Leistungsbeuteilung

1. Präsentation „Eine veränderte Bewertungspraxis“
(Autorin: Denise Freiberg)

1.2 Merkmale einer reformierten Leistungsbeurteilung
1.3 Neue Methoden der Leistungsbeurteilung
1.4 Zeugnisse
1.5 Portfolio
Die Präsentation „Eine veränderte Bewertungspraxis“ als PDF-Datei.

 


2. Lernskript zur Leistungsfeststellung und Bewertung
(Autorin: Renate Dera)
2.1 Begriffsklärungen
2.2 Leistungen feststellen
2.3 Leistungen beurteilen
2.4 Praxisbeispiele
2.5 Annäherung an eine “objektive“ Feststellung und Beurteilung
2.6 Nachteilsausgleich
2.7 Rechtliche Bestimmungen in Niedersachsen
2.8 Und zum Schluss…
2.9 Literatur

2.1 Begriffsklärungen

Hier gilt es klar zu trennen : Leistungsmessung – Leistungsfeststellung – Leistungsbeurteilung

 

Die Leistungsmessung beinhaltet 3 Kriterien:

Objektivität: Eine Arbeit/Aufgabe wird unabhängig vom der jeweilig beurteilenden Lehrkraft gleich beurteilt.

 

Reliabilität: Eine Messung ist auch bei wiederholter Anwendung zuverlässig. Beispiel: Die Messung der Länge eines Gegenstandes ist mit Genauigkeit wiederholt möglich. Bei der wiederholten Messung von Schulleistungen (z. B. Bewertung einer schriftlichen Arbeit einige Wochen später) kommen andere Faktoren ins Spiel: z.B. Müdigkeit oder Motivation der Lehrkraft.

 

Validität: Gültigkeit heißt, dass das gemessen wird, was gemessen werden soll. Ein Test in einem Sachfach, bei dem zur Lösung das Lesen eines langen Textes erfolgen muss, prüft auch sprachliche Fertigkeiten. Bei einem engen Zeitrahmen wird die Schnelligkeit gemessen, mit der gearbeitet wird, aber nicht der tatsächliche fachliche Lernstand. Schulische Beurteilungen erfüllen aber NICHT die wissenschaftlichen Ansprüche, die an eine Leistungsmessung gestellt werden!

 

Die Leistungsfeststellung: X schreibt alle vorgegeben Wörter in der vorgegebenen Zeit richtig.

Gründe für die Leistungsfeststellung:

Leistungsfeststellungen werden grundsätzlich von allen Beteiligten für notwendig gehalten. Es gibt für diese Informationsfunktion sehr unterschiedliche Gründe:

Lehrkraft: Feststellung des Unterrichtserfolgs bzw. -misserfolgs.

Eltern/Schüler: Rückmeldung über den individuellen Lernstand im Sinne einer Lerndiagnose und Beratung.

Andere: Information für verschiedene externe Adressaten.

 

Die Leistungsbeurteilung: Sie erfolgt durch das Setzen einer Norm:

X schreibt alle vorgegeben Wörter in der vorgegebenen Zeit richtig. X hat eine sehr gute Leistung vollbracht.

Deshalb wird die Zensur 1 erteilt. Welche Norm wird die Bewertung zugrunde gelegt? (Siehe: 3 Vergleichsnormen unter 2.)

 

Gründe für die Leistungsbeurteilung in der Schule:

Sozialisationsfunktion: Motivation – Disziplinierung – Vermittlung von Leistungsnormen.

Selektions- und Legitimationsfunktion: Prognose, Klassifizierung, Auslese und damit die Zuteilung von Lebens-Chancen. Noten in Ziffernorm bei Klassenarbeiten und Zeugnissen. Die Funktion der Selektion und Legitimation, die in unserem Bildungssystem früh einsetzt, bewirkt, dass mit einer Abschaffung der Ziffernnoten in der deutschen Schulpraxis nicht zu rechnen ist. Empirisch begründete Argumente zur Fragwürdigkeit der Zensurenermittlung stehen seit 1974 fest. (Vgl. Ingenkamp).

Das Problem

„Das Vermischen von Bildungs- und Sortierauftrag bei den Noten ist die folgenschwerste Fehlkonstruktion unseres Schulsystems. Unverständlich, dass unsere Wissensgesellschaft sie toleriert. Noch rätselhafter, dass die Pädagogen sich damit abfinden… Wäre zielerreichendes Lernen die Norm,….wäre es mit dieser (un)pädagogischen Bequemlichkeit vorbei. “( B. Weidenmann, FR vom 18.08.08) Leistungen sind immer individuelle Leistungen, die auf unterschiedlicher Leistungsfähigkeit basieren. Deshalb wird im Unterricht durch Methoden, Medien, Lernziele usw. differenziert, um alle zu erreichen. Wir können die Leistungen der einzelnen Kinder feststellen. Aber wie dann diese Leistungsfeststellung dann in einer gerechten Leistungsbewertung ausdrücken? Der Aneignungsprozess tritt in den Hintergrund, er Fokus liegt auf dem Lernergebnis. Konkurrenz und Auslese dominieren und sind kontraproduktiv zum Erziehungs- und Bildungsauftrag. Welche Auswirkungen hat dies auf das soziale Miteinander in der Schule? Ein Pädagoge muss Lernen auch in den sozialen Bezügen sehen. Die herkömmliche Leistungsbewertung ist schon lange nicht mehr kompatibel mit dem Einsatz neuer Methoden, Medien, Sozialformen, dem Erziehungsauftrag usw.

Unterscheiden zwischen Lernen und Leisten

„ Auch zwischen Lernen und Leisten wird oft nicht genügend unterschieden. Das Lernergebnis wird dann leicht für das Lernen selbst gehalten. Schülerinnen und Schüler machen zum Teil sehr früh die enttäuschende Erfahrung, dass ihre Umgebung, vor allem die eigene Familie, sich weniger für das Lernen selbst, für seine Schwierigkeiten und Inhalte interessiert, als für seine Ergebnisse in Form quantifizierend bewerteter Leistungen……Vordringliche Aufgabe für die Lehrerinnen und Lehrer sollte es sein, optimale Aneignungsbedingungen und eine darauf bezogene Feedback-Kultur zu schaffen. Lernkontrollen….stellen lediglich eine punktuelle Teilüberprüfung … dar.“ ( Bildungskommission NRW: Zukunft der Bildung, S. XIV)

 

Rechtsprechung

Die deutsche Rechtsprechung fordert zur Rechtssicherheit von Entscheidungen zur Beurteilung, dass die geltenden rechtlichen Regelungen eingehalten worden sind, der Gleichheitsgrundsatz beachtet worden ist, grundlegende Ansprüche an Überprüfungen beachtet werden, nicht von falschen (unzutreffenden) Tatsachen ausgegangen worden ist und sachfremde Erwägungen keine Rolle gespielt haben.

 

2.2 Leistung feststellen

 

Formelle und informelle Leistungsfeststellung

Formelle Leistungsfeststellung:

Hier wird anstrebt die wissenschaftlichen Kriterien einzuhalten. Beispiele: die Bundesjugendspiele, die IQ-Messung, die Vergleichsarbeiten auf Landesebene, die Abiturprüfung, die landesweiten Schulabschlussprüfungen, PISA usw.. Sie erheben den Anspruch der objektiven Leistungsmessung, können aber den Kriterien oft (siehe oben) nicht standhalten.

 

Informelle Leistungsfeststellung:

Das ist die Form der Leistungsfeststellung, die in den Schulen bei Klassenarbeiten angewendet wird. Informelle Arbeiten bestehen aus einer Anzahl von Aufgaben, die sich – im guten Sinne- auf die Kompetenzen/Ziele einer Unterrichtseinheit beziehen sollten.

Vergleichsnormen der Leistungsfeststellung

Alle Vergleiche haben ihre Berechtigung – je nach Zweck des Vergleichs.

 

Individuelle Bezugsnorm: Vergleich der Leistung eines Lernenden mit seiner vorangegangenen Leistung Hier wird der individuelle Lernzuwachs eines Lernenden in einem bestimmten Zeitraum erfasst. Der entscheidende Vorteil ist, dass der Lernfortschritt des einzelnen Schülers beachtet wird. Wegen des individuellen Maßstabes führt dies zu unterschiedlichen Bewertungen.

 

Soziale Bezugsnorm: Vergleich der Leistung mit den Leistungen einer Gruppe( in der Regel Klasse)

Die Einzelleistung eines Schülers wird mit denen einer gesamten Gruppe verglichen. Die Beurteilung richtet sich nach der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Gruppe. Die Leistungen der Kinder werden in eine Rangordnung gebracht. Leistungen können also als gut bezeichnet werden, ohne es (nach sachlichen Kriterien) zu sein bzw. auch umgekehrt. In wie weit die gesetzten Ziele erreicht worden sind, bleibt offen.

 

Lernzielorientierte Bezugsnorm: Vergleich der Lernleistung mit der Sache / dem Lerngegenstand

Die Leistung des Schülers wird mit dem Erreichen eines vorher festgelegten Kriteriums verglichen. Dies gibt Infos über die Ergebnisse des Lernens bei jedem einzelnen Schüler. Das macht die Anforderungen für die Schüler und deren Eltern eindeutig. Umfänglichere Ziele lassen sich aber andererseits nur schwer oder gar nicht operationalisieren. Man beschränkt sich schnell auf rein kognitive Ziele, die „ einfach“ erfasst werden können. (Beispiele: Vokabelkenntnisse, Rechtschreibung). Anspruchsvolle Ziele wie Problemlösen oder Dialogfähigkeit kommen oft zu kurz.

 

 

2.3 Leistung bewerten     

 

Notenstufen sind von dem Grad abhängig, in dem die Anforderungen erfüllt oder verfehlt worden sind.

„Die Notenstufen sind juristisch verbildlich. Aber dies heißt natürlich nicht, dass alle Zensierenden unter diesen verbalen Umschreibungen das Gleiche verstehen“ (Meyer, H./Vogt, D.: Schulpädagogik Bd.2. S.133)

Notenbezeichnung Notenziffer Notendefinition gemäß KMK-Beschluss
sehr gut 1 Die Note „sehr gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht.
gut 2 Die Note „gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht.
befriedigend 3 Die Note „befriedigend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht.
ausreichend 4 Die Note „ausreichend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im ganzen den Anforderungen noch entspricht.
mangelhaft 5 Die Note „mangelhaft“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten.
ungenügend 6 Die Note „ungenügend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

 

 

Die Ordinal- oder Rangskala

Es wird eine Rangfolge erzeugt. Sie wird verwendet, wenn man die Ausprägung eines Merkmals in eine Reihenfolge bringen will. Beispiel: Die Rangfolge der Schülern, die aufgrund ihrer richtigen Wörter in einem „Diktat“ gebildet wurde. Von 30 Wörtern hat A. 28 Wörter richtig, B. 26, C.1O, D. 8.

Die Abstände zwischen den Leistungen sind nicht gleich. Deshalb können sie auch nicht durch Rechenoperationen zueinander in Beziehung gesetzt oder miteinander verglichen werden. Als Maß der zentralen Tendenz gilt bei dieser Skala allein der Median. Das ist der Wert, oberhalb und unterhalb dessen gleich viele Beobachtungen liegen.

 

Die Zensurenskala ist auch eine Ordinalskala,

denn die Abstände zwischen den Notenstufen bilden keineswegs gleich Abstände zwischen den Leistungen ab. Beispiel: In der Zensur 3 werden durchaus unterschiedliche Leistungen verschiedener Schüler zusammengefasst oder zwei Leistungen können trotz sehr geringen Abstandes durch festgelegte Abgrenzungen der Zensur 3 oder 4 zugeordnet werden. Es ist deshalb mathematisch nicht richtig und pädagogisch auch nur sehr eingeschränkt förderlich, aus diesen Einzelzensuren dann arithmetische Mittelwerte, also Durchschnittsnoten, zu errechnen.

 

2.4. Praxisbeispiele

2.4.1    Hilfen für die informelle Leistungsmessung bei schriftlichen Aufgabenstellungen

Transparenter werden schulischen Klassenarbeiten durch die vorherige Aufstellung von Lernzielen und die Gewichtung und Klärung von Kriterien. Es sollte also zuerst überlegt werden, was überhaupt geprüft werden soll. Dann stellt sich die Frage nach der Ebene des Aufgabenniveaus: Faktenwissen? Koppelung bisher gelernter Inhalte mit neuem Wissen ? Übertragung auf neue Situationen? Oder eine Mischung? Die Bestimmung der Lernziele ist auch eng mit dem Problem der Standards / Kompetenzen verknüpft. Es ist in der Praxis schwierig zwischen zu hohen und zu niedrigen Anforderungen ein angemessenes Aufgabenniveau zu erstellen. Ein weiteres Problem ist die Entscheidung der Menge der Aufgaben und die Reihenfolge der Anordnung. →

 

Aufgabenniveau

Man unterscheidet Reproduktion, Reorganisation, Transfer und Problemlösen als Anforderungsniveaus.(vgl. Roth).

I    Reproduktion

Fragen sind so schon gestellt worden, Lernstoff wird durch das Gedächtnis verankert wiedergegeben

II    Reorganisation

Selbstständige Verarbeitung des Stoffes durch Ergänzung, Kürzung, Vergleich.

III    Transfer

Grundsätze des Gelernten werden auf ähnliche Aufgaben übertragen.

IV    Problemlösendes Denken

Eine Aufgabe mit vergleichsweise neuen Strukturen wird kreativ gelöst.

 

Beispiele für geschlossene Aufgaben

Antwortauswahlaufgaben: Angebot von einer richtigen und mehreren falschen Antworten zur Frage. Ergänzungsauswahlaufgaben: Die Aufgabe enthält Lücken, die geschlossen werden sollen.

 

Beispiele für halboffene Aufgaben

Freiantwortaufgaben: Auf eine Frage soll mit einem Satz oder Wort geantwortet werden. (Wie entsteht ein Regenbogen?)

Ergänzungsaufgaben: Die Lücken eine Aufgabe sollen mit eigenen Ergänzungen geschlossen werden.

 

Beispiele für offene Aufgaben

Freie Gestaltungsaufgaben: Ein Thema, Problem oder Material wird schriftlich, bildlich bearbeitet.

Freie Deutungsaufgaben: Eine umfassende Information wird interpretiert.

Freie Assoziationsaufgaben: Die Aufgabe besteht aus einzelnen Vorgaben. Sie wirken als Auslöser für persönliche Reaktionen, z.B. Bild / Reizwortgeschichte.

 

2.4.2    Das Erfassen und Bewerten mündlicher Leistungen

Unterschiede von Art und Qualität der Leistung sollten beachtet werden.

Form: Unterrichtsgespräch, Referat, Gruppenbericht

Art der Leistung: Kennen und Wissen / Verwenden und Anwenden / Problemlösen und Urteilen

Beteiligung: Bedeutung für den Unterrichtserfolg der Gruppe / ohne bzw. nach Aufforderung/ regelmäßig oder gelegentlich/ Abhängigkeit vom Fach.

 

Zensurenanteile der mündlichen zu den schriftlichen Leistungen

Die Anteile von schriftlichen zu mündlichen Leistungen sind (nach Paradies u.a.) zumeist in gesetzlichen Vorgaben angegeben oder können von den Fachkonferenzen festgelegt werden. Sie schlagen vor, Vereinbarungen den Schülern zu Beginn des Schuljahres transparent zu machen. Weiterhin sind ja auch „sonstige Leistungen “ zu berücksichtigen (Mappenführung/ Lerntagebücher usw.) Offen bleibt die wichtige Frage der Anteile zwischen schriftlichen, mündlichen und sonstigen Leistungen, die je nach Klassenstufe und Fach variieren.

 

Vorschlag eines Beobachtungsbogens zur Unterstützung bei mündlicher Leistungsmessung. Quelle: AS Aurich (zu finden auf dem NIBIS-Server unter Ausbildungsseminare)

 

2.4.3 Noten festlegen

 

Orientierung an Fehlern oder Punkten

Punktemodell: Für die Gesamtleistung wird eine maximale Punktzahl festgelegt. Die Bewertung der Leistung des einzelnen Schülers beruht also auf der Summe der richtigen Teilleistungen. Hier stellt sich als Problem die Gewichtung bei der Punktvergabe für die einzelnen Aufgaben der Arbeit.

Fehlermodell: Die ausgezählten Fehler sind Grundlage für die Bewertung. Die Fehlerzahl wird oft direkt als Bewertungsgrundlage genommen. Dies wird häufig bei Diktaten praktiziert.

 

Bei beiden Modellen kann die Ermittlung der Note auf zwei Wegen erfolgen.

1. Die Punkteanzahl / Fehleranzahl wird vorher zu den Ziffernoten zugeordnet oder

2. die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Lerngruppe wird als Bezugssystem genommen und es werden nach dem Schreiben der Arbeit die Fehler/Punkte den Zensuren zugeordnet.

3. Mancher verwendet dabei auch eine weitere Norm für die Zuordnung zu den Zensuren; die Orientierung an der Gaußschen Normalverteilung.„Kennzeichnend für dieses System ist die von allen Beteiligten …. mehr oder weniger deutlich formulierte Erwartung der „Gaußschen Normal – Verteilungskurve“ in Bezug auf jede beliebige Lerngruppe.“ (Paradies u.a.,S.15) In Anlehnung an die Normalverteilung wird dann die Fehlerzahl /Punktzahl den einzelnen Notenstufen wie folgt zugeordnet: Notenstufen 3 und 4 zusammen 50 % bis 68 %, darüber und darunter liegende Notenstufen 25 % bis 16 %.

„ Die Gaußsche Normalverteilung gilt nicht mehr; ja, sie hat noch nie gegolten – Gleichverteilung von Schülerleistungen ist schließlich kein Naturgesetz..“ (Meyer, H./Vogt, D.: Schulpädagogik Bd.2. S.134)

Orientierung an der Mindestanforderung

Was sollte ein Schüler mindestens erbringen, um ein eben noch „ausreichend“ zu erreichen? Dann wird oberhalb dieser „Schwelle“ der Bereich in die Noten 1-4 und unterhalb in die Noten 5 und 6 aufgegliedert. Wenn der Bereich der Punkte – bzw. Fehlerskala zu schmal ist (vielleicht nur 3 Punkte für eine Note), können entsprechend Noten nur sehr unsicher vergeben werden!

 

2.5 Annäherung an eine“objektive“ Feststellung und Bewertung

Fazit

Eine umfassende Gerechtigkeit bei der Feststellung und Bewertung der Leistungen wird es bei den vielfältigen und widersprüchlichen Bedürfnissen zwischen den Polen Selektion und Förderung nicht geben.

Ebenso wie eine gleichförmige Zuordnung zu Notenstufen verbietet sich auch ein beliebiger Umgang mit der Zuordnung zu Notenstufen, die so genannten „pädagogischen Zensuren“. Die Bewertung der Leistung muss sich grundsätzlich an den für Schulform, Klassenstufe und den in den Kerncurricula vorgegebenen Ansprüchen orientieren – unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Lerngruppe. Und des einzelnen Kindes !

Es ist Aufgabe der Lehrkraft mit einem an den Unterrichtsvoraussetzungen orientiertem System die Leistungen zu überprüfen und sich „objektiven“ Leistungsbeschreibungen und Bewertungen anzunähern.

 

Erweiterung des schulischen Leistungsbegriffs

Nicht nur Tests, Klassenarbeiten und mündliches „Abfragen“, sondern auch neue Formen der Leistungsrückmeldung müssen genutzt werden. Viele Erziehungswissenschaftler fordern schon lange eine Erweiterung der Verfahren der Leistungsüberprüfung. Zu nennen sind: Beobachtung, Arbeitsmappen, Portfolios, Gruppenleistungen und Präsentationen.

Die Selbsteinschätzung der Schüler in Bezug auf ihre Leistung ist auch wichtig weil die Lernentwicklung sichtbar wird und Transparenz gegeben ist.

Der Vorteil der Erweiterung des schulischen Leistungsbegriffs ist, dass (bei gezielter Vorbereitung) nicht nur Einzelkenntnisse oder bestimmte Fähigkeiten wirksam werden.

Weitere nützliche Hinweise zu Stationslernen, Freiarbeit, Gruppenarbeit unter:

http://www.lra-landsberg.de/staatliches_schulamt/Alternative_Formen_der_Leistungsfeststellung.pdf

http://www.lra-landsberg.de/staatliches_schulamt/Leistung-Gesamttext_ISB.pdf (Stand 2.11.09)

 

Beachtung folgender Hinweise

• Die Erstellung von passgenauen Aufgaben bei herkömmlichen Arbeiten.

• Ein kontinuierlicher Austausch mit KollegInnen über das Thema.

• Die Selbstreflexion der Lehrkraft über ihr Tun: Habe ich alles getan, um die Schüler gut vorzubereiten? Waren die Aufgaben der Arbeit „gute“ Aufgaben? Zeige ich positive Entwicklungen auf?

• Die Transparenz der Anforderungen für Schüler und Eltern: (mündlich, schriftlich und „sonstige“ )

• Differenzierte mündliche und schriftliche Rückmeldungen auch bei „Zensurenarbeiten“. Zensurenbesprechungen vor der Klasse sind erlaubt.(Anfrage an die Niedersächsische Landesregierung; gelesen in E§W)

• Die Einbindung der Selbsteinschätzung der Schüler bei der Zensurenfestlegung (muss früh angebahnt werden).

• Fehlerquellen durch die Lehrpersönlichkeit vermeiden: Die Wahrnehmung von anderen Menschen erfolgt anhand unbewusster Muster; dies sollte uns immer bewusst sein. (Vgl. schon Furch, 1967!)

 

Beispiele:

• Vor- und Zusatzinfos können beeinflussen (guter Schüler / Geschwister schon auf der Förderschule); – Sympathie und Geschlecht (Mädchen sind sprachlich begabter); –

• Implizite Persönlichkeitstheorien: Halo-Effekt: Sympathie führt zur besseren Note bzw. beim logischen Fehler wird von einem Merkmal wird auf ein anderes, nicht beobachtbares Merkmal geschlossen.) –

• Urteilstendenzen : Milde- bzw. Strengeeffekt: In Religion ist eine 4 selten oder die Tendenz zur Mitte in anderen Fächern. –

• Reihenfolgeeffekte (z.B. bei mündlichen Prüfungen) –

• Wissen um die Folgen-Effekte: Sitzenbleiben oder Selektion.

2.6  Nachteilsausgleich

Im Grundsatzerlass „Sonderpädagogische Förderung“ wird ausdrücklich davon gesprochen, dass äußere Bedingungen für mündliche, schriftliche oder praktische Leistungsfeststellungen unter bestimmten Bedigungen verändert werden dürfen:

 

„Für Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Beeinträchtigungen in der Sprache, in der Motorik, in der Sinneswahrnehmung und mit umfänglichen physisch-psychischen und sozialen Belastungen können die äußeren Bedingungen für mündliche, schriftliche oder praktische Leistungsfeststellungen verändert werden.

 

Veränderungen können in qualitativer und quantitativer Form vorgenommen werden, insbesondere durch

– zusätzliche Bearbeitungszeit und zusätzliche Pausen,

– Verwendung spezieller Arbeitsmittel oder technischer Hilfsmittel,

– personelle Unterstützung,

– alternative Präsentation von Aufgaben und Ergebnissen,

– alternative Leistungsnachweise, zum Beispiel mündlicher statt schriftlicher Leistungsnachweis,

– unterrichtsorganisatorische Veränderungen,

– individuelle Leistungsfeststellung in Einzelsituationen.“

(Punkt I.17 aus Sonderpädagogische Förderung, RdErl. d. MK v. 1.2.2005 – 32 – 81027 (SVBl 2/2005 S.49) – VORIS 22410 – )

 

2.7  Rechtliche Bestimmungen in Niedersachsen

Kurze (!) Zusammenfassung aus: Schriftliche Arbeiten in den allgemein bildenden Schulen

Erl. d. Mk. v. 21. 10. 1997 — 306-83 201 (SVBl. S. 383)— VORIS 22410000000069 — 98.03/25

• Grundsätzlich ist zwischen bewerteten und nicht bewerteten Arbeiten zu unterscheiden.

• Bewertete schriftliche Arbeiten sollen Schülern, Lehrkräften und Erziehungsberechtigten Aufschlüsse über den Stand des Lernprozesses geben.

• Die Anzahl und schulformspezifische Aussagen sind in den Grundsatzerlassen für die Schulformen festgelegt.

• Sie sind in der Regel einige Tage vor der Anfertigung anzukündigen. Sie sollen möglichst gleichmäßig über das Schuljahr verteilt werden. Während einer Woche dürfen von einer Klasse oder Lerngruppe höchstens drei, an einem Schultag darf nicht mehr als eine bewertete schriftliche Arbeit geschrieben werden. Für die Koordination der Termine sorgt die Klassenlehrerin.

• Für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen sollen die äußeren Bedingungen (z.B. Dauer, Pausen, zusätzliche Hilfsmittel) bei der Anfertigung bewerteter schriftlicher Arbeiten nach Möglichkeit so gestaltet werden, dass Nachteile auf Grund der Behinderung ausgeglichen werden.

• Die Korrekturzeiten sollen im Primarbereich eine Woche, im Sekundarbereich zwei Wochen nicht überschreiten.

• Die Erziehungsberechtigten müssen Gelegenheit erhalten, in die korrigierte Arbeit Einblick zu nehmen.

• Bei der Rückgabe der Arbeit ist vom Lehrer die richtige Lösung der Aufgabe darzustellen oder mit der Klasse zu erarbeiten. Ob eine schriftliche Berichtigung anzufertigen ist, entscheidet die Fachlehrkraft.

• Bei der Bewertung schriftlicher Arbeiten sind die für Zeugnisse geltenden Vorschriften über Notenbezeichnungen anzuwenden. Zwischennoten sind verboten. Sind für eine Klasse Berichtszeugnisse anstelle von Notenzeugnissen vorgeschrieben oder zugelassen, so kann auch die Bewertung der schriftlichen Arbeit in freier Form erfolgen.

• Zeigt sich bei der Korrektur und Bewertung, dass mehr als 30% der Arbeiten einer Klasse mit „mangelhaft“ oder ,,ungenügend“ bewertet werden müssen, so wird die Arbeit nicht gewertet. Von dieser Vorschrift darf mit Zustimmung der Schulleiterin oder des Schulleiters abgewichen werden. Die Klassenelternvertretung ist über die Entscheidung unter Angabe der Gründe zu unterrichten.

• Hat eine Schülerin oder ein Schüler die Anfertigung einer bewerteten schriftlichen Arbeit versäumt, entscheidet die Fachlehrkraft über Notwendigkeit und Art einer Ersatzleistung.

• Wird bei oder nach Anfertigung einer bewerteten schriftlichen Arbeit eine Täuschung oder ein Täuschungsversuch festgestellt, so entscheidet die Fachlehrkraft je nach Schwere des Falles, ob die Arbeit gleichwohl bewertet, die Wiederholung angeordnet oder die Note ,,ungenügend“ erteilt wird.

 

Auszug aus: Zeugnisse in den allgemein bildenden Schulen

RdErl. d. MK v. 24.5.2004 -303-83203 (SVBl. 7/2004 S.305; ber. SVBl. 11/2004 S.505) – VORIS 22410 –

2.1.3 Über die Grundsätze und Maßstäbe der Bewertung und ihren Zusammenhang mit den Rahmenrichtlinien der Fächer ist größtmögliche Transparenz und Klarheit anzustreben. Erörterungen mit den Schülerinnen und Schülern aller Altersgruppen über ihr Arbeits- und Sozialverhalten, ihre Lernfortschritte und ihren Leistungsstand sowie deren Bewertung, insbesondere vor der Zeugniserteilung, geben Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften wichtige und für die Selbstkontrolle notwendige Hinweise.

2.1.4 Im Zusammenhang mit der Erörterung von Inhalt, Planung und Gestaltung des Unterrichts mit den Klassenelternschaften nach §96 Abs.4 Satz 1 NSchG sind auch die Grundsätze und Maßstäbe der Bewertung und ihr Zusammenhang mit den Rahmenrichtlinien der Fächer zu erläutern.

 

Auszug aus: Die Arbeit in der Grundschule

Erl. des MK vom 3.2.04 – 301 – 31020 (SVBl. Nr.3/2004 S.85), geändert durch RdErl. v. 20.7.2005 – 32-31020 (SVBl. 9/2005 S.490) – VORIS 22410 –

Im 1. und 2.Schuljahrgang liegt der Schwerpunkt der Leistungsbewertung auf der unmittelbaren Schülerbeobachtung. Im Verlauf des 2.Schuljahrgangs kommen kurze schriftliche Lernkontrollen hinzu. Die Schülerleistungen werden durch mündliche und schriftliche Hinweise der Lehrkraft gewürdigt. Lernkontrollen und Leistungsbewertung sind notwendige Bestandteile des Unterrichts. Die Überprüfung der Lernfortschritte und der Lernergebnisse erfolgt durch kontinuierliche Beobachtung der Lernprozesse und durch den Einsatz mündlicher, schriftlicher und fachspezifischer Lernkontrollen. Dabei sind auch die unterschiedlichen Bedingungen zu beachten, von denen der Lernerfolg einer Schülerin oder eines Schülers abhängt. Lernkontrollen informieren über den Lernstand und Lernzuwachs der Schülerinnen und Schüler. Ihre Auswertung bildet eine Grundlage für individuelle Fördermaßnahmen, für Differenzierungsmaßnahmen und für Zeugnisse. Sie geben der Lehrkraft Auskunft über den Erfolg ihres Unterrichts und damit zugleich Hinweise für weitere unterrichtliche Maßnahmen.

6.5 In einem Schuljahrgang können fachbezogene verbindliche schriftliche Lernkontrollen auf der Grundlage landesweit einheitlicher Aufgabenstellungen und Bewertungsvorgaben geschrieben und bewertet werden. Das Nähere regelt die oberste Schulbehörde.

6.6 Schriftliche Arbeiten sind ein Teilbereich der notwendigen Lernkontrollen. Fachkonferenzen legen Bewertungsgrundsätze und – maßstäbe für schriftliche Arbeiten fest.

 

Berichtszeugnisse

Berichtszeugnisse sind auch in Klasse 1-4 der Förderschule Lernen rechtlich verbindlich. Da sie auf Beobachtungen und Bewertungen der Lehrkräfte beruhen, unterliegen sie auch in Bezug auf Objektivität, Validität und Reliabilität Einschränkungen. „Zumindest vom Anspruch her erfassen sie Leistungen differenzierter, ihre Aussagen lassen individuelle Besonderheiten besser erkennen und sie orientieren sich stärker am Lernfortschritt; darüber hinaus machen sie die Maßstäbe der Lehrperson und die Lernbedingungen deutlicher erkennbar. In der Realität werden Verbalgutachten diesen Anforderungen in vielen Fällen aber nicht gerecht.“( Brügelmann, H. u.a.: Sind Noten nützlich – und nötig,S.3)

Vorgefertigte Textbausteine können eine differenzierte Darstellung verhindern. Notwendig ist die Sensibilisierung für die Erwartungen und die Lesart der Eltern, die Entwicklung von fachdidaktisch begründete Kriterien für Leistungen in jeder Schule und ein ständiger Austausch zwischen den Kolleginnen über ihre Maßstäbe(vgl. Brügelmann, H. u.a.: Sind Noten nützlich – und nötig,S.3).

Arbeits- und Sozialverhalten. Auszug aus: Zeugnisse in den allgemein bildenden Schulen RdErl. d. MK v. 24.5.2004 -303-83203 (SVBl. 7/2004 S.305; ber. SVBl. 11/2004 S.505) – VORIS 22410 – Die Bewertung des Arbeitsverhaltens bezieht sich vor allem auf folgende Gesichtspunkte: Leistungsbereitschaft und Mitarbeit, Ziel- und Ergebnisorientierung, Kooperationsfähigkeit, Selbstständigkeit, Sorgfalt und Ausdauer, Verlässlichkeit.

Die Bewertung des Sozialverhaltens bezieht sich vor allem auf folgende Gesichtspunkte: Reflexionsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Vereinbaren und Einhalten von Regeln, Fairness, Hilfsbereitschaft und Achtung anderer, Übernahme von Verantwortung, Mitgestaltung des Gemeinschaftslebens. Die Klassenkonferenz trifft eine zusammenfassende Bewertung sowohl zum Arbeitsverhalten als auch zum Sozialverhalten. Dabei sind fünf Abstufungen in folgender standardisierter Form zu verwenden und durch Hervorhebung einzelner Gesichtspunkte zu ergänzen:

– „verdient besondere Anerkennung“,

– „entspricht den Erwartungen in vollem Umfang“,

– „entspricht den Erwartungen“,

– „entspricht den Erwartungen mit Einschränkungen“

– „entspricht nicht den Erwartungen“.

 

Zusammenfassung aus: Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen RdErl.d.MK v.4.10.2005-26-81631-05 VOBIS 22410 ( SVBL 11/2005,S.560)

Auch Schüler mit bes. Schwierigkeiten unterliegen in der Regel den für alle geltenden Maßstäben der Leistungsbewertung.

Vorrangige Möglichkeiten im Sinne eines Nachteilsausgleichs: Ausweitung der Arbeitszeit bei zu zensierenden Arbeiten; didaktische Hilfsmittel, Aufgaben an den individuellen Lernstand angepasst befristete Nichtbewertung der Rechtschreibleistungen bei schriftlichen Arbeiten in anderen Fächern.

Abweichungen von den Maßstäben der Leistungsbewertung: stärkere Gewichtung der mündlichen Leistungen (bes. Fremdsprachen); zeitweiliger Verzicht auf Bewertung von Lese –und Rechtschreibleistung bzw. Mathematik während einer Förderphase.

Formales: Entscheidung der Klassenkonferenz auf Antrag der Fachlehrkraft. Die Entscheidung muss regelmäßig überprüft werden und im Lernentwicklungsbericht und in den Zeugnissen vermerkt werden! (außer Abgangs- und Abschlusszeugnis) Abweichungen bei Rechenschwierigkeiten nur in der GS und im Primarbereich der Förderschule zulässig!

 

Zusammenfassung aus dem Erlass : Sonderpädagogische Förderung RdErl. d.MK v. 1.2.2005-32-81027 VORIS 22410 SVB L 2/2005 S.49: Allgemeiner Teil:

Aufbau und Sicherung der Leistungsbereitschaft durch differenzierte Leistungsanforderungen.

Die Leistungsbeurteilung orientiert sich am individuellen Lernfortschritt; Alter und Bildungsgang zunehmend an den Anforderungen des Lehrplans und des angestrebten Schulabschlusses.

Die Leistungsbeurteilung erfolgt punktuell und epochal. Es muss genügend bewertungsfreie Unterrichtsabschnitte geben.

Es können individuelle Lernziele bestimmt werden, die sich nach den Voraussetzungen und den curricularen Vorgaben richten. Die Bewertung der Leistung bezieht sich dann zunächst auf die individuelle Lernentwicklung im Hinblick auf die Ziele des Förderplans.

Verbale Beurteilungen vermitteln differenzierte Informationen.

Form und Anzahl der Leistungsfeststellungen und der Leistungsbeurteilung richtet sich nach den Vorgaben für die jeweilige Schulform und pädagogischen Erfordernisse

 

Aussage aus: Sonderpädagogische Förderung RdErl. d.MK v. 1.2.2005-32-81027 VORIS 22410 SVB L 2/2005 S.49 Unter Form und Anzahl der Leistungsfeststellungen und –beurteilungen im allgemeinen Teil: „…mündliches oder schriftliches Abfragen der Hausaufgabe…“

Aussage aus: Hausaufgaben an allgemein bildenden Schulen RdErl. d. MK v. 16.12.2004 – 33-82 100 (SVBl. 2/2005 S.76) – VORIS 22410 – „Hausaufgaben dürfen jedoch nicht mit Noten bewertet werden.“

 

2.8 Und zum Schluss

„Noten? Seien doch nicht so wichtig, sagten die Schüler und wiesen darauf hin, dass S.Brin und L.Page, die beiden Google-Gründer, auf eine Montessori-Schule gingen, in der es nie Noten gab. Ihrer Kreativität geschadet hat das nicht. Ihrer Leistung offenbar ebenso wenig.“    (Zeit vom 14.6.06.)

 

2.9 Literatur

Literatur: Zusammenfassung bzw. Zusammenstellung aus:

http://bebis.cidsnet.de/weiterbildung/sps/allgemein/bausteine.htm vom März 2004 und Homepage: B. Havemann/ Studienseminar Lg ( Archiv) INGENKAMP: Die Fragwürdigkeit der Zensurengebung. Weinheim 1995, 9. Auflage

BAMBACH / BARTNITZKY / VON ILSEMANN / OTTO (Hrsg.): Prüfen und Beurteilen. Zwischen Fördern und Zensieren. Friedrich Jahresheft XVI, Seelze 1996

PARADIES/WESTER/GREVING: Leistungsmessung und –bewertung. Berlin 2005

Brügelmann, H. u.a.: Sind Noten nützlich – und nötig? Kurzfassung unter www.grundschulverband.de vom 15.6.06

Furch,C.: Das pädagogische Problem der Leistung in der Schule. Weinheim 1967

Meyer, H./Vogt, D.: Schulpädagogik Bd.2.Carl von Ossietzky Universität. Zentrum für pädagogische Berufspraxis 1997.

Pädagogik 1/99 -7-8/99: Verschiedene Artikel zum Thema Leistung

Bildungskommission NRW: Zukunft der Bildung. Neuwied 1995, S. XIV

E&W Niedersachsen: 8/9 07, Zensurenbesprechung, S.10

Weidemann, B.: Angst vor guten Noten. Frankfurter Rundschau v. 18.08.08

http://www.lra-landsberg.de/staatliches_schulamt/Leistung-Gesamttext_ISB.pdf (Stand 2.11.09)

http://www.lra-landsberg.de/staatliches_schulamt/Alternative_Formen_der_Leistungsfeststellung.pdf

 

Erlasse: alles unter schure.de

Sonderpädagogische Förderung RdErl. d.MK v. 1.2.2005-32-81027 VORIS 22410 SVB L 2/2005 S.4

Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen RdErl.d.MK v.4.10.2005-26-81631- 05 VOBIS 22410 ( SVBL 11/2005,S.560)

Schriftliche Arbeiten in den allgemein bildenden Schulen Erl. d. Mk. v. 21. 10. 1997 — 306-83 201 (SVBl. S. 383)— VORIS 22410000000069 — 98.03/25

Zeugnisse in den allgemein bildenden Schulen RdErl. d. MK v. 24.5.2004 -303-83203 (SVBl. 7/2004 S.305; ber. SVBl. 11/2004 S.505) – VORIS 22410

Die Arbeit in der Grundschule Erl. des MK vom 3.2.04 – 301 – 31020 (SVBl. Nr.3/2004 S.85), geändert durch RdErl. v. 20.7.2005 – 32-31020 (SVBl. 9/2005

Hausaufgaben an allgemein bildenden Schulen RdErl. d. MK v. 16.12.2004 – 33-82 100 (SVBl. 2/2005 S.76) – VORIS 22410 –

 

Dank an:

1. Die Präsentation „Eine veränderte Bewertungspraxis“ wurde 2009 verfasst von: Denise Freiberg aus dem Pädagogischen Seminar 8 (Karsten Beernink)

2. Das  Lernskript zur „Leistungsfeststellung und Bewertung“ wurde 2009 verfasst von: Renate Dera, Leiterin des Pädagogischen Seminars 7, Studienseminar Lüneburg für das Lehramt für Sonderpädagogik

 

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