Ein Meer aus Plastik



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https://www.wwf-junior.de/umwelt/plastikmuell-im-meer/

Plastik schadet unserer Umwelt mehr als man denkt . 70 Prozent der Erdoberfläche besteht aus den Meeren, die wir kennen. Mehr als die Hälfte des Sauerstoffs, den wir tagtäglich einatmen, wird von den Lebewesen in unseren Weltmeeren produziert. In jedem dieser Meere sind mehr als 100.000 Plastikteile. Mehr Plastik als Fische werden 2050 im Wasser schwimmen. Fische essen normalerweise Plankton; doch verwechseln sie inzwischen Plastik mit Plankton und essen es, genauso wie die Schildkröten auch. So werden nach und nach alle Lebewesen in den Meeren aussterben.

Aus diesem Grund wird dann auch kein Sauerstoff mehr produziert. Nicht nur die Meere und die Tiere leiden darunter, unsere Erde und wir Menschen auch. Wir tun aber nichts dagegen, dabei wäre es ganz einfach, etwas zu verändern.

Was können wir gegen Plastik im Meer tun?

Wir können darauf achten, weniger Plastik im Alltag und auch in der Schule verbrauchen, zum Beispiel können wir versuchen, Plastikgegenstände mehrmals benutzen, zum Beispiel die Tüten im Supermarkt. Wir können auch mehr Holzgegenstände benutzen, wie z.b Bambuszahnbürsten.

9 Beispiele mit denen wir Plastik vermeiden können:

  1. Brotdose aus Metall für die Schule verwenden
  2. In die Schule eine Metallflasche mitnehmen und diese in der Mensa auffüllen
  3. Plastiktüten am besten vermeiden oder eine Tüte mehrmals benutzen
  4. Naturprodukte (z.B. Holz oder Baumwolle) statt Plastikprodukte: Also einen Stoffbeutel zum Einkaufen
  5. Glasflaschen statt Plastikflaschen kaufen
  6. Lieber etwas Zeit für das Essen und Trinken nehmen anstatt „to go“ mitnehmen
  7. Nachfüllen statt nachkaufen, das geht am besten in „Unverpackt“-Läden
  8. Zahnbürsten aus Bambus benutzen
  9. Selbst kochen, da man dann nicht so viel Plastik produzieren muss und lieber keine Fertiggerichte essen

Hannovers neuer Oberbürgermeister

In Hannover wurde nach 6 Jahren ein neuer Oberbürgermeister gewählt, obwohl die reguläre Amtszeit 8 Jahre beträgt. Grund dafür ist die sogenannte „Rathausaffäre“.

Dabei geht es um den ehemaligen Oberbürgermeister Stefan Schostok und seinen damaligen Büroleiter Frank Herbert, gegen den Anklage wegen des Verdachts auf Untreue in besonders schwerem Fall erhoben wurde.

Stefan Schostok ist Ende April von seinem Amt zurückgetreten. Ihm wurde vorgeworfen, von der unzulässigen Gehaltszulage von rund 64.000€, die sein Büroleiter und der frühere Personaldezernent Harald Härke erhielten, gewusst zu haben, ohne etwas dagegen zu unternehmen.

Aus diesem Grund fand am 27.Oktober 2019 eine neue Oberbürgermeisterwahl mit 10 Kandidaten an. Da bei dieser Wahl jedoch keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhielt, kam es am 10.November zur Stichwahl zwischen Belit Onay von den Grünen und Dr. Eckhard Scholz, parteiloser Kandidat für die CDU, da diese beiden Kandidaten bei der Hauptwahl die meisten Stimmen erhielten.

Belit Onays Wahlprogramm steht für den Zusammenhalt in Hannover. Er beschreibt seine politische Vorgehensweise als „offen, transparent und zugewandt“, wobei er sehr viel Wert auf einen kulturellen Pluralismus legt, der in der Stadt herrschen soll. Belit Onay möchte mehr bezahlbaren Wohnraum in Hannover schaffen, um somit auch die Obdachlosigkeit zu umgehen. Des Weiteren legt er viel Wert auf eine klimafreundliche Infrastruktur.

Hingegen versucht Dr. Eckhard Scholz frei nach seinem Motto: „Klar in
der Sache, verbindlich im Ton, fair im Umgang“
, einen Neustart in Hannover anzustreben. Statt Konfrontation wünscht er sich, dass Hannovers Bürger kooperieren, sodass das Stadtklima sich bessert. Scholz möchte seinen Fokus konkret auf die soziale Belange der Stadt legen. Es sollen mehr bezahlbare Wohnräume und Konzepte für den Klimaschutz geschaffen werden .

Die Stichwahl gewann schließlich Belit Onay mit 52,9 Prozent der Stimmen. Auffällig ist dabei, dass dieser beispielsweise in der Calenberger Neustadt 72,5% der Stimmen erhielt, hingegen aber in Anderten nur 37,4%.

Mit Belit Onay als neuen Oberbürgermeister wird Hannover das erste Mal nach 70 Jahren nicht von der SPD regiert. Nun muss er zeigen, ob er den versprochenen Wandel auch umsetzen kann.

Fridays For Future, die wissenschaftliche Sicht

Bild produziert von AP Photo/Martin Meissner

https://images.app.goo.gl/SUR9gxcjrvaL1Unv7 (11.11.2019)

Fridays For Future kämpft für eine bessere Zukunft. Für eine Zukunft, in welcher der Klimawandel keine ernstzunehmende Gefahr mehr ist. Fridays For Future sieht es als gegeben, dass, wenn wir nichts unternehmen, die Welt, wie wir sie heute kennen, nicht mehr lange existieren wird.

Fangen wir aber erstmal mit dem Wort „Klimawandel“ im Allgemeinen an. Klimawandel hat es schon immer gegeben, der Konsens besteht auch in der Wissenschaft. Die Meinungen beim anthropogenen Klimawandel, also dem menschen-gemachten Klimawandel, gehen auseinander, zwar verneint ihn keiner, jedoch bezweifeln manche, ob er wirklich so starke Auswirkungen hat, wie von anderen Wissenschaftlern angenommen wird.


Nun also erstmal zu den Wissenschaftlern, welche befürchten, dass der anthropogene Klimawandel der Welt ernsthaft schaden könnte. Diese Seite stützt ihre These groß-teilig mit den Berichten/ Erkenntnissen des IPCC, dem Intergovernmental Panel on Climate Change (oft bezeichnet als Weltklimarat). Diese Berichte berufen sich auf Simulationen von Klimamodellen, welche versuchen das Klima auf der Welt möglichst genau zu prognostizieren, natürlich auch mit Einbezug der anthropogen erzeugten Treibhausgase. Mit diesen Modellen machten sie aber auch einen anderen Versuch. Sie ließen die Simulation einmal mit der Einflussnahme anthropogen Treibhausgase machen und einmal ohne. Dieser Versuch zeigte, dass das Klima ohne Einberechnung nicht angestiegen wäre. Eine weitere Stütze dieser These, welche auch besser zu beobachten ist, wäre ein Blick auf die historische Klimaentwicklung, denn die war lange Zeit relativ konstant, zumindest bis zur Industrialisierung, dort begann sie, fortgehend bis Heute, signifikant zu steigen. Dies ist auch ein Grund zur Annahme für viele Wissenschaftler, dass der Mensch sehr wahrscheinlich schuld an dieser Entwicklung ist, bzw. ein nicht geringes Teil dazu beiträgt.

Einer anderen Gruppe von Wissenschaftlern fehlen jedoch die eindeutigen Beweise, dass der Mensch wirklich schuld daran ist. Diesen eindeutigen Beweis kann nämlich keine Klimasimulation eines Modells erbringen, denn das Klima ist unberechenbar. Es gibt viel zu viele Einflüsse, die das Klima beeinflussen, von denen manche vielleicht noch nicht mal bekannt sind. Der Blick auf die historische Klimaentwicklung ist genauso wenig sagend, denn es stimmt zwar, dass das Klima lange Zeit konstant war, jedoch war es trotzdem nicht immer so. Die Zeit bevor sich das Klima eingependelt hat, war nämlich nicht so ausgeglichen, manchmal gab es Wärmeperioden, manchmal aber auch Kälteperioden. Auch ist es so, dass es in der Zeit, in welcher das Wetter relativ konstant war, starke Klimaschwankungen gab, z.B. wurde im elften Jahrhundert Landwirtschaft in den Alpen betrieben. Das sind wohl ein paar der Gründe, weshalb manche nicht direkt sagen würden, dass der menschlicher Einfluss daran schuld ist.

Mein Senf zum Ganzen:

Ich persönlich habe nichts dagegen, mehr auf unsere Umwelt zu achten und finde es sogar wichtig, dies zu tun. Denn eigentlich müssen wir es sowieso machen, da die größten Treibhausgasquellen nun mal endliche Ressourcen wie Gas, Kohle etc. sind. Selbst wenn der Dreck, bzw. der Schaden, welchen wir hinterlassen noch keinerlei größere Auswirkung auf uns hat, wird er es irgendwann haben. Eigentlich hat er es auch schon, nur nicht für uns Menschen. Er wirkt sich bis jetzt nur auf die Tiere aus. Die Lebewesen auf diesem Planeten, welche am wenigsten dazu beitragen (außer vielleicht die Kühe). Denn diesen Lebewesen nimmt der Schaden, welchen wir hinterlassen, alles. Wir nehmen ihnen den Platz zum Leben. Wir nehmen ihnen die Möglichkeiten zum Leben. Am Ende vielleicht sogar die Luft zum Leben. Diese Entwicklung finden wohl die Wenigsten gut und selbst wenn, nur bis zu dem Moment, in welchen sie noch nicht davon betroffen sind.

Was ich an Fridays For Future kritisiere:

Dementsprechend sollte ich auch eigentlich nichts gegen Fridays For Future haben. Dies stimmt auch eigentlich. Natürlich finde ich es sogar gut, dass es so vielen wichtig ist Etwas gegen die derzeitige Situation zu machen. Mich persönlich stört es nur, wie sie es tun und was so Nebenfolgen des Ganzen sind. Denn was sie im Ganzen wollen sind mehr Steuern und Verbote, da stell ich mir persönlich die Frage, was es bringt, dass Leben in Deutschland noch schwerer zu machen. Denn Steuern bewirken zumindest zum Teil, dass Menschen weniger Geld in der Tasche haben. Klar, sie haben auch einen gewissen Nutzen und Sinn, aber dieser ist mir nicht groß genug, um auf einmal für jeden festzulegen, dass er nun einfach noch weniger Geld hat. Dies sorgt ja auch eigentlich eher dafür, dass die Leute noch mehr auf Billigartikel angewiesen sind, welche nun mal eher aus nicht nachhaltigen Material bestehen. Und eigentlich sehe ich dort auch nicht direkt, inwiefern das was verbessert. Denn die logische Schlussfolgerung daraus ist eigentlich, dass die etwas Reicheren zwar etwas mehr bezahlen müssen, es jedoch aber sehr wahrscheinlich immer noch machen werden, im Gegensatz zu den etwas Ärmeren, welche es sich nicht mehr leisten könnten. Dies würde meiner Meinung nach nur Ungerechtigkeit fördern. Andere schlechte Auswirkung, ob das nun gewollt ist oder nicht, ist die mit Fridays For Future einhergehende Diffamierung und Kleinrede der Wissenschaftler, welche andere Positionen vertreten und nun mal nicht unbedingt Unrecht haben. Zumal weißt das für mich auch auf, dass es ideologisches Handeln ist und dem würde ich mich niemals anschließen. Verbote finde ich persönlich, sind auch nie das Wahre, denn Leute noch mehr einschränken, wird ihnen sicherlich nicht das Gefühl der Verbundenheit zur Erde geben und ich finde, um wirklich handeln zu können, muss man dieses erst erschaffen.

Arbeitsplatz mit Aussicht

Es ist 13:10 Uhr. Der Weg zum Schulleiter, Herrn Warneke, führt durchs Sekretariat. Hier haben Frau Kockemüller und Frau Widera den Überblick. Sie wissen Bescheid, dass wir einen Interviewtermin haben und Herr Warneke sich unseren Fragen stellen wird. Da wir zu früh gekommen sind, stehen wir noch einen Moment rum. Wir warten im „geheimen Flur“. Das ist da, wo die Lehrer ihre Fächer haben. Hier kommen wir uns ein bisschen fehl am Platz vor. Viele Lehrer laufen herum. Einige wirken gestresst.

Pünktlich zu unserem abgemachten Termin um 13:15 Uhr erscheint Herr Warneke. Er wirkt ein wenig erstaunt, dass wir schon da sind. Nach einer Begrüßung legt er seine Sachen in sein Büro und führt uns zum Konferenzraum zwischen dem Lehrerzimmer und der Aula. Dort setzt er sich an die Spitze des Tisches, wie ein Chef. Es erinnert an eine Szene aus einem Film. Wir ziehen unsere Jacken aus und starten mit dem Interview.

Herr Warneke war, bevor er Schulleiter wurde, dessen Stellvertreter. Er organisierte die Stunden- und Vertretungspläne, kümmerte sich maßgeblich um den Lehrereinsatz. Er war der Organisationsleiter. Auf diesem Posten wollte er ursprünglich bleiben. Als dann allerdings Herr Dr. Hellberg, der ehemalige Schulleiter, in Rente ging und es keinen Nachfolger gab, bewarb sich Herr Warneke und bekam die Stelle.

Das Büro des Schulleiters ist zentral gelegen. Das gefällt ihm. Von dort kann er auf den Schulhof schauen, seinen Lieblingsort: „In den 20-Minuten-Pausen passiert dort unglaublich viel.“ Er vermittelt den Eindruck, dass eine Schule für ihn lebendig sein muss.

Auch sonst macht ihm seine Arbeit Spaß. Dennoch würde er gerne mehr unterrichten: „Das ist es, was ich gelernt habe.“ Mathe und Physik sind seine Fächer. Das kommt für uns unerwartet. Von seinem ersten Eindruck passt er nicht in das typische Bild eines Mathe- oder Physiklehrers, das viele Schüler haben. Er ist spontan, witzig, fröhlich und wir können ihn nur schwer mit Fächern in Verbindung bringen, in denen das Rationale im Mittelpunkt steht.

Es gibt viele Herausforderungen in seinem Beruf. Die lägen auch darin, dass alle Menschen eine Meinung zum Thema Schule haben: „Viele sind uns gegenüber voreingenommen, da sie selber Schüler waren.“ Die Arbeit mit den Schüler*innen selbst kann auch schwierig sein, macht ihm aber am meisten Spaß, denn das hat er als Lehrer gelernt. Dabei stört ihn manchmal, dass viele Schüler*innen zu angepasst sind. Er wünschte, sie seien selbstbewusster.

Während Herr Warneke weiter am Kopf des Tisches sitzt, erzählt er auch von den Schwierigkeiten im Leben eines Schulleiters. Am schwersten wiegt, dass hinter ihm niemand mehr steht. Wenn etwas Schlimmes passiert, ein Unfall geschieht, ein Feuer ausbricht, muss er am Ende seinen Kopf hinhalten. Doch es bleibt kaum Zeit, sich mit solchen Gedanken allzu lange zu beschäftigen. Dafür sind die Aufgaben eines Schulleiters zu vielfältig.

Dabei leitet Herr Warneke mit der Marie Curie Schule eine Schule, deren Schulform es im niedersächsischen Schulgesetz gar nicht mehr gibt: „Ich versuche mit Schulleitern anderer kooperativen Gesamtschulen, das zu ändern“, erklärt Herr Warneke. Für ihn ist diese Schulform die erfolgreichste. Sie spiegele den gesellschaftlichen Alltag am besten wider. Menschen aus den unterschiedlichen Milieus lernten hier unter einem Dach. Verschiedene Fächer würden integrativ unterrichtet. Hier nimmt er Sport oder Kunst als Beispiel. Dort gibt es keine Unterschiede in der Bildung zwischen dem Gymnasial- oder Hauptschulzweig. In anderen Fächern, wie den Fremdsprachen, Deutsch oder Mathe mache es aber Sinn, nach Schulzweigen zu differenzieren.

Sehr positiv erzählt Herr Warneke von den Lehrern an dieser Schule. Die findet er besonders gut. Viele von ihnen hat er selbst eingestellt. Trotzdem hätte er gerne mehr: „Zehn neue Lehrer würden reichen, damit nicht so viel Unterrichtsstoff durch die vielen entfallenen Stunden verloren geht.“ Zu wenig Lehrer scheint ein großes Problem an Schulen zu sein.

Während wir miteinander reden, schweift der Blick von Herrn Warneke immer wieder ab. Er schaut aus dem Fenster, ins Weite. Malt sich vielleicht aus, wie die Schule in Zukunft aussehen wird. Wenn er davon spricht, dass die Schuljahrgänge fünf und sechs in Zukunft nach Empelde umziehen, gerät er ins Schwärmen. Am liebsten hätte er das Gebäude da, wo jetzt der Ententeich ist. „Das ist aber nicht möglich“, erzählt er.  Dennoch freut er sich auf den bevorstehenden Anbau und den folgenden Umzug. So wächst die Schule weiter zusammen.