Fußballturnier der KME-Schulen in Oldenburg
Die sieben tapferen Recken der AFS – offiziell „Schüler“, inoffiziell aber eine Mischung aus Nachwuchs-Profis, Taktikgenies und Pausenbrot-Strategen – machten sich an einem Donnerstagmorgen im März auf den Weg zu einem Hallen-Fußballturnier der KME-Schulen nach Oldenburg. Begleitet wurden sie von zwei Lehrern, deren wichtigste Aufgabe darin bestand, die sehr kurzfristigen Ausfälle zweier Spieler während der gut einstündigen Fahrt in einer Teambesprechung durch taktische Kniffe zu kompensieren.
Da das erste Spiel bereits früh angesetzt war, musste die Expedition schon zehn Minuten vor Schulbeginn aufbrechen. Für Schüler somit zu einer Zeit, die normalerweise nur aus Legenden bekannt ist. Doch erstaunlicherweise waren alle pünktlich – ein Ereignis, das vermutlich noch Jahre später im Kollegiumszimmer diskutiert werden wird.
Die Anreise verlief zunächst… sagen wir kreativ. Das Navigationsgerät führte die Gruppe nämlich nicht zur Sporthalle, sondern zur Adresse der gastgebenden Schule. Dort angekommen stellte man fest: sehr schöne Schule, aber leider keine Halle, kein Turnier und auch keine gegnerischen Mannschaften. Nach kurzer Orientierung und einem kleinen Sprintprogramm mit Taschen und Bällen gelang es der Delegation der AFS jedoch trotzdem, rechtzeitig zum ersten Spiel in der richtigen Halle einzulaufen – beinahe so dramatisch wie ein Last-Minute-Tor.
Auf dem Spielfeld zeigte sich schnell: Einige gegnerische Spieler interpretierten Hallenfußball eher als Mischung aus Fußball, Rugby und gelegentlichem Körperkontaktseminar. Nicht immer griffen die Schiedsrichter so konsequent ein, wie man es sich gewünscht hätte. Doch die Mannschaft der AFS bewies beeindruckende Nervenstärke: ruhig bleiben, nicht provozieren lassen und fair spielen. Die im Herbst in der AFS neu vereinbarten Regeln zum Fairplay im Sport setzte das Team während des gesamten Turniers vorbildlich um. Pädagogisch gesehen also schon jetzt ein voller Erfolg.
Sportlich lief es… sagen wir abwechslungsreich. In der Vorrunde gelang immerhin ein Sieg. Und besonders bemerkenswert war ein stark erkämpftes 0:0 gegen den späteren Turniersieger aus Oldenburg – und das gegen Gegner, die teilweise deutlich älter und vermutlich auch schon länger im Besitz eines Rasierers waren.
Besonders dramatisch wurde es in der Qualifikation zum Spiel um Platz drei: Siebenmeterschießen! Die Halle hielt den Atem an, Spieler, Lehrer und vermutlich auch der Hausmeister. Leider hatte das Glück am Ende ein kleines bisschen mehr Sympathie für die andere Mannschaft. Doch statt Trübsal zu blasen zeigte die Mannschaft der AFS im anschließenden Spiel um Platz fünf noch einmal echten Kampfgeist – und gewann dieses souverän.

Nach so viel sportlicher Höchstleistung – und emotionalem Nervenkitzel – musste selbstverständlich eine angemessene Regeneration stattfinden. Diese erfolgte bei einem lokalen Imbiss, wo sich die Mannschaft mit goldgelb frittierten Kartoffelstangen und weiteren kulinarischen Köstlichkeiten stärkte. Die Stimmung war bestens, der Hunger groß und so konnte die Rückreise frisch gestärkt und ohne Zeitstress erfolgen.
Zum Abschluss bleibt ein herzlicher Dank an die Turnierveranstalter für die Einladung und die hervorragende Organisation des Turniers – inklusive der sportlichen Begegnungen, der fairen Atmosphäre und nicht zuletzt der sehr willkommenen kulinarischen Angebote. Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder!
Foto und Text: D. Polm