungsgesprächen sagen? Und wie läuft’s wohl beim Amtsarzt?

Abschluss:17abschlussrede
Nun sind wir hier mit unseren MitanwärterInnen in freudiger Erwartung auf das endgültige, offizielle Zeugnis.
Etliche haben dazu beigetragen, dass wir den  Vorbereitungsdienst mehr oder minder unbeschadet und erfolgreich bestanden haben, daher großen Dank an:
Herr Neumann, der einige in netten Telefonaten vom Studienseminar Lüneburg überzeugt hat und stets ein offenes Ohr für uns hatte
Frau Kallien, die uns ebenfalls immer unterstützt hat, und sogar anbot, verirrte Seminarteilnehmer zu ihrem Modultreffpunkt zu fahren
Frau Grunwald und Frau Schlicht, für all die unschätzbar wertvollen kleinen und großen Hilfen hier und da
alle SeminarleiterInnen für konstruktive Rückmeldungen, Flexibilität in der Seminargestaltung und den ein oder anderen Ratschlag
allen, die uns sonst, in welcher Form auch immer, unterstützt und motiviert haben!
Besonderer Dank natürlich auch an unsere MitstreiterInnen für die gute Stimmung im Seminar, die solidarische Haltung und die Zusammenarbeit, so dass uns die, zwischendurch recht anstrengende, Zeit in guter Erinnerung bleibt.

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