Am letzten Tag vor den Herbstferien fuhren wir nach Plate. Dort feierten wir mit den Platern Grundschülern und Kollegen in der schönen Dorfkirche das Erntedankfest. Weil man selten im Alltag „Danke“ für „Selbstverständlichkeiten“ wie den täglich gedeckten Tisch oder für Kleidung, für Familie und Gesundheit sagt, ist es wichtig, einmal im Jahr inne zu halten und den Blick auf diese Dinge zu lenken.

Zwei kleine Anekdoten:
>>>Die Pastorin erzählte die Geschichte vom Reichen Kornbauern und fragte, was er mit seiner Ernte machen könnte? Die Kinder zählten ein Festessen, sie spenden, sie teilen, alles aufessen… auf. Ein Junge aus der 2. Klasse meldete sich voller Eifer und antworte auf Nachfrage: „Na, Silage!“
>>>Die Pastorin fragte, was wir alles bräuchten, damit eine Pflanze gut wächst. Die Kinder sagten: Wasser, Sonnenlicht, Wärme, Regen, Erde, Dünger („Kuhmist, viel Kuhmist!“, kam der Zwischenruf). Ein Junge aus der 1. Klasse meldete sich sehr lange und ausdauernd, kam schließlich als Letzter dran und meinte: „Geduld.“



anderes im Schuljahr machen. Für die Erstklässler brachte Herbert noch einen besonders edlen Honig mit: flüssig, goldenen Waldhonig. Natürlich berichtete er auch von der Besonderheit dieses Honigs: Dieser entsteht nicht aus Blütennektar, sondern aus Honigtau – den Ausscheidungen von zB. Blattläusen. Da staunten Kinder (und auch Lehrer) nicht schlecht! Zur Freude aller bekam jeder ein kleines Honiggläschen für zu Hause. Manchen Kindern schmeckte der Honig jedoch so gut, dass sie die süße Flüssigkeit gleich auf dem Schulhof ausschleckten. 😉