„Den Toten einen Namen geben“

pm Haren Unter dem Motto „Wir ziehen in den Frieden“ gestalteten Schüler des Gymnasiums Haren an der Kriegsgräberstätte in Oberlangen eine Feierstunde, um der im Zweiten Weltkrieg in den Emslandlagern umgekommenen sowjetischen Kriegsgefangenen zu gedenken.

Im Rahmen des Projekts „Den Toten einen Namen geben“ wurden wiederholt Tontafeln mit den Namen der umgekommenen Soldaten angefertigt und nun am Friedhof angebracht, nachdem zuvor anhand von Quellenmaterial eine intensive Beschäftigung mit den Schicksalen der Opfer stattgefunden hatte. Zusammen mit Oberstudienrätin Katrin Kleesiek-Herding, Studienrätin Wilma Meyering und Studienrat Tim Strohmeier und in Kooperation mit der Gedenkstätte Esterwegen hatten sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6, 9 und 12 mit den Schicksalen der Opfer beschäftigt.

Mit den installierten Namensstelen eröffnet der Kriegsgräberfriedhof Oberlangen für Besucher zunehmend ein Verständnis dafür, dass hier Menschen ohne Nennung ihrer Identität begraben wurden, wobei die genaue Anzahl trotz intensiver Forschungsarbeit auch heute noch unklar ist.


Schüler des Gymnasiums Haren gestalteten eine Feierstunde an der Gedenkstätte in Oberlangen.
Foto: Gymnasium Haren

aus: Meppener Tagespost, Ausgabe 19.12.2018, S. 17