Musiktheater

In der Musiktheater-AG der Grundschule Hogenkamp, die sich aus 21 Kindern der Klassen 3 und 4 (darunter 8 Kinder mit „besonderen Begabungen“) zusammensetzte, haben wir in 9 Monaten ein Theaterstück entwickelt.

Aus kleinen szenischen Spielen und theaterpädagogischen Übungen ist die Idee der Rahmenhandlung (ein Museumsbesuch einer Schulklasse) entsprungen.

Schnell wurden die Kinder kreativ und entwickelten Szenen aus „anderen Welten“, die diese Klasse gemeinsam erlebt, indem sie in das jeweilige Bild  hereingezogen wird bzw. wie das der Oberschlaumeister der Klasse erklärt, indem sie „hypergalaktisch transzendiert“ werden.

Während die Lehrerin, Frau Hüterrich, sich die abenteuerliche Geschichte des Museumswärters anhört, der ihr aufgeregt erklärt, dass das goldenen Schwert der Statue verschwunden sei, erleben die Kinder Abenteuer in einer Mittelalterszene.  Sie haben auch Kontakt mit Robotern, die die 7. Dimension bereits kennen. Außerdem geraten sie in eine Märchenwelt mit Waldgeistern und bringen dort einiges durcheinander, weil sie Rotkäppchen schon verraten, was der Wolf gleich mit ihr vorhat. Zuletzt finden sie sich mitten in einem wilden Hexentanz wieder. Die Hexen wollen gerade einen Zaubertrunk brauen, als die Kinder das goldene Schwert entdecken. Im letzten Augenblick holt die Statue sie aus dem Bild heraus.

Und als Frau Hüterrich mit dem Museumswärter wiederkommt, ist auf wunderliche Weise das Schwert der Statue wieder da…

Passend zu den so entstandenen Szenen wurden Musikstücke, Tänze und Lieder gesucht oder umgetextet. Einige Kinder brachten ihre Fähigkeiten des Instrumentenspiels (Klavier, Saxofon, Fagott) mit ein, andere erfanden Musik auf Orff´schen Instrumenten.

Jedes Kind konnte sich aussuchen, welche Rolle es übernehmen wollte. Manche Kinder hatten mehrfach Rollen und alle zusammen suchten  nach Kostümen und Requisiten.

Da diese AG von 2 Lehrkräften geleitet wurde, konnten wir die Gruppe für Proben einzelner Szenen oder Musikstücke sowie zum Bau der Bühnenbilder aufteilen.

Außer der wöchentlichen AG-Stunde waren mehrere Wochenendproben nötig.

Alle Kinder konnten sich auf ganz vielfältige Weise mit ihren Ideen und Begabungen einbringen.

Bei den Aufführungen vor Schülern unserer und anderer Schulen, Kindergartenkindern und Eltern, Angehörige sowie andere Interessierte sprang der Funken der Begeisterung, den die Kinder beim Spielen „ihres Stückes“ versprühten, über. Die große positive Resonanz ermutigt uns Lehrkräfte darin, mit solchen Musiktheaterprojekten weiterzumachen.

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