Schulhündin Pauline

Pauline wurde am 2. März 2008 geboren und ist eine wilde Mischung aus Dalmatiner,
Münsterländer, Border Collie und Schäferhund. Sie stammt aus einem Wurf mit neun
Welpen. Seit Anfang Juni 2008 liegt die Genehmigung der Landesschulbehörde
Osnabrück vor und Pauline begleitet mich seitdem tagtäglich in meinen Unterricht.

Pauline ist ein Schulhund, d.h. sie geht in der Schule ihrer Arbeit nach. Sie ist kein
Therapiehund. Ein solcher Einsatz wäre in der Schule auch nicht möglich. Inzwischen
gehört Pauline zum Schulalltag. Nur für die jungen, neuen Schülerinnen und Schüler ist
es noch aufregend, einen Hund in einer Schule zu erleben.

Damit ängstliche oder allergische Kinder und Kollegen dem Hund bewusst aus dem Wege
gehen können, habe ich einen eigenen Raum (F 8) bekommen, nutze nur einen bestimmten
Weg aus dem Gebäude und halte mich mit dem Hund lediglich auf dem hinteren Schulhof
zur Aufsicht auf.

Kommen die Klassen zu mir in den Raum, hält sich Pauline vorne am Pult auf, damit alle
Schülerinnen und Schüler ungehindert ihren Platz erreichen können. Zugleich kommt
auch Pauline nicht zu Schaden. Hat der Unterricht begonnen, darf Pauline durch den
Raum streichen. Dabei legt sie sich mal hier, mal dort hin. Manche Stunde verschält sie
aber auch komplett auf ihrer Decke. Zum Ende der Stunde kommt sie zum Pult zurück.

Gerade in den ersten Stunden mit Hund sind die jüngeren Schülerinnen und Schüler
aufgeregt und lassen sich leicht ablenken. Schnell stellt sich jedoch aufgrund der
gesamten Unterrichtssituation eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre ein. Die Kinder
erleben eine positive Lernumgebung, in der Pauline eine richtige Rolle spielt. Sie lernen
Rücksichtnahme und Empathie.

Silke-C. Koop