„Jeder kann ein Held / eine Heldin sein!“
Mit dem Konzept „Jeder kann ein Held/ eine Heldin sein!“ macht unsere Schule soziale Kompetenzen zur zentralen Aufgabe aller Beteiligten (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern sowie weiteres Schulpersonal). Wertschätzung, Verantwortung und Miteinander sind nicht nur Themen für Projekttage, sondern fest im Schulalltag verankert – sichtbar, erlebbar und wirksam. So wird unsere Schule zu einem Ort, an dem sich Kinder, Eltern und Mitarbeitende sicher, gehört und wertgeschätzt fühlen – und an dem jeder die Möglichkeit bekommt, ein Held/ eine Heldin zu sein.
Unsere acht Bestandteile der Heldenschule:
Im dritten Schuljahr nehmen alle Klassen an einem strukturierten Sozialkompetenztraining, dem „Heldenkurs“ teil. Dieses wird von einer speziell ausgebildeten externen Trainerin durchgeführt und findet an vier Terminen während der Unterrichtszeit statt.
Begleitend zum Heldenkurs erhielt das gesamte Kollegium eine praxisnahe Fortbildung durch die externe Trainerin. Ziel ist es, die Kursinhalte besser zu verstehen, eigene Kompetenzen im Bereich Sozialtraining zu erweitern und Elemente des Trainings nachhaltig in den Klassen zu integrieren.
Im Eingangsbereich der Schule ist eine große, liebevoll gestaltete „Heldenwand“ angebracht. Hier können Kinder oder auch Mitarbeitende gute Taten, hilfsbereites Verhalten oder besondere soziale Leistungen einreichen. Jede eingereichte Tat wird auf der Wand dargestellt. Beim Schulwechsel erhalten die Kinder ihre „Heldentaten“ gesammelt als kleines Abschiedsgeschenk – eine Erinnerung an ihr Engagement und ihre positive Wirkung.
Gemeinsam mit Kindern, Lehrkräften und Eltern wurden zentrale Werte und Verhaltensregeln für das Schulklima erarbeitet. Diese sogenannten „Heldenregeln“ sind in einfacher Sprache formuliert und mit Symbolen oder Bildern unterstützt. Sie hängen auf dem Schulhof aus. Diese Regeln thematisieren u. a. Respekt, Hilfsbereitschaft, gewaltfreie Konfliktlösung und Verantwortung. In den Klassen werden sie regelmäßig besprochen, aktualisiert und gelebt.
Jeden Monat wird ein „Heldenmotto“ ausgerufen. Das Motto wird sichtbar im Schuleingang aufgestellt und im Unterricht thematisiert. Lehrkräfte, pädagogisches Personal und Kinder versuchen gemeinsam, das Motto in ihrem Alltag umzusetzen.
Das in den Jahrgängen 1 und 2 bewährte Sozialtraining „Lubo aus dem All“ wird inhaltlich weiterentwickelt: In der neuen Version „Lubo wird zum Helden“ wird die Hauptfigur, ein kindlicher Außerirdischer, noch stärker als Vorbild für soziales Verhalten positioniert. Die Kinder helfen Lubo, Heldentaten zu erkennen, Gefühle zu verstehen und Konflikte zu lösen.
Etwa alle zwei Monate öffnet die Schule das „Elterncafé“ – ein gemütlicher Raum für Austausch, Begegnung und Information. Bei Kaffee und Tee können Eltern zwanglos ins Gespräch kommen – miteinander oder mit den Mitarbeitenden. Regelmäßig werden externe Fachkräfte aus unterschiedlichen Institutionen eingeladen, um ihre Hilfs- und Unterstützungsangebote vorzustellen.
Der „Raum der Bedürfnisse“ oder auch „Fridolins Höhle“ ist ein speziell eingerichteter, betreuter Raum, den Kinder bei Bedarf während der Unterrichtszeit und in den Pausen aufsuchen können. Je nach Bedürfnislage bietet der Raum Ruhezonen mit Kissen, Bewegungsecken, Kreativangebote oder Entspannungsmaterialien. Die Schulsozialarbeiterinnen betreuen die Kinder, unterstützen sie in der Regulation ihrer Gefühle oder helfen beim Wiedereinstieg in den Unterricht.


