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Walter-Gropius-Schule, Berufsbildende SchuleN Hildesheim

Europaschule und das Erasmus+ Programm


Die Walter-Gropius-Schule ist seit 2021 eine zertifizierte Europaschule in Niedersachsen und versteht Europa nicht als Zusatz, sondern als festen Bestandteil des schulischen Alltags. Die erneute Rezertifizierung im Jahr 2025 zeigt, dass die Schule kontinuierlich und auf hohem Niveau europäische Bildungsarbeit leistet und internationale Erfahrungen fest im Schulkonzept verankert sind. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich auszubilden, sondern sie auch gezielt auf eine internationale Arbeitswelt vorzubereiten. Dabei stehen Werte wie Toleranz, Offenheit, Demokratie und interkulturelles Verständnis im Mittelpunkt. Gleichzeitig werden zentrale Themen des Erasmus+-Programms wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und europäische Zusammenarbeit aktiv in den Unterricht und das Schulleben integriert.

Ein besonderer Schwerpunkt der Schule liegt auf der Internationalisierung. Die Walter-Gropius-Schule arbeitet mit einem großen Netzwerk an Partnerschulen und Betrieben in ganz Europa zusammen. Dazu gehören unter anderem Estland, Finnland, Frankreich, Island, Italien, Lettland, die Niederlande, Norwegen, Österreich und Spanien. Diese breite Vernetzung zeigt, dass die Schule nicht nur punktuell, sondern dauerhaft international tätig ist. Jährlich haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, über das Erasmus+-Programm an einem etwa dreiwöchigen Auslandsaufenthalt teilzunehmen und dort ein Praktikum oder einen Teil ihrer Ausbildung zu absolvieren. In den letzten Jahren konnten so rund 300 Personen an dem Programm teilnehmen.

Die Schule unterstützt ihre Teilnehmenden dabei umfassend. Von der Vorbereitung über die Organisation bis hin zur Durchführung. Dazu gehören sprachliche, fachliche und interkulturelle Vorbereitung sowie organisatorische Unterstützung bei Unterkunft, Versicherung und Finanzierung. Besonders hervorzuheben ist, dass die Teilnahme für die Schülerinnen und Schüler durch Erasmus+ gefördert werden. Dies ermöglicht es, möglichst vielen Jugendlichen, unabhängig von ihrer finanziellen Situation, eine Auslandserfahrung zu ermöglichen.

Neben den Auslandspraktika organisiert die Schule regelmäßig europäische Projekte, Austauschmaßnahmen und Veranstaltungen wie die Europawoche oder den Europatag. Diese Formate erreichen einen großen Teil der Schulgemeinschaft und sorgen dafür, dass europäische Themen nicht nur von einzelnen Teilnehmenden erlebt werden, sondern in der gesamten Schule sichtbar sind. Die Projekte, die mit verschiedenen Partnern, wird zum teils über mehrere Jahre gearbeitet. In den letzten Jahren wurden diese Projekte von der EU mit knapp 500.000 € gefördert. Ergänzt wird dies durch Lehrerfortbildungen im Ausland, sogenannte Job-Shadowings, sowie internationale Projektarbeiten, an der sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler beteiligt sind.

In den vergangenen Jahren hat die Schule dadurch ein stabiles und wachsendes internationales Netzwerk aufgebaut und kontinuierlich internationale Projekte umgesetzt. Die Vielzahl an Kooperationen, regelmäßigen Mobilitäten und Veranstaltungen zeigt, dass Europa an der Walter-Gropius-Schule nicht nur ein Projekt ist, sondern dauerhaft gelebt wird. Die Schule leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung beruflicher, sprachlicher und persönlicher Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler und gilt als Beispiel für gelungene Internationalisierung in der beruflichen Bildung.

Die Teilnahme am Erasmus+ Programm steht grundsätzlich allen Schülerinnen und Schülern offen. Voraussetzungen sind vor allem Motivation, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft, sich auf neue kulturelle Erfahrungen einzulassen. Der Bewerbungsprozess ist klar strukturiert. Interessierte füllen ein Anmeldeformular aus, verfassen ein Motivationsschreiben auf Englisch und reichen, im Fall von Auszubildenden, eine Zustimmung ihres Ausbildungsbetriebs ein. Anschließend erfolgt die Auswahl und Begleitung durch das schulische Internationalisierungsteam.

Ein Auslandsaufenthalt bietet den Teilnehmenden zahlreiche Chancen. Sie arbeiten in einem Betrieb im Ausland, lernen neue Arbeitsweisen und berufliche Standards kennen und verbessern gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse. Darüber hinaus sammeln sie wichtige persönliche Erfahrungen, indem sie ihren Alltag in einem fremden Land organisieren, neue Menschen kennenlernen und sich in einer anderen Kultur zurechtfinden. Viele Teilnehmende berichten, dass sie dadurch selbstständiger, offener und sicherer werden. Kompetenzen, die sowohl im Berufsleben als auch im persönlichen Alltag von großer Bedeutung sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Walter-Gropius-Schule als Europaschule ein umfassendes und nachhaltiges internationales Bildungsangebot bietet. Mit zahlreichen Partnerländern, regelmäßigen Auslandsaufenthalten, einer finanziellen Förderung durch Erasmus+ sowie vielfältigen Projekten und Veranstaltungen im Schulalltag leistet die Schule einen wichtigen Beitrag zur europäischen Bildung. Erasmus+ ist dabei ein zentraler Baustein, der nicht nur die beruflichen Chancen der Schülerinnen und Schüler verbessert, sondern auch ihre persönliche Entwicklung nachhaltig stärkt und ihnen ermöglicht, Europa aktiv zu erleben und mitzugestalten.

Mehr Infos: bbs-walter-gropius.de

Schülerinnen, Schüler, die Schulleitung und Lehrkräfte der Walter-Gropius-Schule nahmen an der Veranstaltung zur erneuten Zertifizierung „Europaschule in Niedersachsen“ teil.