Am ersten Mai treten wir schon traditionell beim Maibaumsetzen in Lohnde auf. Dieses Jahr wieder bei strahlendem Sonnenschein und mit 33 Kindern. Der Shanty Chor Lohnde lässt sich gern auf das gemeinsame Singen ein. Der Regenbogenchor darf bestimmen, was gesungen wird und übernimmt bei den gemeinsamen Liedern die Strophen. Das stärkt das Selbstvertrauen.
Die Kinder der Chor- und Theater-AG haben am 29.01.2026 das Musical „Aladin und die Wunderlampe“ aufgeführt. Mit viel Freude, Mut und Fantasie entführten sie das Publikum in eine märchenhafte Welt aus fliegenden Teppichen, geheimnisvollen Palästen und magischen Wünschen.“
Der Regenbogenchor gestaltete zusammen mit dem Flötenensemble der Ev.-luth. Kirche Zum Barmherzigen Samariter den Nachmittag beim Weihnachtsmarkt in Lohnde am Samstag, dem 29. November 2025. Unser Abschlusslied war das Anfangslied des Neuen Chores Lohnde. So beschlossen wir, gemeinsam „Santa Claus is Coming to Town“ zu singen. Das Publikum war begeistert. Die Chöre auch.
Am 01. Mai 2024 war der Regenbogenchor eingeladen beim Maibaumsetzen in Lohnde mitzuwirken. Das gemeinsame Singen mit den Männern und der Musikgruppe des Shanty-Chores Lohnde hat Zuschauenden und Singenden so viel Spaß gemacht, dass wir spontan zum alljährlich stattfindenden Shanty-Chor-Festival in Seelze eingeladen wurden. Um 19.00 Uhr ging es zum großen Finale auf die Bühne am Rathausplatz Seelze. „Kleine Möwe, flieg nach Helgoland“, „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ und ein „Santiano-Medley“ sang der Regenbogenchor mit. Besonderen Applaus erhielten wir für „My Bonnie is over the Ocean“, denn hier durften die Sängerinnen und Sänger des Regenbogenchores die Strophen singen und der Shanty-Chor setze nur beim Refrain ein.
Eine tolle Erfahrung für die Kinder und geballte Lebensfreude auf der Bühne!
Daher setzen wir uns dafür ein, dass die Rechte der Kinder (UN-Kinderrechtskonvention, 1989) in unserer Schule anerkannt und umgesetzt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass Solidarität, Kooperation, Gerechtigkeit und Demokratie gelernt werden. Demokratie verstehen wir als eine Haltung, die der Vielfalt des Lebens in unserer Gesellschaft gerecht wird. Konflikte werden angemessen ausgetragen und gemeinsam werden Lösungen gefunden, um sich zukünftig zu achten. Wir alle berücksichtigen die Interessen, Freuden, Bedürfnisse, Nöte, Schmerzen und Kummer von allen Kindern und allen Erwachsenen. Wir achten auf ihre Belange und den subjektiven Sinn ihres Verhaltens, damit alle Menschen wertschätzend angesprochen und behandelt werden. Die demokratische Mitwirkung stärkt das Selbstbewusstsein sowie die Selbstwirksamkeit der Schüler:innen.
Alle 14 Tage am Montag oder Freitag treffen sich der Schulsozialarbeiter und eine Lehrerin mit den Klassensprecher:innen sowie Interessierten der zweiten bis vierten Klassen zur Kinderkonferenz (KIKO). Diese KIKO wird in der Regel nach dem Model des Klassenrates durchgeführt. Die Kinder und beteiligten Erwachsenen können Themen vorschlagen, die dann von dem/der Vorsitzenden („Präsident:in“) für die Besprechung in eine Rangfolge gebracht und anschließend durch die Kinder besprochen und abgestimmt werden.
Das Ziel der KIKO ist es, dass Kinder lernen, ihre Interessen zu vertreten, eigene Kritik anbringen zu können und Verantwortung zu übernehmen. Zudem wird durch die Kinderkonferenz die Kooperation mit den Lehrkräften verstärkt und eine Vernetzung mit anderen Schulen auf Schüler:innenebene ermöglicht. Die Teilnehmenden der Konferenz unterstützen die Umsetzung wichtiger beschlossener Schulprojekte mit dem übergeordneten Gedanken, demokratisches Handeln innerhalb und außerhalb der Schule weiterzuentwickeln.
Auf Grundlage dieser gelebten Demokratie haben die Schüler:innen es erreicht, dass wir jährlich am Weltkindertag vor dem Rathaus Präsenz zeigen und anliegende Themen vortragen.
Ebenso tragen sie ihre Anliegen und Wünsche regelmäßig in den Dienstversammlungen der Lehrkräfte vor.
Als Schulsozialarbeiter habe ich unter anderem die Aufgabe, Partizipation und Demokratie zu fördern, da dadurch Schülerinnen und Schüler zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft beitragen können. Deshalb habe ich im Jahr 2013 an der Regenbogenschule die Kinderkonferenz und 2019 ein entsprechendes Format auf Landesebene initiiert. Auch auf regionaler Ebene sowie im Stadtgebiet nehmen die Schüler:innen an einem Austausch mit Vertreter:innen anderer Grundschulen teil. Seit 2016 ist unsere Schule alle zwei Jahre in Berlin eingeladen, um den Bundestag kennen zu lernen.
Am Montag, dem 22.05.2023 reiste eine Delegation der Kinderkonferenz unserer Schule zu einem Treffen mit dem Bundestags-Abgeordneten aus unserem Wahlkreis, Herrn Dr. Matthias Miersch, nach Berlin. Die 26 Teilnehmenden hatten sich mit Fragen auf das Treffen vorbereitet und wollten wissen, wie ein Politiker im Bundestag arbeitet. Besonders interessierte die Kinder, welche Auswirkungen die Entscheidungen in Berlin auf ihr Leben in Seelze haben und an welchen Stellen die Kommunalpolitik zuständig ist. Warum die Kinderrechte immer noch nicht im Grundgesetz verankert sind, war eine der drängendsten Fragen. Als Herr Dr. Miersch wissen wollte, was die Schülerinnen und Schüler verändern würden, wenn sie Bundeskanzler oder -kanzlerin wären, gab es vielfältige Antworten, die alle Bereiche der Politik streiften. So fand ein Austausch zu den Themen Mindestlohn, Klimakleber:innen, Plastikmüll in der Umwelt, Naturschutz, Rassismus, Wohnungsbau sowie Demokratie statt. Abschließend übergaben einzelne Kinder mit Herrn Bulut ein Schreiben zur Weiterleitung an die Bundestagspräsidentin, in dem die Durchführung einer bundesweiten Kinderkonferenz angeregt wird.
Kinder stärken heißt in erster Linie, ihnen Stärke zu schenken, mit ihnen Stärke zu erarbeiten und durch ihre Stärke zu lernen, was kindgerecht bedeutet.
Bekir Bulut Johanna Schmädeke
Angebote für Schüler:innen
Hallo liebes Schulkind,
wir sind jederzeit für dich da, wenn du:
Kummer hast
dir Sorgen machst
traurig bist
dich allein fühlst
jemanden zum Zuhören brauchst
Zuhause Streit hast und mit jemanden darüber sprechen möchtest
einen Streit mit Mitschüler:innen klären möchtest.
Du bist bei uns immer herzlich willkommen!
Übrigens: Wir dürfen keine Geheimnisse und das, was du uns erzählst weitersagen, wenn du es uns nicht erlaubst. Für uns ist es ganz wichtig, dass wir gemeinsam eine Lösung für dein Anliegen finden.
Angebote in den Klassen
Der Klassenrat findet einmal wöchentlich ab dem ersten Schuljahr in allen Klassen statt und ist der Ausgangspunkt der Demokratie an unserer Schule.
Neben dem Klassenrat findet zwei Mal im Monat eine Kinderkonferenz statt. Das Ziel dieser ist es, dass Kinder lernen ihre Interessen zu vertreten, ihre Kritik anzubringen und so Verantwortung zu üben. Es ist ein jahrgangsübergreifendes Projekt, d.h. aus jeder Klasse des 2. bis 4. Schuljahrgangs werden zwei Klassensprecher:innen und Freiwillige in die Kinderkonferenz eingeladen.
Außerdem wird an der Schule die Durchführung von Sozialtrainings angeboten. Dies ist ein Trainingsprogramm zum Aufbau und zur Einübung emotionaler und sozialer Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen im Rahmen der Schulklasse. Thematisch wird das Training an die Bedürfnisse der Klasse angepasst und umfasst unter anderem die Themen: Meine Gefühle, wertschätzende Kommunikation und der rücksichtsvolle Umgang untereinander.
Angebote für Eltern und Familien
Sie können bei persönlichen, schulischen oder familiären Schwierigkeiten bei uns einen Termin für eine Einzelfallberatung vereinbaren. Die Beratungstermine können nach individuellem Bedarf telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden.
Seit Herbst 2022 findet an unserer Schule die Durchführung des bundesweit einmaligen Projektes „Dialektisches Denken bei Kindern fördern und entwickeln durch Philosophieren mit Kindern“ in Kooperation mit der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, Institut für Philosophie, unter der Leitung von Dr. Hans-Joachim Müller statt.
Dabei geht es um den Versuch, Kinder zu dialektischem Denken durch Philosophieren zu befähigen. Die Basis dafür liefert eine Dissertation des Gießener Wissenschaftlers Benjamin Benthaus, Dialektisches Denken von Kindern. Theoretische und empirische Studien zu philosophischer Bildung im Grundschulalter, zu der seinerzeit Dr. Hans-Joachim Müller insgesamt zehn Unterrichtsstunden an der Zwischenahner Grundschule in Ofen als Beitrag zu den empirischen Materialien geliefert hatte.
Folgende Ziele wurden umgesetzt:
Dialektisches Denken im Rahmen des Konzepts „Denken als didaktische Zielkompetenz“, das sich bisher in keinem der Lehr- bzw. Bildungspläne der Bundesländer findet, anzuregen.
Erprobung entsprechender Aufgabenstellungen in Unterrichtsfächern wie Mathematik, Sachunterricht, Deutsch, Kunst, Werte und Normen, welche dialektisches Denken als Lösungsweg erfordern und ebenfalls bisher weder Gegenstand praktischer Erprobung noch wissenschaftlicher Forschungstätigkeit waren.
Besondere Begabungen bei Kindern durch Philosophieren entdecken, entwickeln und fördern (Schwerpunkte: Denken und Sprache, Mathematik, ohne den Einsatz von IQ-Tests).
Gründung eines „Leibniz-Philosophier-Clubs“ als AG für Kinder mit besonderen Begabungen.
Eine große deutsche Verlagsstiftung hat die finanzielle Förderung des Vorhabens übernommen und somit dessen Stattfinden überhaupt erst ermöglicht.
Anzusprechende sind bei Bedarf unsere Lehrerin Frau Jana Rodenbeck, Schulleiterin Frau Gerda Schlinke sowie Herr Dr. Hans-Joachim Müller.
Der Preis DemokratieErleben 2022 wurde uns am 11.11.2022 von der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (Degede) in Berlin verliehen. Wir sind als Schulgemeinschaft sehr stolz, dass wir diesen Preis entgegennehmen durften.
Am 10.11.2022 reisten Herr Bulut, Frau Rodenbeck und Frau Schlinke mit unseren Schulsprecher:innen und zwei Teilnehmer: innen der Kinderkonferenz Lea Hegemann, Colin Mahler, Emilia-Marie Albertus und Lara Lange-Schönhoff zur Preisverleihung in das Haus der Friedrich Ebert Stiftung.
Dort waren wir am Vormittag zum alljährlichen Demokratietag eingeladen und hatten die Gelegenheit, an zahlreichen Workshops teilzunehmen und die Schulen kennenzulernen, die den „Helga-Moericke Preis“ verliehen bekamen. Hier nahmen die Kinder gleich wieder gute Ideen, wie zum Beispiel die des Schulradios, mit in die Regenbogenschule. Am Nachmittag war es dann soweit: Unsere Schule wurde bei der Preisverleihung sehr gelobt und unsere teilnehmenden Schüler:innen gaben einen Vortrag zu dem Akrostichon aus dem Wort „Demokratie“ zum Besten.
Unsere Schule wurde zusammenfassend ausgezeichnet für zahlreiche Aktivitäten sowie schulische Strukturen, die das demokratische Lernen unterstützen. Dazu gehören als zentrale Elemente der Klassenrat sowie die Kinderkonferenz und dass wir uns für Kinderrechte stark machen.
Um die Preisverleihung herum haben wir natürlich noch ein kleines „Berlinprogramm“ mit einem Besuch des Naturkundemuseums, einer Fahrt auf den Fernsehturm und einer Besichtigung von zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie z. B. dem Brandenburger Tor absolviert.
Im September 2022 wurde unsere Schule vom damaligen Kultusminister Grant Hendrik Tonne als „Modellort für Demokratie in Niedersachsen“ ausgezeichnet. In seiner Rede betonte er, dass es an der Regenbogenschule selbstverständlich sei, dass Kinder mitreden, mitentscheiden und an offenen Diskussionen teilnehmen. Damit wurde die Arbeit der Schulgemeinschaft im Bereich der Demokratiebildung gewürdigt. Im Kern besteht diese seit 2012 in der Durchführung des wöchentlichen Klassenrates in allen Jahrgangsstufen sowie der 14-tägigen Tagung der Kinderkonferenz, in der Klassensprecher:innen und Interessierte aktuelle Anliegen und Themen beraten und abstimmen. Darüber hinaus trugen auch einige von den Kindern initiierte Projekte zur Auszeichnung bei, beispielsweise die Schülerfriedenspreise der Jahre 2018 und 2019 sowie die Fahrt nach Berlin in die Kinderkommission des Bundestages, um dort für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz zu werben. Unsere Schule arbeitet auch weiterhin daran, die Schulkultur, Schulentwicklung und dementsprechend die Bildungsangebote konsequent an Zielen der Demokratiebildung auszurichten.