„Fokus- Evaluation“

Wie sieht die neue Schulevaluation („Fokusevaluation“) aus?

Um das Verfahren so gut wie möglich an den Bedürfnissen der einzelnen Schule auszurichten, sind für die Schulen große Mitgestaltungsmöglichkeiten vorgesehen. Im Fokus der Evaluation steht der Unterricht. Die Schule wählt aus, welche ihrer unterrichtsbezogenen Entwicklungsziele evaluiert werden sollen. Infrage kommen Ziele, die sich fachbezogenen und fächerübergreifenden Schwerpunktthemen zuordnen lassen. Die fachbezogenen und fächerübergreifenden Schwerpunktthemen werden den Bedarfen der Schulen entsprechend stetig erweitert. Für die Schwerpunktthemen sind standardisierte Instrumente entwickelt worden, mit denen Unterrichtsqualität bewertet werden kann. Das Verfahren läuft in mehreren Phasen ab. U.a. sind zwei längere schulische Arbeitsphasen vorgesehen, auf die jeweils ein Besuch des Evaluationsteams an der Schule folgt (Nds. Kultusministerium).

Im Rahmen der Pilotierung („Probephase“) wurde die Grundschule Hondelage zur Teilnahme verpflichtend ausgewählt.

Nach einer Auftaktveranstaltung im April 2018, bei der der Verlauf der Evaluation erläutert wurde, kam es im Juni 2018 zu einer Auftragsklärung. Die Schule hat ein unterrichtliches Entwicklungsziel  mit dem Schwerpunkt im Bereich der Leistungsorientierung gewählt.

Entwicklungsvorhaben der Grundschule Hondelage

Die Selbsteinschätzungs- und Reflexionsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1 bis 4 zu eigenen Lernprozessen soll gefördert werden.

Unterrichtliches Entwicklungsziel:

Die SuS arbeiten selbstständig, selbstverantwortlich, reflektieren ihre Lernprozesse und leiten individuelle Lernwege selbstständig ab.

Um Leistungserwartungen im Unterricht zu verdeutlichen sowie Selbsteinschätzungsfähigkeiten sowie Reflexionsprozesse über eigene Lernprozesse als festen Bestandteil im Unterricht zu installieren, werden bis zu Beginn des Schuljahres 2019/20 Strukturierungshilfen von Unterrichtsstunden bzw. -sequenzen entwickelt sowie vorhandene Kompetenzraster und Selbsteinschätzungsbögen überarbeitet.

In der schulischen Arbeitsphase I wurden die Selbsteinschätzungsbögen für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-4 überarbeitet sowie ein Elternfragebogen entwickelt. Diese Fragebögen kamen bei den Elternsprechtagen im November 2018 zum Einsatz und konnten auf der Dienstbespechung im Dezember 2018 direkt evaluiert und verbessert werden.

Weiterhin wurde an Reflexionsmethoden im Unterricht gearbeitet, um die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler während ihrer Lernprozesse zu steigern.

Außerdem wurden in die Checkliste zur Mappenbewertung sowie den Checklisten der verschiedenen Fächer Angaben zur Selbsteinschätzung eingebunden und ständig weiterentwickelt.

Zielformulierungen zu Beginn der Stunden sowie Reflexionsphasen während, aber besonders am Ende der Stunden erfahren eine neue Bedeutung.

In der Woche vom 19.-21.03.2019 finden die Unterrichtsbesuche des Evaluationsteams im Unterricht aller Kolleginnen und Kollegen statt.

Am Mittwoch, den 20.03.2019, sind die Elternvertretungen des Schulelternrates und des Schulvorstands zu einem Gespräch eingeladen, bevor es am 27.03.2019 zum Auswertungsdialog kommen wird.

Der Auswertungsdialog I am 27.03.2019 fand im Beisein des gesamten Kollegiums, der Vertreterinnen und Vertreter des Schulvorstandes sowie des Schulelternrates statt.

Das Kollegium erhielt viel Lob für den gezeigten Unterricht. Die gesteckten Ziele wurden erfüllt. Die wertschätzende und offene Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten wurde durch das Evaluatorenteam besonders positiv hervorgehoben. Für die Arbeitsphase II wurden neue Schwerpunkte für die Weiterarbeit gesetzt.

Am 29.10.2019 kam es dann im gleichen Teilnehmerkreis zum Auswertungsdialog II. Rückblickend wurden sowohl die zweite Arbeitsphase als auch der gesamte Prozess der Fokusevaluation beleuchtet. Insgesamt konnte für die schulische Arbeit eine postive Bilanz gezogen werden. Der z. T. aber erhebliche bürokratische Aufwand muss allerdings sehr kritisch angemerkt werden.

Als Arbeitsergebnis ist aus dem Prozess ein Konzept zur Lernkultur, Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung erwachsen , das alle Vereinbarungen beinhaltet.

Ein Dank an alle, die uns in dieser Phase begleitet und unterstützt haben!