Mit der Schule in London
Am 11.02.2024 ging es für rund 70 Personen in einem Reisebus nach London. Vor ihnen lagen fünf Tage voller neuer Eindrücke, neuer Menschen und einer neuen Kultur. Um ca. 5 Uhr ging es los, erst durch Deutschland, dann durch Belgien, Frankreich und letztlich mit der Fähre rüber nach England.
Aber wie ist das? Ohne Eltern mit deinen Freunden in einer Gastfamilie zu wohnen?
Am Sonntagabend sind wir auf einem Parkplatz in England angekommen, gleich sollten wir unsere Gastfamilie kennenlernen. Es wäre gelogen, zu sagen, dass nicht zumindest alle ein bisschen aufgeregt waren.
Es kamen Fragen auf:
Wie sind diese Leute? Gibt es strenge Regeln? Wie verhalte ich mich am besten? Und wird alles sauber und gepflegt sein?
Wir stiegen nacheinander aus dem Bus aus und wurden von unserer zugewiesenen Person abgeholt. Gleich danach ging es in die Gastfamilien. Dort haben wir gegessen, und uns wurde alles Wichtige erklärt. Unsere Gastmutter war sehr zuvorkommend, nett und hilfsbereit. Aus den anderen Familien hörte man Ähnliches, es war also unnötig, sich Sorgen zu machen.
Am nächsten Morgen haben wir uns um 8 Uhr am Bus wieder getroffen. Nach einer Stunde Verspätung konnte es endlich losgehen in die Innenstadt. Auf dem Weg dorthin stellten wir uns alle die gleiche Frage: Warum hat uns vorher niemand gesagt, dass London so hügelig ist?
In der Stadt angekommen, haben wir eine verpflichtende Bootstour über die Themse gemacht. Die neuen Eindrücke waren unglaublich, und die Sonne schien in London – im Februar! Später hatten wir viel Freizeit. Ich war mit meinen Freunden am Buckingham Palace. Es war schon immer mein Traum gewesen, ihn zu sehen, und auf einmal stand ich vor ihm. Der Palast war riesig, die perfekt gepflegten Grünanlagen ließen alles wie in einem Film wirken. Für uns ging es dann weiter in die Innenstadt. Dort war alles so fröhlich. An jeder Ecke waren Straßenkünstler und Musik. Wir haben uns Chinatown angesehen, und es war auf jeden Fall einen Besuch wert. Abends sollten wir uns alle am London Eye treffen. Wir waren etwas früher da und beobachteten die langsam sinkende Sonne, während wir der Musik lauschten. Es war wie im Film.
Tag zwei war ebenfalls ein Erlebnis für sich. Ich war mit meinen Freunden in der Oxford Street. Dort haben wir uns die Läden angesehen und einige Andenken gekauft. Zwischendurch wuchs unsere Gruppe, und wir hatten viel Spaß. Nachmittags haben wir uns alle wieder getroffen, um an einem Workshop im Globe Theatre teilzunehmen. Wir haben ein Stück aus „Ein Sommernachtstraum“ gespielt und durften danach noch ins eigentliche Theater, wo wir den Proben zusahen. Das Theater ist eine Nachbildung, nachdem das ursprüngliche abgebrannt ist. Es war sehr interessant, und wir haben alle noch etwas dazu gelernt.
Am dritten Tag sind wir alle morgens nach Oxford gefahren. Dort konnte man an einer von den Lehrern vorbereiteten Art Rallye teilnehmen, doch meine Freunde und ich haben uns selbst beschäftigt. Zuerst haben wir ein original englisches Frühstück gegessen und sind danach in ein kostenloses Museum gegangen. Wir waren an der Oxford University und haben uns die Kirche angeschaut. In Oxford war alles sehr alt, und die Häuser sahen prachtvoll aus. Wir sind etwas spazieren gegangen, denn allein die Atmosphäre war toll.
Am letzten Tag sind wir alle morgens nach Greenwich gefahren. Uns war jedoch freigestellt, was wir machen. An dem Tag war es so warm, dass ein T-Shirt ausreichte. Wir haben uns erst einmal etwas verlaufen, bis wir zum Nullmeridian kamen und von dem Berg, wo sich dieser befindet, die Aussicht genossen haben. Danach sind wir ca. eine Stunde bis zu einer Gondelstation gelaufen. Mit der Gondel sind wir dann über die Themse auf die andere Seite gefahren. Für uns ging es dann mit der U-Bahn weiter ins Zentrum Londons. Wir haben uns dort umgeschaut, Eis gegessen, einen Spaziergang zur Tower Bridge gemacht und sind schließlich auf einem Markt gewesen, wo wir uns mit Verpflegung für die Rückfahrt eingedeckt haben. Abschließend waren wir noch etwas essen. Dann gingen wir zusammen zum Treffpunkt, und schon war die Zeit in London vorbei. Es ging dann durch Englands wunderschöne Natur zur Fähre, die wir erst einmal verpasst haben und deswegen eine Stunde länger auf die nächste warten mussten. Die Fähre war komplett neu, und die Fahrt war toll. Später ging es zurück nach Deutschland, wo unsere Eltern uns an der Schule abholten.
Allgemein war es eine tolle Erfahrung, die sich lohnen würde zu wiederholen. Ich fand, dass die Verständigung, bis auf ein oder zwei Vokabeln, wirklich immer gut funktioniert hat. Unsere Gastmutter hat uns auch gerne geholfen, Dinge zu umschreiben. Bei ihr und ihrer kleinen Familie war es zauberhaft, sie hat sich sehr gut um uns gekümmert. Auch die Abende in der Gastfamilie mit meinen Freunden waren immer sehr nett. Außerdem lernt man auf solchen Fahrten auch immer noch mal Menschen besser kennen.