Schulhund

Mein Name ist Marly

Das ist englisch und bedeutet so viel wie „Weide neben dem Teich“. Ich bin eine Elohündin. Seit August 2010 bin ich Klassenhund der jetzigen Hundeklasse. Was macht ein Klassenhund, werden sich nun einige fragen. Also genau genommen bin ich ein KLASSEN-BEGLEITHUND – ich begleite meine Klasse im Unterricht. Ich nehme am Unterricht teil, bewege mich frei durch den Klassenraum, lege mich meinen Schülerinnen und Schülern zu Füßen oder erlaube ihnen manchmal, mich zu streicheln. Meine Schülerinnen und Schüler haben mich so gern, dass sie sich gerne an einige wichtige Regeln im Umgang mit mir halten:

Sie brüllen nicht und machen keine lauten Geräusche, weil ich ein viel besseres Gehör als Menschen habe und mir das unangenehm wäre.

Sie schlagen, treten und schubsen mich nicht, weil mir das Schmerzen zufügen würde und ich dann nicht mehr zur Schule käme.
Sie respektieren, dass ich meine Ruhe brauche, wenn ich mich in mein Haus zurückziehe.

Sie sagen auch keine Gemeinheiten zu mir oder über mich, obwohl ich das ja vielleicht nicht mal so genau verstehen würde. Wenn sie mich in den Pausen draußen im Wald führen, lernen sie sich freundlich konsequent durchzusetzen ohne an meiner Leine zu reißen oder mich anzumeckern. Wenn sie mir unter Aufsicht eine Leckerei zukommen lassen, lernen sie, mich auf Handzeichen hin setzen zu lassen oder Kunststücke machen zu lassen. Dabei haben sie keine Angst, dass ich ihnen mit meinen Zähnen weh tun könnte.

Das alles nennt mein Frauchen SOZIALTRAINING! Die Schülerinnen und Schüler lernen mein Verhalten und meine Bedürfnisse kennen und zu respektieren. Sie üben sich im Umgang mit mir und halten sich dabei an Regeln. Sie bauen eine emotionale Beziehung zu mir auf und suchen meine Nähe. Sie lernen ihre Anliegen freundlich und konsequent durchzusetzen und stärken im Umgang mit mir ihr Selbstvertrauen. Sie übernehmen Verantwortung für mein Wohlergehen und stellen auch mal eigene Bedürfnisse in den Hintergrund.

Außerdem höre ich allen Schülerinnen und Schülern gerne beim Lesen zu. Das hilft manchen schüchternen Kindern beim lauten Vorlesen. Sie trauen sich dann viel mehr zu, denn ich bin geduldig und liebe Geschichten.

Eure Marly