Bevor wir beginnen können zu lernen, muss der im Unterricht behandelte Stoff zuerst systematisch zusammengefasst werden. Ein Lernzettel muss erstellt werden, aber wie? Instagram, Pinterest, Knowunity… alles Plattformen auf denen wunderschöne Lernzettel und Mitschriften hochgeladen werden. Wirklich effektiv sind die aber nicht immer. Aber keine Panik! Du kannst deine pastellfarbigen Marker behalten 😉
1. Schritt: Inhalt gezielt zusammenfassen
Hierfür ist ausschlaggebend, den im Unterricht behandelten Stoff vollständig vorliegen zu haben. Ist dies nicht der Fall, so bietet es sich an sich bei Mitschülern (w/m/d) zu erkundigen, sich aus weiteren Schulmaterialien wie Büchern, Heften, Iserv-Dateien mit den fehlenden Inhalten zu versorgen, sich bei der Lehrkraft zu informieren oder sich aus anderen Quellen (z.B. Erklärvideos, Websites, Sachbücher) Hilfe zu holen. Auch die eigenen Notizen und Erklärungen sollten miteingeschlossen werden. Zu Beginn müssen die vorgegebenen Themen für die Klassenarbeit dann auf den Inhalt zugeteilt/kategorisiert werden.
2. Schritt: Struktur reinbringen
Sobald der Lernstoff vor einem „steht“, mag er wie ein Berg an Informationen aussehen. Doch mit einem einfachen Trick kann dies verhindert werden: Kernthemen heraussuchen und von Unterthemen unterscheiden. Oft werden von der Lehrkraft die Themen und Inhalte für die Klassenarbeit vorgegeben. Nutze das und schreibe dir zu den verschiedenen Kernthemen die entsprechend relevanten Inhalte in Stichpunkten dazu (bestenfalls zuerst auf einen Schmierzettel). Hilfreich ist der Schmierzettel schließlich auch dafür, um eine Reihenfolge und Struktur vor Beginn der Erstellung des Lernzettels festzulegen. Welche Themen kommen zuerst? Baut die Reihenfolge logisch aufeinander auf? Kurze, wichtige Definitionen können z.B. in einer Farbe markiert werden, kleine Skizzen sollten beschriftet werden, Merkhilfen wie Reime können außerdem hinzugefügt werden. Aufgrund dessen, dass der Lernzettel danach in den meisten Fällen auswendig gelernt werden muss, ist es besonders wichtig alles korrekt und so genau wie möglich aufzuschreiben.
3. Schritt: Informationen kürzen und filtern
Frage dich selber: Ist es für die Arbeit wichtig das zu lernen? Es fällt schwer, aber oft ist vieles auf dem Lernzettel nicht wichtig zu lernen, sondern zu wissen. Hierfür bietet es sich an, den Lernzettel mit Klassenkameraden (w/m/d) zu vergleichen oder ihn, wenn möglich, der Lehrkraft zu zeigen.
4. Schritt: Visualisierung
Die Visualisierung, also die Gestaltung des Lernzettels, sollte nicht in den Schatten gestellt werden. Besonders für visuelle Lerner kann ein gut dargestellter Lernzettel den Lernprozess erleichtern. Ein hilfreicher Tipp hierfür ist sich eine kleine Legende zu erstellen, welche Bedeutung beispielsweise die einzelnen Farben und Symbole haben. Unterteile also verschiedene wichtige Begriffe oder Satzteile in z.B. Fachbegriffe = blau, Definition = gelb, Zusammenhänge in Stichpunkten = lila usw.
Für die fleißigen Bienen gilt: Solange der Inhalt und das Lernen im Vordergrund stehen, spricht nichts gegen eine kleine Verschönerung oder Zeichnung auf dem Lernzettel und die ein oder andere Ergänzung 🙂
Jetzt kann endlich mit dem Lernen begonnen werden. Einen Lernzettel zu erstellen mag einfach klingen, er bildet den Weg für den Lernprozess und der Schlüssel für die gute Note 😉
An dieser Stelle sollte noch erwähnt werden, dass es sich besonders anbietet einen Lernzettel digital zu erstellen. Dafür stehen einem viele nutzbare Apps zur Verfügung (wie z.B. Knowunity, Squid oder auch Evernote).
Blog
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Learn to study: Der perfekte Lernzettel
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Besondere Weihnachtsgrüße
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und Weihnachten steht vor der Türe. Die Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier sind in vielen Familien bereits im vollen Gange: Es wird gebastelt, eingepackt, geschmückt und gekocht – alles für ein fröhliches und besinnliches Fest 🙂 Auch wir wünschen euch ein schönes und erholsames Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten.
Übrigens: Kurz vor Weihnachten haben uns ganz besondere Weihnachtsgrüße ereilt: Unsere polnische Partnerschule hat uns selbstgebastelte Weihnachtskarten mit ganz persönlichen Botschaften zugeschickt. Darüber haben sich insbesondere einige Schülerinnen und Schüler aus dem 8. Jahrgang sehr gefreut. Im Gegenzug haben auch sie Weihnachtskarten an die polnischen Schülerinnen und Schüler versendet. Und zu guter Letzt ereilte uns noch gestern ein Video der polnischen Partnerschule:
Kartki świąteczne I Liceum dla KGS Neustadt am Rübenberge.
Vielen Dank für diese tolle Aktion 🙂 🙂 🙂
Eure Schülerzeitungsredaktion
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Lesewettbewerb an der KGS
Vor zwei Wochen fand der alljährliche Lesewettbewerb an unserer Schule endlich wieder statt. Nach zwei langen Coronajahren konnten die SchülerInnen ihre Fähigkeiten demonstrieren und am Wettbewerb teilnehmen. Alle Teilnehmenden haben die verschiedensten und individuellsten Romane für sich ausgewählt, um ihr Talent unter Beweis zu stellen, sodass die Entscheidung der Jury sehr schwer fiel.
Am Ende konnte Liv aus der 6G3 mit dem Buch Warrior Cats die Jury aus dem 12. Jahrgang jedoch von sich überzeugen. In der Fantasy-Bücherreihe Warrior Cats von Erin Hunter geht es um einen Clan von Katzen mit unterschiedlichen Aufgaben, die gemeinsam um das Überleben kämpfen.
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerin!
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Wie gehts Fünftklässler?
Jedes Jahr kommen neue Fünftklässler an unsere Schule, die für die meisten total neu ist. Deshalb haben wir in den vergangenen Wochen einigen von euren Mitschülern und Mitschülerinnen in der Mittagspause ein paar Fragen zum Start in der fünften Klasse gestellt.
Ein Beitrag von Tom Gershgorn und Merle Haftmann
Uns ist aufgefallen, dass der erste Eindruck bei allen gleich ist: Die Schule wirkt auf viele zunächst sehr groß, es gibt viel mehr Räume als in der Grundschule, es gibt aber auch viel mehr Klassen und Lehrkräfte. Apropos Lehrer: Wir haben auch nach euren Lieblingslehrkräften gefragt. Zu den angesagtesten Lehrkräften gehören unter anderem Frau Harrie, Herr Pakosch, Herr Arnold und Herr Scharnowski. In der Mensa gibt es viel Platz und (fast) immer leckeres Essen.
Unterschiede zur Grundschule sind euch natürlich auch aufgefallen. Für manche ist der Anfang an der KGS schwerer, für andere einfacher. Die Klassen sind größer. Es gibt neue Fächer z.B. Biologie, Geschichte und Erdkunde. „Die neuen Fächer gefallen uns sehr, sind aber natürlich auch zusätzlicher Stress“, so viele Fünftklässler.
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Nach dreijähriger Pause wieder ein voller Erfolg – der KGS-Adventsbasar 2022
Der lang ersehnte Adventsbasar unserer Schule fand vergangenen Freitagnachmittag endlich wieder statt und war ein voller Erfolg: von Musik, zu Essen und selbstgebastelten Kleinigkeiten war alles dabei. Sicherlich wurden die Klassengemeinschaften gestärkt und auch die Klassenkassen haben einen kleinen Schub bekommen. 50 Prozent der Einnahmen werden in den nächsten Tagen der Neustädter Tafel übergeben.
So oder so: Freude und Spaß drangen aus allen Ecken. Die KGS Neustadt freut sich schon auf den nächsten Adventsbasar und bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement!
Die Bilder sind aufgrund der Archivierung des Artikels nicht mehr vorhanden.
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FÜR ALLE, DIE GERNE RECHT HABEN – RECHTE VON SCHÜLERN UND SCHÜLERINNEN
Die eingängigsten Rechte bezüglich der Schüler und Schülerinnen in der Schule sind allseits bekannt, allerdings gibt es auch einige vielleicht überraschende Fakten, welche euch möglicherweise im Schulalltag noch hilfreich sein können, denn seine Rechte zu kennen ist immer von Vorteil.
Ein Beitrag von Paulina Heid, 10. Jahrgang

1. Schülerinnen und Schüler haben das Recht und die Pflicht, an der Erfüllung des Bildungsauftrags der Schule mitzuwirken. (§58 NSchG)
Diesem Ausschnitt des Niedersächsischen Schulgesetzes ist zu entnehmen, dass Schüler und Schülerinnen sich nicht nur am Unterricht beteiligen sollen, sondern auch aktiv an der Gestaltung des Unterrichts mitwirken sollen. Somit ist ein ausschließlich vom Lehrer gestalteter Unterricht nicht erwünscht und die Klasse sollte aktiv an der Unterrichtsgestaltung teilhaben können. Die Themenbereiche sind größtenteils natürlich vorgegeben, kreative Wünsche und Anregungen seitens der Schülerschaft sollten aber berücksichtigt werden.
2. In jeder Klasse vom 5. Schuljahrgang an (Klassenschülerschaft) werden eine Klassensprecherin oder ein Klassensprecher (Klassenvertretung), deren oder dessen Stellvertreterin oder Stellvertreter sowie die Vertreterinnen oder Vertreter in der Klassenkonferenz und deren Ausschuß nach § 39 Abs. 1 gewählt. (§73 NSchG)
Diesem Gesetz bezüglich der Klassenschülerschaft ist die Arbeit der Schüler und Schülerinnen in verschiedenen Gremien zu entnehmen, welche beispielsweise aus Schülerrat und Schulvorstand besteht. Die Mitwirkung der Schülervertretung unterstützt die Einbindung der Schülergemeinschaft in schulische Entscheidungen und begründet sich auf der erweiterten Wahrnehmung der Schüler und Schülerinnen in Erörterungs-, Anhörungs- und Informationsrechten. Die Schülervertretung arbeitet dabei unabhängig. Schulleitung und Schulbehörden dienen dabei lediglich als Unterstützung. Sie haben allerdings keine Aufsichtsbefugnis oder Aufsichtsrechte und dürfen unter normalen Umständen nicht in die Arbeit der Schülervertretung eingreifen. Die Selbstständigkeit der Schülervertretung ist besonders von der Schulleitung aus einzuhalten und auch das Öffnen von offenkundig an den Schülerrat gerichtete Briefe hat nur von der Schülervertretung zu erfolgen. Dies betrifft auch das rechtzeitige Aushändigen der Post gegenüber der Schülervertretung.
3. Schülerrat und Klassenschülerschaften sind von der Schulleitung, dem Schulvorstand, der zuständigen Konferenz oder den Bildungsgangs- und Fachgruppen vor grundsätzlichen Entscheidungen, vor allem über die Organisation der Schule und die Leistungsbewertung, zu hören. Inhalt, Planung und Gestaltung des Unterrichts sind mit den Klassenschülerschaften zu erörtern. (§80 NSchG)
In diesem Ausschnitt geht es um die Ernsthaftigkeit und Wahrnehmung des Schülerrates und der Schülerschaft vor der Schulleitung und dem Schulvorstand, welche vor allem in Bezug auf die schulische Organisation immer einzuhalten ist. In diese darf die Schülervertretung immer Einsicht und auch Einfluss nehmen. Auch Anregungen seitens der Schülerschaft sollten ernst genommen werden. Die Unterrichtsgestaltung wird ebenfalls mit den gewählten Vertretern abgesegnet, sodass der Einfluss seitens der Schülerschaft immer beständig ist.
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Learn to study: Der Weg zum erfolgreichen Lernen
Die meisten werden es kennen: Stundenlang gelernt, aber nicht die gewünschte Note erreicht. Daraufhin folgt Verzweiflung und Demotivation. Dabei ist Lernen eine Wissenschaft und kann erlernt werden. Es ist im jetzigen Schulsystem durchaus möglich gute Noten durch das Erlernen von Prinzipien und Methoden für den schulischen Erfolg zu erzielen. Diese Artikelserie soll euch nicht nur helfen, euer Lernverhalten zu verbessern. Vielmehr sollt ihr auch verstehen, wie unser Gehirn funktioniert und wie wir es zu unserem Nutzen beeinflussen können.
Ein Beitrag von Milena H., 10. Jahrgang
Das Aneignen und Erlernen von Informationen und Konzepten lässt sich in drei Hauptbausteine unterteilen: Verstehen, Lernen, Anwenden. Der Prozess des Verstehens beginnt bereits im Klassenraum und geht Zuhause beim Anschauen von Erklärvideos, dem Stellen von Fragen, dem Erledigen von Hausaufgaben etc. weiter, bis der erwünschte „Ah-hah-Moment“ erreicht wurde. Dieser Schritt ist ausschlaggebend für die zwei weiteren, denn das alleinige Erinnern an Informationen reicht nicht aus. Um das Verstandene anwenden zu können, ist es von wichtiger Bedeutung sich dem zweiten Schritt zu widmen.
Viele Schülerinnen und Schüler finden den Schritt des Lernens am schwierigsten bzw. überspringen ihn oft. Immerhin lesen wir das Schulbuch, verstehen weitestgehend den Inhalt. Aber im Nachhinein ist es oft schwierig sich an die Informationen zu erinnern. Daher muss das Wissen (auswendig-)gelernt werden. Durch wiederholendes Lesen, durch selbsterstellte Zusammenfassungen oder durch das Vortragen vor Publikum gelingt das häufig etwas besser. Aber: Wie genau das geht, wird euch in einem weiteren Beitrag näher erläutert.
Der letzte Baustein Anwenden prüft, ob die ersten beiden richtig ausgeführt worden sind. Er ist auch derjenige, der darüber entscheiden wird, wie dein Test bzw. deine Klassenarbeit verlaufen wird. Hier wird dein Wissen abgeprüft. Es ist etwas anderes die Information zu wissen, als sie anzuwenden. Dieser Teil ist mithilfe von verschiedenen Schulhilfsmitteln (wie z.B. Aufgaben aus dem Buch) oder weiterführenden Übungsklausuren einfach zu üben.
Jetzt, wo wir verstehen, wie das Lernen aufgebaut ist, geht es um unser eigenes Denk- und Erinnerungsvermögen und wie wir dieses trainieren können. Hermann Ebbinghaus (1850-1909) wird auch „Vater der Erinnerung“ genannt, er befasste sich größtenteils mit kognitiv- psychologischer Forschung. Für Ebbinghaus war klar: Es ist nicht möglich, verstandenen Stoff direkt anwenden zu können. Daran anknüpfend betrieb er Gehirnforschung und entdeckte die sogenannte „Vergessenskurve“ (Abb. 1).

Abb. 1: Vergessenskurve. Nach: https://blog.neuronation.com/de/die-vergessenskurve-nach-dr-ebbinghaus/ [07.11.2022].
Wie das Diagramm zeigt, vergisst das Gehirn bereits nach einem Tag ungefähr 60 Prozent von dem, was es wusste. Daran ist festzulegen, dass das menschliche Gehirn Wiederholung und Lernen braucht. Ein anderes Diagramm zeigt, wie sich das Gedächtnis, jedes mal, wenn die Information wiederholt wird, wieder zu 100 Prozent an die Information erinnert. (Abb.2)

Abb. 2: Neu erlerntes Wissen. Nach: https://wildfirecomms-images.co.uk/img/ebbinghaus-diagram-1-1479295300.png [07.11.2022]
Wichtig hierbei ist nicht zu vergessen, dass das Gehirn nicht wie ein Roboter funktioniert. Faktoren wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erinnerungsvermögen, Sprache, Denkvermögen, Orientierung und emotionale Intelligenz können das Lernverhalten massiv beeinflussen. Wie bereits angedeutet, ist eine gute Wiederholung der Schlüssel für langanhaltende Erinnerung. Effizientes Arbeiten ist für das Lernen also erforderlich. Ausschlaggebend dafür ist also Motivation und Disziplin. Gute Planungen und regelmäßige Pausen bekräftigen gesundes Lernen. Dazu kommt noch ein gesunder Lebensstil (z.B. genug Schlaf, Sport, soziale Interaktion, gesunde Ernährung), der sich äußerst positiv auf das Lernverhalten ausprägen kann.
Die Studytuberin Jade Bowler entwickelte im Laufe ihres Schullebens die sogenannte „SAAD- technique“. Jeder Buchstabe steht für einen Baustein, der umgesetzt wird, um die Wiederholungstechnik sinnvoll zu nutzen.
Spaced Repetition:
(deutsch: Wiederholung mit Abstand)
Dieser Schritt ist in Abb. 2 stark veranschaulicht. Die Idee besteht darin, dass der Stoff wiederholt wird, wenn er eigentlich vergessen werden sollte. Darum empfiehlt es sich möglichst früh mit dem Lernen zu beginnen. Sich den Stoff jeden Tag für 15 Minuten anzuschauen, erspart dann am Tag vor der Klassenarbeit mehrere Stunden am Schreibtisch zu sitzen. Wichtig hier ist also: Work smarter, not harder!
Active Recall:
(deutsch: aktives Erinnern)
Stephen Kosslyn (Psychologe und Forscher zur menschlichen Kognition) hat das menschliche Lernen in zwei Maxime unterteilt: „Think it through“ und „Make and use association“. „Think it through“ meint konkret: Desto öfter das Gehirn dazu gezwungen wird, sich an etwas zu erinnern, desto eher wird es sich langfristig an die Information erinnern. Muss sich das Gehirn mühsam an etwas Bestimmtes erinnern, werden die synaptischen Verbindungen im Gehirn gestärkt, die die Lücken zwischen den Neuronen bilden und die Übertragung von Informationen im Gehirn ermöglichen. Kurz gesagt: Wenn wir etwas vergessen haben, dann sollten wir nicht direkt zum Buch greifen (bzw. zu Google), sondern unser Gehirn zwingen, sich Schritt für Schritt und grob zu erinnern. Make and use association bedeutet hingegen das Bauen von Brücken – im übertragenen Sinn. Manchmal ist Schulstoff sehr trocken und es fällt uns einfach schwer sich an alles zu erinnern. Daher brauchen wir etwas, womit wir uns die Information leichter einprägen können. Suchen wir dafür nach Assoziationen, Vergleichen, übertragbaren Geschichten, Eselsbrücken usw. fällt uns das Einprägen etwas einfacher. Oder: 753 – Rom schlüpft aus dem Ei. Ein wichtiger Grundsatz der Wiederholungstechniken ist die Verknüpfung des Gelernten mit dem vorhandenen Wissen. Das „Grundlagenmaterial“ ist das Rückgrat der zusätzlichen Informationen, denn es ermöglicht, im Laufe der Zeit über eine organisierte geistige Struktur zu verfügen.
Desirable Difficulty:
(deutsch: erwünschte Schwierigkeit)
Lade dich sich selbst ein, die Herausforderung zu suchen. Um besser zu werden, muss man nicht wiederholen, was man schon weiß. Bei diesem Punkt geht es um die schwierigen Aufgaben. Hierbei fragst du dich, ob du dein Gehirn wirklich anstrengst und „active recall“ und „association“ nutzt. Desto mehr das Gehirn trainiert wird, sich schwierigen Aufgaben zu widmen, desto leichter fallen in Zukunft schwierigere Aufgaben.
Diese innere Checkliste ermöglicht es, das Verstandene zu lernen und es nicht zu vergessen! Benjamin Britten sagte schließlich: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“ Und damit hatte er Recht. Auch wenn es schwierig ist, sollten wir nicht aufhören zu lernen 🙂 🙂 🙂
Also, was denkt ihr? Was bereitet euch beim Lernen Schwierigkeiten? Was würdet ihr noch gerne wissen? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Quellen:
- https://blog.neuronation.com/de/die-vergessenskurve-nach-dr-ebbinghaus/ [07.11.2022].
- https://blog.neuronation.com/de/die-vergessenskurve-nach-dr-ebbinghaus/ [07.11.2022].
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Roe vs. Wade – Leben vs. Leben
Amerika ist in Aufruhr. Erneut. Der Oberste Gerichtshof kippt offiziell landesweit das Abtreibungsrecht in den Vereinigten Staaten. Das bedeutet, strengere Abtreibungsgesetze bis hin zum Verbot der Abtreibungen in vielen Bundesstaaten. Zuvor gab die Grundsatzentscheidung „Roe vs. Wade“ Schwangeren das Recht, selbst über einen potentiellen Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden. Dabei stand die Sicherheit der schwangeren Person und des ungeborenen Kindes im Vordergrund. Der Grundsatz erlaubte es, den Schwangerschaftsabbruch während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters durchzuführen, soweit die Gesundheit der Schwangeren dadurch nicht gefährdet würde. Am 24. Juni wurde dieser Grundsatz aufgehoben.
Ein Kommentar von Lenya W., 11. Jahrgang
Die Bundesstaaten dürfen seit dem 24. Juni selbst über die Legalität von Schwangerschaftsabbrüchen urteilen. Bereits jetzt wird davon ausgegangen, dass 26 der 50 amerikanischen Staaten Abtreibungen verbieten oder stark einschränken. Diese Einschränkungen beziehen sich auf Vergewaltigung, Inzest und die Gesundheit der Schwangeren, doch nicht immer legalisieren diese Gründe eine Abtreibung. Vor allem im konservativen Süden der USA droht Ärzten in Zukunft eine lebenslange Haftstrafe, sollten sie eine illegale Abtreibung bei Schwangeren durchführen. Ein radikales Beispiel bot Texas mit der sogenannten „,Heartbeat bill“. Diese verbat Schwangerschaftsabbrüche nach der sechsten Schwangerschaftswoche, unabhängig von einer ungewollten Schwangerschaft durch Vergewaltigung (oder Inzest). Problematisch ist dabei aber, dass einige Schwangere ihre Schwangerschaft erst nach diesen sechs Wochen spüren und eine Abtreibung daraufhin nicht mehr in Frage kommen würde. Wegen der offensichtlichen Verfassungswidrigkeit wurde dieses Gesetz im letzen September von der US-Regierung für ungültig erklärt.
„My body, my choice“ heißt es auf vielen Bildern, die auf Social Media geteilt und verbreitet werden und ein Symbol für die sogenannte Pro-Choice-Bewegung darstellen. Viele Frauen fühlen sich nun in ihrer Entscheidungsfreiheit über ihren eigenen Körper betrogen. Sie fragen sich, wo Gesetzgebung anfängt und Selbstbestimmung aufhört. Welches Leben steht über welchem? Sie fürchten, dass der Staat sie und ihren Körper zu sehr kontrollieren will und bedauern den Rückschritt für diese Bewegung. Und nicht nur im Netz hagelt es Kritik, auch Präsident Biden betonte, dass diese Entscheidung nicht das letzte Wort bedeuten müsse. Er forderte die Bürger auf, ihr Recht auf Demonstrationen und Wahlen zu nutzen. „Es ist noch nicht vorbei“, sagte er abschließend in seiner Rede an das Volk, kurz nachdem der Supreme Court Roe vs. Wade auflöste.
Niemanden steht es zu über das Leben anderer zu entscheiden. Dieses Argument spricht grundsätzlich für beide Parteien. Einerseits für die Pro-Life-Bewegung, die kritisiert, dass über das Leben eines ungeborenen Menschen gerichtet wird, noch bevor dieser die Chance auf ein eigenes Leben nutzen kann, andererseits für die Pro-Choice-Bewegung und so für das Leben der werdenden Mutter, die ungewollt die Schwierigkeiten einer Schwangerschaft durchleben muss und damit ihr eigenes Leben riskiert.
Vier der Sechs Richter des Supreme Courts, die sich gegen das Abtreibungsgesetz in Amerika ausgesprochen haben, sind Männer. Männer, die über das Leben aller amerikanischen Frauen entscheiden. Männer, die selbst keine Kinder bekommen können und nicht von ihrer Entscheidung betroffen sind, aber über alle wirklich Betroffenen richten. Männer, die „jungen Frauen noch weniger Rechte geben, als ihre Mütter und Großmütter hatten“, schrieb die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, auf Twitter.
Der Oberste Gerichtshof begründet seine Entscheidung mit dem Leben und dem Bewusstsein des Kindes, welches in einem „freien“ Land wie den Vereinigten Staaten ein Recht auf ein erfülltes Leben habe. Aber ist es ein erfülltes Leben, wenn das Kind in einem Haushalt aufwächst, welcher sich eigentlich gegen dieses Kind entscheiden wollte? Und ab wann ist ein Ungeborenes ein „richtiger“ Mensch? Wann steht das Wohl eines ungeborenen Kindes über das der Mutter? Das kann lediglich die Betroffene selbst entscheiden.
Quellen:
- The white House – Remarks by President Biden on the Supreme Court Decision to Overturn Roe v. Wade.
- National Geographic – Abtreibung in den USA: Die Geschichte von „Roe v. Wade“.
- Tagesschau – Oberstes US-Gericht kippt Abtreibungsrecht.
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Bei uns hast du Platz!
„Egal ob du eine Band gründen möchtest oder einfach nur dein Instrument üben möchtest, bei uns hast du Platz.“
Seit Beginn des Schuljahres habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, jedem Schüler/jeder Schülerin einen Raum zu bieten, in welchem ihr euch musikalisch austoben könnt.
Bei dem Raum handelt es sich um M2. (links vom Eingang des Musikpavillons)
Ab dem 01.11.2022 könnt ihr diesen Raum in der 7. und 8. Stunde nutzen!
Jeder Schüler/jede Schülerin bzw. jede Gruppe erhält einen Zeit-Slot von 40 Minuten, damit so viele Schüler/Schülerinnen wie möglich den Raum in Anspruch nehmen können.
Was ihr tun müsst?
- Bringt eure Instrumente, Band- oder Gruppenmitglieder und ganz viel Spaß an der Musik mit!
- Meldet euch bis freitags per Mail bei mir an und teilt mir euren Namen, Klasse, den Tag und in welcher der beiden Stunden ihr in der kommenden Woche in den Raum möchtet mit.
Ich erstelle wöchentlich einen Plan und hänge diesen jeden Montag im Musikpavillon aus 🙂
Anmelden könnt ihr euch unter folgender E-Mail-Adresse:
jennifer.schneider@kgs-neustadt.de
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KGS on Tour – Die Siegerbilder 2022
Unzählige Bilder sind in den letzten Wochen bei uns eingegangen. Ihr habt uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, doch wir haben schließlich eine Auswahl treffen können. Die Gewinner des Fotowettbewerbs „KGS on Tour 2022“ stellen wir euch hier vor. Vielen Dank für eure Teilnahme 🙂 Wir freuen uns schon auf den nächsten Sommer.
Platz 1: „Echt oder doch nur ein Modell?“, Foto von Jeremy M.

In meinem Urlaub in Dänemark habe ich mir eine Ausfertigung meines Autos im Maßstab 1:43 gekauft: den Suzuki Grand Vitara. An einem sonnigen Abend platzierte ich den Wagen im vom Wasser aufgeweichten Sand am Strand von Vorupør nahe der Stadt Thisted.
Platz 2: „Lupo“, Foto von Klara G.

Auf dem Foto sieht man den Welpen Lupo, der bald zu uns kommt. Er ist ein kleiner Dackelwelpe und gerade mal so groß wie eine einzelne Hand, denn er ist ein Kurzhaar-Zwergdackel.
Platz 3: „Mein Steinhuder-Meer-Erlebnis“, Foto von Julie S.

Ich habe dieses Foto gewählt, weil ich mich hier getraut habe, auf einem SUP auf dem Steinhuder Meer zu stehen. Eine Freundin von mir ist mit mir zusammen auf dem SUP gefahren. Vor ein paar Bäumen bei Sonnenuntergang haben wir coole Motive ausprobiert. Dieses Foto hat mir dabei am besten gefallen.
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KGS on Tour – Fotowettbewerb
Egal ob von Zuhause oder auf Reise! Schick uns dein bestes Urlaubsbild und gewinne mit etwas Glück einen Überraschungsbeutel oder sogar einen Cafeteria-Gutschein!
Wie kannst du teilnehmen?
Schick dein liebstes Ferienfoto und einen kleinen Text darüber bis zum 31.08. über Iserv an emma.lili.blume@kgs-neustadt.de!
Viel Glück und schöne Ferien!
Die Redaktion
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Fünf Orte – Fünf Geschichten – Fünf Menschen: Ein Kriegsflüchtling berichtet
Manfred Tietz ist 81 Jahre alt und wohnt in Diepholz. Er ist während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) mit nur vier Jahren aus Ostpreußen geflüchtet. Im Interview erzählt er uns von seiner schwierigen Flucht.
Herr Tietz, wieso sind Sie damals geflüchtet?

Ostpreußen war die ehemalige Heimat von Manfred Tietz. Heute gehört dieser Teil zu Litauen und Polen. Die Russen hatten bereits den Landkreis Tilsit in Ostpreußen bombardiert und zerstört. Meine Oma hat dadurch ihr ganzes Hab und Gut verloren und ist mit dem Handgepäck, das sie mit in den Schutzbunker nehmen durfte, zu uns, also ihrer Tochter, meiner Schwester und mir, geflüchtet. Ich kann mich erinnern, dass die Straßenfront in der Kreisstadt Tilsit nur noch Schutt und Asche war. Währenddessen wurde bereits Königsberg bombardiert. Die Bomber der Roten Armee kamen über die Ostsee direkt über unseren Ort geflogen und bombardierten Königsberg Tag und Nacht. Daraufhin sind wir geflüchtet.
Mit wem genau sind Sie damals geflüchtet?
Ich bin mit meiner Oma, meiner Mutter und meiner Schwester Rosmarie geflüchtet.
Wann sind Sie damals geflüchtet?
Am 23.01.1945 sind wir aufgebrochen. Es war Winter und überall lag Schnee. Wir hatten einen Schlitten mit dem ganzen Gepäck gepackt. Auf diesen wurde ich oben drauf gesetzt und durch den tiefen Schnee gezogen. Für mich als kleinen Jungen waren es riesengroße Schneehügel.
Gibt es Bilder von Ihrer Flucht?
Nein, uns wurde alles weggenommen.
Wie genau sind Sie geflüchtet? Wie sah Ihre Fluchtroute aus?

Das Flüchtlingsschiff Gotland. Wir sind von Groß-Kuhren in Ostpreußen mit dem bepackten Schlitten zu Fuß durch den tiefen Schnee zum Bahnhof. Von dort sind wir mit der Bahn nach Pillau gefahren. Dort wurden wir auf die „Gotland“, das letzte Flüchtlingsschiff, gebracht. Die „Gustlow“, ein Marine-Ausbildungsschiff für Sanitäter, hatte auch Flüchtlinge an Bord. Dieses Begleitschiff wartete bereits auf offener See auf uns. In der darauffolgenden Nacht wurde die Gustlow von einem russischen U-Boot mit Torpedos beschossen und versenkt. Es gab kaum Überlebende. Wir kamen mit unserem Schiff in Warnemünde an. Mit dem Zug ging es weiter nach Malchin und dann Richtung Waren/Müritz. Dort ging es schließlich auf einen Gutshof mit Stallungen und Nebengebäude.
Was war das schlimmste Ereignis auf Ihrer Flucht?
Wir haben von der „Gotland“ mit ansehen können, wie das Schiff „Gustlow“, mit meinem Onkel und meiner Tante darauf, untergegangen ist. Auch als russische Soldaten unsere Schutz-Unterstände beschossen haben. Wir wurden zusammengetrieben und geplündert. Außerdem mussten wir alle mit ansehen, wie hauptsächlich junge Frauen gequält wurden.
Und was war das schlimmste, was Sie zurücklassen mussten?
Mein damaliges Zuhause, meinen Vater. Und meine Kuscheltiere.
Haben Sie jemals überlegt zurück nach Ostpreußen zu ziehen?
Nein! Wir waren im Jahr 1992 einmal zu Besuch dort. Doch als wir ankamen, war alles kaputt und es gab kein Haus, keinen Hof mehr. Alles war platt und voll mit Wildwuchs.
Wie war der Beginn in der neuen Heimat?
Wir waren nicht willkommen, aber wir wurden von vielen für Hilfstätigkeiten ausgenutzt.
Vielen Dank für das interessante Interview.
Interview von Ben T., 8. Jahrgang, WPK Journalismus



