Geschichte

1. Die Begründung des Vorhabens und Anfangsjahre – die „Glasbläserschule“

Die Schule entstand im Zusammenhang mit einem umfangreichen Städtebauprojekt im Norden der Stadt. Der Glasfabrikant Heye plante eine neue Glasfabrik mit eigener Siedlung für seine Arbeiter mit Häusern, Wohnungen sowie Kaufmannsladen und Badeanstalt.

Obwohl in der Stadt ein relativ umfangreiches schulisches Angebot schon bestand, bot es sich doch an, für die oft kinderreichen Glasmacherfamilien eine eigene Schule zu errichten.

Die Kinder der Glasmacher, mit denen Heye seinen Betrieb aufbaute, wurden in die erste Bürgerschule eingeschult. Infolge der großzügigen Anlage der Hütte setzte bald die Erweiterung ein. Mit der Einstellung stets neuer Arbeitskräfte wuchs die Kinderzahl so stark, dass sich die Verhältnisse an der Schlossplatzschule ständig verschlechterten. Die Schule war überfüllt. Heye bot deshalb an, eine eigene Schule für die Kinder seiner Glasarbeiter einzurichten und dann dem Nienburger Schulvorstand zur freien, kostenlosen Benutzung zu überlassen.

„So viel mir bekannt geworden, leiden gerade die unteren Klassen der hiesigen Volksschule an Überfüllung und da außerdem jetzt im Bau begriffene Arbeiterwohnungen für 16 Familien, im Laufe der nächsten zwei Jahre noch Wohnungen für 40 Familien allein von der Glasfabrik erbaut werden, muss man also bei Zeiten an Erweiterung denken“.

Heye, der mit dieser Schule den Abgrenzungsphänomen der Glasmacher entgegenkommen wollte, stellte einen entsprechenden Antrag, der vom Magistrat der Stadt mit dankbarer

Verwunderung aufgenommen wurde. Die Stadtväter unterstützten Heyes Eingabe an die kirchliche Schulverwaltung und – aufsicht.

„Da Herr Geheimer Kommerzienrat Heye und Direktor Himly schon lange wünschten, den Kindern der Glasmacher die Schulwege zu verkürzen, so setzen sich die gnädigen Herren mit dem Schulvorstand in Verbindung, um die Neueinrichtung von Klassenzimmern den Kindern vor dem Norderthore zugute kommen lassen“.

Heye beauftragte den Architekten Fiedler, am Drakenburger Wege eine neue, vierklassige Schule mit zwei Lehrerwohnungen zu bauen. Das Projekt kostete mit Innenausstattung 80 000 Mark, wobei das 495 qm große Grundstück nicht berücksichtigt ist. Die Größenordnung dieser Summe wird einigermaßen deutlich, wenn man weiß, dass Lehrer Harms für seine Lehrtätigkeit neben freier Wohnung und „Feueräquivalent“ jährlich 1000 Mark verdiente.

Trotz aller Anstrengungen gelang es nicht, den Bau rechtzeitig fertig zustellen. Vom Januar 1884 bis Ostern 1884 musste Harms mit den ersten 67 Kindern vorübergehend in einem Privathause Heyes unterrichten.

Am 30. Juni 1884 wurde das Gebäude dem Schulvorstand übergeben, der sich verpflichten musste, das Haus ausschließlich für Schulzwecke zu benutzen.

Absichtliche Beschädigungen durch die Schulkinder musste der Magistrat ersetzen, normale Instandsetzungskosten bezahlte Heye, der berechtigt war, ohne vorherige Ankündigung die Schule zu inspizieren.

Der Firmengründer übernahm für die ersten zehn Jahre auch noch Reinigungs- und Heizungskosten und zahlte fünf Jahre lang für jeden neu eingestellten Lehrer jährlich 200 Mark in die Stadtkasse. Damit verbunden war das Recht zur Hospitation und die Firmenleitung wurde auch angehört bei der Auswahl der Lehrer.

Auf Kosten der Glashütte erhielten die Mädchen zweimal wöchentlich gesonderten Handarbeitsunterricht. Später- im 1. Weltkrieg- zahlte sich dieser Unterricht in ungeahnter Weise aus, als viele alleinstehende Frauen der Glasarbeitersiedlung mit Handarbeit ihrenLebensunterhalt sichern konnten.

Schon im Herbst 85 umfasste das neue Schulsystem vier Klassen mit vier Lehrern. Das Schulgeld richtete sich nach den Sätzen der

1. Bürgerschule.

Januar 84 67 Schüler Herbst 84 148 Schüler

Ostern 84 101 Schüler Herbst 85 216 Schüler

Ostern 86 244 Schüler Ostern 88 277 Schüler

Ostern 87 266 Schüler Ostern 89 291 Schüler

Die rasante Entwicklung der Schülerzahlen spiegelt den Aufschwung der Glashütte wieder.

Ostern 1890 zählten die beiden unteren Klassen allein 114 Schüler. Obwohl man eine weitere Lehrkraft einstellten und durch Umbau ein weiteres Klassenzimmer ewann, gab es keine

Entlastung. Der Schulvorstand hatte nämlich, wegen der Schließung der 2. Bürgerschule, den Schulbezirk um den Großen – und Kleinen Drakenburger Weg bis zur Sandstraße (Rohrsener Str.) erweitert.

Heye zog die notwendige Konsequenz, als er mit dem Schulvorstand am 18. Juni 91 einen Vertrag abschloss, nachdem nur noch Kinder in die Nordertorschule aufgenommen werden durften, deren Väter auf der Heyeschen Glasfabrik arbeiten.

Die daraus resultierende Verbesserung der Situation wurde schon zwei Jahre später von den steigenden Schülerzahlen ein – und überholt, eine weiter Klasse – inzwischen die sechste – musste eingerichtet werden. Da kleine Klassenraume mehr vorhanden war, ließ Heye einen Raum in der früheren alten Essigfabrik mbauen. Vier Jahre danach beendete der Ausbau der zweiten Lehrerwohnung diesen „unerträglichen“ Zustand.

2. Die Schule nach der Kommunalisierung

Im Zuge der Kommunalisierung des Schulwesens übernahm 1895 die Stadtverwaltung sämtliche Rechte und Pflichten bezüglich aller Volksschulen in Nienburg. Der alte Schulvorstand löste sich auf.

Die veränderte Rechtsposition erforderte auch einen neuen Nutzungsvertrag, dessen Geltungsdauer auf 10 Jahre festgelegt war. „Nach Ablauf derselben war jeder Partei ( Heye -Stadt ) jeden Schuljahres mit zweijähriger Kündigungsfrist aufzukündigen“.

Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der Schule war die neue Bestimmung, dass die Nordertorschule zwar ausschließlich für die Kinder der im Heyeschen „Etablissement „beschäftigten Beamten und Arbeiter bestimmt sei, die Stadtgemeinde jedoch das Recht habe, im Fallen „eines Sinkens der Gesamtschülerzahl in zwei aufeinander folgenden Jahren unter den Durchschnittssatz von 50 Kindern pro Klasse die Gesamtzahl der Kinder auf diesen urchschnittssatz durch Überweisung anderer städtischer Schulkinder zu ergänzen“.

Die Kinder der Arbeiter der Wilhelmshütte (= örtliches „Konkurrenzunternehmen“) waren ausgeschlossen. Wirtschaftliche Depression und der Einsatz der Owensmaschine ließen die Klauselsituation Ostern 1901 zum ersten Male eintreten. Die städtische „Schuldeputation“ überwies die schulpflichtigen Kinder des Großen Drakenburger Weges nördlich des Schulgrundstückes bis zur Hüttenstraße. Es muss sich daher hauptsächlich um Kinder gehandelt haben, deren Väter auf der chemischen Fabrik arbeiteten, welche hier Arbeiterwohnungen besaß.

Der Vertrag lief stillschweigend weiter und wurde 1921 sowie 1933 mit Fritz Heye ohne wesentliche Ãnderungen erneuert. Nach Stilllegung der Heyeschen Glashütte wurden die Vereinbarungen auf unbegrenzte Zeit außer Kraft gesetzt, da ja die Firma kein Interesse mehr daran haben konnte, dass nur noch Glasarbeiterkinder die Schule besuchen dürften.

Die weitere Zuweisung von Kindern verstärkte das Problem des Schulhofes, der sich zur Zeit des Inkrafttretens der Klausel immer noch gegenüber der Schule im so genannten „Kaisergarten“ befand. Die Lehrer fühlten sich kaum in der Lage, angesichts des „starken Verkehrs auf dem Drakenburger Wege“ die Aufsicht ordnungsgemäß durchzuführen.

Heye besaß hinter dem Schulgebäude eine große Parzelle, die sich ideal zur Lösung des Problems anbot.

Die Erweiterung der Fabrik wurde durch die Hüttenstraße stark beeinträchtigt, da diese das Fabrikgelände als öffentliche Straße voll durchquerte. Der Bau der wichtigen Wanne 7 für Maschinenbetrieb jenseits der Straße wäre ohne Tunnelanlage oder Hochbahn kaum zufrieden- stellend durchzuführen. Entsprechende Pläne waren auch bereits eingereicht und von der Stadt abgelehnt worden.

Die Not der Schule kam deshalb gerade recht. Heye wollte das Grundstück hinter der Schule nur zur Verfügung stellen, wenn ihm gleichzeitig ein entsprechendes Areal zum Tausch geboten und vor allem die Hüttenstraße aufgehoben würde. Die Stadtväter hielten diese Forderung für überzogen und ließen sich deshalb nicht darauf ein. Die Hüttenstraße galt als wichtigster Zufahrtsweg zur Nienburger Industrie; man konnte (durfte) sie nicht aufgeben.

Der Vorgang wiederholte sich. Die Fortsetzung des Schulvertrages, der Bau einer Turnhalle und der Erweiterungsbau nach Schließung der Willhelmshüttenschule gaben der Glasfabrik immer wieder vergeblich Anlass, die Schließung der Hüttenstraße als Gegenleistung zu fordern.

Heye überließ der Schule das fragliche Gelände doch noch, zunächst sogar unentgeldlich, dann gegen 100 Mark Pacht. Es dient bis heute als Schulhof, der Kaisergarten wurde zu einem kleinen Spielplatz, den von Heye gepflanzten Eichen umrahmen. Das Kaiserdenkmal, das Heye gestiftet hatte und das dem Platz seinen Namen gab, existiert nicht mehr.

Die vergleichende Schülerstatistik des Schuljahres 1897/98 zeigt die Bedeutung der Nordertorschule zum Ende des vorigen Jahrhunderts innerhalb der Nienburger Volksschulen:

Schule Schülerzahl

Nordertorschule 414

Bürgerschule (Schlossplatz) 435

Bürgerschule (Kirchplatz) 381

Leintorschule 315

Im gleichen Schuljahr drückte die Schülerzahl so sehr, dass die Einrichtung weiterer Klassen-zimmer in den ehemaligen beiden Lehrerwohnungen erforderlich wurde, was wiederum von Heye finanziert wurde.

Der Streik des Jahres 1901 erschütterte auch das Schulleben. Da viele Familien gezwungener-maßen aus Nienburg fortzogen, sank die Schülerzahl im Streikjahr auf 263. Lehrer Harms beklagt im Frühjahr 1901 auch die verständliche Unruhe bei den Kindern: „… einmal folgten die Kinder nicht dem Unterricht mit der nötigen Aufmerksamkeit und zum anderen werden sie auch durch die häuslichen Verhältnisse zum Schulbesuch nicht stark angehalten. Da die Glasmacher auch mit der Einstellung der Arbeit die Wohnung räumen mussten, kam es dazu, dass viele Familien auf das Land zogen, wodurch die Schülerzahl … auf 344 (zunächst) sank“.

Wegen der weiter gewordenen Schulwege musste der Nachmittagsunterricht völlig eingestellt werden.

Kommerzienrat Heye gestattete den Kindern den Besuch „seiner“ Schule bis Ostern. Dies mag als Zeichen dafür gelten, dass er mit einem baldigen Ende des Streikes rechnete. Als der Streik

aber zum Schuljahresbeginn doch noch andauerte, durften nur noch 263 Schüler die Schule besuchen. „………..mehrere Jahre erforderlich, um den entstehenden Rückgang zu beseitigen“.

Die Notunterbringung der Glasmacherfamilien in der Stadt und deren Umgebung führte zu ständigen Wohnungswechseln; Lehrer und Kinder konnten kaum mehr arbeiten.

Mit Ausbruch des Generalstreikes am 27. Juli 1901 fiel der Schule, eine weitere schwere Aufgabe zu, als finnische und russische Arbeiter auf der Fabrik eingestellt wurden“. 35 Kinder dieser Arbeiter belasteten den Unterricht , da sie kaum oder gar nicht Deutsch sprachen.

Die Schulchronik berichtet darüber hinaus von einem ganz anderen, interessanten Sprach-phänomen. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts sprachen die Nienburger aufgrund ihrer niedersächsischen Abstimmung in €žmittleren und Arbeiterkreisen-Plattdeutsch.

Infolge des Zuzugs der Glasmacher aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands hörte man in Verbindung mit dem Hochdeutschen die verschiedensten Mundarten. Diese verschmelzen nach und nach zu einem besonderen Idiom, das man wohl als `Hüttensprache` gekennzeichnet hat. „Es bildet …. ein großes Hindernis beim Sprachunterricht in der Volksschule!“.

Auch nach Streikende (18.9) erreichte die Schülerzahlen nicht gleich wieder die alte Stärke.

Schon während des Arbeitskampfes hatte die Glasfabrik neue Maschinen (Halbautomaten ,Typ Severin ) aufgestellt, so dass weniger Arbeiter gebraucht wurden. Eine völlig andere Auswirkung des Streikes auf das schulische Klima findet man ebenfalls bei Harms, der 1901 schreibt: „… gerade in der Nordertorschule haben die Lehrer die heilige Pflicht, bei jeder passenden Gelegenheit in den Kindern die Liebe für Kaiser und Vaterland zu erwecken, um auf diese weise der sozialistischen Gesinnung, welche unter den Fabrikarbeitern immer mehr um sich greift, nach Kräften entgegen zu arbeiten!“.

Ein zweite bedeutende Erweiterung des Schulbezirkes erfolgte nach der Auflösung der Willhelmshüttenschule 1926/27. Schon vorher einmal, von 1917 bis 1919, hatte man die Willhelmshüttenschule infolge der Kriegswirren auf die Nordertorschule überwiesen, übrigens mit Einverständnis Fritz Heyes.

Die Schüler der Willhelmshüttenschule konnten jedoch erst untergebracht werden (1927), als sich die Glasfabrik nach längeren Verhandlungen (Hüttenstraße! ) bereit erklärte, das Dach-geschoss um ~ und auszubauen, wodurch zwei weitere Klassenräume entstanden.

Die Sparkasse gab auf Anweisung des Magistrates der Firma Heye ein Darlehen,

mit dem der Umbau finanzierte wurde. Die alte Ausschlussklausel für die Abeiterkinder der Willhelmshütte wurde wegen Hinfälligkeit aufgehoben. Erst 1949 ging die Schule durch Kauf vom Rechtsnachfolger Heyes in das Eigentum der Stadt über.

3. Änderungen in der frühen Schülerstruktur

Die Entwicklung der Schule steht im engen Zusammenhang mit dem technischen Fortschritt in der Glasindustrie. Die Schülerstammliste spiegelt die Veränderungen wieder, und zwar im Anteil der aufgenommenen Glasmacherkinder pro Klasse oder Jahrgang sowie in den Berufswünschen der Abgänger. Der Schwerpunkt verlagert sich und stärkt jahrzehntelang das übergreifende, örtliche Handwerk.

In den Geburtsjahrgängen 1907/08 bis etwa 1910/11 – also den Einschuljahrgängen 1914 bis 1917 – findet man nahezu 70% Glasmacherkinder in den Klassen.

Ab Geburtsjahrgang 1933/34, schulpflichtig im Jahre 1940, sind es endgültig weniger als 10%. In den dazwischen liegenden Jahren zeigen sich einige Höhen und Tiefen, insgesamt dominiert jedoch die abfallende Tendenz. Lediglich im Zusammenhang mit der bevorstehenden Auflösung der Willhelmshüttenschule wird noch einmal ein Maximum deutlich.

Ähnliches lässt sich bei den Berufswünschen der Schulabgänger beobachten. Allerdings wird hier die 10% Grenze für das Berufsziel „Glasmacher“ schon Mitte der zwanziger Jahre erreicht. Außerdem ist dabei zu bedenken, dass ab 1923 die entlassenen Schüler offenbar nur als Hilfsarbeiter eingestellt wurden. Deutliche Einbrüche in die Familientradition brachte die Owensmaschine bereits vor dem 1. Weltkrieg. Das Maximum im Kriegsjahr 1915 lässt sich wohl dadurch erklären, dass viele Glasbläser als Soldat ihre Pflicht tun mussten und deshalb Fachkräfte fehlten.

Die Anzahl der Kinder, die aufgrund des Vertrages von 1897 zusätzlich – zu den Glasmacher-kindern- aufgenommen werden mussten, konnte in dem Maße steigen wie die Zahl der Glasarbeiterkinder abnahm. Das bedeutete natürlich eine starke Belastung der Schlossplatz-schule einerseits und die langsame Umwandlung der „Glasmacherschule“ in eine allgemeine, öffentliche Schule mit eigenem Schulbezirk andererseits. Dieser Prozess war bei der Schließung des Heyeschen Betriebes 933 schon abgeschlossen; die Stilllegung hatte darauf keinen Einfluss mehr.

Auch die Schulbezirkserweiterung durch den Bereich der Wilhelmshüttenschule (= konkur-rierendes Siedlungsprojekt der zweiten Nienburger Glashütte) konnte daran nur kurzfristig etwas ändern.

Immer weniger Familienvorstände arbeiten als Glasbläser in den (beiden) Fabriken; die meisten „Glasmacherväter“ geben in den dreißiger Jahren als Berufsbezeichnung bereits den „Maschinen-führer“ oder den „Maschinenglasmacher“ an.

4. Die Entwicklung der Nordertorschule seit 1965.

-1- Um ~ und Erweiterungsbauten:

Die bedeutendsten, baulichen Veränderungen aus der Nachkriegszeit bestehen zweifellos in der zweiphasigen Erweiterung der Jahre 1965 bzw. 1967 sowie der 2. Turnhalle in 1984. All das war wegen der starken Ausdehnung und verdichtenden Bebauung des Nordertorviertels in den Gebieten Körnerstraße, Martinsheide und Ahornbusch/Grevengrund unumgänglich geworden.

Im neuen „Jahrtausend“ (2000 +) wurden mehrere- zwischenzeitlich aufgelaufene, bauliche oder auch instrumentale Mängel durch die Schulleitung beseitigt, dazu gehören v.a.

a) Renovierung der Pausenhalle einschließlich der Korridore zu den Klassenräumen unter besonderer Berücksichtigung aktueller Brandschutzvorschriften (= Zwischentüren)

b) Komplette Renovierung der Toilettenanlage für Schüler/Schülerinnen und Lehrer/Lehrerinnen + WC für Behinderte.

c) Im September 2009 feiert die Schule das 125 -jährige Bestehen (siehe Schaltfläche „Veranstaltungen“).

-2- Bildungsauftrag

a) Das Bildungsangebot erfuhr 1976 eine besondere Erweiterung; seitdem können qualifizierte Schüler/innen über die Klasse 10 den Realschulabschluss erwerben. In der Regel gehört zur Klasse 10 auch das besondere Erlebnis der einwöchigen Klassen~ und Studienfahrt nach London oder Prag(einzige Voraussetzung – die Eltern/Erziehungsberechtigten stimmen zu).

b) Durch die Auflösung der niedersächsischen Orientierungsstufe bedingt, sind alle Jahrgänge von Klasse 1 bis 10 vor Ort, also auch die Klassen 5 und 6.

c) Die Nordertorschule ist besonders stolz das Qualifikations-Siegel >Ausbildungsfreundliche Schule< – sozusagen „die Hausaufgabe“ insbesondere einer Hauptschule, die wir gerne und weitestgehend erfüllen.

3- Ausstattung 

Die Fachbereiche Hauswirtschaft, Musik, Naturwissenschaften, Neue Medien (Computer) und Sport erfüllen ganz sicher gehobene Ansprüche. Darüber hinaus gibt es sehr moderne Kopier~ und Vervielfälltigungsmöglichkeiten.

4- Zukunftsaussichten

Zum Schuljahr 2013/2014 richtet die Stadt nach langer Diskussion eine IGS ein, wodurch sich die örtliche Schullandschaft mittelfristig erheblich verändern wird.

Fortsetzung der Chronik – Stand:  März 2017

(Matthias Jentsch, Rektor, kommissarischer Schulleiter):

Die Nordertorschule ist seit dem 01.08.2016 durch Verlagerung des abschmelzenden Hauptschulzweigs an die ebenfalls abschmelzende GHS Leintorschule erstmalig seit ihrer Gründung eine reine Grundschule. In Nienburg sind inzwischen eine IGS (Landkreis) und eine OBS-Z (Stadt) entstanden, die neben den beiden Gymnasien und der privaten Rahn-Realschule die Schülerinnen und Schüler ab Kl.5 aufnehmen.

Durch die strukturelle Veränderung bedarf die (dauerhaft zweizügig geplante) Nordertorschule –  Verlässliche Grundschule – Offene Ganztagsschule – einer grundlegenden Neuorientierung und Anpassung/ Neufassung des Schulprogramms.

Die Standortfrage ist nicht abschließend geklärt. Fraglich ist es, ob das erklärte Ziel von Kollegium und Elternrat – Verbleib am historischen Standort und Sanierung des (in seiner jetzigen Form zu großen) Gebäudes –  vom Schulträger erfüllt wird oder ein Umzug in ein anderes Gebäude erfolgt. Durch die fehlende Klärung der Standortfrage herrscht Unsicherheit bei Lehrkräften und  Eltern und es erfolgen seitens des Schulträgers keinerlei Investitionen für notwendige Erneuerungen/ Reparaturen am Schulgebäude etc. Bei einem Standortwechsel ist ein erheblicher Identitätsverlust zu befürchten.

Die Schule hat z.Zt. 155 Schülerinnen und Schüler in sieben Klassen (1a/ 1b, 2a, 3a/ 3b, 4a/4b) und einem Schulkindergarten.

Schulleitung:

Schulleiterinnen/ Schulleiter:

Haase, Bernd, Rektor, bis   2015

Bojarski, Andrzej, Rektor, bis 31.07.2016

Schäfer, Britta, Lehrerin, kommissarische Schulleiterin,  2016

Jentsch, Matthias, Rektor, Leiter der Friedrich-Ebert-Schule, kommissarischer Leiter seit 17.10.2016

Konrektorinnen/ Konrektoren:

Haßlinger, Renate

Bojarski, Andrzej, zeitweise zusammen mit Kell, Florian

Wegner-Buchholz, Monika, 2015 – 2016

Schäfer, Britta, 2016 kommissarisch

31.07.2016 Aufhebung der Konrektorenstelle an der NTS wegen Verlegung des Hauptschulzweigs an die Leintorschule und das dadurch begründete Absinken der Schülerzahlen unter 180.

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