Beurteilung

Am Ende des vierzehnten Ausbildungsmonats werden die Leistungen der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst

1. im pädagogischen Seminar von dessen Leiterin oder Leiter,
2. in jedem fachdidaktischen Seminar von dessen Leiterin oder Leiter und
3. in der Ausbildungsschule von deren Schulleiterin oder Schulleiter

mit einer Note bewertet. (vgl. APVO-Lehr § 10 Abs. 2 Satz 1)
Ziel des Vorbereitungsdienst ist es, dass die in der Anlage der APVO-Lehr genannten Kompetenzen in engem Bezug zur Schulpraxis erworben werden. (vgl. APVO-Lehr § 2 Satz 1)

Die Note der Schulleitung bezieht sich nur auf Aussagen zur schulischen Arbeit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, insbesondere auf die Mitarbeit in Konferenzen, Umgang mit Schülerinnen und Schülern, Teamfähigkeit, Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und ggf. auf außerunterrichtliche Aktivitäten und Engagement in Schulprojekten im Rahmen der Eigenverantwortlichkeit der Schule. (vgl.: DB zu § 10 Nr. 3 APVO-Lehr)

Der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst werden Kopien der jeweiligen Benotung mit Begründung ausgehändigt. Sie kann dazu eine Stellungnahme abgeben.
(vgl.: DB zu § 10 Nr. 4 APVO-Lehr)

Die Ausbildungsnote beim Lehramt für Sonderpädagogik wird wie folgt berechnet:

Beispiel:
Zunächst wird aus dem Punktwert der ersten sonderpädagogischen Fachrichtung und dem Punktwert der zweiten sonderpädagogischen Fachrichtung der Mittelwert gebildet (§ 10 Abs. 3 Satz 3). Dieser fließt als Punktwert der ersten fachdidaktischen Note in die Ausbildungsnote ein.

Note Pädagogik 2,0
Noten Fachdidaktik
Förderschwerpunkt A= 4,0
Förderschwerpunkt B = 2,0
3,0 (Mittelwert aus beiden Fachrichtungen)
Note erstesUnterrichtsfach
(Das zweite Unterrichtsfach wird nicht bewertet)
4,0
Note Schulleitung 3,0
Note schriftliche Arbeit 1,5
(Punktwert § 9 Abs. 3)
1,5
1,5 (doppelte Gewichtung § 10 Abs. 3 Satz 2)
Insgesamt: 15 : 6 = 2,5 (Punktwert)
Der Punktwert der Ausbildungsnote (hier: 2,5)
entspricht der Ausbildungsnote „befriedigend“ (3)“

(vgl.: DB zu § 10 Nr. 5 APVO-Lehr)

Das Ergebnis der Ausbildungsnote wird an die Prüfungsbehörde weiter geleitet, damit die Prüfung eingeleitet wird.
(vgl.: DB zu § 10 Nr. 6 APVO-Lehr)

Gemeinsame Unterrichtsbesuche,
bei denen der Ausbildende des pädagogischen Seminars und die oder der für das jeweilige Fach zuständige Ausbildende gemeinsam  einen Unterrichtsbesuch durchführen, werden nicht benotet.
 Allerdings wird der Unterricht besprochen wobei Qualität und Mängel des Unterrichts eingehend unter Berücksichtigung des Kompetenzzuwachses zu erörtern sind. (vgl.: DB zu § 7 Nr. 5.4 APVO-Lehr)

Die Anlage der APVO-Lehr benennt 5 Kompetenzbereiche, die im Vorbereitungsdienst erworben werden sollen. Es sind dies die Kompetenzbereiche:

  1. Unterrichten
  2. Erziehen
  3. Beurteilen, Beraten und Unterstützen, Diagnostizieren und Fördern
  4. Mitwirken bei der Gestaltung der Eigenverantwortlichkeit der Schule und Weiterentwickeln der eigenen Berufskompetenz
  5. Personale Kompetenzen

Diese fünf Bereiche werden noch in rund 60 Unterpunkte untergliedert.

Beurteilungskrieterien werden in der APVO-Lehr explitzit nicht genannt. Im Studienseminar Lüneburg für das Lehramt für Sonderpädagogik findet eine Orienterung an den den zehn Merkmalen guten Unterrichts von Hilbert Meyer statt. Beobachtungskriterien für den Unterricht nach H. Meyer werden auf den Webseiten des Schulministeriums NRW beschrieben:

http://www.schulministerium.nrw.de/QA/Tableau/E_Tableau/2_Unterricht/index.html

Herunterladen lässt sich ein Beobachtungsbogen unter:

http://www.schulministerium.nrw.de/QA/Tableau/X_Downloads/Unterrichtsbeobachtungsbogen.pdf

Gesamtnote der Staatsprüfung:
In der Ausbildungsnote sind die Leistungen vor der Prüfung erfasst:
+ (Note Pädagogisches Seminar)
+ (Mittelwert aus Note beider Förderschwerpunkte)
+ (Note erstes Unterrichtsfach)
+ (Note der Schule)
+ (2x Notenpunkte der schriftlichen Arbeit)
Summe dividiert durch 6 = Punktwert der Ausbildungsnote

Am Prüfungstag werden beispielsweise erreicht:

Prüfungsunterricht I 3,0 (Punktwert)
Prüfungsunterricht II 3,5 (Punktwert)
Mündliche Prüfung 2,0 (Punktwert)
Prüfungsnote: 8,5 : 3 = 2,8 Note „befriedigend“ (3)

 

Beispiel der Gesamtnotenberechnung:

Ausbildungsnote 4,8 (Punktwert), Note „mangelhaft“ (5)
Prüfungsnote 2,8 (Punktwert), Note „befriedigend“ (3)
insgesamt 7,8 : 2 = 3,8 (Punktwert), Gesamtnote „ausreichend“

(vgl.: DB zu § 19 APVO-Lehr)
Für die Bewerbung wird die Note der Staatsprüfung 3fach, die des Universitätsabschlusses einfach gewichtet.

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