Autor: Tristan

  • Interview mit Frau Sonnenschein

    Interview mit Frau Sonnenschein

    Frau Sonnenschein, welche Fächer unterrichten Sie an unserer Schule?

    Ich unterrichte Mathematik und Physik.

    Waren Mathematik und Physik auch damals Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

    Mein Lieblingsfach war früher tatsächlich Sport.

    Warum sind Sie eigentlich Lehrerin geworden?

    Ich wollte zunächst nicht Lehrerin werden, ich wollte Wirtschaftsinformatik studieren, aber damals in der DDR durfte ich das nicht. Stattdessen wurde ich den Fächern Mathematik und Physik zugeordnet.

    Wie ist Ihr Schulalltag aufgebaut?

    Am Vor- und Nachmittag bin ich selbstverständlich in der Schule. Wenn ich Feierabend habe, fahre ich nach Hause. Zuhause mache ich erstmal ein Stunde Pause. Dann gehe ich einkaufen, ich kümmere mich um den Haushalt und um mein Kind und um meine Katzen. Abends setze ich mich gegen 19 Uhr wieder an den Schreibtisch und arbeite verschiedene Aufgaben ab.

    Was war bisher Ihr schönstes Erlebnis als Lehrerin?

    Ich habe zwar jeden Tag schöne Erlebnisse, aber ich freue mich am meisten, wenn ich eine Abschlussklasse habe, alle ihren Abschluss schaffen und dann ihren Traumberuf finden.

  • Interview mit Maria Ciano

    Interview mit Maria Ciano


    Was wären die geworden, wenn Sie nicht Lehrerin geworden wären?
    Das ist eine gute Frage. Entweder wäre ich Fremdsprachenkorrespondentin geblieben, da das auch mein Ausbildungsberuf ist oder ich wäre Salsa-Tanzlehrerin geworden.

    Warum unterrichten Sie so gerne Englisch und Französisch?
    Ich liebe es zu kommunizieren udn das am besten in allen möglichen Sprachen. Es ist mir wichtig, das an alle weiterzugeben und zu teilen.

    Was war früher Ihr Liebslings- bzw. Hassfach?
    Meine Lieblingsfächer waren Sprachen und Darstellendes Spiel und mein Hassfach Mathe. Es gehört einfach verboten!

    Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung außerhalb der Schule?
    Ich liebe es Salsa zu tanzen und Dolce Vita zu genießen. Bei Sonne und Süßigkeiten bin ich auch glücklich. Ich bin ein Foodie 🙂

    Welche schlechte Angewohnheit würden Sie gerne ablegen?
    Ich bekomme schlechte Laune, wenn ich hungrig bin. Aber zu meiner Verteidigung: Ich kündige es immer vorher an!

    Was stört/mögen Sie an den Schüler*innen am meisten?
    Ich mag besonders ihren unbändigen Mut und die Offen- und Ehrlichkeit vieler Schüler. Das Einzige, was mich stört, dass sie immer so leckeres Essen dabei haben. Da kommt der Futterneid in mir auf.

    Welchen Jahrgang unterrichten sie am liebsten?
    An sich alle. Ich mag es auch, die verschiedenen Schulzweige zu unterrichten. Je unterschiedlicher, desto besser und vor allem witziger ist es.

    Was würden Sie Ihren Schüler*innen auf den Weg geben?
    Nehmt auch gerne mal einen Umweg bis zu eurem Ziel. Der Weg abseits der Route hält viele schöne Überraschungen und Begegnungen für euch bereit. Und immer für den Notfall Schockolade dabei haben, es rettet Laune und Leben!

  • Interview mit Sönke Schneemann

    Was bedeutet Glück für Sie?
    Mit zunehmendem Alter bedeutet Glück natürlich vor allem Gesundheit. Nicht nur die eigene, sondern auch die der gesamten Familie. Wenn ich mitbekomme, wie es teilweise den Eltern meiner Freunde geht – unabhängig von Corona – dann bin ich schon sehr froh darüber und auch sehr dankbar, dass es meinen Eltern ganz gut geht. Und wenn ich sie besuche, ist es manchmal so wie früher – oder eben wie immer. Das würde ich als Glück bezeichnen.

    Welches Ereignis in der Welt beschäftigt Sie?
    Es ist wohl nicht wirklich ein Ereignis, eher eine Eigenart. Ich kann es derzeit nur schwer ertragen, wenn ich so manche Kommentare in den sozialen Netzwerken lese. Da werden Behauptungen  aufgestellt, ohne Belege dafür zu haben und das wird dann als Tatsache oder Wahrheit verkauft. Und wenn man es dann hinterfragt, kommt natürlich nichts mehr. Ich bin an einer sachlichen Diskussion immer sehr interessiert, wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Wenn eine Meinung allerdings auf nachgewiesenen Falschinformationen beruht, wird es mit einer zielorientierten Diskussion natürlich schwierig…

    Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?
    Ich gehe mal davon aus, dass nicht ein derzeitiger Arbeitstag gemeint ist, denn der ist ja nicht typisch. Als es das Distanzlernen noch nicht gab (die Älteren
    erinnern sich vielleicht…), ist der Vormittag ja durch den Stundenplan festgelegt. Nach der Schule dann überlege ich mir natürlich, was man am nächsten Tag mit den Schülerinnen und Schülern so machen kann. Ich plane aber selten für mehrere Stunden oder  Wochen. Das dauert dann mal länger und auch mal weniger lang. Das hängt von der Klassenstufe und vom Thema ab. Ich arbeite allerdings auch gerne abends/nachts, da kann es dann schon mal spät werden.

    Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht den Lehrerberuf ergriffen hätten?
    Gute Frage. Ursprünglich wollte ich ja Elektrotechnik studieren und hatte auch schon ein entsprechendes Praktikum absolviert. Irgendwie hat sich das dann aber doch nicht ergeben. Ich weiß nicht mehr genau, wie es dann zum Umdenken gekommen ist. Vorbilder in der Familie gab es zumindest nicht. Da gibt es  keine weiteren Lehrer.

    Unter uns: Wer ist anstrengender, die Lehrer oder die Schüler?
    Sagen wir mal so: Es gibt sicherlich auch Lehrer und Lehrerinnen, die anstrengend sind…

    Woher kommt die Vorliebe für Karohemden? Was würden Sie tragen, wenn Sie keine mehr tragen dürften?
    Das kann ich wirklich nicht beantworten. Pullover mag ich nicht. Aber warum die Hemden kariert sein mussten, kann ich nicht erklären. Ab irgendeinem Punkt musste ich dann natürlich meinem Stil treu bleiben. Aber ich bin in der Schule auch schon mit einfarbigen Hemden gesehen worden. Und neulich sogar mit einem Pullover.
    Und wenn ich keine karierten Hemden mehr tragen darf, dann wenigstens gestreifte – längsgestreift selbstverständlich…

    War Ihre damalige Tanzpartnerin Ihre erste Flamme?
    Nein, das war sie nicht – glaube ich. Nein, das hätte ich mir gemerkt… 🙂

    Angenommen, Sie könnten spontan Ihren Namen ändern, wie würden Sie am liebsten
    heißen?
    Das habe ich Euch ja schon mal erzählt. Meinen Nachnamen würde ich nicht ändern.
    Als Vornamen würde ich „Drafi Philip“ wählen. Auf meine Visitenkarten könnte ich dann nämlich „Dr. Phil. Schneemann“ schreiben.

  • Interview mit Christian Schifkowski

    Interview mit Christian Schifkowski

    Herr Schifkowski, verraten Sie uns, wie Ihr ganzer Name lautet?
    Christian Gustav Wilhelm Schifkowski, meine Großväter hießen so.

    Sie haben in vielen Kategorien des diesjährigen Lehrervotings die vorderen Plätze belegt. Was halten Sie davon? Und: Haben Sie das Ergebnis des Votings überhaupt wahrgenommen?Ja, das habe ich mitbekommen, aber ich habe den Link dahin kaum im Internet finden können, weil ich mich wahrscheinlich ein bisschen dusselig angestellt habe! Also: Die komplette Umfrage habe ich nicht wahrgenommen, aber nur, weil ich mir wahrscheinlich auch nicht genug Mühe gegeben habe.
    Aber die Schüler haben mir das Ergebnis mitgeteilt.

    Hat Sie das Ergebnis denn gefreut?
    Ich weiß nicht, ob so ein Ranking eine Aussage über den Menschen, den Unterricht, das, was die Schüler im Unterricht lernen, oder wie man eigentlich wirklich ist, geben kann, da es etwas äußerst Subjektives, aus einer Laune heraus, ist. Also ich nehme das jetzt so hin, versuche mir aber möglichst wenig oder gar nichts dabei zu denken. Wichtig ist nämlich: Man darf sich durch solche Umfragen nicht korrumpieren lassen (korrumpieren: zu verachtenswerten Hand- lungen verleiten lassen).

    Sie schöpfen also Ihr Glück nicht aus diesen „Launen“ heraus. Verständlich. Was bedeutet denn überhaupt Glück für Sie?
    Da müsste man erstmal fragen, was unter Glück zu verstehen ist. Philosophisch gesehen ist Glück die Abwesenheit von Leid. Man kann, wenn man nichts vom Leben erwartet, relativ leicht glücklich sein.
    Es ist immer eine Sache der Erwartungs- haltung, ich versuche möglichst gar nichts zu erwarten und hoffe, dann schon relativ leicht glücklich zu sein, zum Beispiel durch den Wahlspruch „Sol Lucet Omnibus“, die Sonne scheint für alle, man muss sie nur wahrnehmen.

    Herr Schifkowski, welches Ereignis in der Welt beschäftigt Sie?
    Über wirklich viele Jahre versuchte Europa, sich gemeinsam zu entdecken und ein gemeinsames Gefühl zu erreichen und das zerfällt im Moment wirklich gnadenlos an irgendwelchen Egoismen. Da ist ja nicht nur der Brexit, sondern der Umgang mit dieser Flüchtlingsfrage, wem gehört die Welt? Wem gehört Europa? Wem gehört Deutschland? Wem gehört mein Vorgarten? Mir vielleicht nur für ein paar Jahre, aber ich habe nicht das Recht, jemanden auch nur einen Zentimeter weit aus dieser Welt zu vertreiben.

    Warum haben Sie sich dazu entschieden Lateinlehrer zu werden?
    Das wurde ja wohl aus den eben genannten Antworten völlig klar, weil es eine Grund- haltung ist.
    Genauso wie Religionslehrer zu sein eine Grundhaltung den Dingen gegenüber ist. Also die griechische Mythologie hat mich immer fasziniert und ich wollte auch vielleicht Archäologe oder so etwas werden. Tatsächlich sowas mit einem Strohhut auf dem Kopf und irgendwo in der Wüste rumsitzen und nach irgendetwas suchen.

    Begründen Sie bitte Herrn Schrader, wieso Caesar besser als Cicero war!
    Weil er den Mut aufbrachte, in einer völlig verfahrenen Situation das „Heft in die Hand zu nehmen“ und sein Leben dafür einzusetzen, dass sich an dieser Situation der römischen Bürgerkriege bzw. der ausgehenden Republik etwas ändert, denn der Senat als „Palaverclub“ (Palaver: langwieriges, häufig oberflächliches Gespräch) hatte da wirklich ausgedient.

    Ganz ehrlich: Wie oft wurden Sie schon aus dem Petersdom abgeführt?
    Mit körperlicher Gewalt zweimal.

    Und ohne körperliche Gewalt?
    Ohne körperliche Gewalt habe ich mich dann immer in den Touristenschwärmen verstecken können, wo sie gerade versuchten meiner habhaft zu werden. Nee, also wirklich, die stellen sich da sehr an, wenn man mit einer Schülergruppe dort durch geht. Wenn nur ein Schüler einen etwas fragt, verbieten die einem sofort den Mund und stellen sich neben einen. Wenn dann nochmal ein Schüler was fragt, dann wird man rausgeworfen.