Streitschlichtung

Was macht eigentlich ein Schülerstreitschlichter?

Im Gegensatz zur klassischen Konfliktlösung geht es in der Mediation nicht darum, Täter und Opfer zu ermitteln, sondern darum, gemeinsam eine Lösung für den Konflikt zu erarbeiten.
Beide Streitparteien verlassen das Gespräch als Gewinner.
Der Streitschlichter vermittelt zwischen den Konfliktparteien.

Was lernen die Kinder?

Um diese Form von Konfliktklärung anwenden zu können, lernen die Kinder in der Arbeitsgemeinschaft anhand des Sechsstufenmodells:

  • Konflikte zu erkennen,
  • einfache Gesprächsregeln,
  • unparteiisches Verhalten,
  • intensives Zuhören,
  • Gefühle benennen und erkennen können,
  • Einfühlungsvermögen entwickeln,
  • individuelle Konfliktlösungsvorschläge gemeinsam mit den Streitenden zu finden und zu formulieren.

Wer kann Streitschlichter werden und wie werden die Teilnehmer ermittelt?

Streitschlichter werden können Kinder der dritten und vierten Klassen.
Ermittelt werden pro Halbjahr ca. 16 Kinder.

Die Teilnahme erfolgt freiwillig. Sie wird durch eine Wahl in den jeweiligen Klassen und nach Rücksprache mit dem Klassenlehrer bestätigt.
Auch die Eltern geben ihre schriftliche Einverständniserklärung.

Wo und wann setzen die Kinder das Erlernte um?

Die „Arbeitszeit“ der Kinder erstreckt sich über die Pausenzeiten.
Sie arbeiten paarweise an einem festgelegten Wochentag und benutzen das schuleigene Streitschlichtungsbüro, in das sie sich für die Gespräche zurückziehen können.

Um für ihre Mitschüler deutlich erkennbar zu sein, tragen sie orangefarbene Warnwesten.

Gibt es Risiken für die Mediatoren?

Auch wenn die Kinder zum Teil (noch) andere Vorstellungen haben:

Ein Schülermediator ersetzt keinen Erwachsenen !!!

Es ist den Streitschlichterinnen verboten (!!!!), in laufende Auseinandersetzungen einzugreifen.

Ihre Arbeit beginnt erst dann, wenn sie von ihren Mitschülern um ein Streitschlichtungsgespräch gebeten werden!!!!

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