Schlagwort: KGS

  • Leistungsspangenabnahme an der KGS Neustadt

    Leistungsspangenabnahme an der KGS Neustadt

    Abzeichen (Foto: Nina L.)

    Am vergangenen Sonntag, den 15. September 2019, fand an unserer Schule die Abnahme und Verleihung des höchstmöglichen Jugendfeuerwehrabzeichens statt: der Leistungs-spange. Die Veranstaltung wurde durch Reden von Personen aus den Reihen der Feuerwehr, Polizei sowie der Politik ergänzt.

    Morgens um 9 Uhr begannen die ersten der 34 teilnehmenden Gruppen, die fünf Stationen zu bestreiten. Eine Gruppe, die immer aus neun Personen bestand, musste bei jeder Station jeweils einen Punkt erreichen, um zu bestehen. Dabei durfte eine Station, wenn sie beim ersten Versuch nicht bestanden wurde, einmal wiederholt werden.

    Die Stationen waren zum Teil sportlich, wie Kugelstoßen (insgesamt mindestens 55 Meter um zu bestehen) und Laufen (1500 Meter in höchstens 4:10 Minuten), aber auch feuerwehrtechnisches Wissen war gefordert: ein Löschangriff musste durchgeführt werden (allerdings ohne Wasser), eine 80 Meter lange Schlauchleitung musste in weniger als 75 Sekunden verlegt werden und Feuerwehr-Fragen mussten richtig beantwortet werden. Nur als Team konnte man diese Aufgaben bewältigen. Im Klartext hieß dies: Entweder bestand die ganze Gruppe oder niemand.

    Die Verleihung des höchstmöglichen Jugendfeuerwehrabzeichens begann schließlich um 16:30 mit einigen Reden von Personen aus Reihen der Feuerwehr, Polizei sowie der Politik.  Am Ende bestanden 29 der 34 Gruppen die Leistungsspange – eine gute Quote.

    Nina L., Jahrgang 11

    Start der Schnelligkeitsübung: Schlauchstaffette (Foto: Nina L.)
    Fortgang der Schnelligkeitsübung: Schlauchstaffette (Foto: Nina L.
    Weitere Übungen der Schlauchstaffette (Foto: Nina L.)

     

  • KGS Neustadt zu Besuch in Hastings

    KGS Neustadt zu Besuch in Hastings

    Vom 25.08.2019 bis zum 31.08.2019 besuchten 48 Schülerinnen und Schüler aus allen Schulzweigen des 8. Jahrgangs der KGS Neustadt die südenglische Hafenstadt Hastings.

    Für sechs Tage wurde die Schulbank gegen die praktische Anwendung der englischen Sprache und das Eintauchen in die englische Geschichte und Kultur getauscht. Die Jugendlichen und die begleitenden Lehrerinnen, Frau Ciano, Frau Hoheisel und Frau Kanzow sowie der begleitende Lehrer, Herr Oevermann, waren in englischen Gastfamilien untergebracht, in denen sie sehr freundlich aufgenommen wurden.

    Hastings spielt in der englischen Geschichte eine große Rolle. Anspielungen auf die Schlacht von Hastings im Jahre 1066 finden sich im Ort an jeder Ecke. Doch auch die Schmuggler ließen sich in Hastings nieder. Die Schülerinnen und Schüler bewegten sich in den Höhlen oberhalb der Stadt auf ihren Spuren.

    Ein Erlebnis der besonderen Art war für die Jugendlichen die Begegnung mit Lady Rebecca, die ihnen den „Afternoon Tea“ näherbrachte. Bei Tee und Gebäck wurden sie in die Tradition des „Cream Tea“ eingeführt, wobei auf eine gerade Sitzhaltung geachtet und der Nachmittagstanz eingeübt wurde. Begeisterte Schülerinnen und Schüler übten sich in Konversation.

    Den größten Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern hinterließen die beiden Besuche in der Hauptstadt. An zwei Tagen wurden Ausflüge nach London unternommen und die Weltstadt zeigte sich von ihrer sonnigen Seite, so dass der Entdeckung der Stadt nichts mehr im Wege stand. Das Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler in Shakespeares Globe, wo sie einen Einblick in Shakespeares Theaterwelt erhielten.

    Mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck kehrte die Gruppe am Samstagmorgen nach Neustadt zurück. Für sehr viele Schülerinnen und Schüler steht fest:

    „England, wir kommen wieder.“

    Foto: KGS Neustadt zu Besuch in Hastings
  • „Die Begegnung mit den Menschen im Haus empfand ich zutiefst bewegend“

    „Die Begegnung mit den Menschen im Haus empfand ich zutiefst bewegend“

    Herr Hunfeld, Sie sind jetzt seit neun Jahren an dieser Schule und seit dem Jahr 2001 generell als leitende Kraft an Schulen tätig. Was empfanden Sie in diesem Zeitraum als besonders schön?

    Ich befinde mich seit dem Sommer 2010 an der KGS Neustadt. Als besonders schön finde ich gerade an unserer Schule, so trivial1 das klingen mag, die Begegnung mit Schülerinnen und Schülern. Ich bin emotional sehr berührt, wenn mir Schülerinnen und Schüler freundlich begegnen, wenn sie mich grüßen und wenn ich in ihren Gesichtern sehe, dass es schön ist, dass wir uns hier begegnen können, obwohl Schule ja nun auch Zwang ist!

    Die Begegnung mit den Menschen im Haus empfand ich zutiefst bewegend. Egal, ob es die Reinigungskraft war, ob es ein Schüler aus fünf oder zwölf war, ob es Lehrer waren, Schulleitungsmitglieder, Hausmeister, völlig egal, ob es die Cafeteria-Mitarbeiter waren – Ich habe mich immer gefreut, wenn ich tolle Kontakte mit Menschen hatte, die waren echt richtig schön und viele von ihnen werde ich vermissen.

    Können Sie diese positiven Eindrücke auch für Ihren Unterricht an der KGS Neustadt bestätigen?

    Natürlich gilt das auch für den Unterricht: Wenn ich mit Schülerinnen und Schülern gearbeitet und gemerkt habe, dass das, was ich mit ihnen gemacht habe, gefruchtet hat. Sie waren mit Begeisterung dabei, nicht immer, aber sie waren mit Freude dabei. Und das gilt auch für die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften: Wir haben tolles Neues entwickelt und Ideen gehabt.

    Und was war besonders mühselig?

    Mühselig ist eigentlich genau das Gegenteil: Wenn ich das Gefühl habe, dass weggeguckt wurde, dass Schüler, Eltern und Lehrer ignorieren, wenn es gerade nicht so gut läuft. Dass sie einen selber ignorieren, kann passieren, aber wenn sie das System ignorieren, wenn sie sich nicht verantwortlich fühlen, wenn sie erwarten, dass alles für sie gemacht wird. Mit diesem zunehmenden Egoismus umzugehen, finde ich richtig schwierig. Das ist mühselig und das nervt mich auch! Wenn das Ganze dann auch noch in Meckern und Motzen und Beschweren und vielleicht sogar noch Lästern übergeht, dann finde ich das sehr sehr mühevoll und da habe ich auch echt mit zu knapsen2. Mit Kritik, oder wenn mir jemand sagt, was er nicht in Ordnung findet, kann ich sehr gut umgehen, aber wenn das so hintenrum läuft, das finde ich das aller Letzte und das finde ich mühselig.

    Sie sind nun seit längerer Zeit Schulleiter an der KGS Neustadt. Was war das Größte, das Sie in dieser Zeit bewegt haben?

    Ich möchte gar nicht die Zeit nehmen, seitdem ich hier Schulleiter bin, sondern auch diese gesamten fast neun Jahre: Worauf ich wirklich bis heute ein bisschen Stolz bin, dass ich von einer fremden Schule kam und tatsächlich den Stundenplan hinbekommen habe. In den Sommerferien im Jahr 2010 und auch in der Zeit danach bin ich an meine Grenzen gekommen. Aber: Ich bin wirklich, das sage ich auch so, ein bisschen Stolz darauf, dass ich das hingekriegt habe! Und: Frau Jürgens, unsere Hauptschulzweigleitung, hat mir damals vor allem geholfen. Toll fand ich auch, dass ich an bestimmten gestalterischen Elementen mitarbeiten konnte: Der hintere Sek-II-Bereich, die beiden neu gestalteten Klassenräume, die Homepage der KGS und der Schülerwald sind alles Meilensteine, auf die ich stolz bin – aber nicht, weil ich in deren Gestaltung so toll war, sondern weil ich mich nach wie vor freue, das mit anderen gemeinsam gemacht zu haben. Insofern: Das Größte gab es auch hier nicht, sondern vieles, was schön war, aber auch manches, was nicht so schön war.

    Viele Schülerinnen und Schüler möchten wissen, warum Sie jetzt die KGS verlassen. Daher kursieren3 auf dem Pausenhof Fragen wie: Streben Sie eine noch höhere Laufbahnebene an? Wollen Sie Ihre Ideen für einen größeren Kreis an Schulen nutzbar machen? Oder benötigen Sie einfach nur einen „Tapetenwechsel“ nach all den Jahren an der KGS?

    Nein, einen Tapetenwechsel brauche ich nicht. Ich will hier eigentlich auch gar nicht weg, sondern ich sagte ja gerade, dass es hier noch ganz viel zu tun gibt und ich auch wirklich noch vor Ideen sprudele – Ich könnte hier noch sehr viel machen. Allerdings gibt es gerade jetzt eine Möglichkeit, an übergeordneter Stelle noch eine andere Verantwortung zu übernehmen: Demnächst bin ich im Grunde nicht nur eine Art übergeordneter Chef für eine Schule, sondern für über 20 Schulen. Das heißt auch, dass ich „Schule“ nochmal anders kennenlernen und vielleicht auch an anderer Stelle mitgestalten kann und dass ich mit den Ideen, die ich so habe, vielleicht auch noch etwas bewegen kann. Das treibt mich! Also ich fliehe hier nicht, sondern es ergibt sich gerade für mich die Möglichkeit in der Landesschulbehörde an einer Stelle zu arbeiten, von der ich glaube, dass ich auch von dieser aus auf etwas breiterer Ebene „Schule“ gestalten kann.

    Sie haben eben erwähnt, dass Sie es vermissen werden, in die vielen Schülergesichter zu schauen. Unter uns: Ist da noch mehr, was Sie vermissen werden?

    Ein bisschen werde ich natürlich den direkten Kontakt vermissen, zwar ist das auch ein Kommunikationsjob, den ich in der Behörde ausüben werde, aber ich werde vermutlich mehr schreiben, mehr telefonieren und mehr mailen. Aber: Den „everyday-talk“ werde ich mir trotzdem nicht nehmen lassen: Ich werde weiterhin mit vielen Schulen reden, mit Schulleitern sprechen und in der Behörde viele Besprechungen haben. Auch dort werde ich mir diese Offenheit nicht nehmen lassen auf Menschen zuzugehen.

    „Es ist nicht so, dass ich mich in irgendeine Kammer setze und von morgens bis abends nur am Rechner sitze, sondern ich muss auch da ganz viel kommunizieren.“  T. Hunfeld (01/2019)

    Selbstverständlich werde ich die Kontakte auch vermissen, aber es ist jetzt entschieden und jetzt schaue ich auch nicht zurück, jetzt schaue ich nach vorne, aber natürlich bleibt immer auch ein Teil von mir hier und auch die Menschen, mit denen ich hier gearbeitet habe, die bleiben auch ein Stück weit in mir (ohne das jetzt zu sehr pathetisch4 klingen zu lassen).

    Stellen Sie sich vor, Sie hätten drei Wünsche frei.  Was würden Sie gerne am „System Schule“ ändern?

    Ich finde die KGS ist das großartigste System, das es gibt. Hauptschule, Realschule, Gymnasium werden miteinander vereint, so auch die Schülerinnen und Schüler. Schülerinnen und Schüler, die etwas langsamer lernen, dann die, die mit Realien, aber auch auf einem hohen theoretischen Niveau arbeiten und schließlich die, die in die Theorie verliebt sein sollten, lernen an einem Ort. Diese Spannweite in einer Schule zu haben, finde ich gut, übrigens auch für ganz Niedersachsen. Ich finde die Vielfalt unseres Schulwesens manchmal bedrohlich: Gymnasium, Hauptschule, Oberschule, Realschule, IGS – Warum nicht nur eine Schule? (erster Wunsch)

    „Warum nicht die KGS als guten Kompromiss zwischen denen, die irgendwie alles zusammenhaben wollen und denen, die alles getrennt haben wollen? Das ist ein utopischer5 Wunsch, das weiß ich, aber ich finde das toll, ich finde die KGS als System toll.“ T. Hunfeld (01/2019)

    Dann wünsche ich mir, nicht nur für diese Schule, sondern für alle, dass nicht jede Schule das Rad neu erfinden muss, sondern dass es einen Rahmen gibt, in dem ich mich gut bewegen kann und den ich gestalten kann, aber dass nicht jede Schule beispielsweise ihren eigenen Arbeitsplan selber schreiben muss und definieren muss, was sie wann in welchem Unterrichtsfach macht – Und dieser wird dann von außen kontrolliert. In diesem Rahmen haben die Schulen auch viele Freiheiten, schließlich bedeuten mehr Vorgaben nicht zwangsläufig Einschränkungen (zweiter Wunsch).

    Und drittens wünsche ich mir, dass die Schulen in einem guten Zustand sind. Diese Schule ist zwar in einem ganz guten Zustand, aber die Situation in den Klassenräumen ist ausbaufähig: Es ist zu laut, es ist auch teilweise zu voll, weil manche Klassenräume zu klein sind. Das Licht passt nicht immer und die digitale Technik funktioniert ebenfalls nicht immer. Ich wünsche mir einfach, dass wir auf einen zeitgemäßen Stand kommen, damit sich Kinder wirklich im Klassenraum wohlfühlen können (dritter Wunsch).

    Wir bedanken uns für das ausführliche Gespräch und wünschen Ihnen alles erdenklich Gute für die Zukunft.

    Das Gespräch führte Emma Boye (11G3).

     

    1 – simpel, einfach, schlicht

    2 – hier: Mit etwas zu kämpfen haben

    3 – verbreitet werden

    4 – zu gefühlvoll

    5 – unerreichbar

  • Diese Schule lebt durch ihre Vielfalt!

    Diese Schule lebt durch ihre Vielfalt!

    Was macht eine kooperative Schule so besonders? Ein Gespräch mit Hans-Dieter Dreischmeier, ehemaliger Sozialpädagoge der KGS Neustadt, über die Vielfältigkeit seiner Tätigkeiten an unserer Schule.

    Herr Dreischmeier, was war Ihr schönster Moment an dieser Schule?

    Das lässt sich so nicht beantworten. Ich bin dankbar für die elf Jahre, die ich hier war, weil ich immer wieder so viele schöne Momente erleben konnte. Zum Beispiel als ich Vorleser in der Bibliothek war, da gab es einige Sitzreihen, die sich so nach oben staffelten. Dort saßen dann die Fünft- und Sechstklässler und ich habe ihnen vorgelesen, das war einer von vielen sehr schönen Momenten.

    Was werden Sie in Ihrem Ruhestand machen?

    Ich habe mehrere Hobbys, denen ich nachgehen werde. Ich male Aquarell und Acryl, manchmal auch mit Ölfarben. Dann werde ich Bogenschießen, das habe ich vor Langem aufgegeben und meine Bögen liegen alle noch herum. Ich habe früher Turniere geschossen, ich habe auch in den Jugenddörfern, in denen ich gearbeitet habe, Bogengruppen aufgebaut. Außerdem bin ich Angler. Es gibt hier viele schöne Gewässer wie die Leine und viele schöne Teiche. Dort werde ich sitzen und Ruhe haben. Allerdings werde ich mich bewegen müssen, übrigens auf drängenden Wunsch meiner Frau, damit ich etwas abnehme. Aber ich werde auch auf jeden Fall soziale Kontakte behalten müssen. Das kann zum Beispiel über so eine Bogengruppe sein. Ungern werde ich mich terminlich noch irgendwo binden, vor allen Dingen nicht langfristig.

    Was hat Ihnen an der Schule besonders gefallen?

    Ich wäre nicht hier geblieben, wenn diese Schule in ihrer Vielfalt als kooperative Schule nicht besonders wäre. Hier kommen diese Gruppen zusammen, die sonst auseinander sind, und hier kann soziales Lernen gelingen. Das finde ich ganz wichtig und das hat mir hier immer gefallen. Genauso die Organisation: Es ist alles sehr gut organisiert, sodass man Freude haben kann und keine Störungen durch mangelnde Organisation hat. Außerdem durfte ich überall freundlichen Menschen begegnen, vom Hausmeister über die Sekretärinnen bis hin zu den Bibliotheksdamen. Alle waren immer sehr freundlich und hilfsbereit. Mir macht es Spaß, mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu kommen, ich bin ja kein Lehrer, ich bin Sozialpädagoge.

    Wo Sie das erwähnen: Werden Sie die Schule vermissen, wenn Sie nicht mehr hier sind?

    Durch gute Erinnerungen, davon habe ich ja gesprochen, werde ich das Vermissen sicher ertragen können. Aber zu besonderen Ereignissen, bei denen ich willkommen bin, kann ich auch immer mal wieder, sofern ich Zeit habe und gesund bin, wieder kommen.

    Das Gespräch führten Nina Lilkendey (10G2) und Katharina Willer (10G2).