Kategorie: Wissenswertes

  • POLITIK TO GO – DIE LANDTAGSWAHLEN IN NIEDERSACHSEN

    POLITIK TO GO – DIE LANDTAGSWAHLEN IN NIEDERSACHSEN

    Ein Beitrag von PAULINA HEID, 10. JAHRGANG

    Alle fünf Jahre stehen bei uns die Landtagswahlen an, so ist es auch am 9. Oktober für den Niedersächsischen Landtag wieder an der Zeit für Neuwahlen. Alle wissenswerten Informationen zu den Parteien und ihren Wahlprogrammen findet ihr hier, abgerundet mit zwei interessanten Beiträgen bezüglich des Engagements in der Politik von dem Gymnasialzweigleiter Herrn Dummeyer und dem Stadtschülersprecher Noel Akemann aus dem 10. Jahrgang.

    Neues Rathaus Hannover

    Der Countdown läuft: Nur noch wenige Tage bis zu den Landtagswahlen. Auch in der KGS laufen in diesen Tagen die Juniorwahlen auf Hochtouren. Aus diesem Grund wollen wir auch die Schüler und Schülerinnen, welche sich bisher noch nicht mit politischen Themen oder den verschiedenen Parteien auseinandergesetzt haben, mehr in unsere Politik hineinführen, denn auch wir als Schüler und Schülerinnen sind Teil der Politik von heute.

    Aber wie genau funktioniert die Landtagswahl?

    Im Gegensatz zu den Bundestagswahlen, welche nun ca. ein Jahr zurückliegen, werden bei den Landtagswahlen Volksvertreter und Volksvertreterinnen für die einzelnen Länder gewählt, da jedes Bundesland über seine eigene Regierung und sein eigenes Parlament verfügt. Dieser Prozess wiederholt sich meist alle fünf Jahre und gibt den Bürgern und Bürgerinnen also eine neue Chance, über die Abgeordneten zu entscheiden. Die gewählten Abgeordneten gehören verschiedenen Parteien an. Die wichtigsten Parteien unserer derzeitigen Regierung finden sich nachstehend. Wohlgemerkt, dass es noch viele weitere gibt.

    SPD

    Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist im Moment die am stärksten vertretende Fraktion im Deutschen Bundestag und außerdem die älteste Partei, die es in Deutschland gibt. Die SPD zeichnet sich vor allem durch ihr Engagement aus, für Gerechtigkeit zu sorgen und setzt sich besonders für faire Löhne von Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Fabriken und Firmen ein.

    CDU und CSU

    Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) und die Christlich Soziale Union (CSU) sind ein Zusammenschluss zweier Parteien, welche als gemeinsame Gruppe in der Politik auftreten und sich ,,die Union“ nennen. Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass die CSU lediglich in Bayern vertreten ist und die CDU in allen weiteren Bundesländern, abgesehen von Bayern. Der Union ist besonders die wirtschaftliche Lage Deutschlands wichtig und sie fördert vor allem Firmen und Fabriken, um möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen.

    Die Grünen

    Die Grünen, oder auch Bündnis 90 genannt, ist die bekannteste deutsche Partei mit Fokus auf die Umwelt und das Klima. So wollen sie Deutschland ökologisch, ökonomisch und sozial weiterbringen und für mehr Nachhaltigkeit und weniger Nutzen von Ressourcen sorgen.

    FDP

    Die Freie Demokratische Partei (FDP) setzt sich für mehr Freiheit des Einzelnen ein, insbesondere vor staatlicher Gewalt und vertritt somit den Grundgedanken des Liberalismus. Auch die Selbstständigkeit der Wirtschaft und der einzelnen Unternehmen möchte die FDP fördern und steht somit eher für die Freie Marktwirtschaft. Die Partei möchte insbesondere durch Verbesserung der Wirtschaftssituation Arbeitsplätze schaffen und dadurch das Investitionsklima fördern.

    Engagement in der Politik 

    Auch einige Lehrer und Lehrerinnen sind stark an der Politik von heute interessiert und versuchen besonders im Politikunterricht die Begeisterung der Schüler und Schülerinnen zu fördern. Einer von ihnen ist der Gymnasialzweigleiter Christian Dummeyer, welcher sich bereits als Jugendlicher für Politik interessiert und in der Politik mitgearbeitet hat. Das Wahlrecht sei „ein Privileg, welches nicht selbstverständlich ist“, so der Gymnasialzweigleiter. Er möchte besonders junge Menschen dazu animieren, aktiv ihre Wahlmöglichkeit zu nutzen, denn „die Wahlentscheidung von heute ist mitentscheidend für die Politik von morgen.“

    Ein weiteres politisch engagiertes Gesicht unserer Schule ist der Schüler Noel Akemann aus dem 10. Jahrgang, welcher seit Februar ebenfalls der Stadtschülersprecher Neustadts ist. Neben seiner Tätigkeit in der Schülervertretung der KGS engagiert er sich auch extern in seiner Rolle als Stadtschülersprecher und kümmert sich so um schulpolitische Themen. Letztere seien ihm äußerst wichtig, so der Nachwuchspolitiker. Ebenfalls aktiv ist Noel in der Jungen Union, welche es jungen Erwachsenen ermöglicht, sich bereits früh mit Politik auseinanderzusetzen und sich regional zu engagieren. Darüber hinaus unterstützt Noel auch die diesjährigen Juniorwahlen. Also worauf wartet ihr? Noch habt ihr die Möglichkeit abzustimmen.

     

  • DIY-Adventskalender

    DIY-Adventskalender

    Hohoho, schon bald müssen die Adventskalender fertig sein. Wie jedes Jahr wird fleißig geklickt und nach Ideen gesucht, womit man den Adventskalender füllen kann. Vielleicht geht es euch genauso wie uns: Womit füllen wir nur den Kalender? Nur mit Süßigkeiten? Schwierig. Wenn man etwas kreativer sein will, muss man sich schon mehr ausdenken. Da dies anscheinend ein wichtiges Thema für viele ist, haben wir für euch Ideen gesammelt, damit ihr euren Adventskalender befüllen könnt. Selbstverständlich müsst ihr selbst entscheiden, wie viel ihr ausgeben möchtet. Natürlich muss auch nicht alles davon gekauft werden. In der nachstehenden Liste ist doch sicher für jeden etwas dabei.

    Schreibt gerne in den Kommentarbereich hinein, womit ihr eure Kalender befüllt oder befüllt bekommt. In Kürze findet ihr hier auch Bilder eurer DIY-Adventskalender.

    Ideen-Liste:

    • Gesunde Snacks
    • Tee
    • Persönlicher Brief
    • Gedicht
    • Selbstgebasteltes Lesezeichen
    • Lippenbalsam
    • Handcreme
    • Badekugel
    • Handwärmer

    von Alia I., 7. Jahrgang

    Quelle:

    https://trytrytry.de/2016/10/ideen-adventskalender-fuellung/ [09.11.21].

     

     

  • Selfies verändern den Blick auf die Welt

    Selfies verändern den Blick auf die Welt

    Ein perfektes Foto, nein, sogar vier perfekte Fotos. Die Haare und das Make-Up sitzen, das Bein wird gestreckt und die Haare werden geschwungen. Und nicht zu vergessen: das wunderschöne Lächeln der jungen Frau, die sich auf der „Kebema-Panoramabrücke“ in Österreich ins rechte Licht für das perfekte Licht rückt. Gefunden habe ich das Foto auf Instagram, wo auch sonst, wenn man nach den schönsten Selfies im Internet sucht. Doch die atemberaubenden, schneebedeckten Berge, der himmelblaue Fluss und die Wolken im Hintergrund rücken im wahrsten Sinne des Wortes in den Hintergrund. Der Fokus liegt nicht nur bei diesen Fotos, sondern bei unzähligen anderen auf der Person im Vordergrund. Selfies verändern den Blick auf unsere Welt. Und die „Generation Selfie“ wächst beständig.

    Selfies entwerten den Ort und das eigentliche Geschehen. Man selbst präsentiert sich im Vordergrund und postet diese Fotos dann auf Instagram und Co. Der Look von Instagram prägt unseren eigenen Blick auf die Welt: Alles muss perfekt sein. Der Fotospot muss passend zum Outfit sein, die Haare müssen sitzen und selbst das Restaurant und das Essen müssen virtuos sein. Dafür schalten unsere Sinne ab. Geräusche und Gerüche, aber auch andere Menschen sind Nebensache. Wir selbst und das Makellossein überschattet das echte und reale Leben. Aber warum sind Selfies so beliebt?

    Ein Klick und das Selfie ist im Kasten und mindestens genauso schnell wird es auch auf Instagram und anderen sozialen Medien hochgeladen. Außerdem kann man sich so darstellen, wie man es gerne hätte. Das Zauberwort lautet hier: Kontrolle! Die Kontrolle über die Selbstdarstellung. Das Argument, dass tolle Momente festgehalten und geteilt werden sollen, ist ja durchaus überzeugend. Tolle Reisen und Erlebnisse oder sogar das Erklimmen des Mount Everests müssen festgehalten werden. Denn wenn es kein Foto davon gibt, ist es dann vielleicht gar nicht passiert? Für wen macht man denn überhaupt ein Foto, für sich selbst oder für die Aufmerksamkeit und Anerkennung anderer, die man durch so ein spektakuläres Foto erhält?

    In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung stand erst kürzlich, dass zwei Bergsteiger aus Indien auf der Liste der erfolgreichsten Bergsteiger stünden, aber nicht wegen des Erklimmens, sondern wegen des Verfälschens. Sie waren nie auf dem Mount Everest. Da muss man sich doch fragen, warum?

    Klar, so ein tolles Foto erzeugt sicher viel Interesse und soziale Bestätigung noch dazu. Viele Likes und nette Kommentare geben einem Selbstvergewisserung und sind Balsam für das Ego. Das, was ich tue, ist toll und andere finden das auch! Man will ein authentisches Bild von sich schaffen und die anderen User sollen einen mögen und gut finden. Das große ABER ist jedoch: Kein Mensch will schlechte Seiten von sich zeigen, das ist ganz normal, meint auch die Soziologin Bernadette Kneidinger in einer Zeitung. Es wird also nur die Schokoladenseite gezeigt und es wird getrickst und das ganz schön häufig! Die Augenringe und die Pickel kommen weg, das Gesicht wird schmaler gemacht, die Augen sollen glänzen, noch etwas Retusche und zum Schluss noch ein paar schöne Filter. Da muss man sich doch fragen: Was ist da überhaupt noch echt?

    Die sozialen Medien und Plattformen, wie Instagram oder YouTube vermitteln so eine mustergültige Welt und die „Generation Selfie“ eifert dieser Scheinwelt nach. Influencer*innen werden so zu Vorbildern. Vermutlich sind auch Namen wie Pamela Reif, BibisBeautyPalace, aber auch Fußballer wie Toni Kroos oder Marco Reus vielen ein Begriff. Viele von uns bestätigen, dass Influencer*innen Inspiration und Anregung schaffen. Doch durch ihre starke, einflussreiche Präsenz in den sozialen Medien werden sie zu Meinungsführern. Diese große Reichweite von Influencern*innen kann viele Fans also auch für ein Produkt begeistern. Influencer*innen werden längst als Marketinginstrument eingesetzt. Wer also heutzutage Instagram hat, kennt bestimmt auch Produkte von Marken wie ocensapart, hellobody oder purelei. Hier wird mit tollen Rabattaktionen und Cods zum Kaufen angereizt und wenn der oder die Influencer*in das hat, dann ist es bestimmt auch ein super Produkt!

    Doch die Scheinwelt bringt auch Gefahren mit sich. So strebt schon die junge Generation nach Perfektion, wie sie im Internet dargestellt wird. Es entsteht eine unrealistische Selbstwahrnehmung und es wird Jugendlichen in jungen Jahren ein Ideal vorgesetzt, welches völlig unrealistisch ist. Die Erwartungen an sich selbst steigen und wenn mal nicht alles perfekt läuft, weil das Leben nun mal nicht so perfekt ist, entsteht ein vermindertes Selbstwertgefühl. Warum ist das bei denen so, aber bei mir nicht? Und warum haben alle auf Instagram und Co. so eine reine Haut, nur ich nicht?

    Außerdem muss alles dokumentiert werden. Das Essen wird erst gegessen, wenn auch das Foto gemacht wurde. Doch, was einmal gepostet wurde, ist nicht mehr entfernbar. Zwar kann man Fotos und Videos schnell wieder löschen, doch richtig weg sind sie wohl nie!

    Ein bisschen im Internet rumsurfen, was ist da schon dabei, denken vielleicht manche. Das stimmt zwar, aber das Blatt kann sich schnell wenden. Spätestens, wenn die Schule oder selbst Familie, Freunde und geliebte Hobbys vernachlässigt werden, kann man von einer Sucht sprechen. Ein für mich erschreckendes Beispiel ist aus einer Dokumentation namens „Generation Instagram – Alles tun für Likes und Follower“. Der 19-jährige Alex geht sechs Mal in der Woche ins Fitnessstudio und trainiert für einen perfekten Körper, den er dann im Internet präsentiert. Likes machen ihn, wie er sagt, glücklich und „pushen“ ihn. Außerdem stärken Follower sein Selbstbewusstsein. Doch viel Zeit für Treffen mit Freunden oder eine Beziehung bleibt ihm da nicht. Doch egal, wie spektakulär oder perfekt das Foto oder Selfie ist, der Fokus ist immer der gleiche – die Umgebung wird zur Nebensache, diese schreit: ICH! Und die Welt rückt in den Hintergrund. Doch wo soll das hinführen?

    Wir verlieren den Blick auf unsere wunderschöne Erde und unsere Natur! Mein Apell an die „Generation Selfie“ ist daher: Lasst das Handy zu Hause, löscht Apps, wie Instagram und Co., wenn auch nur für ein paar Tage, dreht der Welt nicht den Rücken zu und schreit ICH, sondern umarmt die Welt und nehmt sie wahr mit allen Sinnen. Seht das Leben als Geschenk und entdeckt dieses wunderbare Universum mit all seinen Facetten und all den unterschiedlichen Menschen. Jede*r von uns ist anders und nicht immer gut drauf, denn das Leben ist nicht perfekt. Und das ist die eigentliche Challenge.

    von Johanna Rasch, 10. Jahrgang

     

    Quellen:

    • Titelbild von Lars Nissen auf Pixabay [13.06.2021].
    • https://www.youtube.com/watch?v=T9j9sPqLjto [13.06.2021].
    • https://www.spiegel.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fstil%2Fselfies-veraendern-den-blick-auf-die-welt-a-1036688.html [15.04.21].
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Selfie [15.04.21].
    • https://www.jugendkultur.at/wp-content/uploads/Generation_Selfie_2014.pdf [15.04.21].

     

  • Wenn das coronabedingte Pizza-Picknick im Freien zum Problem wird

    Wenn das coronabedingte Pizza-Picknick im Freien zum Problem wird

    Bild von Jasmin Sessler auf Pixabay.

    To-Go-Verpackungen, Pizzakartons, Kaffeebecher – mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr: Durch die massenhafte Verwendung von Einwegverpackungen, insbesondere seit Corona, steigt auch die Menge an Verpackungsmüll durchgehend an und führt häufig zu überfüllten Mülleimern in innerstädtischen Grünanlagen, z.B. in Parks. Der für Hersteller und Verbraucher meist sehr praktische Pizzakarton sei dabei „zu einem Symbol für den Anstieg beim Müllaufkommen in der Corona-Zeit geworden“, teilte die Stadt Nürnberg mit. Die Beseitigung dieses Mülls kostet die Kommunen in Deutschland jährlich mehrere hundertmillionen Euro und die Möglichkeiten des Recyclings für die Hersteller sind beschränkt. Inzwischen wurde auf kommunaler Ebene unter anderem die Forderung nach einer Pfandpflicht für Pizzakartons und andere To-Go-Verpackungen laut. Doch welche Bedeutung und welche Vor- und Nachteile hat der Pizzakarton für die Hersteller und Verbraucher?

    Seit 1952 wird der allseits bekannte Pizzakarton in Deutschland verwendet und erweist sich dabei immer wieder als praktische Transportmöglichkeit: Durch seine Stabilität sorgt er dafür, dass die Pizza bei uns unbeschädigt ankommt. Die stabilen und faltbaren Voll- oder Wellpappen, aus denen der Karton besteht, halten unsere Pizza warm. Durch Lüftungslöcher wird eine Durchfeuchtung verhindert. Den Karton kann man beim Verzehr der Speise ebenfalls als Tellerersatz benutzen. Aufgrund der Essensreste gehört der Karton übrigens nach dem Verzehr in den Restmüll. Den Pizzakarton gibt es in vielen unterschiedlichen Formen, Größen und Höhen. Durch Hilfsmittel wie dem „Pizza-Saver“, einem Abstandshalter in der Mitte des Kartondeckels, können diese Funktionen außerdem verstärkt werden. Auf der Außenoberfläche des Kartons findet sich ausreichend Platz für Werbung.

    All diese praktischen Aspekte der Transportmöglichkeit führten dazu, dass inzwischen jährlich mehr als eine Milliarde Pizzen in Kartons geliefert werden. Verständlicherweise sind die Pizzakartons damit für Hersteller nicht wegzudenken, zumal dessen Alternativen entweder zu kostenaufwendig oder weniger praktisch sind. So wurden in den USA bereits umweltfreundlichere Kartons aus Polystyrol entwickelt, die allerdings teurer und schlechter belüftbar sind. Allerdings wurde das Problem des hohen Platzbedürfnisses der Kartons beispielsweise in den USA durch ein Rücknahme-Stellsystem oder in Deutschland durch spezielle Pizzakarton-Behälter, in denen sich die Kartons leichter stapeln lassen, gelöst.

    Doch auch diese Lösungen lassen das Umweltproblem dieser nicht verschwinden: Jährlich müssen Kommunen in Deutschland alleine für die Entsorgung von Einwegplastik 355 Mio. Euro aufwenden. Die bereits erwähnte Pfandpflicht des Verbandes kommunaler Unternehmen stößt beim Umweltministerium, aber auch bei den Gastronomen, auf Kritik. „Es ist weniger appetitlich, da es ja doch immer Essensrückstände in den Kartons gibt“, erklärt Antonio Furnari, Betreiber einer Pizzeria in Greven, Nordrhein-Westfalen. Andere Vorschläge kommen von vielen Seiten: Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine verbindliche Mehrwegquote, das Bundesministerium für Umwelt befürwortet auch die Mehrweg-Alternative. Dafür wurden auch schon Produkte entwickelt, z.B. ein biologisch abbaubarer Karton. Dieser ist allerdings zu teuer für die Gastronomen. Es ist also offensichtlich, dass der Weg zu einer umweltfreundlichen Lösung dieses Problems lang und schwierig sein wird.

    Bild von planet_fox auf Pixabay.

    Ein weiterer Nachteil der Verwendung von Pizzakartons findet sich im Material: Stoffe wie Mineralöle oder andere chemische Verbindungen, die oft in der Pappe der Kartons enthalten sind, können gesundheitliche Schäden hervorrufen. Wenn die Pizza also leicht durchweicht, können diese Stoffe auch in die Pizza gelangen und verzehrt werden. Für dieses Problem gibt es durch die Verwendung von Decklagen auf der Innenseite des Kartons bereits eine Lösung.

    Zusammenfassend ist also erkennbar, dass der Pizzakarton einerseits ein fester und bedeutender Bestandteil von Lieferservices geworden ist und dafür sorgt, dass wir unsere Pizza gut genießen können. Andererseits weist er aber auch nach der Verwendung eine problematische und schwer lösbare Umweltverschmutzung auf, was insbesondere während der Corona-Pandemie erkennbar ist. In diesen Zeiten macht der Pizzakarton also sehr auf sich aufmerksam und ist somit Anlass zu einer ausführlichen Diskussion, bei dessen Lösung es aber auch auf uns Verbraucher ankommt.

    von Silas Müller, 10. Jahrgang

  • Was wir von der Corona-Krise lernen können

    Was wir von der Corona-Krise lernen können

    Die Welt steht still: Flugzeuge bleiben am Boden, Schiffe befinden sich im Hafen, Werke werden geschlossen und die Industrieproduktion wird insgesamt gedrosselt – eine Entwicklung, die sich Greta Thunberg und ihre Anhänger sicher gewünscht hätten. Sichtbar werden nun glasklare Hafenbecken, Himmel ohne Kondensstreifen, Städte ohne Dunstglocken – durch „Homeoffice“ und Ladenschließungen sind schließlich viele Menschen zu Hause geblieben und haben ihr Auto stehen gelassen. Das Klimaziel der Bundesregierung für 2020 könnte vielleicht erreicht werden. Vielleicht.

    Durch den „Corona-Stillstand“ der vergangenen Monate erhält unsere Atmosphäre eine Erholungspause. Der CO2-Ausstoß könnte sogar ca. 11 Prozent niedriger ausfallen. Doch im Gegenzug bedeutet dieser „Lockdown“ einen Absturz der deutschen Wirtschaft, tausende Firmen kämpfen um das Überleben, Millionen Menschen haben Angst um ihre Arbeit. Erinnerungen an Crashs, wie die weltweite Finanzkrise ab 2008, die eine schwere Eurokrise zur Folge hatte, oder an das Jahr 1929, als die „Große Depression“ Millionen Menschen ins Elend gestürzt hat, tauchen plötzlich wieder auf. Schnell vergessen sind da die zu warmen Winter, die neuen Temperaturrekorde, die Insektenplagen oder das Insektensterben oder gar die Pole, die ebenso zu schwitzen haben wie so mancher Unternehmensboss.

    Doch der Wachstumsmotor unserer Wirtschaft soll nach Corona so schnell wie möglich wieder zum Laufen gebracht werden. Die Messlatte dafür ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die einfache Summe aller produzierten Dienstleistungen und Waren, egal wie und unter welchen Bedingungen diese hergestellt werden. Das BIP ist neutral – auch gegenüber dem Klimaschutz! Es gibt keine Folgekosten für Fabrikschlote, Plastiktüten oder durch Überdüngung kontaminiertes Grundwasser! Wir dürfen nicht einfach wieder in die „alte“ Normalität zurück, da Corona ein Beweis dafür ist, wie anfällig Volkswirtschaften sind. Wir sollten weg vom Wachstum, das die Folgekosten von Klimawandel einfach ausblendet!

    Bestes Beispiel ist China, nachdem der „Motor“ hier wieder angesprungen ist, steigt die CO2-Kurve erneut an. Kommt es bei uns, aufgrund des Nachholbedarfes, eventuell auch zu erhöhten Emissionen, wenn wir wieder zu Normalität zurückkehren? Unsere Bundesregierung entscheidet darüber, welche Kriterien angelegt werden, wenn sie Milliardenhilfen und Kredite verteilt. Sie entscheidet darüber, ob die Wirtschaft nach Corona etwas grüner oder noch CO2-intensiver sein wird.

    Klar ist, dass der von Menschen Hand gemachte Klimawandel nicht zu leugnen ist. Auch wenn das andere gern behaupten. Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig: Im Jahr 2019 konnte kein einziger Winzer den sogenannten Eiswein in Deutschland herstellen, die Mindesttemperatur von -7 Grad Celsius wurde nicht erreicht. Gemüse hingegen, wie beispielsweise Spargel, kann aufgrund des milden Winterwetters früher als sonst gestochen werden. Der gefährlichste Schädling des Waldes, der Borkenkäfer, kann sich aufgrund des milden Wetters ungehindert vermehren und richtet an den durch Dürre und Hitze geschwächten Wald erhebliche Schäden an. Blutroter Schnee in der Antarktis, ausgelöst durch eine auf Schnee wachsende Alge, ist ein durch den Klimawandel ausgelöstes Phänomen. Hitzewellen in der Antarktis bringen zudem große Schneemassen zum Schmelzen. Die schützende Ozonschicht über dem Nordpol schrumpft aufgrund des Klimawandels. Regenwälder speichern weniger CO2, da die Regenwälder seit dem Klimawandel häufiger Dürren ausgesetzt sind. Aufgrund von Starkregen und Überschwemmungen profitieren bestimmte Insekten von günstigen Brutbedingungen. Die Folge: Ein Heuschreckenschwarm von mittlerer Größe vertilgte erst kürzlich die gleiche Menge an Lebensmitteln wie die ganze Bevölkerung Kenias.

    Aber: Die Hoffnung besteht, dass wir nach dieser Krise eine Veränderung für uns mitnehmen, denn wir konnten sehen, was passiert, wenn nichts passiert. Die Welt wurde sauberer. Doch werden wir nach der Krise auf ungebremsten Konsum verzichten und plötzlich alle zum Klimaschützer werden? Ein Vorstoß in die richtige Richtung ist zumindest der „Green Deal“. Der European Green Deal ist ein von der Europäischen Kommission erarbeitetes Konzept mit dem Ziel, bis 2050 in der Europäischen Union die Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren. Wichtig ist aber auch eine Hilfe für ärmere Länder, schließlich machen die Folgen des Klimawandels nicht vor Ländergrenzen halt. Es ist wichtig, dass jeder und jedes Land seinen Beitrag leistet, damit wir weiterhin auf unserer Welt glücklich und zufrieden leben können. In diesem Zusammenhang wünsche ich mir, dass die Energie der Zukunft CO2-frei, sicher und bezahlbar wird, dass Fliegen mittels alternativer Antriebsstoffe möglich sein wird, dass ein Verzicht auf Plastik endlich realisierbar ist, dass es keine Verschwendung von wertvollen Lebensmitteln gibt und dass die Massentierhaltung ein Ende hat – dass wir nun noch das produzieren, was wir wirklich benötigen. All das muss natürlich im Einklang mit den Menschen, der Politik und der Wirtschaft erfolgen. Schließlich verursachen diese Visionen neue Entwicklungen und Kosten, welche von allen getragen werden müssen, um ein gesundes Klima und eine funktionierende Wirtschaft zu erzielen.

    Ich hoffe, dass diese Krise vielen Menschen endlich deutlich gemacht hat, dass nur ein bewusster Umgang mit unserer Welt den Klimawandel und seine Folgen abmildern kann. Die Zeit ist reif, denn ansonsten ist die Gefahr groß, dass eine Krise durch eine weitere massive Krise, die Klimakrise, abgelöst wird!

    von Alissa Josupeit, Jahrgang 8

     

  • Konsum: Von Produktplatzierungen und anderen „Freundschaftsdiensten“

    Konsum: Von Produktplatzierungen und anderen „Freundschaftsdiensten“

    Egal, ob online oder nicht! Das Einkaufen und Verbrauchen von Konsumgütern spielt besonders heutzutage eine große Rolle. Man spricht daher auch von einer „Konsumgesellschaft“, die zwar für die Wirtschaft hervorragend zu sein scheint, uns gegenüber aber einige Nachteile und Probleme mit sich bringt. Aber was das alles genau bedeutet und wie wir beim Einkaufen manipuliert werden, ist hier für Euch zusammengefasst!

    Mit „Konsum“ bezeichnet man zunächst einmal alles, was wir Menschen alltäglich verbrauchen, nutzen und auch verzehren. Dazu gehören Kleidung und Lebensmittel, aber auch Handys, Kinobesuche und noch vieles mehr. Wenn man also etwas konsumiert, gibt man automatisch Geld aus, was der Wirtschaft natürlich zugute kommt. Schließlich macht sie so mehr Gewinn! Das Konsumieren gibt es übrigens schon seit es die Menschheit gibt, da der Mensch schon immer versuchte, Dinge zu erwerben, die man im Grunde gar nicht zum Überleben braucht, sondern die vielmehr den Zweck erfüllen, das Leben glücklicher zu machen. So wollten, im 18. und 19. Jahrhundert, viele Menschen beispielsweise hochwertige Stoffe und Gewürze haben, die meistens von weit her transportiert wurden. Mal davon abgesehen, dass der Transport mühsam und umweltbelastend ist, entwickelte sich ein Bedarf zu einem Wunsch. Die Menschen fingen also an, sich allmählich Luxusgüter anzuschaffen. Im Laufe der Zeit wurde so das Kaufen zum wichtigen Bestandteil unseres Lebens. Es brachte aber auch Neid zum Vorschein.

    Materielle Sachen bekamen immer mehr Wichtigkeit und führten daher auch zu Ungerechtigkeiten. So bleiben ärmere Menschen immer im Nachteil, denn das, was reichere haben, können sie sich gar nicht leisten. Dies führt zwangsläufig zur Ausgrenzung. Auch in Schulen kann dieses Phänomen beobachtet werden. Kinder, die zum Beispiel kein Handy haben, fühlen sich so schnell ausgeschlossen, da andere in der Pause über Themen reden, wie beispielsweise über neue YouTube-Videos,  über die sie gar nicht sprechen können.

    Gerade heute schauen viele Menschen darauf, was angesagt ist und was nicht. So gelten Luxusgüter für viele Leute als erstrebenswert, um ihren Status auszudrücken, sich abzugrenzen und an Prestige (= Ansehen) zu gewinnen, was natürlich Firmen ausnutzen. Unternehmen machen sich dieses Konsumverhalten zunehmend zu nutze, indem sie psychologische Tricks und manipulative Methoden anwenden, die uns zum Kaufen ermutigen. So kommt es zu vielen Schulden, da viele den Umgang mit Geld gar nicht beherrschen. Übermäßiger Konsum kann zudem auch süchtig machen. Die Sucht, immer mehr zu kaufen und zu konsumieren, endet meistens in einem riesigen Schuldenberg. Und: Der Besitz steht meist nicht mehr im Vordergrund. Vielmehr erfreut sich die Person einzig und allein am Kauf eines ganz beliebigen Gegenstandes. Diese Freude ist jedoch, nach dem Kauf, schnell verblasst.

    Auch Werbung beeinflusst, was wir kaufen. Produktplatzierungen, oder auch „Werbeintegration“ genannt, ist eine gezielte Darstellung und Erscheinung von Markenprodukten auf bestimmten Plattformen: Das ist in Film- und Fernsehproduktionen, Videospielen, Videoclips, Zeitschriften und anderen Medien möglich. Die Platzierung soll uns insofern beeinflussen, dass wir das Produkt bestenfalls kaufen. Ohne unseren Konsum würden nämlich viele Unternehmen pleite gehen. Damit genau das nicht passiert, sorgen sie mithilfe von Werbung dafür, dass wir die Produkte kaufen.

    Auch sogenannte „Influencer“ spielen dabei eine große Rolle. Als „Influencer“ werden Menschen bezeichnet, die aufgrund ihrer starken Präsenz in den sozialen Netzwerken als Träger für Werbung dienen (= Influencer-Marketing). „Bibi“, alias Bianca Claßen, gehört beispielweise zu den sogenannten „Influencern“. Sie betreibt den YouTube-Kanal „BibisBeautyPalace“, auf dem sie Videos zu  Themen wie Kosmetik und Kleidung veröffentlicht. Auch Bibi sorgt dafür, dass wir die Lust am Kaufen nicht verlieren. Wenn Bibi sich in ihrem Video schminkt, dann lobt sie die Marke des Lippenstifts. Dabei wird ein Satz eingeblendet: „Unterstützt durch Produktplatzierungen.“ Das bedeutet, dass sie von der Lippenstift-Firma Geld dafür bekommt. Wie viel sie für diese Art von Werbung bekommt, weiß man nicht. Über Geld spricht Bibi nämlich nicht. Vielmehr erscheint sie als gute Freundin im Internet. Eine Freundin, die dir ein nettes Produkt empfiehlt.

    Unser Umfeld und unsere Wahrnehmung spielen beim Kaufen also eine wichtige Rolle und beeinflussen uns sehr. Unsere Geldquellen und die unserer Erziehungsberechtigten, sprich unserer Eltern, sind dabei aber ebenso wichtig  und entscheiden grundlegend darüber, was wir uns leisten können und was nicht. Denkt beim nächsten Einkauf als nicht nur an „Bibis Freundschaftsdienste“, sondern auch an euren Geldbeutel.

    von Marie Mielke, Jahrgang 8

  • Vor 40 Jahren: Der gigantische Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens

    Vor 40 Jahren: Der gigantische Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens

    Der Ausbruch des Mount St. Helens im Jahr 1980 ist der bis heute am besten beobachtete und untersuchte explosive Ausbruch.

    Am 18.05.1980 brach der Vulkan Mount St. Helens im Süden des US-Bundesstaates Washington aus. Der Ausbruch kündigte sich bereits wenige Wochen zuvor an. Schon im März gab es eine Reihe kleinerer Erdbeben in der Gegend um den Vulkan. Darauf folgten der Austritt von Wasserdampf und Asche. Schließlich beulte durch aufsteigendes Magma die Nordflanke des Vulkans derartig aus, dass es am 18.05.1980 gegen 08.32 Uhr zum Vulkanausbruch kam. Infolgedessen kam es zu einem Abrutschen der Nordflanke und zum Austritt heißer Aschewolken. Die Gegend um den Mount St. Helens wurde verwüstet. Dabei kamen insgesamt 62 Menschen um. Der Ausbruch des Mount St. Helens vom 18. Mai 1980 ist der bis heute am besten beobachtete und untersuchte plinianische* Ausbruch.

     

     

    * Plinianische Ausbrüche (= Eruptionen) sind außerordentlich explosive Ausbrüche, die mit gewaltigen Aschewolken verbunden sind. Plinianische Eruptionen verdanken ihren Namen Plinius dem Jüngeren, der den Ausbruch des Vesuvs und den Untergang Pompejis im Jahr 79 n. Chr. in zwei Briefen an den römischen Geschichtsschreiber Cornelius Tacitus beschrieb.

  • Flaschengarten anlegen: So holt ihr Euch die Natur in das eigene Zimmer

    Flaschengarten anlegen: So holt ihr Euch die Natur in das eigene Zimmer

    Der Wahlpflichtkurs „Klimawandel“, der von Herrn Fuchs angeboten wird, hat im Februar einen selbst errichteten Flaschengarten hergestellt. Er ist vergleichsweise einfach zu gestalten und verleiht dem schnöden Schulalltag, der sich mittlerweile in das eigene Kinderzimmer verlagert hat, einen grünen Anstrich. Der Flaschengarten kann in ganz verschiedenen Gläsern errichtet werden und funktioniert wie ein kleines Gewächshaus. Wie der Miniatur-Garten am besten angelegt wird, erfahrt ihr hier:

     

    Ihr benötigt zunächst ein Gefäß aus Glas mit einem gut verschließbaren Deckel. Am besten eignen sich dafür sogenannte Einmachgläser. Achtung: Je kleiner die Öffnung des Gefäßes ist, umso schwieriger gestaltet sich das Innere des Gefäßes. Am besten wählt ihr also ein Gefäß mit einer großen Öffnung. Doch auch kleinere Öffnungen sind kein Grund euch von einem Garten in eurer Lieblingsflasche abschrecken zu lassen, da ihr ja mit einer Pinzette oder Ähnlichem arbeiten könnt.

     

    Abbildung 1: Kleinblättriger Efeu im Flaschengarten.

    Nachdem ihr euch für ein Glas entschieden habt, legt ihr Kieselsteinchen am Boden aus und bedeckt diese anschließend dick mit Erde. Als Einfüllhilfe könnt ihr einen Trichter oder eine Papprolle verwenden. So bleibt auch die Glaswand sauber.

    Als Nächstes kommen natürlich noch Pflanzen in das Gefäß. Bei den Pflanzen ist es wichtig, dass sie das feucht-warme Klima unter dem Glas vertragen und nur langsam wachsen. Kleine Farne, Moose, Moosfarne, kleinblättriger Efeu, Zwerg-Grünlilie und viele weitere Pflanzen eignen sich dafür.

    Als Dekoration eignen sich natürlich noch Steine, Stöckchen, leere Schneckenhäuser oder Figuren. In einem Flaschengarten ist eurer Fantasie keine Grenze gesetzt.

    Schließlich solltet ihr den Flaschengarten mit handwarmem und möglichst kalkarmen Wasser angießen. Regenwasser zum Beispiel eignet sich bestens. Beim Angießen solltet ihr darauf achten, dass sich kein Wasser am Boden des Gefäßes ansammelt. Gießt am besten in Etappen.

    Abbildung 2: Flaschengärten im Unterricht.

    Die Pflanzen im  Flaschengarten müssen auch insgesamt nur wenig  gegossen werden. Ist das Gefäß  verschlossen, reicht es meist, die Pflanzen einmal im Monat oder sogar noch seltener zu gießen. Diese Naturvielfalt ist also einfach zu pflegen und noch dazu schön anzusehen. 

    Die Schülerinnen und Schüler hatten viel Spaß bei dem Projekt und haben außerdem gelernt, wie einfach es ist, sich mit wenigen Materialien die Natur nach drinnen zu holen.

     

    von Marie M. (8. Jhg.)

  • Taschengeldtabelle: Wie viel Taschengeld sollte ich bekommen?

    Taschengeldtabelle: Wie viel Taschengeld sollte ich bekommen?

    Wir haben Ende Januar an unserer Schule eine Umfrage mit verschiedenen Schülerinnen und Schülern zum Thema Taschengeld durchgeführt, weil immer wieder in den sozialen Medien davon berichtet wird, dass vor allem jüngere Kinder sehr viel Taschengeld bekommen. Erhalten Kinder tatsächlich zu viel Taschengeld? Eine Orientierung bieten nicht nur die nachstehenden Kommentare der Schülerinnen und Schüler, sondern auch die aktuelle Taschengeldtabelle im Vergleich (2020).

    Abbildung 1: Erst sparen und dann Geld ausgeben.

    Céline (10 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme im Monat 10 bis 12  Euro Taschengeld. Ich spare meistens mein Taschengeld. Wenn ich es dann doch ausgebe, dann kaufe ich mir davon meistens Kleidung oder – in der Cafeteria der Schule – ein belegtes Brötchen oder Ähnliches. Den Handyvertrag muss ich von meinem Taschengeld nicht bezahlen, den bezahlen meine Eltern.“

    Klara (11 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme im Monat 10 Euro. Ich spare mein Taschengeld eigentlich und wenn ich zusammengespart habe, gehe ich meistens mit meinen Eltern oder Großeltern einkaufen oder kaufe Geburtstagsgeschenke. Zu meinem Handy muss ich kein Geld beisteuern. Ich habe mein Handy zu Weihnachten von meiner Mutter geschenkt bekommen. Auch das musste ich nicht von meinem Taschengeld bezahlen.“

    Fatema (11 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme 50 Euro im Monat. Ich spare mein Geld erst und dann gehe ich shoppen. Meist kaufe ich mir Elektronikgeräte. Meine Eltern bezahlen außerdem meinen Handyvertrag für mich.“

    Aream (12 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme im Monat 30 Euro. Ich spare erst und gehe dann mit dem Geld shoppen. Meine Eltern bezahlen den Handyvertrag für mich.“

    Max* (10 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme dieses Jahr 6 Euro pro Monat. Und mit jedem Jahr bekomme ich 1 Euro mehr. Das Taschengeld richtet sich also nach der Klassenstufe. Erst spare ich mein Geld und dann kaufe ich mir auch schon mal teurere Sachen, oder kaufe Kleinigkeiten. Den Handyvertrag bezahlen aber meine Eltern für mich.“

    * Der Name wurde von der Redaktion geändert.

    Die Taschengeldtabelle 2020:

    Kindesalter Empfohlenes Taschengeld
    4 – 5 Jahre 0,5 Euro pro Woche
    6 – 7 Jahre 1,50 – 2 Euro pro Woche
    8 – 9 Jahre 2 – 3 Euro pro Woche
    10 – 11 Jahre 13 – 16 Euro pro Monat
    12 – 13 Jahre 18 – 22 Euro pro Monat
    14 – 15 Jahre 25 – 30 Euro pro Monat
    16 – 17 Jahre 35 – 45 Euro pro Monat
    18 Jahre 70 Euro pro Monat

    Nach: https://www.taschengeldtabelle.org/ [19.02.20].

     

    von Sophie B. (6. Jhg.) und Alia I. (5. Jhg.)

  • Meldung: CDU, wir warten …

    Meldung: CDU, wir warten …

    Die CDU hat es versäumt, angemessen auf Rezos Video „Die Zerstörung der CDU“ zu reagieren. Stattdessen hat die liebe Annegret vorgeschlagen, Meinungsäußerungen im Netz vor Wahlen zu regulieren. Viele finden das einfach nur lustig, doch für uns zeigt der Vorfall, dass die Probleme vielschichtiger sind: Rezo hat ein gut recherchiertes Statement auf Youtube präsentiert und die CDU reagiert mit einem Angriff auf die Meinungsfreiheit. Ein Akt der Hilflosigkeit, wie wir finden. Ein ebenfalls gut recherchiertes Video wäre angebracht. Wir warten.

    Der folgende Link leitet euch zu Rezos Video weiter. Dieses ist allerdings nicht das originale Video, da der KGS-Server den Zugriff auf das Video versperrt:

    Quelle: https://www.youtube.com/watch?time_continue=2929&v=KziBdWSCKYI [03.06.2019].

    Ihr seid nun aufgefordert: Schickt uns eure Meinungen zu Rezos Video und den Reaktionen im Netz über die untenstehende Kommentarfunktion.

  • Schülerüberwachung in den USA: Eine liebevolle Fußfessel?

    Schülerüberwachung in den USA: Eine liebevolle Fußfessel?

    Nachdem der Staat Florida Anfang Mai 2019, trotz des schuleigenen Sicherheitsdienstes, nach einem Amoklauf Lehrer bewaffnet hat, hat sich unser Autor mit weiteren Maßnahmen zur Schülerüberwachung in der USA beschäftigt. Er hält die Maßnahmen für vollkommen übertrieben.

    Eine Glosse von Jeremy Ben Zimmermann. (11G1)

    Hallo Sie, ja Sie als Elternteil, das über die Schülerzeitung versucht mehr über Ihr Kind zu erfahren. Ihnen ist die Smart-Watch und das Instagram-Profil nicht genug? Reicht es nicht, per GPS-Tracker der Smart-Watch den Standort zu erfahren, den Schlaf Ihrer Liebsten zu überwachen, oder per Schrittzähler zu wissen, ob Ihr Kind auch Sport macht?

    Dann haben wir die Lösung! Wandern Sie in die USA aus, das Land der Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten! Nachdem in Florida die Lehrer bewaffnet wurden, um die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen zu gewährleisten, bietet nun Alabama ein neues Highlight! Die elektrische Fußfessel als liebevolle, unzerstörbare, dauerhafte Nabelschnur zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Neben den oben genannten Features, die bereits eine Smart-Watch mit sich bringt, können Sie Bereiche festlegen, die ihr Kind nicht verlassen darf, etwa das Haus, die Schule oder der direkte Schulweg. Wenn Ihr Kind diese Gebiete verlässt, bekommt es eine gewaltige Ladung elterliche Fürsorge zu spüren. Und denken Sie daran, was für Sträflinge Standard ist, muss doch mindestens für Ihre Liebsten zu haben sein.

    Das Beste: Sie brauchen noch nicht einmal einen teuren richterlichen Beschluss zum Kauf der Fessel. Mit einer Fußfessel können Sie auch gleich den ungeliebten Freund Ihrer Tochter oder die Kumpels Ihres Sohnes loswerden, denn wer will mit einem Menschen zusammen sein, der so etwas trägt? Sie können Ihren Schatz bald wieder ganz für sich allein haben, haben die volle Sicherheit und Kontrolle über ihn.

    Also wandern Sie jetzt aus. In die USA!

  • Gendergerechte Sprache in Hannover: Warum politische Korrektheit in diesem Fall Unfug ist

    Gendergerechte Sprache in Hannover: Warum politische Korrektheit in diesem Fall Unfug ist

    In den vergangenen Wochen gab es eine große öffentliche Debatte über geschlechtsneutrale Sprache – angestoßen durch die niedersächsische Landeshauptstadt: Hannover hat in diesem Jahr die gendergerechte Sprache für den gesamten städtischen Schriftverkehr eingeführt. Unser Autor hält solche Versuche für großen Unfug.

    Ein Kommentar vom 14.05.2019

    Die Entscheidung der Hannoveraner Stadtverwaltung traf auf breite Zustimmung, aber auch auf Ablehnung und Gelächter. So titelte die „Welt“, dass Hannover künftig gendergerecht in Hannover*in und Erfurt in Er-/Sie-/Esfurt umbenannt werde. Auch weitere Beiträge zeigen, wie unnötig und übertrieben und lächerlich solche Maßnahmen im Sinne der politischen Korrektheit sind.

    Gegenüber Opfern von echter Diskriminierung erscheinen sie sogar zynisch, zum Beispiel gegenüber unbewaffneten schwarzen Jugendlichen in den USA, die ohne ersichtlichen Grund von Polizisten erschossen werden, gegenüber Mädchen in Afrika, die bei der Geburt verstümmelt werden, gegenüber Frauen in arabischen Ländern, die wegen sexueller Übergriffe gegen die eigene Person mit Steinigung bestraft werden und gegenüber Homosexuellen, die in manchen Ländern aufgrund ihres sexuellen Interesses inhaftiert oder sogar hingerichtet werden. Jene Menschen und ihre echten Probleme werden ignoriert, um sich darüber aufzuregen, warum es „Tomatenmark“ und nicht „Tomatenmarie“ heißt.

    Außerdem geht politische Korrektheit meist mit einer ganz bestimmten, gnadenlos rassistischen und sexistischen Einstellung von Menschen einher. Letztere bezeichnen sich selbst zwar als „politisch korrekt“, dieser Einstufung kommen sie aber ungefähr so nahe wie ich einer Bergziege. Diese Menschen sind der Meinung, dass weiße Menschen keinen Rassismus erfahren und dass Männer nicht zum Opfer von Sexismus werden können. Wer dem nicht zustimmt, läuft selbstverständlich Gefahr als Rassist, Sexist, AfD-Anhänger, Bild-Leser, weißer, heterosexueller Eis-Mann etc. abgestempelt zu werden.

    Dabei schafft politische Korrektheit Mauern zwischen Menschen verschiedener ethnischer Gruppen, weil sie den Fokus auf die Gruppenzugehörigkeit eines Menschen legen, wo diese eigentlich unwichtig ist und man diese Unterschiede ignorieren sollte. Sie bevormundet überdies Minderheiten, indem sie einer Minderheit zugehörige Menschen wie rohe Eier behandelt und nicht wie das, was sie eigentlich sind: Menschen. Sicher, der Artikel 3 unseres Grundgesetzes fordert vom Staat die Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und Hannover hat hier brav seine Hausaufgaben gemacht, doch die praktische Umsetzung des Artikels meint wohl kaum das Gendersternchen. Dennoch bleiben derartige Versuche übertriebener politischer Korrektheit etwas ganz Besonderes, um es politisch korrekt auszudrücken.

  • Bund und Länder sind sich beim Digitalpakt einig

    Bund und Länder sind sich beim Digitalpakt einig

    Berlin – Am 15. März stimmte der Bundesrat mit der benötigten Zwei-Drittel-Mehrheit für die Grundgesetzänderung des Artikel 104c und 104d.

    Damit ist der Weg frei für den sogenannten „Digitalpakt“, mit dem die Finanzierung für digitale Medien durch den Bund an den Schulen vorangetrieben werden soll. Eigentlich sollte der Pakt bereits im Januar beschlossen werden. Jedoch sahen sich die Bundesländer in ihrer Unabhängigkeit eingeschränkt, da die Bildung laut Verfassung allein Sache der Länder ist. Zudem hätten die Länder sich laut Gesetzentwurf des Bundestages zur Hälfte an den Kosten beteiligen sollen, dies lehnten die Bundesländer ab. So wurde durch den Bundesrat der Vermittlungsausschuss angerufen, der konnte erfolgreich zwischen Ländern und Bundestag vermitteln: Die Bundesländer bestimmen individuell, wie die Gelder eingesetzt werden, der Bund stellt lediglich die Mittel zur Verfügung und führt eine Statistik darüber. Auch die Regelung über die Kostenbeteiligung der Bundesländer fällt weg.

    Der Gesetzentwurf muss nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden und tritt dann in Kraft.

    Sollte dieser kein Veto einlegen, stehen ab sofort den Schulen circa 3,5 Milliarden Euro für die Anschaffung von digitalen Geräten und die Bezahlung für Fachpersonal zur Wartung von jenen Geräten zur Verfügung.

  • Whatsapp, Facebook und Instagram sollen zusammengelegt werden

    Whatsapp, Facebook und Instagram sollen zusammengelegt werden

    USA – Laut New York Times möchte Mark Zuckerberg bis Ende des Jahres WhatsApp, den Facebook Messenger und Instagram zu einem Dienst zusammenführen.

    Bereits 2012 kaufte Facebook Instagram auf, zwei Jahre später folgte dann WhatsApp. Damals war ein Grund für den Kauf die Abwanderung von jugendlichen Nutzern von Facebook zu Instagram und WhatsApp. Ein anderer Grund waren die Datendiebstähle Facebooks, welche besonders bei WhatsApp zu mehr Verwendern führte, da sich die Nutzer dort mehr Datensicherheit erhofften.
    Mit dem neuen Schritt würden nun Instagram und WhatsApp vollständig in Facebook integriert werden. Um die  technologische  Verschmelzung der drei Sparten voranzutreiben, arbeiten derzeit tausende  Programmierer unter der Leitung Mark Zuckerbergs an einer grundlegenden Überarbeitung der Software. So sollen die digitalen Protokolle und Schnittstellen vereinheitlicht werden. Im Play Store und im App Store würden die Apps jedoch weiterhin als eigenständige Angebote erscheinen, die Software wäre allerdings identisch.
    Diese Vereinheitlichung wird es unter anderem ermöglichen, dass künftig Benutzer von Instagram direkt mit Nutzern von WhatsApp kommunizieren könnten. Auch würde es Facebook mehr Kontrolle über die einzelnen Tochterunternehmen erlauben, alle Dienste hätten dann dieselbe Benutzeroberfläche. Die Unabhängigkeit der einzelnen Sparten würde insofern sinken, da die beiden Plattformen (Instagram und WhatsApp) technisch mit Facebook verschmelzen, obgleich Zuckerberg beim Kauf deren Unabhängigkeit versprach. Kartellrechtler fürchten daher ein starkes Facebook-Monopol.