Zusammenfassung zum Erlass: Sonderpädagogische Förderung

von Regina Uhl:

Sonderpädagogische Förderung
I. 2 Sonderpädagogischer Förderbedarf

  • individuelle Förderbedürfnisse _ spezielle sopäd. Unterstützung und Intervention
  • ist gegeben, wenn die Kinder im Unterricht zusätzliche sopäd. Maßnahmen benötigen
  • ist individuell ausgeprägt
  • kann in versch. Schwerpunkten vorliegen


  • Emotionale und Soziale Entwicklung
  • Geistige Entwicklung
  • Hören
  • Körperliche und Motorische Entwicklung
  • Lernen
  • Sehen
  • Sprache


  • Grundlage: Festlegung von Förderschwerpunkt -> Lehrkraft mit speziellen sopäd. Kompetenzen -> kooperative Diagnostik
  • KI und JU = ganzheitliche Handelnde und Gestaltende in ihrem Umfeld
  • Verfahren zur Feststellung des sopäd. FB

I. 3 Ziele sonderpädagogischer Förderung

  • größtmögliche schulische und berufliche Eingliederung
  • weitestgehende selbstbestimmte und mitverantwortliche Teilhabe am Leben
  • selbstsständige Lebensgestaltung


sopäd. Förderung

  • berücksichtigt individuelle Entwicklungssituation
  • setzt an den Stärken und Voraussetzungen an
  • berücksichtigt Fähigkeiten, Erfahrungen, Interessen, Sorgen, Nöte, Belastbarkeit, Lernvermögen, Lerntempo und Motivation
  • Auseinandersetzung der KI und JU mit ihren Wünschen, Vorstellungen in Schule, Freizeit und Arbeitswelt
  • unterstützt die Sinn- und Wertorientierung

I. 4 Grundlagen der Förderung

  • individuelle Begabungen, Beeinträchtigungen und Benachteiligungen
  • Prozessorientierung
  • Ganzheitlichkeit
  • Zusammenhang der Entwicklungsbereiche Wechselwirkung: Ermittlung des FB <-> Festlegung der Fördermaßnahmen <-> erzieherisches Handeln
  • Förderdiagnostische Erkenntnisse = Grundlage der Gestaltung der Unterrichts- und Schulorganisation.
  • Förderplan _ Dokumentation der individuellen Lernentwicklung, Ergebnisse und weitere Förderziele _ jährlich festhalten
  • Erstellen der Förderplanung = Aufgabe aller beteiligten L + PM + M, Schü und E wirken mit
  • Schriftform
  • individuelle Förderplanung + curricularen Vorgaben = Grundlage für Klassenlehrpläne

I. 5 Aufgaben sonderpädagogischer Förderung

Sonderpädagogische Förderung unterstützt

  • Schülerinnen und Schüler ohne sonderpädagogischen Förderbedarf vorbeugend und pädagogisch begleitend in allen allgemeinen Schulen, um der Entstehung eines individuellen sonderpädagogischen Förderbedarfs entgegen zu wirken,
  • Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf in allen Schulen,
  • die Lehrkräfte der allgemeinen Schulen bei der Bereitstellung angemessener Förderangebote.

I. 6 Früherkennung und Prävention

  • frühestmöglicher Zeitpunkt
  • Fördermaßnahmen wohnortnah + interdisziplinär
  • L + Zusammenarbeit mit Eltern: Profil des individuellen FB
  • Fördermaßnahmen werden mit E abgestimmt


Zu vorbeugenden Maßnahmen gehören:

  • differenzierende Maßnahmen im Unterricht,
  • Einrichtung von Stütz- und Fördermaßnahmen auch in Kleingruppen oder als zeitlich begrenzte Einzelförderung,
  • umfassende dialogische Beratung von L und E,
  • Zusammenarbeit mit Beratungsdiensten,
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen,
  • Beratung mit Förderschulen

I. 7 Orte und Organisationsformen sopäd Förderung

  • sopäd. Förderung ist Aufgabe aller Schulen (Schulstufen und Schularten)
  • allg. Schule ist als Förderort anzustreben!
  • Unterstützung- und Beratungsangebote


sopäd Förderung in individuums- und systembezogenen Organisationsformen:

  • durch Maßnahmen Mobiler Dienste,
  • im Gemeinsamen Unterricht,
  • in Kooperationsklassen,
  • in Förderklassen mit dem Schwerpunkt Sprache,
  • in einer sonderpädagogischen Grundversorgung,
  • in Förderschulen.


Förderschule ist der geeignete Förderort, wenn die Fördermöglichkeiten der allg. Schule ausgeschöpft sind und eine sopäd. Förderung nicht oder nicht mehr gewährleistet werden kann.

I. 7.1 Mobile Dienste
 


  • in allen allg. bildenden Schulen
  • Prävention und Förderung
  • zielgleiche oder zieldifferente Förderung/Integration
  • für alle Förderschwerpunkte


Aufgaben der Mobilen Dienste

  • Hilfen bei der Ausstattung der Arbeitsplätze,
  • Beratung bezüglich der Gewährung von Nachteilsausgleichen,
  • Beratung hinsichtlich behinderungsspezifischer Hilfsmittel,
  • Ausstattung mit speziellen Lehr- und Lernmaterialien,
  • Auswahl und Bereitstellung schulischer Hilfsmittel,
  • Beratung und Unterstützung der Lehrkräfte im Umgang mit den Schü,
  • Information von L, Mitschü über spezielle Behinderungen,
  • Koordination der Förderarbeit.


I. 7.2 Gemeinsamer Unterricht

  • Klassen mit gemeinsamem Unterricht: inklusive Schü mit sopäd. FB
  • wohnortnah
  • erweiterte soziale Lernerfahrungen für alle Schü
  • gemeinsamer Unterricht: zieldifferent oder zielgleich
  • abhängig von
  • Voraussetzungen des Kindes
  • schulischen Bedingungen


  • FSP Lernen + FSP GE:
  • Grundschulen und in weiterführenden Schulen – zieldifferent
  • I-klasse:
  • Einzelintegration oder Gruppenintegration
  • Lehrerstunden für sopäd. FB
  • bei Bedarf: PM u./o. M
  • Erfüllung indivdueller Lernziele
  • Voraussetzung: personelle, sächliche und räumliche Rahmenbedingungen
  • Einrichtung I-Klasse:
  • Antrag der Schule, des Schulelternrates oder des Schulträgers
  • schriftlich bis 15.02. bei der Schulbehörde


I. 7.3 Kooperationsklassen

  • Zusammenarbeit zw. Förderschule + allg. Schule: feste, feirn, Vorhaben, Projekte, sowie Formen des gemeinsamen Unterrichts
  • Klassen von Förderschulen können an allen andren allgemein bildenden Schulen als Koopklasse geführt werden.
  • Vereinbarung über Zielsetzung und Inhalte der Kooperation
  • Koopklassen
  • gehören organisatorisch zur Förderschule
  • direkte räumliche Nähe –> intensive Zusammenarbeit

I. 7.4 Sonderpädagogische Grundversorgung 

  • sopäd. Grundversorgung der GS –> Wohnortnähe, Passung sopäd. Hilfen, Prävention
  • FSP Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache
  • Förderschulen stellen Lehrerstunden zur Verfügung
  • keine Überweisung in die Förderschule für diese FSP
  • intensive Zusammenarbeit der FschL + GS-L
  • beteiligten Schulen –> Förderkonzept:
  • gemeinsamer Unterricht
  • Unterricht in Fördergruppen
  • 2 FschL-Stunden pro Klasse
  • Förderschule und kooperierende Schulen entscheiden über Verteilung
  • Das Verfahren der Zuweisung von Förderschullehrerstunden für die sonderpädagogische Grundversorgung wird durch das Kultusministerium festgelegt.


I. 7.5 Förderschulen

In Förderschulen werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet und erzogen, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben und die entsprechende Förderung nicht in einer allgemeinen Schule erhalten können.

I. 7.5.2 Bezeichnungen
Förderschulen 
können geführt werden als

  • Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung,
  • Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung,
  • Förderschule mit dem Schwerpunkt Hören (Schwerhörige, Gehörlose),
  • Förderschule mit dem Schwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung,
  • Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen,
  • Förderschule mit dem Schwerpunkt Sehen (Sehbehinderte, Blinde),
  • Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache,
  • Förderschule mit den Schwerpunkten Hören/Sehen (Taubblinde).

I. 7.5.2 Übergang von der Förderschule zur allgemeinen Schule

  • ein Ziel der sopäd FB in Förderschulen: Vorbereitung der Schü auf einen Übergang in die allgemeine Schule
  • Auf Durchlässigkeit zu anderen Schulen ist zu achten.


I. 7.5.3 Aufgaben der Förderschule sind

  • Unterricht und Erziehung für Schü der Förderschule,
  • Beratung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen mit sopäd FB in allgemeinen Schulen und in Risikolagen,
  • Beratung und Unterstützung wichtiger Personen des Umfelds der jungen Menschen, vor allem der Lehrkräfte, der ErzieherInnen und der Erziehungsberechtigten,
  • Zusammenarbeit mit anderen schulischen und außerschulischen Einrichtungen.

I. 8 Prinzipien sopäd. Förderung

I. 8.1 Didaktische Prinzipien 

  • Geborgenheit und Zuwendung, Anerkennung und Wertschätzung
  • Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  • Förderung der Leistungsbereitschaft u. –fähigkeit
  • Lernfreude und Lebensmut
  • zielstrebiges Lernen
  • Eigenverantwortlichkeit und Partnerschaft
  • Aneignung von Normen und Strukturen
  • Rücksichtsnahme und Hilfsbereitschaft
  • Einübung prosozialem Verhalten

Kennzeichen des Unterrichts:

  • Lebensbedeutsamkeit
  • Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
  • Ermuntern und Ermutigen, Zumuten und Zutrauen
  • motivierende Sachverhalte und problemhaltige Aufgabenstellungen
  • anregungsreiche Materialien und handelndes Erschließen
  • Differenzierung, Individualisierung und gemeinsame Arbeit in der Lerngruppe

I. 8.1 Organisatorische Prinzipien 

  • fächerübergreifendes Denken
  • Vielfalt und Offenheit differenzierter und flexibler Lernangebote
  • innere Differenzierung durch
  • unterschiedliche Niveaus der Anforderungen
  • Variation des Lerntempos, der Lernschritte, der unterschiedlichen Phasen des Übens und Festigens, der Aktions- und Sozialformen
  • das Maß an Hilfen


  • Lernen und Leben in der Gruppe _ Förderung der Fremd- und Selbstwahrnehmung, Einüben von Konfliktbewältigung
  • offene Unterrichtsformen: Tages- u. Wochenplanarbeit, Arbeit an Stationen, Freiarbeit, Projekt- u. Werkstattunterricht
  • Lernen in Lehrgängen
  • Schulkonzept: Arbeits- und Förderpläne _ Basis: Vorschriften für jeweilige Schule
  • Fächer-, klassen- u. jahrgangsübergreifende Organisation
  • wirklichkeitsnahe und lebensbedeutsame Auseinandersetzungen u.a. durch
  • Ausstellungen u. Aufführungen,
  • Arbeitsgemeinschaften
  • Unterrichtsgänge und Aufsuchen außerschulischer Lernorte
  • Versuche und Experimente
  • Rollenspiele, darstellendes Spiel
  • Fallstudien
  • Planspiele
  • Wandertage, Schullandaufenthalte, Klassenfahrten, Jugendwaldeinsätze
  • Zusammenarbeit mit Kirchen, Vereinen u. anderen Organisationen
  • Betriebserkundigungen u. -praktika
  • Projekttage

I. 9 Einsatz von Medien

Die Medien sollen

  • Motivation für die inhaltliche Auseinandersetzung wecken,
  • Differenzierung und Individualisierung unterstützen,
  • Selbstkontrolle ermöglichen,
  • für spezifische Beeinträchtigungen Hilfestellungen geben.


Die Medien sollen

  • aus der Lebenswelt der Schüler kommen,
  • möglichst alle Sinne ansprechen.



I. 10 Schule als Erfahrungs- und Lebensraum

  • anregende Klassenraum- und Schulgestaltung
  • entspannte Lernatmosphäre
  • Schule = Lebens-, Lern- Handlungsraum
  • schuleigene Rhythmisierung der Abläufe
  • Rituale und Regeln
  • Formen sinnvolle Rhythmisierungen
  • gleitender Tagesbeginn
  • Gliederung des Schultages in Zeitblöcke unterschiedlicher Dauer
  • Morgen- u. Wochenschlusskreise
  • Ruhephasen
  • gemeinsame Mahlzeiten
  • Tages- u. Wochenpläne

I. 11 Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern

  • Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten:
  • Planung von Unterricht
  • Gestaltung des Schullebens
  • Pausen- und Freizeitgestaltung
  • Schülervertretung
  • Vorbereitung von Mahlzeiten und Festen

I. 12 Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten

  • vertrauensvolle, partnerschaftliche u. intensive Zusammenarbeit
  • gegenseitiges Informieren
  • Erziehungsberechtigte als Experten
  • Unterstützung von Erziehungsberechtigten


durch

  • Elternabende
  • Teilnahme der Erziehungsberechtigten an Schulveranstaltungen
  • Beratungsstunden für Erziehungsberechtigte
  • Besuche der Lehrkräfte im Elternhaus
  • Verständigung über weiterführende Hilfen


I. 13 Vernetzung der sopäd. Förderung

  • Förderschulen vernetzen sich mit
  • mit allen Schulen ihres Einzugsgebietes einschl. BBS
  • Gesundheits-, Sozial- u. Jugendämter
  • schulpsychologischen, schul- u. fachärztlichen Diensten
  • Institutionsambulanzen
  • Einrichtungen der Frühförderung
  • Erziehungsberatungsstellen
  • Kirchen, Vereinen u. Einrichtungen des öffentl. Lebens
  • Polizei und Justiz
  • Arbeitsverwaltung, Kammern u. Betrieben

I. 14 Therapeutische Maßnahmen

  • Der Unterricht bei Schülern mit sopäd FB mit dem Schwerpunkt Geistige oderKörperliche und motorische Entwicklung wird durch therapeutische Maßnahmen unterstützt und ergänzt.
  • Förderung und Erhaltung körperliche und motorischer Funktionen
  • unterrichtsimmanente Förderung
  • enge Zusammenarbeit der L, therapeutischen Fachkräften und Erziehungsberechtigten

I. 15 Leistungen, Zensuren und Zeugnisse, Abschlüsse

  • Bei der Leistungsbeurteilung die individuelle Entwicklungssituation beachten.
  • zunehmend Leistungsanforderungen vermitteln
  • differenzierte Leistungsanforderungen _ Aufbau u. Sicherung von Bereitschaft zur Leistung
  • Leistungsfeststellung u. Leistungsbeurteilung orientieren sich
  • am individuellen Lernfortschritt
  • am Alter und Bildungsgang
  • zunehmend an den Anforderungen des Lehrplans und
  • des angestrebten Schulabschlusses
  • Form u. Anzahl der Leistungsfeststellung
  • Vorgaben der jeweiligen Schulform und
  • pädagogische Erfordernisse
  • mündliche, schriftliche und praktische Leistungsfeststellung
  • Beiträge zum U-gespräch, Erzählen und Berichten, mündliche oder schriftliche Überprüfungen, schriftl. Übungen zur Sicherung der Ergebnisse, praktische Arbeiten im musisch-künstlerischen Bereich, usw.
  • Arbeitsformen müssen im Unterricht geübt worden sein
  • unterrichtsbegleitende Beobachtung
  • punktuelle und epochale Leistungsbewertung
  • Unterricht muss genügend bewertungsfreie Abschnitte enthalten

I. 15.1 Leistungsbeurteilung

  • Leistungen werden nach dem Grad des Erreichens von Lernanforderungen beurteilt.
  • Beurteilung berücksichtigt
  • die Lern- und Leistungsfähigkeit der Schüler,
  • ihre Leistungsbereitschaft und
  • ihren individuellen Lernfortschritt
  • Wenn erforderlich,_ individuelle Lernziele
  • Beurteilungen stellen eine Hilfe und eine Orientierung zur Selbsteinschätzung
  • Kriterien für Beurteilungen zunehmend im Unterricht erarbeiten
  • Persönliche Anstrengungen und Fortschritte grundsätzlich würdigen u. anerkennen
  • Ziffernbenotungen können durch schriftliche Beurteilungen ersetzt werden
  • differenzierte Informationen über Lern- und Leistungsstände, aber auch Sozial- und Arbeitsverhalten
  • Für den Erwerb schulischer Abschlüsse gelten für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Bestimmungen der Verordnung über die Abschlüsse im Sekundarbereich I.

I. 15.2 Hausaufgaben 

  • Unterrichtsphasen der Übung, Wiederholung, Vertiefung oder Vorbereitung
  • Hausaufgaben so stellen, dass Schü ohne Hilfe sie lösen können.
  • Art, Umfang und Schwierigkeitsgrad entsprechend anpassen
  • tägliche Gesamtbelastung berücksichtigen
  • angefertigte Hausaufgaben werden im Unterricht besprochen u. überprüft.
  • An Förderschulen mit Ganztagsunterricht ist in der Regel von Hausaufgaben abzusehen.

I. 16 Besondere Regelung für den Schulbesuch

  • Verlängerung der Schulbesuchszeit von 12 Jahren, wenn
  • Aussicht besteht, dass ein Schüler dadurch den Abschluss an dem von ihr oder ihm besuchten Förderschultyp erreichen kann,
  • bei Beendigung der Schulpflicht die Schule weniger als neun Jahre besucht wurde,
  • bei Schüler mit sopäd. FB mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung die weitere Förderung pädagogisch begründet werden kann.
  • Verlängerung der Schulbesuchszeit über das 21. Lebensjahr hinaus, wenn
  • Schüler mit sopäd.FB mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres auf deren Antrag oder auf Antrag ihres Betreuers nur in Ausnahmefällen genehmigt werden, wenn
  • aufgrund eines pädagogischen Gutachtens einer weiteren Förderung an der Schule eindeutig der Vorzug vor einer Eingliederung in die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen zu geben ist,
  • die personelle, räumliche und sächliche Ausstattung der Schule eine Verlängerung zulässt.

I. 17 Nachteilsausgleich 

  • Schüler mit erheblichen Beeinträchtigungen
  • in der Sprache,
  • n der Motorik,
  • in der Sinneswahrnehmung
  • und mit psychischen Belastungen
  • können die äußeren Bedingungen für mündliche, schriftliche oder praktischeLeistungsfeststellungen verändert werden.
  • qualitativer und quantitativer Veränderungen, insbesondere durch
  • zusätzliche Bearbeitungszeit und zusätzliche Pausen,
  • Verwendung spezieller Arbeitsmittel oder technischer Hilfsmittel,
  • personelle Unterstützung,
  • alternative Präsentation von Aufgaben und Ergebnissen,
  • alternative Leistungsnachweise, zum Beispiel mündlicher statt schriftlicher Leistungsnachweis
  • Unterrichtsorganisatorische Veränderungen,
  • individuelle Leistungsfeststellung in Einzelsituationen.

I. 18 Einsatz und Qualifikation des Personals

  • Aufgaben sopäd. Förderung:
  • Diagnostizieren,
  • Erstellen von individuellen Förderplanungen,
  • Durchführen und Auswerten von Fördermaßnahmen,
  • Beraten,
  • Unterrichten,
  • Erziehen und Beurteile


  • wissenschaftlich ausgebildete Lehrkräfte
  • sozialpädagogisch und medizinisch-therapeutisch qualifizierte Fachkräfte


  • grundlegende Kenntnisse über Wirkungszusammenhänge von Beeinträchtigungen und Behinderungen, ihre Erscheinungsformen und mögliche psychosoziale Zusammenhänge und Auswirkungen,
  • didaktisch-methodische und kommunikative Fähigkeiten


  • Teamsitzungen, Beratungen, Hospitationen, Fortbildungsveranstaltungen, Weiterbildungsmaßnahmen und Supervisionen

I. 19 Weiterentwicklung des Systems der sopäd. Förderung

  • wandelnden Schülerschaft
  • unterschiedliche regionale Ausprägungen des Systems der sopäd. Förderung.
  • Bei der Weiterentwicklung der Systeme sopäd. Förderung vor Ort oder in der Region vor allem berücksichtigen:
  • der Anspruch jeden Schülers mit sopäd. FB auf eine angemessene

individuelle Förderung,

  • die Zielvorgabe des gemeinsamen Unterrichts und der gemeinsamen

Erziehung von Schülern mit sopäd. FB mit anderen Schülern.

  • vielfältige offene und flexible Organisationsformen entwickeln fortschreiben
  • Berücksichtigung von lokalen und regionale Voraussetzungen und Bedingungen
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