Kategorie: Aus der Welt

  • Weihnachtsbräuche in anderen Ländern

    Weihnachtsbräuche in anderen Ländern

    Bei vielen von uns kommt traditionell der Weihnachtsmann am 24. Dezember und verteilt die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. An den beiden Feiertagen danach trifft man sich mit der Familie und feiert Weihnachten. Doch wie ist das eigentlich in anderen Ländern?


    Norwegen:

    In Norwegen werden zu Weihnachten Wischmobs und Besen versteckt. Die Norweger sind sehr abergläubisch und wollen damit böse Geister, die in dieser Nacht vom Himmel zurückkehren, davon abhalten, diese zu klauen und in der Nacht am Himmel rumzufliegen.

    USA:
    In den USA wird eine grüne Gurke im Baum versteckt und wer sie als erstes findet kriegt eine Belohnung. Das kann beispielsweise sein das derjenige ein zusätzliches Geschenk kriegt, oder die Person mit dem Auspacken anfangen darf. Die Tradition lässt sich auf das 20. Jahrhundert zurückführen. Oftmals fehlte das Geld, um jeden Kind etwas zu kaufen, dadurch erhielt meistens nur das Kind, welches die Gurke findet, ein Geschenk.

    Ukraine:
    In der Ukraine sind Spinnweben am Baum ein Zeichen von Glück. Ein Märchen besagt, das eine Witwe kein Geld hatte, um Christbaumdeko zu kaufen. Die Spinnen zeigten Mitleid und am Weihnachtsmorgen, als die Kinder erwachten, war der Baum voller schöner Spinnennetze.

    Japan:
    In Japan verbindet man mit Weihnachten die Fast-Food-Kette KFC. Riesige Menschenmengen treffen sich dort, um “Kurisumasu ni wa kentakkii!” (gebratenes Hühnchen) zu verspeisen. Zurückzuführen ist dies auf eine Werbekampagne aus dem Jahre 1974. An diesem Tag verzeichnet KFC die höchsten Einnahmen.

    Kanada:
    Santa Claus, North Pole H0H 0H0, Canada, das ist die Adresse des Nikolauses, an den man einen Brief schicken kann. Und wer das vor dem 16. Dezember macht, kriegt sogar eine Antwort. Er antwortet auf bis zu 30 Sprachen, darunter sogar Blindenschrift.

    Polen:
    In Polen entscheidet der Sternenhimmel, wann die Geschenke ausgepackt werden. Das jüngste Kind beobachtet den Himmel so lange, bis der erste Stern erscheint. Erst dann darf man damit anfangen, die Geschenke auszupacken.

    Irland:
    In Irland gibt es die Geschenke erst am 25. Dezember. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember kommt der Weihnachtsmann und verteilt die Geschenke, nachmittags kommt dann die Familie und sie verspeisen ein großes Weihnachtsmenü, welches am Vortag vorbereitet wurde. Abends wird meistens noch ein Weihnachtsfilm gemeinsam geguckt. An 26. Dezember ist der Saint Stephen’s Day, benannt nach dem Heiligen Stepahnus, der erste Gläubige Christ der aufgrund seines Glaubens verstorben ist. Dort trifft sich nochmal die komplette Familie und feiert zusammen Weihnachten.

    Italien:
    In Italien kriegen die Kinder nicht nur einmal Geschenke. Nachdem am 25. Dezember der Weihnachtsmann kommt und Geschenke verteilt, stellen am 5. Januar die Kinder abends Schuhe vor den Kamin, denn in der Nacht kommt die Hexe Benfana, die Frau des Weihnachtsmann, und befüllt die Schuhe der Kinder mit Süßigkeiten.

     

    Verwendete Quellen:
    https://www.weg.de/inspiration/reisetipps/weihnachtsbraeuche-weltweit
    https://www.kindersache.de/bereiche/wissen/andere-laender/weihnachten-weltweit

  • Kopfschmerzen nehmen zu – was tun?

    80 Prozent einer Klasse aus 30 Schüler*innen gibt zu, regelmäßig an Kopfschmerzen zu leiden. Die Hälfte der Klasse sogar täglich. Auch Lehrer*innen berichten über den Zuwachs an Kopfschmerzen und Migränefällen seitens der Schüler*innen. Welche Gründe und welche Vorbeugungsmöglichkeiten gibt es? Und vor allem: Wieso müssen immer mehr Schüler*innen Kopfschmerzen ertragen?

    Zusammen mit der 7G1, die sich seit einigen Wochen mit dem Thema im Biologieunterricht auseinandergesetzt hat, wird über das Thema aufgeklärt: Von den 363 erforschten Kopfschmerzarten sind zwei unter Kindern und Jugendlichen am stärksten vertreten: Spannungskopfschmerzen und Migräne. Durch neurogene Entzündungen an den Blutgefäßen der Hirnhäute entstehen Migräneschmerzen. Merkmale können Blässe, Schwindel, Müdigkeit, Reizbarkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit oder auch Appetitslosigkeit und erhöhte Körpertemperatur sein.

    Meist ältere Jugendliche leiden oft an Spannungskopfschmerzen, verursacht durch eine zentrale Schmerzverarbeitung im Gehirn, da das Schmerzregulationssystems durch beispielsweise lange Konzentration, wenig Schlaf oder Bewegung erschöpft ist. Spannungskopfschmerzen kennzeichnen sich oft durch Nackenschmerzen, Übelkeit oder ebenfalls Lärm- und Lichtempfindlichkeit.

    Für die Vermeidung von Kopfschmerzen bei Jugendlichen rät die Wissenschaft im Allgemeinen an seinem Essverhalten zu arbeiten. Eine an Kohlenhydraten reiche Diät und ein gleichmäßiger Zuckerspiegel sind hilfreich zum Vermeiden von Kopfschmerzen. Besonders morgens sollte genug getrunken werden, im Laufe des Tages sollten insgesamt 2 Liter Wasser zu sich genommen werden. Nach dem Aufstehen ist der Energiespeicher des Nervensystems erschöpft, daher hilft ein starkes Frühstück und drei ausgewogene Mahlzeiten bei der Vermeidung von beiden Kopfschmerztypen und auch sonstigen körperlichen Beschwerden.

    Damit Kinder eine genaue Richtlinie für eine gesunde Ernährung haben, hat die deutsche Gesellschaft auf wissenschaftlicher Basis herausgefunden, dass die folgenden Tipps bei der Ernährung beachtet werden sollten: Dazu gehört beispielweise Zucker und Salz nur in Maßen zu konsumieren, reichlich Obst und Gemüse zu sich zu nehmen und auf genügend Milch-, Getreide- sowie Kartoffelprodukte zu achten. Nach dem Zubereiten von einer vielfältigen Auswahl an Lebensmitteln sollten Jugendliche und Kinder sich vor allem viel Zeit beim Essen lassen und die tägliche Bewegung nicht vernachlässigen.

    Doch nicht nur die Ernährung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Schüler*innen berichten von wenig Schlaf, langen Schultagen, viel Lärm in der Klasse und vor allem vom übermäßigen Bildschirmkonsum. Nach Besprechung mit der Klasse war sich der Großteil einig, dass das Handy abends meist noch mit ins Bett kommt und vom Schlafen meist abhält. Langes Starren auf den Bildschirm schädigt außerdem die Fähigkeit der Augen und ist zudem ein weiterer Faktor für Kopfschmerzen. Regelmäßig auf seine Bildschirmzeit zu achten, kann dem also zu Gute kommen. Einigen Schüler*innen macht außerdem Stress oder soziale Umstände zu schaffen, auch psychische Belastung sollte hierbei nicht unterschätzt werden.

    Sollte eine Änderung der Lebensweise nicht dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern, so sollte ärztliche Hilfe oder auch Medikamente in Anspruch genommen werden. Hierbei sollten allerdings auch die Nebenwirkungen beachtet werden.

    Zusammenfassend lässt sich beurteilen, dass vor allem seit der Coronapandemie und der langsam steigenden Digitalisationsrate an Schulen die Anzahl an Kopfschmerzbetroffenen unter Kinder und Jugendlichen immer weiter steigen. Doch hervor gehen immer Prävention und die zu ergreifenden Initiativen.

  • Was bei einer Erkältung hilft

    Was bei einer Erkältung hilft

    Typische Beschwerden: Schnupfen, Niesen, Husten und Halsschmerzen.

    Entweder haben wir davon gehört oder es sogar am eigenen Leibe erlebt. Unbekannt ist sie auf jeden Fall keinem von uns: die Erkältung. Jeder kennt sie, viele hatten sie. Aber wie beugt man eine Erkältung eigentlich vor? Und was macht man, wenn man sie einmal hat, um schneller wieder gesund zu werden?

    Auch wenn ihr es nicht mehr hören wollt, die Corona-Maßnahmen waren ebenso gut zur Vorbeugung von Erkältungen und Ähnlichem. Abstand zu größeren Menschenmengen einhalten, regelmäßiges Händewaschen und ab und an Lüften hilft tatsächlich, um sich nicht anzustecken. Am besten aber ist es, wenn man zu erkälteten Leuten ausreichend Abstand hält.

    Hat man sie sich doch eingefangen, hilft es viel zu trinken und zu schlafen. Daneben hilft Honig beim Abhusten. Bereits früher trank man warme Milch mit etwas Honig und einer Flocke Butter. Letzteres ist nicht nur lecker, sondern beruhigt auch den Hals. Senf, Meerrettich, Knoblauch und Zwiebeln sorgen für das Loswerden von Schnupfen. Auch hier gibt es viele altbewährte Hausmittel. Was man hingegen nicht tun sollte, ist Sport treiben! Normalerweise ist Sport ja sehr gesund, allerdings schwächt er den Körper im Krankheitszustand. Also: Wartet mit dem Sport ab, bis ihr wieder gesund seid.

     

    Quellen:

    • https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/immunsystem/erkaeltungen-vorbeugen-so-gehts/ [14.04.2023]
    • https://www.erkaeltungs-ratgeber.de/erkaeltung/vorbeugen [14.04.2023]
    • https://www.gesundfit.de/artikel/erkaeltung-schnell-loswerden-6075/, https://www.focus.de/gesundheit/praxistipps/erkaeltung-schnell-loswerden-die-besten-tipps_id_7761950.html [14.04.2023]
    • https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/erkaeltung-symptome-tipps-hausmittel-100.html [14.04.2023].
  • DIY-Adventskalender

    DIY-Adventskalender

    Hohoho, schon bald müssen die Adventskalender fertig sein. Wie jedes Jahr wird fleißig geklickt und nach Ideen gesucht, womit man den Adventskalender füllen kann. Vielleicht geht es euch genauso wie uns: Womit füllen wir nur den Kalender? Nur mit Süßigkeiten? Schwierig. Wenn man etwas kreativer sein will, muss man sich schon mehr ausdenken. Da dies anscheinend ein wichtiges Thema für viele ist, haben wir für euch Ideen gesammelt, damit ihr euren Adventskalender befüllen könnt. Selbstverständlich müsst ihr selbst entscheiden, wie viel ihr ausgeben möchtet. Natürlich muss auch nicht alles davon gekauft werden. In der nachstehenden Liste ist doch sicher für jeden etwas dabei.

    Schreibt gerne in den Kommentarbereich hinein, womit ihr eure Kalender befüllt oder befüllt bekommt. In Kürze findet ihr hier auch Bilder eurer DIY-Adventskalender.

    Ideen-Liste:

    • Gesunde Snacks
    • Tee
    • Persönlicher Brief
    • Gedicht
    • Selbstgebasteltes Lesezeichen
    • Lippenbalsam
    • Handcreme
    • Badekugel
    • Handwärmer

    von Alia I., 7. Jahrgang

    Quelle:

    https://trytrytry.de/2016/10/ideen-adventskalender-fuellung/ [09.11.21].

     

     

  • Wenn das coronabedingte Pizza-Picknick im Freien zum Problem wird

    Wenn das coronabedingte Pizza-Picknick im Freien zum Problem wird

    Bild von Jasmin Sessler auf Pixabay.

    To-Go-Verpackungen, Pizzakartons, Kaffeebecher – mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr: Durch die massenhafte Verwendung von Einwegverpackungen, insbesondere seit Corona, steigt auch die Menge an Verpackungsmüll durchgehend an und führt häufig zu überfüllten Mülleimern in innerstädtischen Grünanlagen, z.B. in Parks. Der für Hersteller und Verbraucher meist sehr praktische Pizzakarton sei dabei „zu einem Symbol für den Anstieg beim Müllaufkommen in der Corona-Zeit geworden“, teilte die Stadt Nürnberg mit. Die Beseitigung dieses Mülls kostet die Kommunen in Deutschland jährlich mehrere hundertmillionen Euro und die Möglichkeiten des Recyclings für die Hersteller sind beschränkt. Inzwischen wurde auf kommunaler Ebene unter anderem die Forderung nach einer Pfandpflicht für Pizzakartons und andere To-Go-Verpackungen laut. Doch welche Bedeutung und welche Vor- und Nachteile hat der Pizzakarton für die Hersteller und Verbraucher?

    Seit 1952 wird der allseits bekannte Pizzakarton in Deutschland verwendet und erweist sich dabei immer wieder als praktische Transportmöglichkeit: Durch seine Stabilität sorgt er dafür, dass die Pizza bei uns unbeschädigt ankommt. Die stabilen und faltbaren Voll- oder Wellpappen, aus denen der Karton besteht, halten unsere Pizza warm. Durch Lüftungslöcher wird eine Durchfeuchtung verhindert. Den Karton kann man beim Verzehr der Speise ebenfalls als Tellerersatz benutzen. Aufgrund der Essensreste gehört der Karton übrigens nach dem Verzehr in den Restmüll. Den Pizzakarton gibt es in vielen unterschiedlichen Formen, Größen und Höhen. Durch Hilfsmittel wie dem „Pizza-Saver“, einem Abstandshalter in der Mitte des Kartondeckels, können diese Funktionen außerdem verstärkt werden. Auf der Außenoberfläche des Kartons findet sich ausreichend Platz für Werbung.

    All diese praktischen Aspekte der Transportmöglichkeit führten dazu, dass inzwischen jährlich mehr als eine Milliarde Pizzen in Kartons geliefert werden. Verständlicherweise sind die Pizzakartons damit für Hersteller nicht wegzudenken, zumal dessen Alternativen entweder zu kostenaufwendig oder weniger praktisch sind. So wurden in den USA bereits umweltfreundlichere Kartons aus Polystyrol entwickelt, die allerdings teurer und schlechter belüftbar sind. Allerdings wurde das Problem des hohen Platzbedürfnisses der Kartons beispielsweise in den USA durch ein Rücknahme-Stellsystem oder in Deutschland durch spezielle Pizzakarton-Behälter, in denen sich die Kartons leichter stapeln lassen, gelöst.

    Doch auch diese Lösungen lassen das Umweltproblem dieser nicht verschwinden: Jährlich müssen Kommunen in Deutschland alleine für die Entsorgung von Einwegplastik 355 Mio. Euro aufwenden. Die bereits erwähnte Pfandpflicht des Verbandes kommunaler Unternehmen stößt beim Umweltministerium, aber auch bei den Gastronomen, auf Kritik. „Es ist weniger appetitlich, da es ja doch immer Essensrückstände in den Kartons gibt“, erklärt Antonio Furnari, Betreiber einer Pizzeria in Greven, Nordrhein-Westfalen. Andere Vorschläge kommen von vielen Seiten: Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine verbindliche Mehrwegquote, das Bundesministerium für Umwelt befürwortet auch die Mehrweg-Alternative. Dafür wurden auch schon Produkte entwickelt, z.B. ein biologisch abbaubarer Karton. Dieser ist allerdings zu teuer für die Gastronomen. Es ist also offensichtlich, dass der Weg zu einer umweltfreundlichen Lösung dieses Problems lang und schwierig sein wird.

    Bild von planet_fox auf Pixabay.

    Ein weiterer Nachteil der Verwendung von Pizzakartons findet sich im Material: Stoffe wie Mineralöle oder andere chemische Verbindungen, die oft in der Pappe der Kartons enthalten sind, können gesundheitliche Schäden hervorrufen. Wenn die Pizza also leicht durchweicht, können diese Stoffe auch in die Pizza gelangen und verzehrt werden. Für dieses Problem gibt es durch die Verwendung von Decklagen auf der Innenseite des Kartons bereits eine Lösung.

    Zusammenfassend ist also erkennbar, dass der Pizzakarton einerseits ein fester und bedeutender Bestandteil von Lieferservices geworden ist und dafür sorgt, dass wir unsere Pizza gut genießen können. Andererseits weist er aber auch nach der Verwendung eine problematische und schwer lösbare Umweltverschmutzung auf, was insbesondere während der Corona-Pandemie erkennbar ist. In diesen Zeiten macht der Pizzakarton also sehr auf sich aufmerksam und ist somit Anlass zu einer ausführlichen Diskussion, bei dessen Lösung es aber auch auf uns Verbraucher ankommt.

    von Silas Müller, 10. Jahrgang

  • Was wir von der Corona-Krise lernen können

    Was wir von der Corona-Krise lernen können

    Die Welt steht still: Flugzeuge bleiben am Boden, Schiffe befinden sich im Hafen, Werke werden geschlossen und die Industrieproduktion wird insgesamt gedrosselt – eine Entwicklung, die sich Greta Thunberg und ihre Anhänger sicher gewünscht hätten. Sichtbar werden nun glasklare Hafenbecken, Himmel ohne Kondensstreifen, Städte ohne Dunstglocken – durch „Homeoffice“ und Ladenschließungen sind schließlich viele Menschen zu Hause geblieben und haben ihr Auto stehen gelassen. Das Klimaziel der Bundesregierung für 2020 könnte vielleicht erreicht werden. Vielleicht.

    Durch den „Corona-Stillstand“ der vergangenen Monate erhält unsere Atmosphäre eine Erholungspause. Der CO2-Ausstoß könnte sogar ca. 11 Prozent niedriger ausfallen. Doch im Gegenzug bedeutet dieser „Lockdown“ einen Absturz der deutschen Wirtschaft, tausende Firmen kämpfen um das Überleben, Millionen Menschen haben Angst um ihre Arbeit. Erinnerungen an Crashs, wie die weltweite Finanzkrise ab 2008, die eine schwere Eurokrise zur Folge hatte, oder an das Jahr 1929, als die „Große Depression“ Millionen Menschen ins Elend gestürzt hat, tauchen plötzlich wieder auf. Schnell vergessen sind da die zu warmen Winter, die neuen Temperaturrekorde, die Insektenplagen oder das Insektensterben oder gar die Pole, die ebenso zu schwitzen haben wie so mancher Unternehmensboss.

    Doch der Wachstumsmotor unserer Wirtschaft soll nach Corona so schnell wie möglich wieder zum Laufen gebracht werden. Die Messlatte dafür ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die einfache Summe aller produzierten Dienstleistungen und Waren, egal wie und unter welchen Bedingungen diese hergestellt werden. Das BIP ist neutral – auch gegenüber dem Klimaschutz! Es gibt keine Folgekosten für Fabrikschlote, Plastiktüten oder durch Überdüngung kontaminiertes Grundwasser! Wir dürfen nicht einfach wieder in die „alte“ Normalität zurück, da Corona ein Beweis dafür ist, wie anfällig Volkswirtschaften sind. Wir sollten weg vom Wachstum, das die Folgekosten von Klimawandel einfach ausblendet!

    Bestes Beispiel ist China, nachdem der „Motor“ hier wieder angesprungen ist, steigt die CO2-Kurve erneut an. Kommt es bei uns, aufgrund des Nachholbedarfes, eventuell auch zu erhöhten Emissionen, wenn wir wieder zu Normalität zurückkehren? Unsere Bundesregierung entscheidet darüber, welche Kriterien angelegt werden, wenn sie Milliardenhilfen und Kredite verteilt. Sie entscheidet darüber, ob die Wirtschaft nach Corona etwas grüner oder noch CO2-intensiver sein wird.

    Klar ist, dass der von Menschen Hand gemachte Klimawandel nicht zu leugnen ist. Auch wenn das andere gern behaupten. Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig: Im Jahr 2019 konnte kein einziger Winzer den sogenannten Eiswein in Deutschland herstellen, die Mindesttemperatur von -7 Grad Celsius wurde nicht erreicht. Gemüse hingegen, wie beispielsweise Spargel, kann aufgrund des milden Winterwetters früher als sonst gestochen werden. Der gefährlichste Schädling des Waldes, der Borkenkäfer, kann sich aufgrund des milden Wetters ungehindert vermehren und richtet an den durch Dürre und Hitze geschwächten Wald erhebliche Schäden an. Blutroter Schnee in der Antarktis, ausgelöst durch eine auf Schnee wachsende Alge, ist ein durch den Klimawandel ausgelöstes Phänomen. Hitzewellen in der Antarktis bringen zudem große Schneemassen zum Schmelzen. Die schützende Ozonschicht über dem Nordpol schrumpft aufgrund des Klimawandels. Regenwälder speichern weniger CO2, da die Regenwälder seit dem Klimawandel häufiger Dürren ausgesetzt sind. Aufgrund von Starkregen und Überschwemmungen profitieren bestimmte Insekten von günstigen Brutbedingungen. Die Folge: Ein Heuschreckenschwarm von mittlerer Größe vertilgte erst kürzlich die gleiche Menge an Lebensmitteln wie die ganze Bevölkerung Kenias.

    Aber: Die Hoffnung besteht, dass wir nach dieser Krise eine Veränderung für uns mitnehmen, denn wir konnten sehen, was passiert, wenn nichts passiert. Die Welt wurde sauberer. Doch werden wir nach der Krise auf ungebremsten Konsum verzichten und plötzlich alle zum Klimaschützer werden? Ein Vorstoß in die richtige Richtung ist zumindest der „Green Deal“. Der European Green Deal ist ein von der Europäischen Kommission erarbeitetes Konzept mit dem Ziel, bis 2050 in der Europäischen Union die Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren. Wichtig ist aber auch eine Hilfe für ärmere Länder, schließlich machen die Folgen des Klimawandels nicht vor Ländergrenzen halt. Es ist wichtig, dass jeder und jedes Land seinen Beitrag leistet, damit wir weiterhin auf unserer Welt glücklich und zufrieden leben können. In diesem Zusammenhang wünsche ich mir, dass die Energie der Zukunft CO2-frei, sicher und bezahlbar wird, dass Fliegen mittels alternativer Antriebsstoffe möglich sein wird, dass ein Verzicht auf Plastik endlich realisierbar ist, dass es keine Verschwendung von wertvollen Lebensmitteln gibt und dass die Massentierhaltung ein Ende hat – dass wir nun noch das produzieren, was wir wirklich benötigen. All das muss natürlich im Einklang mit den Menschen, der Politik und der Wirtschaft erfolgen. Schließlich verursachen diese Visionen neue Entwicklungen und Kosten, welche von allen getragen werden müssen, um ein gesundes Klima und eine funktionierende Wirtschaft zu erzielen.

    Ich hoffe, dass diese Krise vielen Menschen endlich deutlich gemacht hat, dass nur ein bewusster Umgang mit unserer Welt den Klimawandel und seine Folgen abmildern kann. Die Zeit ist reif, denn ansonsten ist die Gefahr groß, dass eine Krise durch eine weitere massive Krise, die Klimakrise, abgelöst wird!

    von Alissa Josupeit, Jahrgang 8

     

  • Konsum: Von Produktplatzierungen und anderen „Freundschaftsdiensten“

    Konsum: Von Produktplatzierungen und anderen „Freundschaftsdiensten“

    Egal, ob online oder nicht! Das Einkaufen und Verbrauchen von Konsumgütern spielt besonders heutzutage eine große Rolle. Man spricht daher auch von einer „Konsumgesellschaft“, die zwar für die Wirtschaft hervorragend zu sein scheint, uns gegenüber aber einige Nachteile und Probleme mit sich bringt. Aber was das alles genau bedeutet und wie wir beim Einkaufen manipuliert werden, ist hier für Euch zusammengefasst!

    Mit „Konsum“ bezeichnet man zunächst einmal alles, was wir Menschen alltäglich verbrauchen, nutzen und auch verzehren. Dazu gehören Kleidung und Lebensmittel, aber auch Handys, Kinobesuche und noch vieles mehr. Wenn man also etwas konsumiert, gibt man automatisch Geld aus, was der Wirtschaft natürlich zugute kommt. Schließlich macht sie so mehr Gewinn! Das Konsumieren gibt es übrigens schon seit es die Menschheit gibt, da der Mensch schon immer versuchte, Dinge zu erwerben, die man im Grunde gar nicht zum Überleben braucht, sondern die vielmehr den Zweck erfüllen, das Leben glücklicher zu machen. So wollten, im 18. und 19. Jahrhundert, viele Menschen beispielsweise hochwertige Stoffe und Gewürze haben, die meistens von weit her transportiert wurden. Mal davon abgesehen, dass der Transport mühsam und umweltbelastend ist, entwickelte sich ein Bedarf zu einem Wunsch. Die Menschen fingen also an, sich allmählich Luxusgüter anzuschaffen. Im Laufe der Zeit wurde so das Kaufen zum wichtigen Bestandteil unseres Lebens. Es brachte aber auch Neid zum Vorschein.

    Materielle Sachen bekamen immer mehr Wichtigkeit und führten daher auch zu Ungerechtigkeiten. So bleiben ärmere Menschen immer im Nachteil, denn das, was reichere haben, können sie sich gar nicht leisten. Dies führt zwangsläufig zur Ausgrenzung. Auch in Schulen kann dieses Phänomen beobachtet werden. Kinder, die zum Beispiel kein Handy haben, fühlen sich so schnell ausgeschlossen, da andere in der Pause über Themen reden, wie beispielsweise über neue YouTube-Videos,  über die sie gar nicht sprechen können.

    Gerade heute schauen viele Menschen darauf, was angesagt ist und was nicht. So gelten Luxusgüter für viele Leute als erstrebenswert, um ihren Status auszudrücken, sich abzugrenzen und an Prestige (= Ansehen) zu gewinnen, was natürlich Firmen ausnutzen. Unternehmen machen sich dieses Konsumverhalten zunehmend zu nutze, indem sie psychologische Tricks und manipulative Methoden anwenden, die uns zum Kaufen ermutigen. So kommt es zu vielen Schulden, da viele den Umgang mit Geld gar nicht beherrschen. Übermäßiger Konsum kann zudem auch süchtig machen. Die Sucht, immer mehr zu kaufen und zu konsumieren, endet meistens in einem riesigen Schuldenberg. Und: Der Besitz steht meist nicht mehr im Vordergrund. Vielmehr erfreut sich die Person einzig und allein am Kauf eines ganz beliebigen Gegenstandes. Diese Freude ist jedoch, nach dem Kauf, schnell verblasst.

    Auch Werbung beeinflusst, was wir kaufen. Produktplatzierungen, oder auch „Werbeintegration“ genannt, ist eine gezielte Darstellung und Erscheinung von Markenprodukten auf bestimmten Plattformen: Das ist in Film- und Fernsehproduktionen, Videospielen, Videoclips, Zeitschriften und anderen Medien möglich. Die Platzierung soll uns insofern beeinflussen, dass wir das Produkt bestenfalls kaufen. Ohne unseren Konsum würden nämlich viele Unternehmen pleite gehen. Damit genau das nicht passiert, sorgen sie mithilfe von Werbung dafür, dass wir die Produkte kaufen.

    Auch sogenannte „Influencer“ spielen dabei eine große Rolle. Als „Influencer“ werden Menschen bezeichnet, die aufgrund ihrer starken Präsenz in den sozialen Netzwerken als Träger für Werbung dienen (= Influencer-Marketing). „Bibi“, alias Bianca Claßen, gehört beispielweise zu den sogenannten „Influencern“. Sie betreibt den YouTube-Kanal „BibisBeautyPalace“, auf dem sie Videos zu  Themen wie Kosmetik und Kleidung veröffentlicht. Auch Bibi sorgt dafür, dass wir die Lust am Kaufen nicht verlieren. Wenn Bibi sich in ihrem Video schminkt, dann lobt sie die Marke des Lippenstifts. Dabei wird ein Satz eingeblendet: „Unterstützt durch Produktplatzierungen.“ Das bedeutet, dass sie von der Lippenstift-Firma Geld dafür bekommt. Wie viel sie für diese Art von Werbung bekommt, weiß man nicht. Über Geld spricht Bibi nämlich nicht. Vielmehr erscheint sie als gute Freundin im Internet. Eine Freundin, die dir ein nettes Produkt empfiehlt.

    Unser Umfeld und unsere Wahrnehmung spielen beim Kaufen also eine wichtige Rolle und beeinflussen uns sehr. Unsere Geldquellen und die unserer Erziehungsberechtigten, sprich unserer Eltern, sind dabei aber ebenso wichtig  und entscheiden grundlegend darüber, was wir uns leisten können und was nicht. Denkt beim nächsten Einkauf als nicht nur an „Bibis Freundschaftsdienste“, sondern auch an euren Geldbeutel.

    von Marie Mielke, Jahrgang 8

  • Vor 40 Jahren: Der gigantische Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens

    Vor 40 Jahren: Der gigantische Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens

    Der Ausbruch des Mount St. Helens im Jahr 1980 ist der bis heute am besten beobachtete und untersuchte explosive Ausbruch.

    Am 18.05.1980 brach der Vulkan Mount St. Helens im Süden des US-Bundesstaates Washington aus. Der Ausbruch kündigte sich bereits wenige Wochen zuvor an. Schon im März gab es eine Reihe kleinerer Erdbeben in der Gegend um den Vulkan. Darauf folgten der Austritt von Wasserdampf und Asche. Schließlich beulte durch aufsteigendes Magma die Nordflanke des Vulkans derartig aus, dass es am 18.05.1980 gegen 08.32 Uhr zum Vulkanausbruch kam. Infolgedessen kam es zu einem Abrutschen der Nordflanke und zum Austritt heißer Aschewolken. Die Gegend um den Mount St. Helens wurde verwüstet. Dabei kamen insgesamt 62 Menschen um. Der Ausbruch des Mount St. Helens vom 18. Mai 1980 ist der bis heute am besten beobachtete und untersuchte plinianische* Ausbruch.

     

     

    * Plinianische Ausbrüche (= Eruptionen) sind außerordentlich explosive Ausbrüche, die mit gewaltigen Aschewolken verbunden sind. Plinianische Eruptionen verdanken ihren Namen Plinius dem Jüngeren, der den Ausbruch des Vesuvs und den Untergang Pompejis im Jahr 79 n. Chr. in zwei Briefen an den römischen Geschichtsschreiber Cornelius Tacitus beschrieb.

  • Taschengeldtabelle: Wie viel Taschengeld sollte ich bekommen?

    Taschengeldtabelle: Wie viel Taschengeld sollte ich bekommen?

    Wir haben Ende Januar an unserer Schule eine Umfrage mit verschiedenen Schülerinnen und Schülern zum Thema Taschengeld durchgeführt, weil immer wieder in den sozialen Medien davon berichtet wird, dass vor allem jüngere Kinder sehr viel Taschengeld bekommen. Erhalten Kinder tatsächlich zu viel Taschengeld? Eine Orientierung bieten nicht nur die nachstehenden Kommentare der Schülerinnen und Schüler, sondern auch die aktuelle Taschengeldtabelle im Vergleich (2020).

    Abbildung 1: Erst sparen und dann Geld ausgeben.

    Céline (10 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme im Monat 10 bis 12  Euro Taschengeld. Ich spare meistens mein Taschengeld. Wenn ich es dann doch ausgebe, dann kaufe ich mir davon meistens Kleidung oder – in der Cafeteria der Schule – ein belegtes Brötchen oder Ähnliches. Den Handyvertrag muss ich von meinem Taschengeld nicht bezahlen, den bezahlen meine Eltern.“

    Klara (11 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme im Monat 10 Euro. Ich spare mein Taschengeld eigentlich und wenn ich zusammengespart habe, gehe ich meistens mit meinen Eltern oder Großeltern einkaufen oder kaufe Geburtstagsgeschenke. Zu meinem Handy muss ich kein Geld beisteuern. Ich habe mein Handy zu Weihnachten von meiner Mutter geschenkt bekommen. Auch das musste ich nicht von meinem Taschengeld bezahlen.“

    Fatema (11 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme 50 Euro im Monat. Ich spare mein Geld erst und dann gehe ich shoppen. Meist kaufe ich mir Elektronikgeräte. Meine Eltern bezahlen außerdem meinen Handyvertrag für mich.“

    Aream (12 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme im Monat 30 Euro. Ich spare erst und gehe dann mit dem Geld shoppen. Meine Eltern bezahlen den Handyvertrag für mich.“

    Max* (10 Jahre), 5. Jahrgang: „Ich bekomme dieses Jahr 6 Euro pro Monat. Und mit jedem Jahr bekomme ich 1 Euro mehr. Das Taschengeld richtet sich also nach der Klassenstufe. Erst spare ich mein Geld und dann kaufe ich mir auch schon mal teurere Sachen, oder kaufe Kleinigkeiten. Den Handyvertrag bezahlen aber meine Eltern für mich.“

    * Der Name wurde von der Redaktion geändert.

    Die Taschengeldtabelle 2020:

    Kindesalter Empfohlenes Taschengeld
    4 – 5 Jahre 0,5 Euro pro Woche
    6 – 7 Jahre 1,50 – 2 Euro pro Woche
    8 – 9 Jahre 2 – 3 Euro pro Woche
    10 – 11 Jahre 13 – 16 Euro pro Monat
    12 – 13 Jahre 18 – 22 Euro pro Monat
    14 – 15 Jahre 25 – 30 Euro pro Monat
    16 – 17 Jahre 35 – 45 Euro pro Monat
    18 Jahre 70 Euro pro Monat

    Nach: https://www.taschengeldtabelle.org/ [19.02.20].

     

    von Sophie B. (6. Jhg.) und Alia I. (5. Jhg.)

  • Meldung: CDU, wir warten …

    Meldung: CDU, wir warten …

    Die CDU hat es versäumt, angemessen auf Rezos Video „Die Zerstörung der CDU“ zu reagieren. Stattdessen hat die liebe Annegret vorgeschlagen, Meinungsäußerungen im Netz vor Wahlen zu regulieren. Viele finden das einfach nur lustig, doch für uns zeigt der Vorfall, dass die Probleme vielschichtiger sind: Rezo hat ein gut recherchiertes Statement auf Youtube präsentiert und die CDU reagiert mit einem Angriff auf die Meinungsfreiheit. Ein Akt der Hilflosigkeit, wie wir finden. Ein ebenfalls gut recherchiertes Video wäre angebracht. Wir warten.

    Der folgende Link leitet euch zu Rezos Video weiter. Dieses ist allerdings nicht das originale Video, da der KGS-Server den Zugriff auf das Video versperrt:

    Quelle: https://www.youtube.com/watch?time_continue=2929&v=KziBdWSCKYI [03.06.2019].

    Ihr seid nun aufgefordert: Schickt uns eure Meinungen zu Rezos Video und den Reaktionen im Netz über die untenstehende Kommentarfunktion.

  • Schülerüberwachung in den USA: Eine liebevolle Fußfessel?

    Schülerüberwachung in den USA: Eine liebevolle Fußfessel?

    Nachdem der Staat Florida Anfang Mai 2019, trotz des schuleigenen Sicherheitsdienstes, nach einem Amoklauf Lehrer bewaffnet hat, hat sich unser Autor mit weiteren Maßnahmen zur Schülerüberwachung in der USA beschäftigt. Er hält die Maßnahmen für vollkommen übertrieben.

    Eine Glosse von Jeremy Ben Zimmermann. (11G1)

    Hallo Sie, ja Sie als Elternteil, das über die Schülerzeitung versucht mehr über Ihr Kind zu erfahren. Ihnen ist die Smart-Watch und das Instagram-Profil nicht genug? Reicht es nicht, per GPS-Tracker der Smart-Watch den Standort zu erfahren, den Schlaf Ihrer Liebsten zu überwachen, oder per Schrittzähler zu wissen, ob Ihr Kind auch Sport macht?

    Dann haben wir die Lösung! Wandern Sie in die USA aus, das Land der Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten! Nachdem in Florida die Lehrer bewaffnet wurden, um die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen zu gewährleisten, bietet nun Alabama ein neues Highlight! Die elektrische Fußfessel als liebevolle, unzerstörbare, dauerhafte Nabelschnur zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Neben den oben genannten Features, die bereits eine Smart-Watch mit sich bringt, können Sie Bereiche festlegen, die ihr Kind nicht verlassen darf, etwa das Haus, die Schule oder der direkte Schulweg. Wenn Ihr Kind diese Gebiete verlässt, bekommt es eine gewaltige Ladung elterliche Fürsorge zu spüren. Und denken Sie daran, was für Sträflinge Standard ist, muss doch mindestens für Ihre Liebsten zu haben sein.

    Das Beste: Sie brauchen noch nicht einmal einen teuren richterlichen Beschluss zum Kauf der Fessel. Mit einer Fußfessel können Sie auch gleich den ungeliebten Freund Ihrer Tochter oder die Kumpels Ihres Sohnes loswerden, denn wer will mit einem Menschen zusammen sein, der so etwas trägt? Sie können Ihren Schatz bald wieder ganz für sich allein haben, haben die volle Sicherheit und Kontrolle über ihn.

    Also wandern Sie jetzt aus. In die USA!

  • Gendergerechte Sprache in Hannover: Warum politische Korrektheit in diesem Fall Unfug ist

    Gendergerechte Sprache in Hannover: Warum politische Korrektheit in diesem Fall Unfug ist

    In den vergangenen Wochen gab es eine große öffentliche Debatte über geschlechtsneutrale Sprache – angestoßen durch die niedersächsische Landeshauptstadt: Hannover hat in diesem Jahr die gendergerechte Sprache für den gesamten städtischen Schriftverkehr eingeführt. Unser Autor hält solche Versuche für großen Unfug.

    Ein Kommentar vom 14.05.2019

    Die Entscheidung der Hannoveraner Stadtverwaltung traf auf breite Zustimmung, aber auch auf Ablehnung und Gelächter. So titelte die „Welt“, dass Hannover künftig gendergerecht in Hannover*in und Erfurt in Er-/Sie-/Esfurt umbenannt werde. Auch weitere Beiträge zeigen, wie unnötig und übertrieben und lächerlich solche Maßnahmen im Sinne der politischen Korrektheit sind.

    Gegenüber Opfern von echter Diskriminierung erscheinen sie sogar zynisch, zum Beispiel gegenüber unbewaffneten schwarzen Jugendlichen in den USA, die ohne ersichtlichen Grund von Polizisten erschossen werden, gegenüber Mädchen in Afrika, die bei der Geburt verstümmelt werden, gegenüber Frauen in arabischen Ländern, die wegen sexueller Übergriffe gegen die eigene Person mit Steinigung bestraft werden und gegenüber Homosexuellen, die in manchen Ländern aufgrund ihres sexuellen Interesses inhaftiert oder sogar hingerichtet werden. Jene Menschen und ihre echten Probleme werden ignoriert, um sich darüber aufzuregen, warum es „Tomatenmark“ und nicht „Tomatenmarie“ heißt.

    Außerdem geht politische Korrektheit meist mit einer ganz bestimmten, gnadenlos rassistischen und sexistischen Einstellung von Menschen einher. Letztere bezeichnen sich selbst zwar als „politisch korrekt“, dieser Einstufung kommen sie aber ungefähr so nahe wie ich einer Bergziege. Diese Menschen sind der Meinung, dass weiße Menschen keinen Rassismus erfahren und dass Männer nicht zum Opfer von Sexismus werden können. Wer dem nicht zustimmt, läuft selbstverständlich Gefahr als Rassist, Sexist, AfD-Anhänger, Bild-Leser, weißer, heterosexueller Eis-Mann etc. abgestempelt zu werden.

    Dabei schafft politische Korrektheit Mauern zwischen Menschen verschiedener ethnischer Gruppen, weil sie den Fokus auf die Gruppenzugehörigkeit eines Menschen legen, wo diese eigentlich unwichtig ist und man diese Unterschiede ignorieren sollte. Sie bevormundet überdies Minderheiten, indem sie einer Minderheit zugehörige Menschen wie rohe Eier behandelt und nicht wie das, was sie eigentlich sind: Menschen. Sicher, der Artikel 3 unseres Grundgesetzes fordert vom Staat die Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und Hannover hat hier brav seine Hausaufgaben gemacht, doch die praktische Umsetzung des Artikels meint wohl kaum das Gendersternchen. Dennoch bleiben derartige Versuche übertriebener politischer Korrektheit etwas ganz Besonderes, um es politisch korrekt auszudrücken.

  • Niedersachsen und Bremen bekommen neuen Feiertag

    Ab diesem Jahr haben nun auch Niedersachsen und Bremen den Reformationstag, den 31. Oktober, dauerhaft als neuen Feiertag. Dieser erinnert an den 31. Oktober 1517. An jenem Tag soll der Mönch Martin Luther an der Schlosskirche zu Wittenberg seine 95 Thesen angeschlagen haben.

    In seinen Thesen machte Luther u. a. verständlich, dass eine Erlösung der Sünden durch Geld (= Ablasshandel) unnötig sei, da Jesus Christus die Menschheit durch seinen Tod am Kreuz von der Sünde erlöst hätte. Daran anknüpfend forderte er eine Diskussion über Buße und Ablass. Dieser Thesenanschlag leitete schließlich die Reformation in Europa ein. Befürworter des Feiertages argumentieren, Norddeutschland benötige dringend einen weiteren Feiertag, da die südlichen Bundesländer zwölf Feiertage haben und die nördlichen Bundesländer nur neun. Außerdem wäre Luther ein Vorbild, da er seine Meinung äußerte und gegen die Ausbeutung der damaligen katholischen Kirche kämpfte. Diese finanzierte beispielsweise durch den Verkauf von Ablassbriefen den Bau des Petersdomes in Rom. Kritiker warnten vor der Einführung des Reformationstages als neuen Feiertag, da Martin Luther viele judenfeindliche Äußerungen gemacht hatte. Die Einführung könne so ein falsches Signal – auch aufgrund der in letzter Zeit steigenden judenfeindlichen Übergriffe – senden.

  • Erneuter Unfall an der Neustädter Schranke

    Erneuter Unfall an der Neustädter Schranke

    Zum zweiten Mal in anderthalb Wochen riss ein LKW am Neustädter Bahnübergang den Schrankenbaum ab. Der Grund: Missachtung der Verkehrsregeln. Wie wird die Stadt nun reagieren?

    Letzten Freitag, den 25. Mai um 16 Uhr, ist es passiert: Ein litauischer Fahrer fuhr seinen LKW, obwohl sich auf der anderen Seite Autos stauten, auf den Bahnübergang. Als sich dann die Schranken zu schließen begannen, konnte er nicht mehr rechtzeitig den Übergang räumen und zerstörte bei dem Versuch panisch den Schrankenbaum, welcher zuvor auf seine Ladefläche geknallt war. Glücklicherweise blieb es bei diesem Sachschaden.

    Dies hatte erhebliche Folgen für den Verkehr: Die viel befahrene B6-Abfahrt wurde sofort gesperrt, sodass die anderen Verkehrsteilnehmer gezwungen waren, über die Dörfer Empede, Basse und Suttorf auszuweichen. Gleichzeitig wurde der Zug-Verkehr zwischen Neustadt und Nienburg bis zum Abend vollständig eingestellt. Auch danach durften die Züge  nur im Schritttempo fahren.

    Samstagmittag wurde dann der Übergang wieder freigegeben. Auch die B6-Abfahrt war bald wieder passierbar. Nun stellt sich die Frage, wie die Stadt auf die Unfälle reagieren wird. Schließlich ereignete sich nicht zum ersten Mal ein Unfall an der Neustädter Schranke. Vermutlich wird die im Februar eingerichtete Umleitung durch die Innenstadt geschlossen. Den vielen Schwerkrafttransporten bliebe dann nur, zu Lasten der Anwohner, der Umweg über die Dörfer. – Ein offizielles Statement gibt es aber dazu noch nicht.

    Diese Woche wird darüber entschieden, wie das oben angesprochene Problem gelöst werden kann.

    Emil Huntemüller, 10G