Demokratie leben – Zukunft gestalten

Anlässlich des alljährlichen Couragetages an der Albert-Schweitzer Hauptschule

Der diesjährige Couragetag an der Albert Schweitzer Hauptschule im Rahmen des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ fand am 17. Februar 2026 unter dem Motto „Nachhaltigkeitsziele – Schwerpunkt Demokratiebildung“ statt. Im Zentrum standen dabei die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und die Frage, wie demokratisches Handeln, Mitbestimmung und Verantwortungsbewusstsein sowohl im Schulalltag als auch in der Gesellschaft gelebt werden können.

In unterschiedlichen Workshops haben sich die Schülerinnen und Schüler der gesamten Schule mit dem weiten Feld der Thematik des Couragetages auseinandergesetzt. Verschiedene Themenkomplexe – von Selbstverteidigung für Mädchen über faire Beteiligung und Diskriminierungskritik – wurden aufgegriffen und ausgearbeitet, unter anderem durch externe Anbieter aber auch durch einige Kolleginnen und Kollegen.

Im Mittelpunkt aller Angebote stand die aktive Teilhabe an der demokratischen Gesellschaft Deutschlands und die Frage, wie junge Menschen frühzeitig Verantwortung für ihr eigenes Leben und ihr Umfeld übernehmen können. Besonders eindrücklich war für viele der Workshop „Gefangene helfen Jugendlichen“: Ausgehend von der Biografie des Vortragenden erhielten die Schülerinnen und Schüler ehrliche Einblicke in Fehlentscheidungen und deren Konsequenzen – verbunden mit der eindringlichen Botschaft, sich rechtzeitig „rauszuhalten“, den eigenen Weg bewusst anders zu wählen und einen Abschluss zu machen, der ihnen im Leben sehr vieles erleichtern wird.

Für die Mädchen der Jahrgänge 5 bis 7 bot das Sicherheitstraining durchgeführt von dem Verein „Sicher und Stark“ aus Braunschweig die Möglichkeit, Grenzen zu erkennen und zu setzen, Gefahrensituationen besser einzuschätzen und an Selbstbewusstsein zu gewinnen. Die Jungen der Klassen 5 bis 8 nahmen an einem Sozialtraining im Jugendzentrum Vechelde teil, in dem respektvoller Umgang, Konfliktlösung und faires Miteinander im Vordergrund standen. Das Jugendfinanzcoaching Caritas e.V., zeigte im zehnten Jahrgang praxisnah, wie verantwortungsvoller Umgang mit Geld, Verträgen und Schuldenfallen aussieht. Im Workshop „Rassismus im Fußballalltag“ reflektierten die Teilnehmenden Diskriminierungserfahrungen im Sport, diskutierten Zivilcourage und überlegten, wie sie aktiv zu einem respektvollen Miteinander auf und neben dem Platz beitragen können. So wurde deutlich, dass Demokratiebildung immer auch mit konkreter Lebenswelt, persönlicher Haltung und gelebter Beteiligung verbunden ist.

Text: Schule

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