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Fachseminar Politik-Wirtschaft

Die Ausbildung im Fach Politik-Wirtschaft am StS Hannover II (LA Gym) wird betreut durch:

Anna-Katharina Thoms (StR‘), Ausbilderin im Fach PW
Götz Thomsen (StD), Fachleiter PW

Termin der regelmäßigen Fachsitzungen:
>> siehe Fachseminarplan


Zur Ausbildung allgemein:

Die zweite Ausbildungsphase im Fach Politik-Wirtschaft am Studienseminar II hat zum Ziel, die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiVD) zu befähigen, ihren Fachunterricht kompetent zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Anknüpfend an die während des Studiums erworbenen Kompetenzen und ggf. schon vorhandenen Unterrichtserfahrungen wird in den 18 Monaten kontinuierlich und entwickelnd an der Erweiterung vorhandener und dem Aufbau neuer Kompetenzen gearbeitet.

Zu den elementaren Bestandteilen der zweiten Ausbildungsphase gehören Unterrichtsnachbesprechungen im Rahmen der Unterrichtsbesuche und die vierzehntägigen gemeinsamen Fachseminare. Bei den Unterrichtsbesuchen steht der individuell geplante Unterricht und stehen vor allem die diesbezüglichen Unterrichtserfahrungen der LiVD im Mittelpunkt. Der Unterricht wird regelmäßig und zumeist unmittelbar im Anschluss nachbesprochen, ausgehend von den Wahrnehmungen und gewünschten Besprechungsschwerpunkten der LiVD. Die Besprechung versteht sich als Möglichkeit, auf der Grundlage des gemeinsam erlebten Unterrichts zentrale Aspekte der Stunde zu erschließen und zu reflektieren. Ziel ist es, für die eigene Professionalisierung eine möglichst hilfreiche und wirksame Beratung zu erreichen, die von den eigenen Ideen der LiVD ausgeht und vorhandene Kompetenzen stärkt. Für Planungsvorhaben von Unterricht kann auch im Voraus beraten werden. Als besonders hilfreich haben sich auch gegenseitige Teilnahmen an Unterrichtsbesuchen der LIVD erwiesen. Wir befürworten ausdrücklich auch die Hospitation bei Unterrichtsbesuchen über die Grenzen beider Politik-Fachseminare hinweg. Daher gestalten wir auch im Regelfall die Einführungsveranstaltung gemeinsam, um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen und so Hemmungen abzubauen.  

Die Fachseminare sind vorrangig an dem Kompetenzaufbau für das fachliche Unterrichten ausgerichtet. Daher besteht grundsätzliche eine weitreichende Einbeziehung von Unterrichtspraxis in die Seminararbeit. Neben thematisch festgelegten Bausteinen ist die inhaltliche Mitgestaltung der Fachseminare entsprechend aktueller Bedürfnisse, Beratungsanliegen oder Interessen der LiVD explizit erwünscht.

Zum Fach:

Als Integrationsfach, das die wissenschaftlichen Domänen Politik und Wirtschaft verbinden soll, finden sich in den Kerncurricula inhaltliche Vorgaben, die sich mehr der Politik oder der Ökonomie zuordnen lassen, und auch deutlicher integrierende Inhalte. Die wissenschaftsbezogenen Unterschiede lassen sich auch auf Ebenen der einbezogenen Theorien und Modellen, der Zielimplikationen und der verwendeten Fachkonzepte ablesen, wodurch das Herausfordernde eines Integrationsfaches deutlich wird. Auch didaktisch bestehen zwischen politischer und ökonomischer Bildung durchaus Spannungsverhältnisse, die Unterrichtsvorbereitung interessant, aber auch anspruchsvoll machen. Als Lehrende sind wir zudem dem Prinzip der Aktualität verpflichtet, wenn wir die Lernenden an politische Auseinandersetzungen herführen wollen. Als besonders hilfreich für eine leichtere Zugänglichkeit des Unterrichts für die Lernenden befürworten wir zudem die Berücksichtigung der Prinzipien der Problem- oder Handlungs- und Konfliktorientierung und auch der Schülerorientierung.

Das sind Rahmenbedingungen, die besondere Chancen bieten, für Politik allgemein zu werben und Demokratiebildung zu fördern, bringen aber auch anspruchsvolle didaktische Planungsentscheidungen (z.B. Reduktion / Schwerpunktsetzung, aber auch z.B. die Passung des Materials zur Lerngruppe) bei komplexen politischen und ökonomischen Sachlagen mit sich.

Das Unterrichten des Fachs „Gesellschaftslehre“ an Integrierten Gesamtschulen im Rahmen des Vorbereitungsdienstes stellt aufgrund der geschichtlichen und erdkundlichen Anteile eine zusätzliche Herausforderung dar. Eine strukturell abgesicherte und mit grundständigen Fächern vergleichbare Ausbildung für dieses Fach ist in Niedersachsen weder in der ersten, noch in der zweiten Ausbildungsphase verankert. Das Studienseminar Hannover II bietet für alle Lehrkräfte mit dem Fach PW einmal pro Jahr eine Zusatzqualifizierung „Qualifizierung in Bezug auf die Einzeldisziplinen Geschichte, Erdkunde und Politik/Wirtschaft im Unterricht der Gesamtschulen“ als Kompaktseminar im Umfang von 20 Stunden an.

Zu den Unterrichtsbesuchen:

Die didaktisch-methodische und inhaltliche Breite des Integrationsfaches Politik-Wirtschaft sollte sich auch in den verschiedenen Unterrichtsbesuchen widerspiegeln, sodass unterschiedliche unterrichtspraktische Aspekte beratend besprochen werden können. Mittelstufen- und Oberstufenunterricht sollen ungefähr zu gleichen Teilen vertreten sein, dabei ist die Kursstufe (Jahrgänge 12 /13) hinsichtlich größerer fachlicher Anforderungen ausreichend zu berücksichtigen.
Für den Unterricht im Fach Gesellschaftslehre an Integrierten Gesamtschulen gilt, dass vorrangig politische oder ökonomische Schwerpunkte in den zu unterrichten Themenfeldern des Fachs „Gesellschaftslehre“ für Besuche auszuwählen sind.


zuletzt aktualisiert Aug. 2026