Parkouranlage geöffnet

Die Parkouranlage ist freigegeben und wurde schon direkt “gestürmt”.

Parkour als Sportart

Parkour, auch als „Freerunning“ und „Art du Déplacement“ bekannt, ist eine nicht auf
Wettkampf auslegte Sportart, bei der das freie Bewegen über und durch jedes beliebige
Gelände unter ausschließlicher Nutzung der körperlichen Fähigkeiten, in erster Linie durch
Rennen, Springen, Klettern und Einsatz der vier Gliedmaßen trainiert wird. Der Schwerpunkt
bei der Ausübung liegt auf der Herausbildung der für diese Bewegungen erforderlichen
grundlegenden Eigenschaften, die die funktionale Muskelkraft und Fitness, das Gleichgewicht,
das räumliche Empfinden, die Beweglichkeit, Koordination, Präzision, Steuerung und das
kreative Vorstellungsvermögen einschließen.
Es ist eine Sportart, die die persönliche Entwicklung auf allen Ebenen unterstützt, die die
eigenen körperlichen und geistigen Grenzen aufzeigt und gleichzeitig Möglichkeiten anbietet,
diese zu überwinden. Es handelt sich um eine Trainingsmethode für Körper und Geist, um in
jedem beliebigen Umfeld möglichst umfassend funktional, effektiv und frei zu sein.
Die Sportart zielt darauf ab, Vertrauen, Entschlossenheit, Selbstdisziplin und Selbstvertrauen
sowie Verantwortung für die eigenen Handlungen zu entwickeln. Der Sport fördert
Bescheidenheit, Respekt gegenüber anderen und dem eigenen Umfeld, Selbstverwirklichung
und Gemeinschaftsgeist und betont ausdrücklich die ständige Bedeutung von Erkenntnis und
Sicherheit.

Entwicklung von Parkour

Die ursprünglich als l’Art du Dèplacement bezeichnete Sportart wurde in den 1980er-Jahren
in Frankreich von einer Gruppe von neun jungen Männern, die sich selbst als „The Yamakasi“
bezeichneten, entwickelt. „Yamakasi“ ist ein Wort aus der Lingala-Sprache und bedeutet frei
übersetzt etwa „starker Mann, starker Geist“ und fasst das Kernziel der Sportart wie folgt
zusammen: eine starke Einzelpersönlichkeit sein: physisch, mental und ethisch.
Die Yamakasi-Gründer sind Yann Hnautra, Chau Belle, David Belle, Laurent Piemontesi,
Sebastien Foucan, Guylain N’Guba Boyeke, Charles Perriere, Malik Diouf und Williams Belle.
Der Begriff „Parkour“ wurde zuerst 1998 von David Belle eingeführt. „Parkour“ ist aus dem
französischen Wort „parcours“ abgeleitet und bedeutet „Strecke“ oder „Verlauf“.
Der Begriff „Freerunning“ wurde von Guillaume Pelletier geprägt, einem Vertreter einer
Gruppe französischer Sportler, die im Jahre 2003 an der Produktion des Channel-4-
Dokumentarfilms „Jump London“ beteiligt waren, um diese neue Sportart einem
englischsprachigen Publikum näher zu bringen.
Hier findet ihr eine Möglichkeit, euch grundlegend über Übungen zu informieren: