9H1 trifft ins Schwarze

19 Klassen beteiligten sich am ersten Dart-Turnier der Marie Curie Schule

Ende Januar ging es hoch her im Freizeitraum der Marie Curie Schule, der von Dirk Meier betreut wird. Gemeinsam mit Mario Seebach, einem der beiden Hausmeister in Empelde, hatte er ein Dart-Turnier ausgerichtet.

Die 19 teilnehmenden Klassen wurden jeweils einzeln in im Freizeitraum empfangen, wo jede*r Teilnehmer*in nach einigen Übungsversuchen mit je drei mal drei Pfeilen die Klasse ein klein wenig näher Richtung Sieg zu bringen versuchte.

Die 9H1 hat das insgesamt besonders am besten hinbekommen und mit durchschnittlich 121,8 Punkten das Turnier für sich entscheiden können.

Mit diesem Sieg konnten sie sich 150€, welche vom Förderverein bereit gestellt wurden, für die Klassenkasse erspielen und einen Wanderpokal für ein Jahr ihr Eigen nennen. Denn so viel steht laut Mario Seebach fest: „Das Dart-Turnier wird es wieder geben.“ Vielleicht sogar jedes Jahr, denn der Sport sei seiner Meinung nach perfekt geeignet für schulinterne Turniere geeignet. Es sei nicht nur sehr leicht für jeden verständlich und umzusetzen, auch könne man beim Zählen der Punkte wunderbar Kopfrechnen üben. Doch bei weitem viel wichtiger findet Herr Seebach, dass Wettbewerbe wie diese die durch Corona angeschlagenen Klassengemeinschaften stärken und somit zu einem positiveren Schulklima beitragen würden.

Am 8.2 besuchten die Initiatoren gemeinsam mit einem Vertreter des Fördervereins die 9H1, um ihnen die Gewinne zu überreichen. Die Klasse rund um Herrn Horngacher freute sich sehr über den überraschenden Sieg und wer weiß, ob sie nicht nächstes Jahr wieder mitmachen.

-Johanna- 

Wir sind bunt!

Heute saß ich in der Schule auf dem Flur. Ich hatte eine Freistunde. Da sah ich 5 Schüler. Diese Jungs sprachen miteinander, lachten und alles sah sehr harmonisch aus.
Sie sprachen über ihre Nationalitäten und standen dabei vor einem Plakat an einer Pinnwand. Auf dem Plakate waren Flaggen verschiedener Staaten abgebildet.

Ich ging einige Zeit durch die Schule, um mir die Zeit zu vertreiben.
Als ich wieder in demselben Flur war, sah ich die Jungs immer noch über ihre Herkunft sprechen. Die einen erzählten, wie großartig ihr Land sei. Die anderen machten sich über fremde Staaten lustig. Zwei Flaggen waren inzwischen halb abgerissen. Ein weiteres Land wurde mit einem Stift hinzugefügt. Ein kleiner Teil des Plakates fehlte ganz.
Die Überschrift des Plakates lautete „Wir sind bunt“.

Die Ersteller des Plakates wollten wahrscheinlich damit ausdrücken, dass diese Schule viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Herkünften besuchen. Nicht nur Deutsche. Und sogar nicht nur Europäer.
Natürlich kann ich verstehen, dass Menschen Misstrauen gegenüber anderen Staaten haben. Nicht jede Nation hat die besten Beziehungen mit anderen. Man selbst ist manchmal stolz auf das, was das Heimatland erreicht hat. Konflikte passieren und gehören zum Alltag. Und nicht nur aufgrund von Heimatstaaten. Manche schlagen sich aufgrund von Fußballspielen, manche wegen der politischen Ausrichtung. Bei manchen Themen versteht man die Diskussion nicht und kann sich keine Meinung bilden. Bei anderen würde man eine klare Position unterstützen.
Meinungskonflikte und Unterschiede lassen sich in einer Welt, in der wir heute leben, nicht mehr vermeiden. Die einen sehen etwas so, die anderen so.

Die Mehrheit der Menschheit schaut sich selten auch einmal die anderen Sichtweisen an. „Vielleicht ist das alles gar nicht so dumm, was die anderen sagen.“ Aber wozu sollte man das tun? Man selbst hat doch die einzig richtige, perfekte und fehlerfreie Meinung. Die Argumente anderer zu akzeptieren und deren Gedanken zu folgen, kommt oft erst gar nicht infrage. Der Mensch hat halt etwas Stures an sich, das die eigenen Interessen nicht so einfach aufgeben will.
In Teilen ist so was ja nicht schlecht. Die eigenen Interessen werden zum Leben benötigt und eigene Meinungen sind unverzichtbar. Was würde denn mit Deutschland los sein, wenn uns alles egal wäre und wir alles so akzeptieren, wie es uns jemand vorsagt.

Das heißt jedoch nicht, dass direkt alles, was uns nicht gefällt, schlecht ist. Manchmal hört man nur einen Teil der Meinung. Aus dem Kontext gerissen kann vieles aggressiv und beleidigend gesehen werden. Erinnern wir uns an die Jungs vom Anfang. Sie hatten sich wahrscheinlich keine Gedanken darüber gemacht, welche Hintergründe das Plakat hatte. Sie sahen nur die Flaggen, die anscheinend solch eine Wut ausgelöst hatten, sie abzureißen.
Dabei war die Aussage eigentlich eine ganz andere: „Zusammen kann man leben und wir leben hier zusammen.“ Unabhängig von politischen Konflikten, Herkunft oder Glaubensrichtung.
Wir stehen weder für das eine, noch das andere Land.
Am Ende sind wir alle Menschen.

-Maximilian-

Es wird eng!

Was passiert zurzeit eigentlich in Empelde? Schon seit mittlerweile mehr als einem Jahr ist ein Teil des großem Pausenhofes in Empelde abgesperrt. Es entsteht ein neuer Anbau, der für die Jahrgänge fünf und sechs Platz in Empelde schaffen wird. Damit wäre die Marie Curie Schule endgültig zusammengeführt.
Zurzeit geht es jedoch nicht weiter und der Schulhof bleibt weiterhin Baustelle. Was bedeutet das eigentlich? Noch weniger Platz? Was genau der Umzug bringen soll, wann mit einer Eröffnung gerechnet werden kann und vieles mehr wird in diesem Artikel beschrieben. Dazu haben wir recherchiert und mit dem Schulleiter, Herrn Warneke, sowie der Standortleiterin in Ronnenberg, Frau Göhrich, gesprochen.

Ursprünglich sollte der Neubau 2023 eröffnet werden. Aber ob dieser Termin wirklich eingehalten wird, danach sieht es auf der Baustelle zurzeit nicht aus. Die Kosten sind geschätzt im zweistelligen Millionenbereich. Geplant waren rund 9,4 Millionen Euro. Das würde ausreichen, um jeden Tag für die nächsten 6500 Jahre einen Döner zu essen. Die ursprünglichen Kosten wurden durch Baustopps, und Probleme vergrößert. Dazu zählen zum Beispiel die Pandemie, Personalmangel und auch Beschaffenheiten des Baugeländes.

Und würde durch den Neubau nicht die beengte Pausenhofsituation noch weiter verschärft werden?
Seit Beginn des Baus haben vor allem Jahrgang sieben und acht deutlich weniger Platz auf dem Schulhof. Dieses Problem, so Herr Warnecke, würde sich mit dem vollendeten Neubau bessern. Es wird einen neuen größeren Pausenhof geben, der von fünfter und sechster Klasse, aber auch höheren Klassen genutzt werden kann. Es sind viele Freizeitgeräte wie Tischtennisplatten geplant und sogar mehrere Fußballplätze. Dieser Pausenhof wird den Schülern dabei helfen sich in den Pausen zu bewegen und beschäftigen.

Auch E6 und E7, die neuen Trakte für fünf und sechs, werden sich im Aufbau vom restlichen Gebäude unterscheiden. Die positiven Aspekte des Standortes Ronnenberg sollen mit dem Neubau nach Empelde gebracht werden. Die zurzeit rund 380 Schüler haben in Ronnenberg eine Art kleine Orientierungsstufe. Die hilft ihnen sich an die neue Umgebung und Lerntempos zu gewöhnen. Lerntempos, die sich eindeutig von der Grundschule unterscheiden. Lesewettbewerbe, Vorspiele und andere speziell für jüngere geplanten Veranstaltungen werden, so die Planung, natürlich erhalten bleiben.

Aber lohnt sich das alles eigentlich? Bis jetzt hat es doch auch funktioniert? Auf jeden Fall, mein Frau Göhrich. Aktuell müssen viele Lehrer mehrfach zwischen Ronnenberg und Empelde pendeln. So entstehen viele unnötige Freistunden und insgesamt ungünstige Stundenpläne. Dieses notwendige Pendeln ist nur möglich, weil es eine Art „Zeitverschiebung“ gibt. Die gemeinsame Organisation kann selten zusammen gemacht werden und vieles existiert doppelt. So gibt es zum Beispiel zwei verschiedene Schulleitungen, Sekretariate und zwei Mensen.

Wir persönlich finden den Umzug nach Empelde eine passende Lösung, um das Problem der „zwei Schulen“ aus dem Weg zu schaffen. Als ehemalige Fünftklässler können wir uns noch gut daran erinnern, wie sehr man sich gewünscht hat, in Empelde zur Schule zu gehen. Damals hatte ich aus Spaß gesagt: „In der Fünften bin ich der Jüngste, in der sechsten der älteste und in der Siebten wieder der Jüngste.“ Bald wird diese Logik nicht mehr auf die Marie Curie Schule zutreffen.  

-Johanna, Maximilian

 

 

 

Von der Schule zum Bürgermeister

Schülerzeitung im Gespräch mit Marlo Kratzke

                                                                                       

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, der Himmel ist klar. Ein schwarzes Auto fährt auf den Parkplatz der Marie Curie Schule. Die Tür schwingt auf und ein Mann steigt aus, dieser Mann ist Marlo Kratzke. Mit einem selbstbewussten Lächeln schreitet er über den Schulhof. Aufgeregt und auch etwas nervös begrüßen wir ihn. Nachdem wir uns alle vorgestellt haben, bringen wir ihn in den Besprechungsraum. Wir machen es uns gemütlich und schon beginnt der Fragenhagel.

Doch wer ist Marlo Kratzke überhaupt? Marlo Kratzke wuchs in Weetzen auf, seine Grundschulzeit verbrachte er in der Regenbogenschule ebenfalls in Weetzen. Danach wechselte er auf die Marie Curie Schule in den Gymnasialzweig, den er 2011 mit seinem Abitur abschloss. 2016 begann seine politische Laufbahn als Bezirksratsherr von Ricklingen, wo er auch zum Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde. Später übernahm er auch wichtige Aufgaben im Rat der Landeshauptstadt Hannover. Nach zahlreichen weiteren politischen Erfahrungen stellte er sich schließlich bei der Ronnenberger Bürgermeisterwahl zur Kandidatur auf. Mit Erfolg! Am 26.September 2021 wurde Marlo Kratzke zum Bürgermeister von Ronnenberg gewählt.

Doch zurück in die Gegenwart. Zuerst befragen wir ihn über seine Laufbahn an unserer Schule. (Weitere Ausführungen hinsichtlich seiner Karriere werden im zweiten Text ausführlicher behandelt.) Unsere Schule scheint ihm schon damals viel Freude bereitet zu haben und auch heute scheint er sich noch gerne an seine Schulzeit zu erinnern. ,,Ich bin meistens schon sehr gerne hier zur Schule gegangen“, erzählt er uns, als wir ihn danach fragen. Außerdem verrät er uns, dass er sich (entgegen unserer Erwartungen ) anfangs gar nicht so sehr für Politik interessiert hatte und dass es eher unsere Schule war, die ihn auf die politischen Pfade geführt hat. So sagt er wörtlich: ,,Also ich glaube ohne die Schule und die Lehrer hier wäre ich gar nicht erst Bürgermeister geworden.“ Vor allem sei es dabei aber Herr Franz und sein Politikunterricht gewesen, der ihn so richtig für diesen Lebensweg begeistert habe.

Generell scheint Herr Kratzke unsere Lehrer noch in sehr guter Erinnerung behalten zu haben. So spricht er zum Beispiel auch von Herrn Vogt sehr positiv, der seiner Meinung nach sehr lange diese Schule geprägt habe. Aber auch an Herrn Warnecke scheint sich unser Bürgermeister gerne zu erinnern. ,, Auf jeden Fall ein Lehrer, an den ich mich sehr gerne erinnere, ist Herr Warnecke, der bei mir tatsächlich auch eine Begeisterung für Mathe geweckt hat“. Doch auch über die anderen Lehrer habe er sich gefreut, als er unsere Schule im Sommer letzten Jahres mal wieder besucht hat.

Bei seiner damaligen Schulbesichtigung sei ihm aufgefallen, wie sehr sich unsere Schule in den letzten Jahren verändert hat. Nicht nur der gesamte Neubau, auch die Räume selbst haben sich massiv verändert. Beispielsweise erzählt er uns davon, wie überrascht er gewesen sei, als er gesehen hat, dass nun jeder Raum mit einem Smartboard ausgestattet ist. Außerdem hätten die Räume damals nur aus dünnen Plastikwänden bestanden, was vor allem im Sommer sehr problematisch gewesen sei. ,,Im Winter, da war es dann eisig kalt und im Sommer fast an der Hitzegrenze“. Solch katastrophale Umstände herrschen heute natürlich nicht mehr an unserer Schule und Herr Kratzke will dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Er will sich dafür einsetzen, dass der Luxus, den wir zurzeit mit unseren Apple TVS und Smartboards genießen, definitiv weiterhin zum Standard gehört, um den Schülern ein möglichst gutes Arbeitserlebnis zu gewährleisten.

Wir von der Schülerzeitung finden, dass das eine sehr schöne Einstellung ist und bedanken uns recht herzlich bei Herrn Kratzke, der seine Zeit für unser Interview geopfert hat.

Nele Schaaf,  Emma Cordes