Bürgermeisterin in Zeiten von Corona

Bürgermeisterin von Steinfeld hat in Pandemiezeiten zu kämpfen
Manuela Honkomp ist seit dem 01. Oktober 2006 die Bürgermeisterin von Steinfeld. Sie ist Leiterin der Gemeindeverwaltung und Dienstvorgesetzte von ca. 72 Mitarbeiter/innen. Mit dem Ende der kommunalen Zweigleisigkeit wurde Honkomp als die erste hauptamtliche Bürgermeisterin gewählt. Sie bereitet die Sitzungen des Gemeinderates vor, beruft sie ein und setzt dessen Beschlüsse um. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende des Verwaltungsausschusses.      

Steinfeld. Durch Corona ist die Arbeit von Frau Honkomp nun sehr viel umständlicher geworden, wie sie selbst sagt: „Viele Dinge sind derzeit im täglichen Geschäft zu beachten und zu organisieren, damit überhaupt Sitzungen des Rates und der Gremien unter strengen Auflagen stattfinden können.“ Solche Maßnahmen umfassen das Tragen einer FFP2 Maske, einen negativen Test und das Reinigen aller benutzten Flächen. Zusätzlich muss alle dreißig Minuten gelüftet werden und ggf. auch eine Pause eingelegt werden. Die Sitzungen und Pausen finden in den Räumen der Don-Bosco Schule in Steinfeld statt. Bürger, die in das Rathaus möchten, können dies nur mit einem Termin. Außerdem gelten auch für die Mitarbeiter die strengen Corona Regeln, so dass bei Kontakt zu anderen Menschen und auf den Fluren eine FFP2 Maske getragen werden muss. In der Küche darf auch nicht mehr gegessen werden. Die Gemeinde muss zusätzlich noch mit Hilfe der Polizei dafür sorgen, dass die Corona Regeln von allen Bürger/innen eingehalten werden. Ein paar dieser Regeln sind: Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und die Schließung aller nicht lebensnotwendigen Läden. Bei Landkreisen mit einer Inzidenz von über 100 (wie im Mai 2021 im Landkreis Vechta) herrschen noch strengere Corona-Regeln als bei Landkreisen, die eine Inzidenz von unter 100 haben. Durch Corona findet so gut wie kein persönlicher Kontakt mehr zu den Bürgern statt und die meisten Sitzungen finden nur noch über Video-Konferenzen statt. Besprechungen beispielsweise mit Ingenieuren werden ebenfalls nur noch unter strengen Corona Auflagen durchgeführt.

Manuela Honkomp vermisst solche persönlichen Gespräche: „Persönliche Kontakte und Gespräche sind normalerweise das Herzstück in der kommunalpolitischen Arbeit und in meiner Aufgabe als Bürgermeisterin. Diese fehlen mir sehr.“ Die Bürgermeisterin kennt auch Menschen aus ihrem Bekanntenkreis, welche Corona haben/hatten. Außerdem wird die Gemeinde regelmäßig über das Corona-Geschehen, Verstöße gegen die Corona-Regeln und über Neuinfektionen informiert. Die Bürgermeisterin meint, dass die Corona-Regeln zwingend notwendig und hilfreich gegen die Corona-Pandemie sind, uns aber sehr viel abverlangen. Jedoch findet sie: „Einige strengere Maßnahmen wie Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen hätten nach meiner Ansicht schon im letzten Jahr – etwa vor den Weihnachtsfeiertagen – ergriffen werden müssen und hätten dann vermutlich eher Erfolg gezeigt.“ Honkomp lässt sich jede Woche testen. Außerdem hat sie bereits ihre erste Impfung mit dem Vakzin von Biontech Pfizer erhalten.
von Martin Groenhagen

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