Virtual Reality im Erdkunde-Unterricht
Das Christian-Gymnasium in Hermannsburg nutzt immer stärker digitale Medien im Fachunterricht. Ein besonderes Erdkundeprojekt fand in den letzten Tagen in der Klasse 9b statt: Wer in den Klassenraum schaute, sah Schülerinnen und Schüler mit Virtual Reality-Brillen. Hiermit erlebten Schülerinnen und Schüler einen virtuellen Besuch in einer kenianischen Schule.
Sie erfuhren nicht nur viel über den Schulalltag dort, sondern auch über den durch den Klimawandel verstärkten Holz- und Wassermangel in der Region. Der zwingt die Schüler:innen, anstatt zur Schule zu gehen, auf weiten Wegen Wasser zu holen und Holz zu sammeln. Während ihrer virtuellen Begegnung mit den kenianischen Schulkindern lernten die Jugendlichen in Hermannsburg auch verschiedene Lösungsmöglichkeiten des Wassermangelproblems kennen. Dabei durchwanderten sie Entwicklungsprojekte niedersächsischer Schulen mit Afrika. Die Schülerinnen und Schüler erlebten diese virtuelle Begegnung als spannend, innovativ und anschaulich. Ein Schüler äußerte: „Bei mir entwickelte sich ein besseres Verständnis für die Realität.“
Erdkundelehrerin K. Weber zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem neuen Ansatz: “Digitalisierter Erdkundeunterricht vermittelt nicht nur Kompetenzen, sondern unterstützt dabei, Raumprobleme aus multiperspektivischer Sicht zu erkunden und lösungsorientiert zu bearbeiten.” Der heutige Geographieunterricht sei weit mehr als „Stadt-Land-Fluss“. Er bearbeite Raumprobleme auch in fernen Räumen – und das umfassend. “Dabei können digitale Medien sehr hilfreich sein.”

