Im Jahr 2023 testete die internationale Vergleichsstudie ICILS (International Computer and Information Literacy Study) zum dritten Mal in Folge die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe. Es zeigt sich insgesamt eine ungünstige Entwicklung mit einem deutlichen Rückgang der mittleren Kompetenzen. Außerdem hat sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die nur die unteren beiden Kompetenzstufen erreichen, deutlich erhöht (2018: 33 %; 2023: 40 %). Neben den Kompetenzen werden in der ICILS auch die Voraussetzungen für den Kompetenzerwerb in den Blick genommen, wie die technische Ausstattung, die digitalisierungsbezogenen Kompetenzen von Lehrkräften und die sozioökonomischen Rahmenbedingungen. Dabei zeigen sich hinsichtlich der Verfügbarkeit und der Quantität des Einsatzes von digitalen Medien im Unterricht durchaus günstige Entwicklungen. Die Ausstattung verbesserte sich über alle Merkmale (z. B. W-Lan Zugang, E-Mail-Konten, Anwendungen und Lernmanagementsysteme) hinweg deutlich und 70 % der Lehrkräfte in Deutschland geben an, digitale Medien mindestens einmal am Tag in ihren Unterricht zu integrieren. 2018 waren es nur etwa 23 %.
Die Studie erfasste die Selbsteinschätzung von Lehrkräften zu den Fragen in der Abbildung unten. Die digitalisierungsbezogenen Kompetenzen der Lehrkräfte stellen eine eine wichtige Voraussetzung für die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler dar, da sie den qualitätsvollen und lernwirksamen Einsatz von digitalen Medien fundieren.
Abbildung 1: Digitalisierungsbezogene Kompetenzen von Lehrkräften – Einsatz und Förderung, Selbsteinschätzung, Ergebnisse ICILS 2023, eigene Darstellung.
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