Entkusseln in der Heide

2016entkusselnEine Heidelandschaft hält sich nicht von allein. Ohne Pflege wachsen sehr schnell Büsche und Bäume und verdrängen innerhalb von 20 Jahren den Heidebewuchs. Ein Wald entsteht. Die Nemitzer Heide soll auch in vielen Jahren noch im August im lilanem Kleid dastehen und viele Besucher erfreuen. Menschen, aber auch Tiere wie die Biene oder den Ameisenlöwen. Darum half die Grundschule Küsten den Landschaftspflegern dabei, die Kussel (die jungen Schösslinge der Kiefer) herauszuziehen. Diesen Vorgang nennt der Fachmann “Entkusselung”. Kinder, Lehrer und unsere zwei Praktikantinnen waren eifrig dabei – manche Kieferwurzel war läger als ein Schulkind groß ist! Wir schafften es, eine fußballplatzgroße Fläche zu entkusseln. Nach dem Picknick hätten die Kinder wieder Kraft für ein nächstes Feld gehabt, allerdings wartete eine Überraschung auf alle: Ein Pferdwagen mit drei kräftigen Kaltblütern trabte heran und bei der Ankündigung einer Kutschfahrt war der Jubel groß. Quer durch die Heide ging es, mit einer Punschpause am Schafstall, zurück zu unserem Bus. Diese Aktionen werden wir gewiss wiederholen!

Wir bedanken uns beim Allerlüd und Frau Dr. Dittberner, die den Tag für uns so wundervoll organisiert und finanziert haben.

Lesenacht

Ein besonderes Leseerlebnis gab es vor der Ferien für die 3. und 4. Klasse. Abends im gemütlichen Bett lesen, ist für manche Alltag, für andere hingegen eine Ausnahme. Wenn das kuschelige Lesevergnügen in der Schule stattfindet, wird es für alle etwas Besonderes. Wann übernachtet man sonst in der Schule? Aus Matratzen, Decken, Schlafsäcken und Kissen entstanden gemütliche Lager. Bevor die Lieblingsbücher hervorgeholt und geschmökert wurde, ging es zu einer Nachtwanderung mit anschließendem Lagerfeuer. Hier bedanken sich alle Beteiligten bei Robins Papa, der ein Auge auf das Feuer hatte. Im Schlafanzug krochen am Ende alle mit ihren Büchern in die Federn und laßen und laßen… bis auch dem letzten Bücherwurm die Augen zufielen. 

 

 

Erntedankgottesdienst

Am letzten Tag vor den Herbstferien fuhren wir nach Plate. Dort feierten wir mit den Platern Grundschülern und Kollegen in der schönen Dorfkirche das Erntedankfest. Weil man selten im Alltag “Danke” für “Selbstverständlichkeiten” wie den täglich gedeckten Tisch oder für Kleidung, für Familie und Gesundheit sagt, ist es wichtig, einmal im Jahr inne zu halten und den Blick auf diese Dinge zu lenken.

2016erntedank

Zwei kleine Anekdoten:
>>>Die Pastorin erzählte die Geschichte vom Reichen Kornbauern und fragte, was er mit seiner Ernte machen könnte? Die Kinder zählten ein Festessen, sie spenden, sie teilen, alles aufessen… auf. Ein Junge aus der 2. Klasse meldete sich voller Eifer und antworte auf Nachfrage: “Na, Silage!”
>>>Die Pastorin fragte, was wir alles bräuchten, damit eine Pflanze gut wächst. Die Kinder sagten: Wasser, Sonnenlicht, Wärme, Regen, Erde, Dünger (“Kuhmist, viel Kuhmist!”, kam der Zwischenruf). Ein Junge aus der 1. Klasse meldete sich sehr lange und ausdauernd, kam schließlich als Letzter dran und meinte: “Geduld.”