Geschichte unserer Schule

Geschichte unserer Schule

Die folgenden Informationen wurden von unserer 10. Klasse und ihrer Geschichtslehrerin Frau Ristau für das 75-jährige Jubiläum unserer Schule erarbeitet.

🏫 🏫 🏫

Die Geschichte des heutigen Oberharz-Gymnasiums reicht bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück.

Bis 1945 besuchten die meisten Braunlager Schülerinnen und Schüler, die eine höhere Schulbildung anstrebten, das Gymnasium in der damaligen Kreisstadt Blankenburg. Andere nahmen den weiten Weg nach Wernigerode auf sich oder wohnten während der Schulzeit in größeren Städten der Umgebung und kehrten nur an den Wochenenden zu ihren Familien zurück. Nach Kriegsende stieg die Einwohnerzahl Braunlages durch zahlreiche Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten erheblich an. Gleichzeitig wurde Braunlage Kreisstadt. Für die jungen Gymnasiasten war der tägliche Weg über den Harz nach Bad Harzburg jedoch kaum zumutbar.
Daher erließ das Niedersächsische Kultusministerium am 6. März 1951 die Einrichtung eines Oberschulzuges in Braunlage als Nebenzweig der Oberschule für Jungen in Bad Harzburg. Die ersten Klassen wurden in Räumen der Volks- und Mittelschule untergebracht. Am 12. August 1953 wurde die inzwischen eigenständige Oberschule offiziell eingeweiht. Sie fand ihre erste Heimat in der Villa Rose am Ramsenweg und umfasste zunächst die Klassen 10 bis 13. Die bereits zwei Jahre zuvor gegründete Klasse 9 verblieb zunächst im alten Schulgebäude. Mit der Regelung vom 19. Mai 1954 übernahm die Stadt Braunlage als Schulträger die sachlichen Aufgaben, während das Land Niedersachsen für die personelle Ausstattung verantwortlich war. Schülerinnen und Schüler kamen nun nicht nur aus Braunlage und Hohegeiß, sondern auch aus St. Andreasberg, Zorge, Wieda, Walkenried, Bad Lauterberg und sogar aus Pöhlde. Zu Ostern 1956 legte der erste Jahrgang sein Abitur ab. Gleichzeitig wurde die Schule um die Klassen 7 und 8 erweitert. Zwei Jahre später zog das Gymnasium aus der Villa Rose aus und wurde im Mittelbau der Volks- und Mittelschule untergebracht. In den folgenden Jahren blieb die Entwicklung zunächst weitgehend unverändert.


Einen tiefgreifenden Wandel brachte das Jahr 1976, als der Landkreis Goslar die Schulträgerschaft übernahm. Im Zuge der Gebietsreform und der schrittweisen Schließung der Oberstufe mussten zunächst Schülerinnen und Schüler aus Walkenried, Wieda, Zorge, Bad Lauterberg und Pöhlde andere Gymnasien besuchen. Bereits ein Jahr später wechselten auch die elften und zwölften Klassen aus Braunlage und Hohegeiß nach Bad Harzburg. Mit dem Abiturjahrgang 1978 endete schließlich die Geschichte der gymnasialen Oberstufe in Braunlage.


Dennoch blieb das Gymnasium ein wichtiger Bildungsstandort im Oberharz. Im Jahr 2001 wurden noch 58 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 7 bis 10 unterrichtet. Insgesamt haben in den ersten 49 Jahren seines Bestehens mehr als 1.200 junge Menschen das Braunlager Gymnasium besucht.

Die Kommentare sind geschlossen.